Jouissance – Lust, Genießen

Hie­ro­ny­mus Bosch, Der Gar­ten der Lüs­te (Mit­tel­ta­fel), ca. 1500, 220 x 350 cm, Öl auf Holz (Ei­che)
Mu­seo del Pra­do, Ma­drid, in grö­ße­rer Auf­lö­sung hier

Ei­ner von La­cans Grund­be­grif­fen ist jouis­sance, was man mit „Lust“ oder „Ge­nie­ßen“ über­set­zen kann. La­can in­ter­es­siert sich da­für, wie die Lust durch die Be­zie­hung zum Ima­gi­nä­ren struk­tu­riert ist, zum Kör­per­bild, durch das Ver­hält­nis zum Sym­bo­li­schen, etwa zum Ver­bot, und durch die Be­zie­hung zum Rea­len, zu dem, was un­mög­lich ist.

Hier ein ers­ter Zu­gang zum Be­griff jouis­sance.

Das Übersetzungsproblem

Wie soll man La­cans Be­griff jouis­sance über­set­zen? 

In der fran­zö­si­schen Um­gangs­spra­che be­zieht sich jouis­sance häu­fig (aber kei­nes­wegs aus­schließ­lich) auf den Or­gas­mus. Die Über­set­zung mit „Or­gas­mus“ wäre zu eng; das geht aus so vie­len Be­mer­kun­gen von La­can her­vor, dass ich sie hier nicht zi­tie­re.

Im Rom-Vor­trag zi­tiert La­can eine Be­mer­kung von Freud über den Ge­sichts­aus­druck des „Rat­ten­manns“, der, wie es bei Freud heißt, auf „das Grau­sen vor sei­ner ihm selbst un­be­kann­ten Lust“1 hin­deu­tet. La­can über­setzt hier „Lust“ mit jouis­sance.2 Die Lust, um das es hier geht, ist in der Ter­mi­no­lo­gie von Freud die ana­lero­ti­sche Trieb­be­frie­di­gung.

In Se­mi­nar 13 (Das Ob­jekt der Psy­cho­ana­ly­se, 1965/66) er­läu­tert er den Be­griff jouis­sance aus­ge­hend vom eng­li­schen Aus­druck se­xu­al en­joy­ment und führt hier­zu aus, es sei schwie­rig,

eine Stüt­ze für et­was zu ge­ben, was ein Äqui­va­lent für un­ser fran­zö­si­sches Wort jouis­sance ist; en­joy­ment hat nicht die­sel­ben Re­so­nan­zen wie jouis­sance, man müss­te es ge­wis­ser­ma­ßen mit dem Aus­druck Lust* kom­bi­nie­ren, der viel­leicht ein we­nig bes­ser wäre“3.

La­can selbst bringt jouis­sance mit „Lust“ ins Deut­sche. Die­se Über­set­zung ist sei­nes Er­ach­tens nicht per­fekt, aber sie ist „ein we­nig bes­ser“ als die mit „se­xu­al en­joy­ment“. Of­fen­bar soll die Kon­no­ta­ti­on von to enjoy – Freu­de ha­ben, sich ver­gnü­gen, ge­nie­ßen – ver­mie­den wer­den.

Was ist mit jouir, dem zu­ge­hö­ri­ge Verb? In Se­mi­nar 16 von 1968/69, Von ei­nem An­de­ren zum an­de­ren, prägt La­can den Aus­druck plus-de-jouir. Er bringt ihn dort selbst ins Deut­sche, und zwar mit „Mehr­lust“.4 Und er er­klärt, dass plus-de-jouir dem Freud’schen Ter­mi­nus „Lust­ge­winn“ ent­spricht.5 Wenn La­can von jouis­sance oder jouir spricht, dann ent­spricht dem im Deut­schen, sei­ner Auf­fas­sung nach, das Wort „Lust“.

Im Se­mi­nar 20 von 1972/73, En­core, be­zeich­net er das Ob­jekt a als

ce quel­que cho­se qui au re­gard de la jouis­sance qui se­rait sa­tis­fais­an­te, qui se­rait la Lust­be­frie­di­gung sup­po­sée dans ce qu’on ap­pel­le, éga­le­ment im­pro­pre­ment dans le dis­cours psy­chana­ly­tique la pul­si­on gé­ni­ta­le […]“6.

Auf Deutsch: Das Ob­jekt a ist

das, was un­ter dem As­pekt der jouis­sance, die be­frie­di­gend wäre, die die Lust­be­frie­di­gung* wäre, die in dem an­ge­nom­men wird, was man im psy­cho­ana­ly­ti­schen Dis­kurs glei­cher­ma­ßen un­pas­send als Ge­ni­tal­trieb be­zeich­net […]“7 (Wort mit Stern­chen hier und im Fol­gen­den im Ori­gi­nal deutsch).

Die jouis­sance, die be­frie­di­gend wäre, wird von La­can mit „Lust­be­frie­di­gung“ ins Deut­sche über­setzt. Da­mit be­stä­tigt sich: Jouis­sance ent­spricht, von La­can aus ge­se­hen, dem deut­schen Wort „Lust“.

Al­ler­dings wa­ren die Deutsch­kennt­nis­se von La­can nicht glän­zend; in den Se­mi­na­ren kann man ihn ge­le­gent­lich da­bei be­ob­ach­ten, wie er Über­set­zungs­feh­ler macht. Soll­te man also sa­gen, wenn La­can jouis­sance mit „Lust“ über­setzt, ist das eine schlech­te Über­set­zung, und man soll­te ihm dar­in nicht fol­gen? Ich den­ke nicht. Wenn La­can jouis­sance mit „Lust“ gleich­setzt, be­zieht er sich nicht ein­fach auf ein Wort der All­tags­spra­che, son­dern auf ei­nen theo­re­ti­schen Be­griff. „Lust“ ist ein Be­griff von Freud, La­can pro­pa­giert die Rück­kehr zu Freud, und das heißt wohl auch, dass man bei der Über­set­zung die Freud’schen Ter­mi­ni ver­wen­den soll­te, an de­nen La­can sich ori­en­tiert. 

Al­ler­dings ent­hält der Ter­mi­nus „Lust“ eine Mehr­deu­tig­keit, die be­reits Freud her­aus­ge­stellt hat­te. In den Drei Ab­hand­lun­gen zur Se­xu­al­theo­rie schreibt er:

Die Tat­sa­che ge­schlecht­li­cher Be­dürf­nis­se bei Mensch und Tier drückt man in der Bio­lo­gie durch die An­nah­me ei­nes ‚Ge­schlechts­trie­bes‘ aus. Man folgt da­bei der Ana­lo­gie mit dem Trieb nach Nah­rungs­auf­nah­me, dem Hun­ger. Eine dem Wort ‚Hun­ger‘ ent­spre­chen­den Be­deu­tung fehlt der Volks­spra­che; die Wis­sen­schaft ge­braucht als sol­che ‚Li­bi­do‘.“ 1910 fügt er an die­ser Stel­le hin­zu: „Das ein­zig an­ge­mes­se­ne Wort der deut­schen Spra­che „Lust“ ist lei­der viel­deu­tig und be­nennt eben­so­wohl die Emp­fin­dung des Be­dürf­nis­ses als die der Be­frie­di­gung.“8

Wei­ter hin­ten in die­ser Ar­beit heißt es:

Es ist über­aus lehr­reich, daß die deut­sche Spra­che der im Text er­wähn­ten Rol­le der vor­be­rei­ten­den se­xu­el­len Er­re­gun­gen, wel­che gleich­zei­tig ei­nen An­teil Be­frie­di­gung und ei­nen Bei­trag zur Se­xu­al­span­nung lie­fern, im Ge­brau­che des Wor­tes ‚Lust‘ Rech­nung trägt. ‚Lust‘ ist dop­pel­sin­nig und be­zeich­net eben­so­wohl die Emp­fin­dung der Se­xu­al­span­nung (Ich habe Lust = ich möch­te, ich ver­spü­re den Drang) als auch die der Be­frie­di­gung.“9

Der Aus­druck „Lust“ hat dem­nach zwei Be­deu­tun­gen, (a) Emp­fin­dung des (se­xu­el­len) Be­dürf­nis­ses, Emp­fin­dung der Se­xu­al­span­nung, ana­log zu „Hun­ger“, (b) Emp­fin­dung der Be­frie­di­gung des se­xu­el­len Be­dürf­nis­ses.

Jouis­sance liegt stär­ker in der Rich­tung der Be­frie­di­gungs­emp­fin­dung; soll­te man jouis­sance des­halb mit „Lust­be­frie­di­gung“ über­set­zen? La­can un­ter­schei­det, wie das Zi­tat wei­ter oben aus­weist, die jouis­sance, die als be­frie­di­gend emp­fun­den wird, von der jouis­sance schlecht­hin. Also dürf­te „Lust“ ohne Zu­satz in den meis­ten Fäl­len die bes­te Über­set­zung sein.

In die­se Rich­tung geht viel­leicht auch, dass La­can den Be­griff hēdonē, wie er von Aris­to­te­les ver­wen­det wird, mit jouis­sance über­setzt, und dass hēdonē meist mit Lust über­setzt wird.10

Nun be­tont La­can al­ler­dings den Ge­gen­satz von plai­sir und jouis­sance, und da­mit stellt sich das Über­set­zungs­pro­blem von Neu­em.

