Jacques Lacan: Seminar XVIII, 10. Sitzung (16. Juni 1971), Übersetzung

Seminar 18, „Über einen Diskurs, der nicht vom Schein wäre“ (1971)
Vollständige Übersetzung, Teil 10/10

Themen:
– Der Diskurs, der nicht vom Schein wäre, ist die Hypothese, von der her jeder Diskurs sich begründet.
– Wahrheit und Schein in Bezug auf den kapitalistischen Diskurs: Mehrwert und Geldfetisch
– Wahrheit und Schein in Bezug auf die Psychoanalyse: Es gibt kein sexuelles Verhältnis; Überbrückung durch Kastration als Verbindung von Genießen und Schein (Phallus)
– Mit Frege: Name-des Vaters als Sinn und Phallus als Bedeutung
– Der Name ruft zum Sprechen auf, der Phallus ist das, was nicht antwortet.
– Logische Entsprechung zum Vater: die Null, die Zählbarkeit ermöglicht
– Ödipuskomplex als Echo auf die Zurückweisung der Kastration durch die Hysterikerin durch Zuschreibung an den Partner
– Die weibliche Forderung papludun (nicht mehr als einer) ist Grundlage von Freuds Orientierung am Monotheismus.
– Das männliche „zumindest eins“ entspricht Peanos Nachfolgerfunktion.
– Gebot des Über-Ichs: die paradoxe Forderung „Genieße die, die du liebst!“

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Jacques Lacan: Seminar XVIII, 9. Sitzung (9. Juni 1971), Übersetzung

Seminar 18, „Über einen Diskurs, der nicht vom Schein wäre“ (1971)
Vollständige Übersetzung, Teil 9/10

Themen:

– Das Geschriebene und der Schrei
– Sprache und Schrift wie Fleisch und Knochen
– Formel der Frau: nicht-∀x.Φx, Formel des Mannes: nicht-∃x.Φx
– Gegensatz zwischen Wahrheit und Genießen des Scheins, nämlich des Phallus
– „Die Bedeutung des Phallus“: Bedeutung im Sinne von Frege
– Die Sprache hat nur eine Bedeutung: sie konnotiert die Unmöglichkeit, das sexuelle Verhältnis zu symbolisieren.
– Unterschied zwischen der Hysterikerin und „einer Frau“
– Die Hysterikerin täuscht vor, Besitzerin des Scheins zu sein, hommoinzin (au moins un, zumindest einer / Mann minus einer)
– Die Hysterikerin stützt die Formel ∀x.Φx.
– Eine Frau richtet an einen Mann die Forderung nach papludune (pas plus d’une), „nicht mehr als eine“.
– Ermöglicht die Psychoanalyse einen Zugang zu „einer Frau“?
– Gegensatz zwischen dem Ödipusmythos (Verbot der Mutter und Hysterie) und dem Mythos von „Totem und Tabu“ (Verbot aller Frauen und Zwangsneurose)

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Jacques Lacan: Seminar XVIII, 8. Sitzung (19. Mai 1971), Übersetzung

Seminar 18, „Über einen Diskurs, der nicht vom Schein wäre“ (1971)
Vollständige Übersetzung, Teil 8/10

Themen:
– Funktionale Äquivalenz von Geschriebenem und Genießen
– Der Buchstabe („Der gestohlene Brief“) bezieht sich auf das sexuelle Bedürfnis und auf das geschriebene Gesetz und stellt eine Frage zum fiktiven Charakter des sexuellen Verhältnisses
– Der Bestimmungsort, den der Brief immer erreicht, ist das im Phantasma gespaltene Subjekt
– Rolle des Aufschreibens für die Verifikation in der Wissenschaft
– Das sexuelle Verhältnis kann nicht geschrieben werden
– Das Subjekt der Allgemeinaussage ist rein symbolisch
– Darstellung der vier Aussagearten in der Quantorenlogik und die Negation des Quantors
– Der Mann ist als „jeder Mann“ in der phallischen Funktion
– Die Frau ist nicht „jede Frau“
– „Eins mehr“ (un en plus, un en peluce) und „zumindest einer / Mann minus einer“ (au moins un, hommoinzin)

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Jacques Lacan: Seminar XVIII, 6. Sitzung (17. März 1971), Übersetzung

Seminar 18, „Über einen Diskurs, der nicht vom Schein wäre“ (1971)
Vollständige Übersetzung, Teil 6/10

