Jacques Lacan: Seminar XVIII, 6. Sitzung (17. März 1971), Übersetzung

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Seminar 18, „Über einen Diskurs, der nicht vom Schein wäre“ (1971)
Vollständige Übersetzung, Teil 6/10

Themen:
– Selbstkommentar zum Poe-Aufsatz: die Letter und der Phallus, die Struktur in ihrer Unmöglichkeit
– Homogenisierung von Anschauung und Begründen durch das Geschriebene in der Mathematik (Buchstabe und Zeichnung)
– Die spezielle Dummheit des Subjekt: es weiß, dass die Letter einen Sinn hat, aber der Sinn entgeht ihm
– Unterschied zwischen dem Erzähler und demjenigen, der schreibt
– Der Urvater genießt „alle Frauen“, aber es ist unmöglich, „alle Frauen“ zu sagen
– Nicht-mehr-als-eins am Ursprung der Schrift
– „Die Frau“ (die nicht existiert) hat nichts mit dem Gesetz zu tun; Symbolisierung des sexuellen Genießens durch das verbotene Genießen
– Quantorenlogische Darstellung der Unmöglichkeit des sexuellen Verhältnisses: eine Funktion, die nicht geschrieben werden kann

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Franz Kaltenbeck: Wiedergeburt zum Schlimmeren. David Foster Wallaces vergebliche Versuche, dem Existenzschmerz zu entkommen

Beckett, Warten auf GodotDavid Foster Wallace konnte den Schmerz, der ihn umbringen sollte, klinisch beschreiben. Das, was Lacan „Sinthome“ nennt, die Verknüpfung künstlerischer Schöpfung mit einer das Subjekt vor dem psychotischen Abgrund rettenden Struktur, ist ihm zumindest in seinem letzten Roman, Der bleiche König, nicht gelungen. Was hatte sich diesem mächtigen Schriftsteller in den Weg gestellt?

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Jacques Lacan: Seminar XVIII, 5. Sitzung (10. März 1971), Übersetzung

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Seminar 18, „Über einen Diskurs, der nicht vom Schein wäre“ (1971)
Vollständige Übersetzung, Teil 5/10

Themen:
L’achose (das Unding)
– Zu Derridas Grammatologie
– Sprechen über Geschriebenes: Graphen und Sprechen, Wissenschaft und Schrift
– Programmierung und Unbewusstes
– Rückwirkung des Geschriebenen auf das Sprechen
– Das Geschriebene als Wortvorstellung
– Das Seminar über Poes Entwendeten Brief

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Jacques Lacan: Die Dritte (Übersetzung)

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In La Troisième (Die Dritte), einem Vortrag von 1974, gibt Lacan einen Überblick über seine Lehre; Schwerpunkte sind die Dreiheit des Imaginären, des Symbolischen und des Realen, außerdem das Genießen, das Symptom und die Deutung. All dies wird auf den borromäischen Knoten bezogen.
Übersetzung mit zahlreichen erläuternden Anmerkungen.

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Franz Kaltenbeck: Die gesellschaftliche Verleugnung des Realen

Beckett, Warten auf Godot Das Reale der Gesellschaft äußert sich unter anderem dann, wenn eine Gesellschaft für die Gefahren, die ihre das Leben erhaltenden Funktionen bedrohen, blind wird und die Menschen ihre Panik durch einstimmige Massenbewegungen auszuschalten versuchen. Zum Beispiel fürchtet die Mehrheit der Franzosen die Immigration der syrischen Kriegsflüchtlinge in ihr Land viel mehr als die immer realistischer werdende Prognose, dass nach den nächsten Wahlen der Front National an die Macht kommen könnte. Ist der Begriff der Verleugnung geeignet, um einen solchen Vorgang zu erfassen? Oder benötigt man andere Begriffe, etwa den des Akts? Oder den der Auslöschung des Wissens?

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Jacques Lacan: Seminar XVIII, 4. Sitzung (17. Februar 1971), Übersetzung

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Seminar 18, „Über einen Diskurs, der nicht vom Schein wäre“ (1971)
Vollständige Übersetzung, Teil 4/10
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Themen:
– Mencius über Mehrlust als Diskurseffekt
– Schema si: (1) Wirkungen der Sprache: Es gibt kein sexuelles Verhältnis (Phallus), (2) Sprache als Ursache: pas / Nicht / Schritt, (3) Faktum des Geschriebenen
– Sprache als demansion, der Andere als Ort der Wahrheit, eingesetzt von einer Fiktionsstruktur
– Geschriebenes als Grundlage der Logik
– „Es gibt kein sexuelles Verhältnis“: Verhältnis im Sinne der Abbildung von Mengen
– Der Phallus: das Organ, insofern es das weibliche Genießen ist
– Aussagenlogik: das Quadrantenschema von Peirce und der Urvater-Mythos
– Phallus-Instrument als Ursache der Sprache

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