Im Auf­satz Sub­ver­si­on du su­jet heißt es:

[…] c’est le plai­sir qui ap­por­te à la jouis­sance ses li­mi­tes […].“11

Wie könn­te man das über­set­zen? Etwa mit „Es ist die Lust, die der Lust Gren­zen setzt“? Das wäre mög­lich, und es wäre so­gar ver­ständ­lich, dann näm­lich, wenn man in Ge­dan­ken für die ers­te Ver­wen­dung von „Lust“ ein­setzt, was ge­meint ist, näm­lich Freuds „Lust­prin­zip“, also das Stre­ben nach Span­nungs­ver­min­de­rung – das Stre­ben nach Span­nungs­ver­min­de­rung setzt der Lust Gren­zen. Die Über­set­zung mit „die Lust setzt der Lust Gren­zen“ klingt je­doch pa­ra­do­xer als das Fran­zö­si­sche, was man, den­ke ich, ver­mei­den soll­te – La­can for­mu­liert be­reits pa­ra­dox ge­nug. Des­halb ist es wohl bes­ser, zu­min­dest in sol­chen Pas­sa­gen ei­nen an­de­ren Ter­mi­nus zu ver­wen­den, und da­für kommt vor al­lem „Ge­nie­ßen“ in Fra­ge. Das er­gibt dann: „Es ist die Lust, die dem Ge­nie­ßen Gren­zen setzt“12. Auch die­se Über­set­zung knirscht, da „Ge­nie­ßen“ eher dem plai­sir ent­spricht als der jouis­sance. Nä­her am ge­mein­ten Sinn wäre „Es ist das Ge­nie­ßen, was der Lust Gren­zen setzt“, aber da­mit wür­de die ter­mi­no­lo­gi­sche Ver­wir­rung nur noch ge­stei­gert.

Ge­nuss oder Ge­nie­ßen? Für die Über­set­zung mit „Ge­nuss“ statt mit „Ge­nie­ßen“ könn­te man an­füh­ren, dass Freud selbst ge­le­gent­lich von „Ge­nuss“ spricht.13 Und au­ßer­dem folgt man da­mit der Ter­mi­no­lo­gie von He­gel, eine der Quel­len für La­cans Be­griff jouis­sance. Ge­gen „Ge­nie­ßen“ kann man vor­brin­gen, dass die Be­deu­tung ähn­lich ist wie die von en­joy­ment, wo­ge­gen La­can sich ja aus­drück­lich aus­ge­spro­chen hat­te. 

Es gibt also drei haupt­säch­li­che Mög­lich­kei­tenb, jouis­sance zu über­set­zen: ent­we­der im­mer mit „Lust“ oder im­mer mit „Ge­nie­ßen“ oder wech­selnd mal mit „Lust“, mal mit „Ge­nie­ßen“, je nach Kon­text. Die Über­set­zung mit „Lust“ hat den Nach­teil, dass man kennt­lich ma­chen muss, dass es nicht um die Lust im Sin­ne des Lust­prin­zips geht. Die Über­set­zung mit „Ge­nie­ßen“ hat den Nach­teil, dass die nor­ma­le Be­deu­tung von „Ge­nie­ßen“ noch dich­ter bei der Lust im Sin­ne des Lust­prin­zips liegt als die üb­li­che Be­deu­tung von „Lust“. 

Mir ge­fällt am bes­ten die Über­set­zung mit „Lust“, ver­bun­den mit ei­nem Zu­satz, der deut­lich macht, was ge­meint ist, also bei­spiels­wei­se „Es ist die Lust (plai­sir), die der Lust (jouis­sance) Gren­zen setzt“, oder nä­her an der ge­spro­che­nen Spra­che: „Es ist die Lust im Sin­ne von plai­sir, die der Lust – der jouis­sance – Gren­zen setzt“. Auch das führt al­ler­dings zu Schwie­rig­kei­ten, vor al­lem bei der Verb­form des Ter­mi­nus, also jouir.  Die Über­set­zung von jouir de quel­que cho­se mit „Lust an et­was ha­ben“ ist schwer­fäl­lig, bes­ser klingt „et­was ge­nie­ßen“.

In die­sem Ar­ti­kel gehe ich so vor, dass ich jouis­sance mal mit „Ge­nie­ßen“, mal mit „Lust“ über­set­ze.

Bedeutungsspektrum

In der fran­zö­si­schen Um­gangs­spra­che meint jouis­sance haupt­säch­lich (aber kei­nes­wegs nur) „Or­gas­mus“, „Wol­lust“. Das ist bei La­can mit­ge­meint; die zum Or­gas­mus füh­ren­de Er­re­gung und der Or­gas­mus sind Spe­zi­al­for­men von jouis­sance. Die­se Kon­no­ta­ti­on bleibt bei der Über­set­zung von jouis­sance mit „Ge­nuss“ an­deu­tungs­wei­se er­hal­ten: „Schluss mit Ge­nuss“, sagt der zwölf­jäh­ri­ge Alois zu Jo­se­fi­ne Mut­zen­ba­cher, wenn er zum Hö­he­punkt kommt; Freud spricht von den „Se­xu­al­ge­nüs­sen“14. Aber auch bei der Über­set­zung mit „Lust“ bleibt die­se Kon­no­ta­ti­on er­hal­ten, der Or­gas­mus ist eine be­stimm­te Form der se­xu­el­len Lust­emp­fin­dung.

La­can ver­wen­det den Be­griff jouis­sance je­doch nicht nur für die se­xu­el­le Lust. Das Ge­nie­ßen, sagt er, ist an den Kör­per ge­bun­den.15 Das fängt mit Krib­beln an und hört da­mit auf, dass man, von Ben­zin über­gos­sen, in Flam­men auf­geht, all das ist jouis­sance, heißt es in Se­mi­nar 17, Die Kehr­sei­te der Psy­cho­ana­ly­se.16 Jouis­sance ist für La­can auch die Lust, die sich ein­stellt, wenn man Gym­nas­tik treibt.17 Auch Tie­re ge­nie­ßen – wenn eine Kat­ze schnurrt, sagt La­can, ha­ben wir den Ein­druck, dass sie ge­nießt, dass sie Lust emp­fin­det.18 Er fragt sich so­gar, ob das Ge­nie­ßen mög­li­cher­wei­se ein Merk­mal des Le­ben­di­gen schlecht­hin ist, das heißt, ob auch Bäu­me, Amö­ben und Bak­te­ri­en ge­nie­ßen.19

Häu­fig spricht La­can von jouis­sance dort, wo Freud den Aus­druck „Trieb­be­frie­di­gung“ ver­wen­den wür­de. We­gen der wei­ten Be­deu­tung von jouis­sance ist die Über­set­zung mit „Trieb­be­frie­di­gung“ je­doch nicht im­mer pas­send – La­can re­ser­viert den Be­griff „Trieb“ für die­je­ni­gen We­sen, die er als „Sprech­we­sen“ be­zeich­net, für die Men­schen.  

La­can un­ter­schei­det jouis­sance von dé­sir, Ge­nie­ßen von Be­geh­ren. Be­geh­ren ver­hält sich zu Ge­nie­ßen ähn­lich wie Be­dürf­nis zu Be­dürf­nis­be­frie­di­gung. Das Be­geh­ren ist eine Form der In­ten­tio­na­li­tät, ein Stre­ben-nach-et­was, ein Scharf­sein-auf-et­was, eine Quest, wie es in den Hel­den­epen heißt, eine Su­che nach dem, was ei­nem fehlt. Ge­nie­ßen ist kei­ne Su­che nach et­was Feh­len­dem, son­dern der ak­tu­el­le Voll­zug des­sen, an et­was Lust zu ha­ben. Al­ler­dings wer­den Be­geh­ren und Ge­nie­ßen von La­can in den frü­hen Se­mi­na­ren nicht im­mer klar un­ter­schie­den, und das Be­geh­ren im Sin­ne von La­can zielt nur schein­bar auf Be­frie­di­gung, tat­säch­lich aber auf Selbst­re­pro­duk­ti­on.

Anfänge

Der Be­griff jouis­sance ge­hört zu den ul­tras­ta­bi­len Ele­men­ten des Lacan’schen Theo­rie­ge­fü­ges. Man fin­det ihn zum ers­ten Mal in ei­nem Auf­satz von 1951 oder 1952 und zum letz­ten Mal in Se­mi­nar 23, Das Sin­t­hom, von 1975/76. Be­son­ders stark wird der Be­griff ab 1962 aus­ge­ar­bei­tet, be­gin­nend mit dem Auf­satz Sub­ver­si­on des Sub­jekts; im Fol­gen­den gebe ich ei­nen knap­pen Über­blick über die da­vor lie­gen­den Ver­wen­dun­gen.

Den frü­hes­ten Be­leg fin­det man in ei­nem Auf­satz über Kri­mi­no­lo­gie, den La­can zu­sam­men mit Mi­chel Cé­nac ver­fasst hat. Die Rede ist hier von dem Ge­ständ­nis, das die Psy­cho­ana­ly­ti­ker vom Neu­ro­ti­ker und vom Per­ver­sen emp­fan­gen,

dem Ge­ständ­nis des un­aus­sprech­li­chen Ge­nie­ßens, das sie fin­den, wenn sie sich im fas­zi­nie­ren­den Bild ver­lie­ren„20.

Die jouis­sance wird hier von der Theo­rie des Spie­gel­sta­di­ums her ge­deu­tet, von der Be­zie­hung zum Kör­per­bild. Die­sen Typ der Lust wird La­can spä­ter als „Kör­per­lust“ be­zeich­nen.

Da­nach fin­det man den Be­griff des Ge­nie­ßens im so­ge­nann­ten Rom-Vor­trag von 1953, der 1956 ver­öf­fent­licht wur­de (Funk­ti­on und Feld des Spre­chens und der Spra­che in der Psy­cho­ana­ly­se). Der Aus­druck er­scheint hier in fünf For­mu­lie­run­gen, die ich kurz vor­stel­le.