Themen:
– Selbstkommentar zum Poe-Aufsatz: die Letter und der Phallus, die Struktur in ihrer Unmöglichkeit
– Homogenisierung von Anschauung und Begründen durch das Geschriebene in der Mathematik (Buchstabe und Zeichnung)
– Die spezielle Dummheit des Subjekt: es weiß, dass die Letter einen Sinn hat, aber der Sinn entgeht ihm
– Unterschied zwischen dem Erzähler und demjenigen, der schreibt
– Der Urvater genießt „alle Frauen“, aber es ist unmöglich, „alle Frauen“ zu sagen
– Nicht-mehr-als-eins am Ursprung der Schrift
– „Die Frau“ (die nicht existiert) hat nichts mit dem Gesetz zu tun; Symbolisierung des sexuellen Genießens durch das verbotene Genießen
– Quantorenlogische Darstellung der Unmöglichkeit des sexuellen Verhältnisses: eine Funktion, die nicht geschrieben werden kann

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Jacques Lacan: Über Rassismus (Übersetzung)

Nach der schockierenden Nachricht über Trumps Wahlsieg vor drei Tagen erinnerte ich mich daran, dass es von Lacan eine kurze Bemerkung über den zu erwartenden Aufstieg des Rassismus gibt. Ich übersetze sie nach der gesprochenen Fassung von Télévision, die bislang nicht ins Deutsche gebracht wurde.

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Jacques Lacan: Seminar XVIII, 5. Sitzung (10. März 1971), Übersetzung

Seminar 18, „Über einen Diskurs, der nicht vom Schein wäre“ (1971)
Vollständige Übersetzung, Teil 5/10

Themen:
L’achose (das Unding)
– Zu Derridas Grammatologie
– Sprechen über Geschriebenes: Graphen und Sprechen, Wissenschaft und Schrift
– Programmierung und Unbewusstes
– Rückwirkung des Geschriebenen auf das Sprechen
– Das Geschriebene als Wortvorstellung
– Das Seminar über Poes Entwendeten Brief

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Jacques Lacan: Die Dritte (Übersetzung)

In La Troisième (Die Dritte), einem Vortrag von 1974, gibt Lacan einen Überblick über seine Lehre; Schwerpunkte sind die Dreiheit des Imaginären, des Symbolischen und des Realen, außerdem das Genießen, das Symptom und die Deutung. All dies wird auf den borromäischen Knoten bezogen.
Übersetzung mit zahlreichen erläuternden Anmerkungen.

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Jacques Lacan: Seminar XVIII, 4. Sitzung (17. Februar 1971), Übersetzung

Seminar 18, „Über einen Diskurs, der nicht vom Schein wäre“ (1971)
Vollständige Übersetzung, Teil 4/10
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Themen:
– Mencius über Mehrlust als Diskurseffekt
– Schema si: (1) Wirkungen der Sprache: Es gibt kein sexuelles Verhältnis (Phallus), (2) Sprache als Ursache: pas / Nicht / Schritt, (3) Faktum des Geschriebenen
– Sprache als demansion, der Andere als Ort der Wahrheit, eingesetzt von einer Fiktionsstruktur
– Geschriebenes als Grundlage der Logik
– „Es gibt kein sexuelles Verhältnis“: Verhältnis im Sinne der Abbildung von Mengen
– Der Phallus: das Organ, insofern es das weibliche Genießen ist
– Aussagenlogik: das Quadrantenschema von Peirce und der Urvater-Mythos
– Phallus-Instrument als Ursache der Sprache

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Jacques Lacan: Seminar XVIII, 2. Sitzung (20. Januar 1971), Übersetzung und Erläuterung

Seminar 18, „Über einen Diskurs, der nicht vom Schein wäre“ (1971)
Vollständige Übersetzung, Teil 2/10
Zweite Fassung: mit Erläuterungen

Themen:
– Worauf Lacan hinauswill: Kohärenz von Psychoanalyse und Wissenschaft
– Das Reale in den Wissenschaften und in der Psychoanalyse
– Mehrlust im Diskurs des Führers und Rassismus
– Der Schein und das Reale in der sexuellen Beziehung
– Darstellung des Realen – des unmöglichen Genießens – durch den Mythos
– Unterschiedliche Beziehungen von Mann und Frau zum Verhältnis von Genießen und Schein

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