Jacques Lacan: Seminar XVIII, 8. Sitzung (19. Mai 1971), Übersetzung

Seminar 18, „Über einen Diskurs, der nicht vom Schein wäre“ (1971)
Vollständige Übersetzung, Teil 8/10

Themen:
– Funktionale Äquivalenz von Geschriebenem und Genießen
– Der Buchstabe („Der gestohlene Brief“) bezieht sich auf das sexuelle Bedürfnis und auf das geschriebene Gesetz und stellt eine Frage zum fiktiven Charakter des sexuellen Verhältnisses
– Der Bestimmungsort, den der Brief immer erreicht, ist das im Phantasma gespaltene Subjekt
– Rolle des Aufschreibens für die Verifikation in der Wissenschaft
– Das sexuelle Verhältnis kann nicht geschrieben werden
– Das Subjekt der Allgemeinaussage ist rein symbolisch
– Darstellung der vier Aussagearten in der Quantorenlogik und die Negation des Quantors
– Der Mann ist als „jeder Mann“ in der phallischen Funktion
– Die Frau ist nicht „jede Frau“
– „Eins mehr“ (un en plus, un en peluce) und „zumindest einer“ (au moins un, hommoinzin)

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Der Schnitt, das Reale und die Innenacht

In Seminar 9, Die Identifizierung (1961/62), greift Lacan das Konzept des Schnitts auf, das er früher entwickelt hatte, und deutet es um. Er bezieht es jetzt auf die Flächen der mathematischen Topologie, vor allem den Torus, das Möbiusband und die Kreuzhaube. Der Schnitt ist damit der Schnitt in eine Fläche bzw. der Schnitt, durch den eine Fläche erzeugt wird. Als entscheidende Form des Schnitts begreift er die sogenannte Innenacht, auf die er von da an immer wieder zurückkommen wird. Von hier aus bestimmt er neu, wie sich im Schnitt das Reale manifestiert.

Im Folgenden übersetze ich aus dem Identifizierungsseminar die wichtigste Passage zum Verhältnis von Schnitt, Innenacht und Realem.

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Jacques Lacan: Seminar XVIII, 6. Sitzung (17. März 1971), Übersetzung

Seminar 18, „Über einen Diskurs, der nicht vom Schein wäre“ (1971)
Vollständige Übersetzung, Teil 6/10

Themen:
– Selbstkommentar zum Poe-Aufsatz: die Letter und der Phallus, die Struktur in ihrer Unmöglichkeit
– Homogenisierung von Anschauung und Begründen durch das Geschriebene in der Mathematik (Buchstabe und Zeichnung)
– Die spezielle Dummheit des Subjekt: es weiß, dass die Letter einen Sinn hat, aber der Sinn entgeht ihm
– Unterschied zwischen dem Erzähler und demjenigen, der schreibt
– Der Urvater genießt „alle Frauen“, aber es ist unmöglich, „alle Frauen“ zu sagen
– Nicht-mehr-als-eins am Ursprung der Schrift
– „Die Frau“ (die nicht existiert) hat nichts mit dem Gesetz zu tun; Symbolisierung des sexuellen Genießens durch das verbotene Genießen
– Quantorenlogische Darstellung der Unmöglichkeit des sexuellen Verhältnisses: eine Funktion, die nicht geschrieben werden kann

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Jacques Lacan: Seminar XVIII, 5. Sitzung (10. März 1971), Übersetzung

Seminar 18, „Über einen Diskurs, der nicht vom Schein wäre“ (1971)
Vollständige Übersetzung, Teil 5/10

Themen:
L’achose (das Unding)
– Zu Derridas Grammatologie
– Sprechen über Geschriebenes: Graphen und Sprechen, Wissenschaft und Schrift
– Programmierung und Unbewusstes
– Rückwirkung des Geschriebenen auf das Sprechen
– Das Geschriebene als Wortvorstellung
– Das Seminar über Poes Entwendeten Brief

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Jacques Lacan: Die Dritte (Übersetzung)

In La Troisième (Die Dritte), einem Vortrag von 1974, gibt Lacan einen Überblick über seine Lehre; Schwerpunkte sind die Dreiheit des Imaginären, des Symbolischen und des Realen, außerdem das Genießen, das Symptom und die Deutung. All dies wird auf den borromäischen Knoten bezogen.
Übersetzung mit zahlreichen erläuternden Anmerkungen.

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Jacques Lacan: Seminar XVIII, 4. Sitzung (17. Februar 1971), Übersetzung

Seminar 18, „Über einen Diskurs, der nicht vom Schein wäre“ (1971)
Vollständige Übersetzung, Teil 4/10
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Themen:
– Mencius über Mehrlust als Diskurseffekt
– Schema si: (1) Wirkungen der Sprache: Es gibt kein sexuelles Verhältnis (Phallus), (2) Sprache als Ursache: pas / Nicht / Schritt, (3) Faktum des Geschriebenen
– Sprache als demansion, der Andere als Ort der Wahrheit, eingesetzt von einer Fiktionsstruktur
– Geschriebenes als Grundlage der Logik
– „Es gibt kein sexuelles Verhältnis“: Verhältnis im Sinne der Abbildung von Mengen
– Der Phallus: das Organ, insofern es das weibliche Genießen ist
– Aussagenlogik: das Quadrantenschema von Peirce und der Urvater-Mythos
– Phallus-Instrument als Ursache der Sprache

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