Die ers­te Pas­sa­ge lau­tet:

Die­ses ego, des­sen Kraft un­se­re Theo­re­ti­ker jetzt durch die Fä­hig­keit de­fi­nie­ren, eine Frus­tra­ti­on [frus­tra­ti­on] zu er­tra­gen, ist Ver­sa­gung [frus­tra­ti­on] in sei­nem We­sen. Es ist Ver­sa­gung nicht ei­nes Be­geh­rens des Sub­jekts, son­dern ei­nes Ob­jekts, wor­in sein Be­geh­ren ent­äu­ßert ist, und je mehr es sich aus­ar­bei­tet, des­to mehr ver­tieft sich für das Sub­jekt die Ent­äu­ße­rung sei­nes Ge­nie­ßens.“21

Der Be­griff der jouis­sance ge­hört hier zum Be­griffs­paar jouissance/désir, das La­can von He­gel über­nimmt, der in der Phä­no­me­no­lo­gie des Geis­tes (1807) im Ab­schnitt über Herr­schaft und Knecht­schaft den „Ge­nuss“ und die „Be­gier­de“ ein­an­der ge­gen­über­ge­stellt hat­te.22 Ko­jè­ve hat­te die­se Ter­mi­ni mit jouis­sance und dé­sir über­setzt23, und La­can schließt sich ihm an. An der zu­letzt zi­tier­ten Stel­le dient die jouis­sance dazu, den Be­griff der Ver­sa­gung zu er­läu­tern (den Freud ver­wen­det) bzw. den der Frus­tra­ti­on. Un­ter Ver­sa­gung ver­steht Freud die Ver­hin­de­rung ei­ner Trieb­be­frie­di­gung; man könn­te jouis­sance an die­ser Stel­le des­halb auch mit „Trieb­be­frie­di­gung“ über­set­zen. 

Spä­ter spricht La­can im sel­ben Auf­satz vom „zu­rück­ge­hal­te­nen Ex­kre­ment des gei­zi­gen Ge­nie­ßens“24, was sich eben­falls auf die Ana­lero­tik be­zieht.

Da­nach heißt es über den Zwangs­neu­ro­ti­ker, er zei­ge eine Hal­tung, die He­gel in sei­ner Dia­lek­tik von Herr und Knecht nicht ent­wi­ckelt habe: er war­te auf den Tod des Herrn und kön­ne des­halb „ak­zep­tie­ren, für den Herrn zu ar­bei­ten und in der Zwi­schen­zeit auf das Ge­nie­ßen zu ver­zich­ten“25. Das Ge­nie­ßen, das vom Zwangs­neu­ro­ti­ker zu­rück­ge­wie­sen wird, dürf­te, in Freuds Spra­che, die mit der ge­ni­ta­len Or­ga­ni­sa­ti­on ver­bun­de­ne Be­frie­di­gung sein (statt­des­sen be­frie­digt er sich auf dem Wege der Ana­lero­tik, die hier die Form ei­nes Ver­nich­tungs­wun­sches an­nimmt, den er ge­wis­ser­ma­ßen aus­sitzt). Der Aus­druck jouis­sance kann sich dem­nach so­wohl auf die nicht-ge­ni­ta­le wie auf die ge­ni­ta­le Trieb­be­frie­di­gung be­zie­hen.

Zum letz­ten Mal spricht La­can im Rom-Vor­trag in der fol­gen­den Pas­sa­ge vom Ge­nie­ßen:

Die Frei­heit des Men­schen ist voll ein­ge­schrie­ben in das kon­sti­tu­ie­ren­de Drei­eck aus dem Ver­zicht, den er dem Be­geh­ren des an­de­ren mit der To­des­dro­hung für das Ge­nie­ßen der Früch­te sei­ner Knecht­schaft auf­er­legt –, aus dem frei­wil­li­gen Op­fer sei­nes Le­bens aus Grün­den, die dem mensch­li­chen Le­ben sein Maß ge­ben –, und aus der selbst­mör­de­ri­schen Ent­sa­gung des Be­sieg­ten, die den Herrn, den sie sei­ner un­mensch­li­chen Ein­sam­keit über­lässt, um sei­nen Sieg bringt.“26

Auch hier ope­riert La­can wie­der mit dem Be­griffs­paar von Be­geh­ren und Ge­nie­ßen, auch hier wie­der un­ter An­spie­lung auf die Hegel’sche Dia­lek­tik von Herr und Knecht.

Ich wechs­le jetzt zu den frü­hen Se­mi­na­ren. In den ers­ten drei Se­mi­na­ren ver­wen­det La­can den Aus­druck jouis­sance vor al­lem, um sich da­mit auf die Hegel’sche Dia­lek­tik von Herr und Knecht zu be­zie­hen.27 Auch in spä­te­ren Se­mi­na­ren wird er auf die Fra­ge nach dem Ge­nie­ßen des Herrn im­mer wie­der zu­rück­kom­men (und er wird den Zu­sam­men­hang ent­ge­gen­ge­setzt ak­zen­tu­ie­ren: der Ge­nuss­ver­lust wird von ihm dann nicht nur auf der Sei­te des Knechts, son­dern auch auf der des Herrn ver­or­tet.28).

In Se­mi­nar 1 (Freuds tech­ni­sche Schrif­ten, 1953/54) heißt es in ei­nem kri­ti­schen Bal­int-Re­fe­rat über das Sub­jekt, das sich durch ge­ni­tal love aus­zeich­net:

Das Sub­jekt trägt der Exis­tenz des an­dern Sub­jekts als sol­chen Rech­nung. Es küm­mert sich nicht nur um den Genuß sei­nes Part­ners, son­dern um eine Rei­he an­de­rer For­de­run­gen, die rund­um exis­tie­ren. All das ver­steht sich nicht von selbst.“29

Auch dies ist eine Fra­ge­stel­lung, an der La­can fest­hal­ten wird: In wel­cher Be­zie­hung steht das Sub­jekt zum Ge­nie­ßen auf der Sei­te des Se­xu­al­part­ners?

In Se­mi­nar 4 (Die Ob­jekt­be­zie­hung, 1956/57) spricht er, be­zo­gen auf den Jun­gen, von der „Ein­füh­rung der Mas­tur­ba­ti­on und dem Ins­spiel­kom­men sei­nes rea­len Ge­nie­ßens mit sei­nem ei­ge­nen rea­len Pe­nis“30, in Se­mi­nar 5 (Die Bil­dun­gen des Un­be­wuss­ten, 1957/58) ist die Rede vom vom „kli­to­ri­di­schen Ge­nie­ßen“, vom „phal­li­schen Ge­nie­ßen“ (im Sin­ne des Pe­nis-Ge­nie­ßens) und all­ge­mein vom „ge­ni­ta­len Ge­nie­ßen“31; jouis­sance, „Ge­nie­ßen“ bzw. „Lust“, hat hier die all­tags­sprach­li­che Be­deu­tung der ge­ni­ta­len Lust­be­frie­di­gung.

Eben­falls in Se­mi­nar 5 for­mu­liert La­can das Pro­gramm, die Un­ter­schei­dung von Be­geh­ren und Ge­nie­ßen aus­zu­ar­bei­ten.32 Das Be­geh­ren ist im Si­gni­fi­kan­ten ent­frem­det, und das hat zur Fol­ge, dass die Be­frie­di­gung (also das Ge­nie­ßen, die Lust) an ei­ner Phan­ta­sie­vor­stel­lung rea­li­siert wird, die von den Be­din­gun­gen des Si­gni­fi­kan­ten do­mi­niert ist, in phan­ta­sier­tem Bei­ßen, nicht im rea­len Bei­ßen; die Be­zie­hung zum ur­sprüng­li­chen Ob­jekt, zur Mut­ter, voll­zieht sich an Zei­chen.33 Das Be­geh­ren ist vom Si­gni­fi­kan­ten er­fasst, von der Spra­che, es ist letzt­lich Be­geh­ren nach An­er­ken­nung, und das Sub­jekt ge­nießt nicht ein­fach die Be­frie­di­gung sei­nes Be­geh­rens, „es ge­nießt es zu be­geh­ren, und das ist eine we­set­li­che Di­men­si­on sei­nes Ge­nie­ßens„34.

An die Fra­ge nach dem Ver­hält­nis von Be­geh­ren und Ge­nie­ßen an­knüp­fend heißt es in Se­mi­nar 6 (Das Be­geh­ren und sei­ne Deu­tung 1958/59) über den Phal­lus, auf ei­ner be­stimm­ten Ent­wick­lungs­stu­fe sei er als Or­gan (also als Pe­nis) das In­stru­ment ei­nes Ge­nie­ßens, aber noch nicht in den Me­cha­nis­mus des Be­geh­rens in­te­griert (wo­bei das Be­geh­ren hier als ein An­spruch de­fi­niert wird, der ei­nem Ge­setz un­ter­wor­fen ist).35

In Se­mi­nar 6 spricht La­can erst­mals vom „ma­so­chis­ti­scher jouis­sance36, in Se­mi­nar 7 (Die Ethik der Psy­cho­ana­ly­se, 1959/60) all­ge­mei­ner von „per­ver­sen ju­uis­sance37, von per­ver­ser Lust.

