Das Imaginäre, das Symbolische und, vor allem, das Reale
Eine kurze Einführung in Lacan –
mein Vortrag bei den 3. Segeberger Psychosomatik-Tagen, „Macht und Ohnmacht des Realen“
Eine kurze Einführung in Lacan –
mein Vortrag bei den 3. Segeberger Psychosomatik-Tagen, „Macht und Ohnmacht des Realen“
Wie begreift Lacan das Verhältnis zwischen dem Genießen (jouissance) und dem Realen?
Er unterscheidet zwei Beziehungen: das Genießen des Realen und das Reale des Genießens.
Übersetzung und Erläuterung der einschlägigen Passagen.
Zweite Fassung
Das Subjekt ist für Lacan ein Subjekt im Verschwinden. Statt vom Verschwinden spricht er auch vom Fading des Subjekts oder von seiner Aphanisis.
Das Konzept des verschwindenden Subjekts wird von ihm in Seminar 6 von 1958/59 eingeführt, Le désir et son interprétation. In diesem Artikel übersetze und kommentiere ich die wichtigsten Passagen.
„Es gehört zur Natur der Sprache – ich sage nicht des Sprechens, ich sage der Sprache selbst –, dass, wenn es darum geht, irgendetwas, das eine Bedeutung hat, festzumachen, dass dann der Referent niemals der Richtige ist, und eben das macht eine Sprache aus.“
„Die Wirkungen der Artikulation des Scheins – der algebraischen Artikulation, meine ich, und dabei geht es nur um Buchstaben –, das ist der einzige Apparat, mit dessen Hilfe wir bezeichnen, was real ist. Was real ist, ist das, was in diesem Schein ein Loch macht, in diesem artikulierten Schein, der der wissenschaftliche Diskurs ist.“
In Seminar 16, Von einem Anderen zum anderen (1968/69) führt Lacan den Begriff der Mehrlust ein, plus-de-jouir, in Analogie zu Marx’ Begriff des Mehrwerts (plue-value).
Übersetzung des Kapitels, in dem der Begriff zum ersten Mal verwendet wird.
„Der Ausgangspunkt des wissenschaftlichen Denkens, ich spreche über die Geschichte, was ist das? Die Beobachtung der Sterne. Was ist das anderes als die Konstellation, d..h. der typische Schein?“
Übersetzung von Lacans Hamlet-Vorlesungen aus Seminar 6, Das Begehren und seine Deutung
Franz Kaltenbeck untersucht die Funktion des verstoßenen Kindes in Becketts Endspiel und in Shakespeares Wintermärchen und bezieht sie auf einen Fall von Kindsmord.
Leitung: Rolf Nemitz, Edith Seifert, Gerhard Herrgott
Beginn: 6. Mai 2016, 19:45 Uhr
Ort: Psychoanalytische Bibliothek Berlin, Hardenbergstraße 9
Über das Verhältnis von Sprechen und Geschriebenem, von Signifikant und Buchstabe.
Was versteht Lacan unter dem „Begehren des Analytikers“ und was unter dem „analytischen Akt“? Erläuterung anhand von zwei Filmen: Teorema von Pasolini und Der Exorzist von Friedkin und Blatty.
Das Subjekt, sagt Lacan, ist ein markiertes Subjekt, ein ausgesperrtes Subjekt, ein gespaltenes Subjekt, ein begehrendes Subjekt, ein verschwindendes Subjekt – wie hängt das zusammen?
Erläuterung von Lacans Subjektbegriff sowie der Symbole $ und √(-1).
Lacan hat die variable Dauer seiner psychoanalytischen Sitzungen mehrfach begründet, u.a. in Seminar 6 von 1958/59, Das Begehren und seine Deutung. Der Artikel übersetzt die Passage aus Seminar 6, die im Deutschen offenbar nicht rezipiert worden ist. In ihr verbindet Lacan die Frage der Sitzungsdauer mit dem Begriff des Schnitts und auf diesem Wege mit dem Konzept des Realen.
mehr…„Schnitt“ (coupure) ist einer von Lacans Grundbegriffen. Bereits 1955 bestimmt er ihn als Symbolisierung des Realen – die Auffassung, erst der späte Lacan habe den Begriff des Realen ausgearbeitet, ist ein Mythos.
Im diesem Artikel gebe ich einen Überblick über die Ausarbeitung des Konzepts des Schnitts in Seminar 6 von 1958/59, Das Begehren und seine Deutung.
Soeben erschien mein Artikel:
„Die Einverleibung der Schrift. Über Gérard Haddads Manger le Livre“.
In: Y – Revue für Psychoanalyse, 2015, Schreiben und Begehren, hg. v. Corinna Sigmund
Vortragsankündigung:
Rolf Nemitz
Die Zeit des Unbewussten – Schnitt und Wiederholung
Veranstalter: Psychoanalytisches Kolleg
Freitag, 29. Januar 2016, 20:00 Uhr
Psychoanalytische Bibliothek Berlin, Hardenbergstraße 9, 10623 Berlin
Lacans Schema der vier Diskurse im Seminar Die Kehrseite der Psychoanalyse beruht auf vier Elementen: S1, S2, a und $.
Erläuterung am Beispiel von Lacans theoretischer Rekonstruktion von Freuds Vergessen eines Eigennamens: „Signorelli“.