Da­mit sind ei­ni­ge der Ko­or­di­na­ten be­stimmt, in de­nen sich, be­zo­gen auf das Ge­nie­ßen, die spä­te­re Theo­rie­ent­wick­lung be­we­gen wird: der Be­zug auf das Kör­per­bild; das von He­gel stam­men­de Be­griffs­paar Begierde/Genuss; die Be­zie­hung so­wohl auf die ge­ni­ta­le als auch auf die nicht-ge­ni­ta­le Trieb­be­frie­di­gung; die Ver­bin­dung mit dem Kon­zept der Frus­tra­ti­on; die Fra­ge nach dem Ver­hält­nis zwi­schen der ge­ni­ta­len Trieb­be­frie­di­gung und dem Phal­lus-Si­gni­fi­kan­ten; die Pro­ble­ma­ti­sie­rung der Be­zie­hung zum Ge­nie­ßen des an­de­ren im Ge­schlechts­akt; die eben­falls von He­gel über­nom­me­ne Fra­ge nach dem Ge­nuss auf der Sei­te des Herrn.

Bei die­sen Aus­sa­gen über das Ge­nie­ßen han­delt es sich im­mer um knap­pe Hin­wei­se. La­cans ers­te grö­ße­re Aus­ar­bei­tung zum The­ma des Ge­nie­ßens fin­det man in dem Auf­satz Sub­ver­si­on des Sub­jekts und Dia­lek­tik des Be­geh­rens im Freud­schen Un­be­wuss­ten, der 1962 ge­schrie­ben wur­de38; das letz­te Drit­tel die­ser Ar­beit hat das Ge­nie­ßen zum The­ma. Der „Graph des Be­geh­rens“, der in die­sem Auf­satz ent­wi­ckelt wird, fi­xiert die Un­ter­schei­dung von jouis­sance und dé­sir, von Lust und Be­geh­ren auch auf der Ebe­ne ei­nes Dia­gramms. Die Lust bzw. das Ge­nie­ßen fin­det man hier oben links am Be­ginn der von links nach rechts ver­lau­fen­den obe­ren Quer­li­nie, der Buch­sta­be d oben rechts ge­gen­über steht für dé­sir, „Be­geh­ren“.39

Graph des Be­geh­rens

Jenseits des Lustprinzips

Ein ent­schei­den­des Merk­mal des Ge­nie­ßens im Sin­ne von La­can be­steht dar­in, dass es nicht voll­stän­dig vom Lust­prin­zip be­herrscht wird, vom Stre­ben nach Un­lust­ver­mei­dung durch Ver­min­de­rung der Er­re­gung; er knüpft hier­für an Freuds Ar­beit Jen­seits des Lust­prin­zips (1920) an. Jouis­sance liegt häu­fig auf der Gren­ze zur Un­lust, zum Schmerz, zum Leid, also zur Nicht-Be­frie­di­gung, dar­auf ver­weist das Bei­spiel der Selbst­ver­bren­nung. Der He­do­nis­mus, sagt La­can, ist ein phi­lo­so­phi­scher My­thos.40

Die Be­frie­di­gung, die vie­le Men­schen su­chen, wenn sie ein Fit­ness-Stu­dio auf­su­chen, ist ein Ge­nie­ßen jen­seits des Lust­prin­zips: „es darf ru­hig ein biss­chen weh tun“; sie ver­su­chen, den Punkt, an dem das Lust­prin­zip sich durch­setzt – an dem sie es nicht mehr aus­hal­ten –, mög­lichst weit hin­aus­zu­schie­ben. Von Freud und La­can aus sieht man, dass es da­bei nicht um das Rea­li­täts­prin­zip geht – um das zeit­wei­li­ge Er­dul­den von Un­lust auf dem lan­gen Wege zur Lust –, son­dern um das Her­bei­füh­ren ei­ner Lust, die auf ei­ner be­stimm­ten Ebe­ne als Un­lust er­fah­ren wird, auf ei­ner an­de­ren Ebe­ne je­doch als Lust.

La­can fragt sich, ob es die Nähe des Ge­nie­ßens zum Leid beim Le­ben­di­gen schlecht­hin gibt – „wenn die Pflan­ze nicht of­fen­kun­dig lei­den wür­de, wüss­ten wir nicht, dass sie lebt“, heißt es in ei­nem der Se­mi­na­re.41 Die Ver­bin­dung von Ge­nie­ßen (bzw. Lust) und Un­lust greift erst recht auf dem Feld des Un­be­wuss­ten. Dies zeigt der mit dem Sym­ptom ver­bun­de­ne Wie­der­ho­lungs­zwang: eine „Er­satz­be­frie­di­gung“, wie Freud sagt, die in der Re­gel mit Un­lust ver­bun­den ist.

Ent­schei­dend für die­sen As­pekt von La­cans Be­griff der jouis­sance ist fol­gen­de Be­mer­kung von Freud in Jen­seits des Lust­prin­zips:

Ge­lingt es ih­nen [den Trie­ben] dann, was bei den ver­dräng­ten Se­xu­al­trie­ben so leicht ge­schieht, sich auf Um­we­gen zu ei­ner di­rek­ten oder Er­satz­be­frie­di­gung durch­zu­rin­gen, so wird die­ser Er­folg, der sonst eine Lust­mög­lich­keit ge­we­sen wäre, vom Ich als Un­lust emp­fun­den. […] si­cher­lich ist alle neu­ro­ti­sche Un­lust von sol­cher Art, ist Lust, die nicht als sol­che emp­fun­den wer­den kann.“42

Freud fügt hin­zu:

Das We­sent­li­che ist wohl, daß Lust und Un­lust als be­wuß­te Emp­fin­dun­gen an das Ich ge­bun­den sind.“43

Man könn­te schrei­ben: Jouis­sance ist (Un)Lust.

In Se­mi­nar 21 von 1973/74, Les non-du­pes er­rent, be­zieht La­can sich auf Freuds Ar­ti­kel Die Gren­zen der Deut­bar­keit (1925), wor­in es heißt: „Un­se­re geis­ti­gen Tä­tig­kei­ten stre­ben ent­we­der ein nütz­li­ches Ziel an oder ei­nen un­mit­tel­ba­ren Lust­ge­winn.“44 La­can er­klärt hier­zu, dass „Lust­ge­winn“ nichts an­ders ist als La­cans ei­ge­ner Be­griff plus-de-jouir, Mehr­lust, und fährt dann fort:

Denn was be­deu­tet das, ein Lust­ge­winn*‘? Ein Ge­winn an Lust*. Wo­bei die Mehr­deu­tig­keit des Aus­drucks Lust* im Deut­schen, nicht wahr, es nicht ge­stat­tet, hier in das Lust­prin­zip* – mit princi­pe du plai­sir über­setzt – eben die­se enor­me Di­ver­genz ein­zu­füh­ren, die es zum Be­griff plai­sir gibt, wie er von Freud selbst er­läu­tert wird, ent­spre­chend der an­ti­ken Über­set­zung, ein­zi­ger Weg der epi­ku­räi­schen Weis­heit, wo­nach er be­deu­tet ‚mög­lichst we­nig Lust zu emp­fin­den (jouir)‘. Denn wie uns das an­kotzt, die jouis­sance!“45

Das epi­ku­räi­sche Prin­zip der Lust (plai­sir) zielt dar­auf ab, mög­lichst we­nig Lust (jouis­sance) zu emp­fin­den.

Das Lacan’sche Feld der Lüste

La­can geht es al­ler­dings we­ni­ger um die jouis­sance im All­ge­mei­nen als viel­mehr um die ver­schie­de­nen Lustar­ten. Sein theo­re­ti­sches In­ter­es­se rich­tet sich dar­auf, wie die Spra­che auf den Kör­per ein­wirkt, auf die „ge­nie­ßen­de Sub­stanz“46 , wie er sagt. Der Ef­fekt die­ser In­ter­ven­ti­on ist ein be­stimm­tes Spek­trum von Lüs­ten. Im Se­mi­nar Die Kehr­sei­te der Psy­cho­ana­ly­se be­zeich­net er den Be­reich der ver­schie­de­nen Lust­for­men ein­mal als das „La­can­sche Feld“47. Zu den für die Psy­cho­ana­ly­se re­le­van­ten Lustar­ten ge­hö­ren die phal­li­sche Lust, die weib­li­che Lust, die Kör­per­lust, die mit dem Sinn­ver­ste­hen ver­bun­de­ne Lust, die Mehr­lust und die Lust am Kör­per des an­de­ren Ge­schlechts.

 

Phal­li­sche und weib­li­che Lust

Die Be­zie­hun­gen zwi­schen dem phal­li­schen Ge­nie­ßen und dem weib­li­chen Ge­nie­ßen sind Ge­gen­stand der so­ge­nann­ten For­meln der Se­xu­ie­rung; La­can ar­bei­tet sie aus in den Se­mi­na­ren 18 (1971, Über ei­nen Dis­kurs, der nicht vom Schein wäre) bis 21 (1973/74, Les non-du­pes er­rent) so­wie in dem Auf­satz L’Étourdit (1972)48

\exists \text {x} \overline {\Phi \text {x}}        \overline {\exists \text {x}} \overline {\Phi \text {x}}

\forall \text {x} \Phi \text {x}        \overline {\forall \text {x}} \Phi \text {x}

– Dar­in be­zeich­net {\Phi \text {x}} die „phal­li­sche Funk­ti­on“ und da­mit in­di­rekt die phal­li­sche Lust (mehr dazu wei­ter un­ten). Zur phal­li­schen Funk­ti­on vgl. auf die­ser Web­site: Ge­ne­viè­ve Mo­rel: Die phal­li­sche Funk­tion. (Die Be­zie­hung zwi­schen phal­li­scher Funk­ti­on und phal­li­scher Lust ist mir nicht klar.)

– Auf die weib­li­che Lust be­zieht sich die rech­te Sei­te der For­meln. Der Aus­druck un­ten rechts be­ginnt mit dem Quan­tor \overline {\forall}, „nicht-alle“, die Zei­chen­fol­ge \overline {\forall \text {x}} \Phi \text {x} meint: Nicht alle Lust ist durch die phal­li­sche Funk­ti­on be­stimmt. Das heißt, es gibt auf die­ser Sei­te zwei un­ter­schied­li­che Lüs­te, die durch die Spra­che struk­tu­rier­te phal­li­sche Lust und eine Lust, die nicht mit der Spra­che ver­bun­den ist, die kör­per­li­che Lust im Sin­ne der Lust des Kör­pers an sich selbst.49

Ab 1974 stellt La­can die Be­zie­hun­gen zwi­schen den meis­ten die­ser Lüs­te durch den so­ge­nann­ten ge­plät­te­ten bor­ro­mäi­schen Kno­ten aus drei Rin­gen dar (Ma­the­ma­ti­ker wür­den sa­gen: Dia­gramm ei­ner bor­ro­mäi­schen Ver­schlin­gung aus drei tri­via­len Kno­ten).50

Bor­ro­mäi­scher Kno­ten aus drei Rin­gen

R (blau­er Ring): Rea­les
S (ro­ter Ring): Sym­bo­li­sches
I (grü­ner Ring): Ima­gi­nä­res
JΦ: jouis­sance phal­li­que, phal­li­sche Lust
JȺ: jouis­sance de l’Autre bar­ré, Lust am aus­ge­stri­che­nen An­de­ren
a: ob­jet a, plus-de-jouir, Ob­jekt a, Mehr­lust

Kör­per­lust

Der Ring des Ima­gi­nä­ren (I) be­zieht sich auf die Kör­per­lust (jouis­sance du corps, jouis­sance cor­po­rel­le), die eine Lust ist, bei der der Kör­per an sich selbst Lust hat, im Un­ter­schied zur Lust durch Sin­nes­emp­fin­dun­gen.

In Se­mi­nar 13 (Das Ob­jekt der Psy­cho­ana­ly­se, 1965/66) heißt es, „die Lust (jouis­sance) kann für uns nur iden­tisch sein mit je­der Ge­gen­wart des Kör­pers, die Lust lässt sich nur vom Kör­per her er­fas­sen.“51

Die ge­naue For­mu­lie­rung jouis­sance du corps fin­det man zu­erst in Se­mi­nar 14 von 1966/67, Die Lo­gik des Phan­tas­mas, mit der Prä­zi­sie­rung, dass es um die Lust am ei­ge­nen Kör­per geht.52 Sie er­scheint dann wie­der in Se­mi­nar 17 von 1969/70, Die Kehr­sei­te der Psy­cho­ana­ly­se.53

Ab Se­mi­nar 20 von 1972/73, En­core, wird die Wen­dung jouis­sance du corps bzw. jouis­sance cor­po­rel­le von La­can häu­fi­ger ver­wen­det. Die­se Art der Lust ist mit der kör­per­li­chen Be­we­gung ver­bun­den, etwa mit Gym­nas­tik, heißt es in Se­mi­nar 21.54 In den Se­mi­na­ren 20 und 21 be­zeich­net La­can den Kör­per als „ge­nie­ßen­de Sub­stanz“ (bzw. als „Lust emp­fin­den­de Sub­stanz“).55 In Se­mi­nar 21 heißt es, das Ima­gi­nä­re sei ein un­be­stimm­tes Ge­nie­ßen: „Das Ima­gi­nä­re ist im­mer eine In­tui­ti­on des­sen, was zu sym­bo­li­sie­ren ist, wie ich eben ge­sagt habe, et­was, was zu kau­en ist, zu den­ken ist, wie man sagt. Und, um es klar zu sa­gen, eine un­be­stimm­te Lust (jouis­sance).“56

Im Vor­trag Die Drit­te (1974) ord­net La­can im bor­ro­mäi­schen Kno­ten dem Ring des Ima­gi­nä­ren den Be­griff des Kör­pers zu:

Dia­gramm aus „Die Drit­te“ (1974)

In die­sem Text heißt es: „Der Kör­per kommt in die Öko­no­mie des Ge­nie­ßens – von da bin ich aus­ge­gan­gen – auf dem Weg über das Kör­per­bild.“57 Mög­li­cher­wei­se be­zieht La­can sich hier auf die wei­ter oben zi­tier­te Be­mer­kung aus dem Kri­mi­no­lo­gie-Auf­satz von 1951/52, in dem er das „un­aus­sprech­li­che Ge­nie­ßen“ auf die Be­zie­hung zu ei­nem „fas­zi­nie­ren­den Bild“ zu­rück­führt. Ge­nie­ßen und Kör­per sind also kei­nes­wegs iden­tisch, son­dern zwei un­ter­schied­li­che En­ti­tä­ten, die durch et­was Drit­tes ver­bun­den wer­den, durch das Kör­per­bild.

In Se­mi­nar 23 von 1975/76, Das Sin­t­hom, sagt er bei der Er­läu­te­rung des bor­ro­mäi­schen Kno­tens, das Ima­gi­nä­re sei „das Ge­nie­ßen des Dou­bles, des Spie­gel­bil­des, das Ge­nie­ßen des Kör­pers als ima­gi­nä­rem“58. Das Kör­per­ge­nie­ßen ist dem­nach mit der Spie­gel­be­zie­hung zum an­de­ren ver­bun­den. Ich stel­le mir hier­zu ei­nen Tross von Ma­ra­thon­läu­fern vor oder eine Rei­he von Men­schen, die sich in ei­nem Fit­ness-Stu­dio ne­ben­ein­an­der an Ge­rä­ten ab­ra­ckern.

Bei der Be­schrei­bung der Kör­per­lust wech­selt La­can in Se­mi­nar 21 üb­ri­gens ein­mal zwi­schen jouis­sance und plai­sir.59

 

Phal­li­sche Lust

Im Dia­gramm des bor­ro­mäi­schen Kno­tens ist JΦ das Kür­zel für jouis­sance phal­li­que, „phal­li­sche Lust“ oder „phal­li­sches Ge­nie­ßen“.60 Ge­meint ist die durch den Kas­tra­ti­ons­kom­plex struk­tu­rier­te se­xu­el­le Lust bei bei­den Ge­schlech­tern. Sie be­schränkt sich nicht auf die ge­ni­ta­le Lust und ist eine durch die „Seme“ be­stimm­te Lust, durch das, was ei­nen Sinn er­gibt.61 Die phal­li­sche Lust wird im Über­schnei­dungs­be­reich von Sym­bo­li­schem und Rea­lem ver­or­tet; das Sym­bo­li­sche ist hier das mit dem Kas­tra­ti­ons­kom­plex ver­bun­de­ne Ge­setz oder Ver­bot, das Rea­le be­steht dar­in, dass es kein se­xu­el­les Ver­hält­nis gibt.

Das Dia­gramm soll un­ter an­de­rem zei­gen, dass die phal­li­sche Lust der Kör­per­lust äu­ßer­lich ist – der Be­reich JΦ liegt au­ßer­halb des Rin­ges des Ima­gi­nä­ren. In La­cans Ter­mi­no­lo­gie: Die phal­li­sche Lust „ek-sis­tiert“ dem Kör­per.

Im Se­mi­nar 14 (Die Lo­gik des Phan­tas­mas, 1966/67) spricht La­can von der „kon­sti­tu­ti­ven Tren­nung des Kör­pers und der Lust (jouis­sance)“62, von der „Dis­junk­ti­on der Lust und des Kör­pers“63; das be­zieht sich ver­mut­lich auf die­je­ni­ge Lust, die er spä­ter jouis­sance phal­li­que nen­nen wird.  In Se­mi­nar 21 (Les noms-du­pes er­rent, 1973/74) be­zieht er sich auf den „Pa­ra­si­tis­mus“ spe­zi­ell des phal­li­schen Ge­nie­ßens64, im Vor­trag Die Drit­te (1974) for­mu­liert er es noch schär­fer, hier spricht er vom „au­ßer­kör­per­li­chen Cha­rak­ter“ des phal­li­schen Ge­nie­ßens.65 In Se­mi­nar 23 (Das Sin­t­hom, 1975/76) kommt er auf die Pa­ra­si­ten­me­ta­pher zu­rück:  „Der Phal­lus ist die Ver­bin­dung des­sen, was ich die­sen Pa­ra­si­ten ge­nannt habe, näm­lich das frag­li­che klei­ne Stück Schwanz, mit der Funk­ti­on des Spre­chens.“66

Im Hin­ter­grund der The­se über den pa­ra­si­tä­ren Cha­rak­ter der phal­li­schen Lust steht ver­mut­lich das Kon­zept der Par­ti­al­lie­be von Karl Abra­ham. In des­sen Ver­such ei­ner Ent­wick­lungs­ge­schich­te der Li­bi­do (1924) heißt es (ich re­fe­rie­re La­cans Re­fe­rat): Die Ob­jekt­lie­be ist in­so­fern eine Par­ti­al­lie­be, als sie zwar durch­aus eine Lie­be des an­de­ren ist, so voll­stän­dig wie mög­lich – je­doch ab­züg­lich der Ge­ni­ta­li­en.  War­um? Weil beim Men­schen das ei­ge­ne Ge­ni­ta­le stär­ker als ir­gend­ein an­de­rer Kör­per­teil mit nar­ziss­ti­scher Lie­be be­setzt ist. Die­ser Teil der nar­ziss­ti­schen Li­bi­do kann also nicht in Ob­jekt­li­bi­do ver­wan­delt wer­den.  Abra­ham ord­net die­se Art der Ob­jekt­lie­be (Ob­jekt­be­set­zung un­ter Ge­ni­tal­aus­schluss) der phal­li­schen Pha­se zu.67 La­can kom­men­tiert die­se Kon­zep­ti­on in Se­mi­nar 8 von 1960/61, Die Über­tra­gung. Der Phal­lus, sagt er hier, ist dem­nach eine Leer­stel­le im Kör­per­bild. Er fügt hin­zu: Nach die­sem Mus­ter wer­den die Ob­jek­te Brust und Brust­war­ze nach­träg­lich struk­tu­riert und da­durch zu et­was Ab­trenn­ba­rem. In­so­fern sei der Nar­ziss­mus eine Wur­zel der Kas­tra­ti­on.68 Der pa­ra­si­tä­re Cha­rak­ter der phal­li­schen Lust im Ver­hält­nis zur Kör­per­lust wür­de dann dar­in be­stehen, dass die­se Art der Lust sich der For­mung durch die ima­gi­nä­re Be­zie­hung zum an­de­ren ent­zieht und da­mit an­ders ver­fasst ist als die Kör­per­lust.  

 

Lust am Kör­per des An­de­ren

Im ge­plät­te­ten bor­ro­mäi­schen Kno­ten steht JȺ für jouis­sance de l’Autre bar­ré, „Ge­nie­ßen des aus­ge­stri­che­nen An­de­ren“, das un­zu­gäng­li­che „Ge­nie­ßen des Kör­pers des An­de­ren“ – des an­de­ren Ge­schlechts.

Vom „Ge­nie­ßen des An­de­ren“ spricht La­can erst­mals in Se­mi­nar 10 (Die Angst, 1962/63), ge­meint ist hier das Ge­nie­ßen auf der Sei­te des An­de­ren, in des­sen Dienst der Ma­so­chist sich zu stel­len glaubt.69 Spä­ter be­zieht La­can sich mit der Rede vom Ge­nie­ßen des An­de­ren vor al­lem auf den he­te­ro­se­xu­el­len Ge­schlechts­ver­kehr. Beim se­xu­el­len Akt gibt es für je­den der bei­den Part­ner eine Lust, die in der Schwe­be bleibt: die des an­de­ren, heißt es in Se­mi­nar 14 (Die Lo­gik des Phan­tas­mas, 1966/67).70

Die Wen­dung jouis­sance du corps de l’Autre im Sin­ne der un­zu­gäng­li­chen Lust am Kör­per des an­de­ren Ge­schlechts fin­det man ab Se­mi­nar 20 von 1972/73, En­core.71 Das The­ma wird aber be­reits aus­führ­lich ent­wi­ckelt in Se­mi­nar 14 von 1966/67, Die Lo­gik des Phan­tas­mas, mit der The­se „Es gibt kei­nen se­xu­el­len Akt“72 und der Dar­stel­lung die­ser The­se durch das Sche­ma des gol­de­nen Schnitts73. In Se­mi­nar 22 von 1974/75, RSI, stellt La­can aus­drück­lich fest, dass es ihm beim „Ge­nie­ßen des An­de­ren“ um den Ge­ni­ti­vus ob­jec­tivus geht und dass mit dem „An­de­ren“ der Kör­per des an­de­ren Ge­schlechts ge­meint ist (also nicht der An­de­re als Ver­samm­lungs­ort der Si­gni­fi­kan­ten).74 Das „Ge­nie­ßen des An­de­ren“ ist jetzt das Ge­nie­ßen des Sub­jekts, so­fern es da­durch zu­stan­de kommt, dass der Se­xu­al­part­ner das bio­lo­gi­sche Ge­gen­ge­schlecht hat. Ge­nau die­se Art des Ge­nie­ßens gibt es je­doch nicht; das „Ge­nie­ßen des An­de­ren“ ist also eine an­ge­streb­te, aber nicht-rea­li­sier­te Lust ein ver­sperr­tes Ge­nie­ßen. In Se­mi­nar 23 von 1975/76, Das Sin­t­hom, nennt La­can das an­ge­ziel­te und ver­fehl­te Ge­nie­ßen des Ge­gen­ge­schlechts jouis­sance de l’Autre bar­ré, „Ge­nie­ßen des aus­ge­stri­che­nen An­de­ren“, und er ver­wen­det hier­für als Sym­bol die Zei­chen­fol­ge JȺ.75 

In der Dar­stel­lung durch den bor­ro­mäi­schen Kno­ten über­la­gert sich im Feld JȺ das Ima­gi­nä­re mit dem Rea­len – das Ima­gi­nä­re der Ver­schmel­zungs­vor­stel­lung (Eros als Ein­heit) stößt auf das Rea­le des­sen, dass es kein se­xu­el­les Ver­hält­nis gibt; vgl. die­sen Blog­ar­ti­kel. Das Dia­gramm soll au­ßer­dem zei­gen, dass die un­zu­gäng­li­che Lust am Kör­per des An­de­ren au­ßer­halb des Sym­bo­li­schen liegt – sie „ek-sis­tiert“ der Spra­che.

 

Sinn

Der Be­reich des Sinns (im ge­plät­te­ten bor­ro­mäi­schen Kno­ten ein Feld der Über­schnei­dung von Sym­bo­li­schem und Ima­gi­nä­rem) be­zieht sich auch auf die mit dem Sinn­ver­ste­hen ein­her­ge­hen­de Lust. In Se­mi­nar 21 spricht er in die­sem Fall von jouis­sance76, in Se­mi­nar 23 von plai­sir77. Auf die­se Art der Lust be­zieht La­can sich auch mit dem Wort­spiel j’ouïs sens, wört­lich über­setzt „ich höre Sinn“, laut­gleich mit jouis­sance.78

Das Sche­ma soll un­ter an­de­ren zei­gen, dass der Sinn au­ßer­halb des Rea­len liegt, dass er dem Rea­len „ek-sis­tiert“. Zum Be­griff des Sinns im bor­ro­mäi­schen Kno­ten vgl. die­sen Blog­ar­ti­kel.

 

Mehr­lust

Im Zen­trum des Kno­ten­dia­gramms fin­det man den Buch­sta­ben a, er steht für „Mehr­lust“ und „Ob­jekt a“. Durch die In­te­gra­ti­on des Sub­jekts in die sprach­lich ver­fass­te Welt kommt es zu ei­nem Lust-Ver­lust, der von La­can als „Mehr­lust“ be­zeich­net wird.79 Den Platz die­ser un­zu­gäng­li­chen Lust neh­men im Phan­tas­ma be­stimm­te Ob­jek­te ein, die Ob­jek­te a (Brust, Kot, Stim­me, Blick); das Phan­tas­ma ist eine Sze­ne der Wie­der­ge­win­nung der ver­lo­re­nen Lust, über­setzt in die Be­zie­hung zu ei­nem ver­lo­re­nen Ob­jekt. Die Su­che nach die­sem ver­lo­re­nen Ob­jekt er­mög­licht eine „Er­satz­be­frie­di­gung“, wie Freud sagt, ei­nen „Lust­ge­winn“, wie Freud eben­falls sagt und wor­in La­can die Ent­spre­chung zu sei­ner „Mehr­lust“ sieht.80

Das Sche­ma stellt dar, dass das Sym­bo­li­sche in die Kör­per­lust (Ring des Ima­gi­nä­ren) ein­greift, und zwar so, dass der Zu­gang zur Lust des Sinn­ver­ste­hens (Sinn) mit ei­nem Ge­nuss­ver­lust ein­her­geht (a), so­wie da­mit, dass die Lust durch den Kas­tra­ti­ons­kom­plex struk­tu­riert ist (JΦ) und das Ge­nie­ßen des Kör­pers des an­de­ren Ge­schlechts un­er­reich­bar ist (JȺ). Da­bei wird auf der männ­li­chen Sei­te alle Kör­per­lust durch die phal­li­sche Lust um­ge­formt, auf der weib­li­chen Sei­te nicht alle.81

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Anmerkungen

  1. S. Freud: Be­mer­kun­gen über dei­nen Fall von Zwangs­neu­ro­se (1909). In: Ders.: Stu­di­en­aus­ga­be, Bd. 7. Fi­scher Ta­schen­buch Ver­lag, Frank­furt am Main 2000, S. 31–104, hier: S. 44.
  2. Vgl. Fonc­tion et champs de la pa­ro­le et du lan­ga­ge en psy­chana­ly­se. In: Ders.: Écrits. Seuil, Pa­ris 1966, S. 237–322, hier S. 290.– Vgl. J. La­can: Funk­ti­on und Feld des Spre­chens und der Spra­che in der Psy­cho­ana­ly­se. In: Ders.: Schrif­ten I. Voll­stän­di­ger Text. Über­setzt von Hans-Die­ter Gon­dek. Tu­ria und Kant, Wien u.a. 2016, S. 278–381, hier: S. 342 f.
  3. Sit­zung vom 27. April 1966, mei­ne Über­set­zung nach Ver­si­on Sta­fer­la, „Lust“ im Ori­gi­nal deutsch.
  4. Vgl. Se­mi­nar 16 von 1968/69, Von ei­nem An­de­ren zum an­de­ren, Sit­zung vom 20. No­vem­ber 1968; Ver­si­on Mil­ler S. 41. Sit­zung vom 12. Fe­bru­ar 1969; Ver­si­on Mil­ler S. 172.
  5. Vgl. Se­mi­nar 21, Sit­zung vom 20. No­vem­ber 1973.
  6. Se­mi­nar 20, Sit­zung vom 15. Mai 1973, Ver­si­on Sta­fer­la.
  7. Mei­ne Über­set­zung nach Ver­si­on Sta­fer­la; vgl. Ver­si­on Miller/Haas u.a. S. 136.
  8. S. Freud: Drei Ab­hand­lun­gen zur Se­xu­al­theo­rie (1905). In: Ders.: Stu­di­en­aus­ga­be, Bd. 5. Fi­scher Ta­schen­buch Ver­lag, S. 37–145, hier: S. 47.
  9. A.a.O., S. 117 Anm. 1.
  10. Vgl. Se­mi­nar 21, Sit­zung vom 11. Juni 1974.
  11. Sub­ver­si­on du su­jet et dialec­tique du dé­sir dans l’inconscient freu­dien. In: Ders.: Écrits. Seuil, Pa­ris 1966, S. 793–827, hier: S. 821; vgl. Sub­ver­si­on des Sub­jekts und Dia­lek­tik des Be­geh­rens im Freud­schen Un­be­wuß­ten. Über­setzt von Chan­tal Creu­sot und Nor­bert Haas In: Ders.: Schrif­ten II. Hg. v. Nor­bert Haas. Wal­ter-Ver­lag, Ol­ten u.a. 1978, S. 165–204, hier: 198.
  12. So über­set­zen das Haas und Creu­sot in Schrif­ten II, a.a.O., S. 198.
  13. Den Aus­druck „Ge­nuss“ fin­det man mehr­fach im Un­be­ha­gen in der Kul­tur (1930).
  14. In: Ders.: Zum psy­chi­schen Me­cha­nis­mus der Ver­gess­lich­keit. In: Ders.: Ge­sam­mel­te Wer­ke. Chro­no­lo­gisch ge­ord­net. Ers­ter Band. Wer­ke aus den Jah­ren 18921899. Ima­go, Lon­don 1952, S. 517527, hier: S. 522.
  15. In Se­mi­nar 13 (Das Ob­jekt der Psy­cho­ana­ly­se, 1965/66) heißt es, „das Ge­nie­ßen kann für uns nur iden­tisch sein mit je­der Ge­gen­wart des Kör­pers, das Ge­nie­ßen lässt sich nur vom Kör­per her er­fas­sen“ (Sit­zung vom 27. April 1966, mei­ne Über­set­zung nach Ver­si­on Sta­fer­la).
  16. Se­mi­nar 17, Sit­zung vom 11. Fe­bru­ar 1970, Ver­si­on Mil­ler, S. 83.
  17. Vgl. Se­mi­nar 21 von 1973/74, Les non-du­pes er­rent, Sit­zung vom 11. Juni 1974.
  18. Im Vor­trag Die Drit­te (1974) heißt es, dass „das Schnur­ren ohne je­den Zwei­fel das Ge­nie­ßen (jouis­sance) der Kat­ze ist. Ob das durch ih­ren Kehl­kopf geht oder wo­durch sonst, dar­über weiß ich nichts: wenn ich sie streich­le, wirkt es, als käme es aus dem gan­zen Kör­per“ (mei­ne Über­set­zung in die­sem Blog hier, nach der von Pa­trick Valas und an­de­ren er­stell­ten Tran­skrip­ti­on, ver­öf­fent­licht am 21. Sep­tem­ber 2015 auf der Web­site von Pa­trick Valas (valas.fr); eine frü­he­re Tran­skrip­ti­on von Die Drit­te er­schien in: Lettres de l’École freu­dien­ne. Bul­le­tin in­té­ri­eur de l’École Freu­dien­ne de Pa­ris, Nr. 16, 1975, S. 177–203, eine Ko­pie die­ser ers­ten Tran­skrip­ti­on gibt es im In­ter­net hier, eine Ab­schrift bie­tet die Web­site der Éco­le la­ca­ni­en­ne de Pa­ris hier, in die­ser äl­te­ren Tran­skrip­ti­on fin­det man die zi­tier­te Stel­le auf S. 179).
  19. Vgl. Se­mi­nar 21, Sit­zung vom 23. April 1974.
    In Die Drit­te heißt es: „Die Fra­ge wird von dem Mo­ment an in­ter­es­sant, wenn man sie er­wei­tert und wenn man sich im Na­men des Le­bens fragt, ob die Pflan­ze ge­nießt. Das ist durch­aus et­was, was ei­nen Sinn hat, denn das ist ja im­mer­hin et­was, was man uns an­ge­dreht hat, man hat uns die Li­li­en auf dem Fel­de an­ge­dreht. Sie we­ben nicht und sie spin­nen nicht, hat man hin­zu­ge­fügt. Es ist je­doch si­cher, dass wir uns jetzt da­mit nicht mehr zu­frie­den­ge­ben kön­nen, aus dem gu­ten Grund, dass es eben doch ihre Sa­che ist, zu we­ben und zu spin­nen. Für uns, die wir das un­ter dem Mi­kro­skop be­trach­ten, gibt es kein of­fen­kun­di­ge­res Bei­spiel für et­was Ge­spon­ne­nes als die­ses. Also ist es viel­leicht das, was sie ge­nie­ßen: zu we­ben und zu spin­nen. Das lässt die Sa­che ins­ge­samt je­doch ganz und gar in der Schwe­be. Über die Fra­ge, ob Le­ben mit Ge­nie­ßen ein­her­geht, muss noch ent­schie­den wer­den.“ (Die Drit­te, a.a.O., S. 192)
  20. J. La­can: Theo­re­ti­sche Ein­füh­rung in die Funk­tio­nen der Psy­cho­ana­ly­se in der Kri­mi­no­lo­gie (Vor­trag von 1950, ver­öf­fent­licht 1951). In: Ders.: Schrif­ten I. Voll­stän­di­ger Text. Über­setzt von Hans-Die­ter Gon­dek. Tu­ria und Kant, Wien u.a. 2016, S. 146–175, hier: S. 174 f.
  21. J. La­can: Funk­ti­on und Feld des Spre­chens und der Spra­che in der Psy­cho­ana­ly­se. In: Ders.: Schrif­ten I. Voll­stän­di­ger Text. Über­setzt von Hans-Die­ter Gon­dek. Tu­ria und Kant, Wien u.a. 2016, S. 278–381, hier: S. 294, die Ein­fü­gun­gen in ecki­gen Klam­mern von Gon­dek.
  22. Vgl. G.W.F. He­gel, Phä­no­me­no­lo­gie des Geis­tes, Kap. IV.A „Selb­stän­dig­keit und Un­selb­stän­dig­keit des Selbst­be­wusst­seins. Herr­schaft und Knecht­schaft“.
  23. Vgl. Alex­andre Ko­jè­ve: In­tro­duc­tion à la lec­tu­re de He­gel. Leçons sur la Phé­no­me­no­lo­gie de l’esprit, pro­fes­sées de 1933 à 1939 à l’École des Hau­tes-Étu­des. Hg. v. Ray­mond Que­ne­au. Gal­li­mard, Pa­ris 1947.– Deut­sche Teil­über­set­zung: He­gel. Eine Ver­ge­gen­wär­ti­gung sei­nes Den­kens. Kom­men­tar zur Phä­no­me­no­lo­gie des Geis­tes. Über­setzt von Iring Fet­scher. Suhr­kamp, Frank­furt am Main 1975.
  24. Funk­ti­on und Feld, a.a.O., S. 355.
  25. Funk­ti­on und Feld, a.a.O., S. 371.
  26. Funk­ti­on und Feld, a.a.O., S. 378.
  27. Vgl. Se­mi­nar 1 von 1953/54 (Freuds tech­ni­sche Schrif­ten), Sit­zung vom 9. Juni 1954, Ver­si­on Miller/Hamacher S. 282 (hier „sa­tis­fai­re le dé­sir et la jouis­sance de l‘autre“, in der Über­set­zung: „das Be­geh­ren und der Ge­nuss des an­de­ren zu be­frie­di­gen“; Se­mi­nar 2 von 1954/55 (Das Ich in der Theo­rie Freuds und in der Tech­nik der Psy­cho­ana­ly­se), Sit­zung vom 12. Ja­nu­ar 1955, Ver­si­on Miller/Metzger S. 97; Se­mi­nar 3 von 1955/56 (Die Psy­cho­sen), Sit­zung vom 30. No­vem­ber 1955, Ver­si­on Miller/Turnheim, S. 51.
  28. Vgl. etwa Se­mi­nar 17 (Die Kehr­sei­te der Psy­cho­ana­ly­se, 1969/70, Sit­zung vom 10. März 1970, Ver­si­on Mil­ler, S. 123.
  29. Se­mi­nar 1, Sit­zung vom 2. Juni 1954; Ver­si­on Miller/Hamacher S. 269.
  30. Se­mi­nar 4, Sit­zung vom 20. März 1957 Ver­si­on Miller/Gondek, S. 287.
  31. Se­mi­nar 5 Sit­zung vom 19. März 1958, Ver­si­on Miller/Gondek, S. 354, 355, 357.
  32. Vgl. Se­mi­nar 5, Sit­zung vom 5. März 1958; Mil­ler hat die­ser Sit­zung den Ti­tel „Be­geh­ren und Ge­nie­ßen“ ge­ge­ben.
  33. Se­mi­nar 5, Sit­zung vom 5. März 1958, S. 299.
  34. Se­mi­nar 5, Sit­zung vom 26. März 1958; Ver­si­on Miller/Gondek, S. 371.
  35. Se­mi­nar 6, Sit­zung vom 10. Juni 1959; Ver­si­on Mil­ler S. 507.
  36. Se­mi­nar 6, Sit­zung vom 24. Juni 1959, Ver­si­on Mil­ler S. 539.
  37. Se­mi­nar 7, Sit­zung vom 18. No­vem­ber 1959, Ver­si­on Miller/Haas, S. 11.
  38. Vgl. J. La­can: Schrif­ten. Band II. Voll­stän­di­ger Text. Über­setzt von Hans-Die­ter Gon­dek. Tu­ria und Kant, Wien 2015, S. 325–368; zur Da­tie­rung auf das Jahr 1962 vgl. den Hin­weis von Jac­ques-Alain Mil­ler in sei­ner Aus­ga­be von Se­mi­nar 5 von 1957/58, Die Bil­dun­gen des Un­be­wuss­ten, Ver­si­on Miller/Gondek, S. 602.
  39. Dia­gramm aus Sub­ver­si­on des Sub­jekts, a.a.O., S. 355; die Fär­bung von „Ge­nie­ßen“ und „d“ habe ich hin­zu­ge­fügt.
  40. Vgl. La­can, Se­mi­nar 18, Über ei­nen Dis­kurs, der nicht vom Schein wäre, Sit­zung vom 13. Ja­nu­ar 1971; Ver­si­on Mil­ler S. 19. Vgl. mei­ne Über­set­zung des Se­mi­nars auf die­ser Web­site hier.
  41. Se­mi­nar 18, Sit­zung vom 17. März 1971, mei­ne Über­set­zung nach Ver­si­on Sta­fer­la.
  42. S. Freud: Jen­seits des Lust­prin­zips (1920). In: ders.: Stu­di­en­aus­ga­be, Bd. 3. Fi­scher Ta­schen­buch Ver­lag, Frank­furt am Main 2000, S. 220.
  43. A.a.O., S. 220, Fuß­no­te 2, Zu­satz von 1925.
  44. S. Freud: Ge­sam­mel­te Wer­ke, chro­no­lo­gisch ge­ord­net. Ers­ter Band, Wer­ke aus den Jah­ren 1892–1899. Ima­go, Lon­don 1952, Zu­satz zum XIV. Ban­de, S. 561–564, hier: S. 561.
  45. Car qu’est-ce que ça veut dire un Lust­ge­winn : un gain de Lust. Si là l’ambiguïté de ce ter­me Lust en al­le­mand, n’est-ce pas, ne per­met pas d’introduire dans le Lust­prin­zip – tra­du­it princi­pe du plai­sir – jus­tement cet­te for­mi­da­ble di­ver­gence qu’il y a ent­re la no­ti­on du plai­sir tel­le qu’elle est com­men­tée par Freud lui-même se­lon la tra­duc­tion an­tique, seu­le is­sue de la sa­ges­se épi­cu­ri­en­ne, ce qui vou­lait dire ‚jouir le mo­ins pos­si­ble‘.“ (Se­mi­nar 21, Sit­zung vom 20. No­vem­ber 1973, Ver­si­on Sta­fer­la, mei­ne Über­set­zung)
  46. Se­mi­nar 20 von 1972/73, En­core, Sit­zung vom 19. De­zem­ber 1972; Ver­si­on Miller/Haas u.a. S. 27.
  47. Se­mi­nar 17 von 1969/70, Die Kehr­sei­te der Psy­cho­ana­ly­se, Sit­zung vom 11. Fe­bru­ar 1970; Ver­si­on Mil­ler S. 93.
  48. L’Ètourdit in: J. La­can: Au­tres écrits. Seuil, Pa­ris 2001, S. 449–495, zu den For­meln der Se­xu­ie­rung: S. 458 ff.
  49. Vgl. etwa Se­mi­nar 21 von 1973/74, Les non-du­pes er­rent, Sit­zung vom 21. Mai 1974.
  50. Zu­erst in dem Vor­trag Die Drit­te (1974), dann in Se­mi­nar 22 von 1974/75, RSI, Sit­zung vom 10. De­zem­ber 1974.
  51. Sit­zung vom 27. April 1966, mei­ne Über­set­zung nach Ver­si­on Sta­fer­la.
  52. Vgl. Sit­zung vom 24. Mai 1967; noch ein­mal – ab­gren­zend – in der Sit­zung vom 14. Juni 1967.
  53. Sit­zung vom 14. Ja­nu­ar 1970; Ver­si­on Mil­ler S. 55.
  54. Vgl. Se­mi­nar 21, Sit­zung vom 11. Juni 1974.
  55. Vgl. Se­mi­nar 20 von 1972/73, En­core, Sit­zung vom 19. De­zem­ber 1972, Ver­si­on Miller/Haas u.a. S. 27; Se­mi­nar 21 von 1973/74, Les non-du­pes er­rent, Sit­zung vom 12. März 1974.
  56. Sit­zung vom 13. No­vem­ber 1973, mei­ne Über­set­zung nach Ver­si­on Sta­fer­la.
  57. Vgl. J. La­can: Die Dritte (1974). Über­setzt von Rolf Nemitz. Web­site „La­can ent­zif­fern“, Ar­ti­kel vom 6. Ok­to­ber 2016, http://lacan-entziffern.de/reales/jacques-lacan-die-dritte-uebersetzung/. Die Über­set­zung folgt der Tran­skrip­ti­on auf der Web­site von Pa­trick Valas, http://www.valas.fr/IMG/pdf/la_troisieme_integrale.pdf. Eine äl­te­re Tran­skrip­ti­on er­schien hier: In: Lettres de l’École freu­dien­ne. Bul­le­tin in­té­ri­eur de l’École Freu­dien­ne de Pa­ris, Nr. 16, 1975, S. 177–203; dort fin­det man den Satz auf S. 191.
  58. Sit­zung vom 16. De­zem­ber 1975, mei­ne Über­set­zung nach Ver­si­on Sta­fer­la; vgl. Ver­si­on Mil­ler S. 56).
  59. Vgl. Se­mi­nar 21 von 1973/74, Les non-du­pes er­rent, Sit­zung vom 11. Juni 1974.
  60. Der Be­griff der phal­li­schen Lust wird in in den Se­mi­na­ren 17, 18, 20, 21 und 22 ela­bo­riert; vgl. die­sen, die­sen und die­sen Blog­bei­trag.
  61. Vgl. Se­mi­nar 21 von 1973/74, Les non-du­pes er­rent, Sit­zung vom 11. Juni 1974.
  62. Se­mi­nar 14,  Sit­zung vom 7. Juni 1967.
  63. Se­mi­nar 14,  Sit­zung vom 14. Juni 1967.
  64. Sit­zung vom 11. Juni 1974; vgl. auch Sit­zung vom 12. Fe­bru­ar 1974.
  65. Vgl. Lettres de l’École freu­dien­ne Nr. 16, a.a.O., S. 190 und 200.
  66. Sit­zung vom 18. No­vem­ber 1975, Ver­si­on Mil­ler S. 14, mei­ne Über­set­zung; vgl. auch Sit­zung vom 16. De­zem­ber 1975, Ver­si­on Mil­ler S. 56.
  67. Vgl. K. Abra­ham: Ver­such ei­ner Ent­wick­lungs­ge­schich­te der Li­bi­do auf Grund der Psy­cho­ana­ly­se see­li­scher Stö­run­gen. In: Ders.: Ge­sam­mel­te Schrif­ten in zwei Bän­den. Zwei­ter Band. Hg. v. J. Creme­ri­us. Fi­scher Ta­schen­buch Ver­lag, Frank­furt am Main 1982,  S. 32202, hier: S. 97)
  68. Vgl. Se­mi­nar 8, Sit­zung vom 21. Juni 1961; Ver­si­on Miller/Gondek, S. 460–466
  69. Vgl. Se­mi­nar 10, Ver­si­on Miller/Gondek, S. 69, 75, 79, 191, 204 f., 221, 239, 336, 383.
  70. Vgl. Se­mi­nar 14, Sit­zung vom 14. Juni 1967
  71. Vgl. Sit­zung vom 21. No­vem­ber 1972; Ver­si­on Miller/Haas u.a. S. 10.
  72. Sit­zung vom 12. April 1967
  73. Ab Sit­zung vom 1. März 1967.
  74. Vgl. Se­mi­nar 22, RSI, Sit­zung vom 17. De­zem­ber 1974.
  75. Vgl. Se­mi­nar 23, Sit­zung vom 16. De­zem­ber 1975; Ver­si­on Mil­ler, S. 55.
  76. La­can: „Das Ima­gi­nä­re ist das, was die Ent­zif­fe­rung zu ei­nem Halt bringt, das ist der Sinn. Wie ich Ih­nen be­reits ge­sagt habe, man muss ja ir­gend­wo auf­hö­ren und so­gar so früh wie man kann. Das ist Ima­gi­nä­re, das ist im­mer eine In­tui­ti­on des­sen, was zu sym­bo­li­sie­ren ist; wie ich ge­ra­de ge­sagt habe, et­was zum Kau­en, zum Den­ken, wie man sagt. Und, um es klar zu sa­gen, eine un­deut­li­che Lust (jouis­sance).“ (Se­mi­nar 21 von 1973/74, Les non-du­pes er­rent, Sit­zung vom 13. No­vem­ber 1973, mei­ne Über­set­zung nach Ver­si­on Sta­fer­la)
  77. Se­mi­nar 23 von 1975/76, Das Sin­t­hom, Sit­zung vom 10. Fe­bru­ar 1976, Ver­si­on Mil­ler S. 84 und 87. 
  78. Vgl. Se­mi­nar 23 von 1975/76, Das Sin­t­hom, Sit­zung vom 13. Ja­nu­ar 1976; Ver­si­on Mil­ler S. 62.
  79. Das Kon­zept der Mehr­lust ent­wi­ckelt La­can in Se­mi­nar 16 von 1968/69, Von ei­nem An­de­ren zum an­de­ren; vgl. die Über­set­zung in die­sen Blog­ar­ti­kel.
  80. Vgl. Se­mi­nar 21, Sit­zung vom 20. No­vem­ber 1973.
  81. Vgl. Se­mi­nar 21, Sit­zung vom 11. Juni 1974.

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