Lacan über Mehrlust und Mehrwert (Übersetzung von Seminar 16, Sitzung vom 13. November 1968, mit Paraphrase)

In Seminar 16, Von einem Anderen zum anderen (1968/69) führt Lacan den Begriff der Mehrlust ein, plus-de-jouir, in Analogie zu Marx’ Begriff des Mehrwerts (plue-value).
Übersetzung des Kapitels, in dem der Begriff zum ersten Mal verwendet wird.

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Lacan-Übersetzungen

In „Lacan entziffern“ erschienene Übersetzungen von Lacan-Texten Vollständige Texte Kant mit Sade (erste Fassung 1963, Endfassung 1966) Überarbeitung der Übersetzung von Wolfgang Fietkau durch Mai Wegener, veröffentlicht am 27. Januar 2014. Fietkau Übersetzung, nach der in den Écrits veröffentlichten Version, … mehr …

Jacques Lacan: Seminar XVIII, 10. Sitzung (16. Juni 1971), Übersetzung

Seminar 18, „Über einen Diskurs, der nicht vom Schein wäre“ (1971)
Vollständige Übersetzung, Teil 10/10

Themen:
– Der Diskurs, der nicht vom Schein wäre, ist die Hypothese, von der her jeder Diskurs sich begründet.
– Wahrheit und Schein in Bezug auf den kapitalistischen Diskurs: Mehrwert und Geldfetisch
– Wahrheit und Schein in Bezug auf die Psychoanalyse: Es gibt kein sexuelles Verhältnis; Überbrückung durch Kastration als Verbindung von Genießen und Schein (Phallus)
– Mit Frege: Name-des Vaters als Sinn und Phallus als Bedeutung
– Der Name ruft zum Sprechen auf, der Phallus ist das, was nicht antwortet.
– Logische Entsprechung zum Vater: die Null, die Zählbarkeit ermöglicht
– Ödipuskomplex als Echo auf die Zurückweisung der Kastration durch die Hysterikerin durch Zuschreibung an den Partner
– Die weibliche Forderung papludun (nicht mehr als einer) ist Grundlage von Freuds Orientierung am Monotheismus.
– Das männliche „zumindest eins“ entspricht Peanos Nachfolgerfunktion.
– Gebot des Über-Ichs: die paradoxe Forderung „Genieße die, die du liebst!“

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Jacques Lacan: Seminar XVIII, 9. Sitzung (9. Juni 1971), Übersetzung

Seminar 18, „Über einen Diskurs, der nicht vom Schein wäre“ (1971)
Vollständige Übersetzung, Teil 9/10

Themen:

– Das Geschriebene und der Schrei
– Sprache und Schrift wie Fleisch und Knochen
– Formel der Frau: nicht-∀x.Φx, Formel des Mannes: nicht-∃x.Φx
– Gegensatz zwischen Wahrheit und Genießen des Scheins, nämlich des Phallus
– „Die Bedeutung des Phallus“: Bedeutung im Sinne von Frege
– Die Sprache hat nur eine Bedeutung: sie konnotiert die Unmöglichkeit, das sexuelle Verhältnis zu symbolisieren.
– Unterschied zwischen der Hysterikerin und „einer Frau“
– Die Hysterikerin täuscht vor, Besitzerin des Scheins zu sein, hommoinzin (au moins un, zumindest einer / Mann minus einer)
– Die Hysterikerin stützt die Formel ∀x.Φx.
– Eine Frau richtet an einen Mann die Forderung nach papludune (pas plus d’une), „nicht mehr als eine“.
– Ermöglicht die Psychoanalyse einen Zugang zu „einer Frau“?
– Gegensatz zwischen dem Ödipusmythos (Verbot der Mutter und Hysterie) und dem Mythos von „Totem und Tabu“ (Verbot aller Frauen und Zwangsneurose)

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Jacques Lacan: Seminar XVIII, 8. Sitzung (19. Mai 1971), Übersetzung

Seminar 18, „Über einen Diskurs, der nicht vom Schein wäre“ (1971)
Vollständige Übersetzung, Teil 8/10

Themen:
– Funktionale Äquivalenz von Geschriebenem und Genießen
– Der Buchstabe („Der gestohlene Brief“) bezieht sich auf das sexuelle Bedürfnis und auf das geschriebene Gesetz und stellt eine Frage zum fiktiven Charakter des sexuellen Verhältnisses
– Der Bestimmungsort, den der Brief immer erreicht, ist das im Phantasma gespaltene Subjekt
– Rolle des Aufschreibens für die Verifikation in der Wissenschaft
– Das sexuelle Verhältnis kann nicht geschrieben werden
– Das Subjekt der Allgemeinaussage ist rein symbolisch
– Darstellung der vier Aussagearten in der Quantorenlogik und die Negation des Quantors
– Der Mann ist als „jeder Mann“ in der phallischen Funktion
– Die Frau ist nicht „jede Frau“
– „Eins mehr“ (un en plus, un en peluce) und „zumindest einer / Mann minus einer“ (au moins un, hommoinzin)

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Jacques Lacan: Seminar XVIII, 6. Sitzung (17. März 1971), Übersetzung

Seminar 18, „Über einen Diskurs, der nicht vom Schein wäre“ (1971)
Vollständige Übersetzung, Teil 6/10

Themen:
– Selbstkommentar zum Poe-Aufsatz: die Letter und der Phallus, die Struktur in ihrer Unmöglichkeit
– Homogenisierung von Anschauung und Begründen durch das Geschriebene in der Mathematik (Buchstabe und Zeichnung)
– Die spezielle Dummheit des Subjekt: es weiß, dass die Letter einen Sinn hat, aber der Sinn entgeht ihm
– Unterschied zwischen dem Erzähler und demjenigen, der schreibt
– Der Urvater genießt „alle Frauen“, aber es ist unmöglich, „alle Frauen“ zu sagen
– Nicht-mehr-als-eins am Ursprung der Schrift
– „Die Frau“ (die nicht existiert) hat nichts mit dem Gesetz zu tun; Symbolisierung des sexuellen Genießens durch das verbotene Genießen
– Quantorenlogische Darstellung der Unmöglichkeit des sexuellen Verhältnisses: eine Funktion, die nicht geschrieben werden kann

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Jacques Lacan: Über Rassismus (Übersetzung)

Nach der schockierenden Nachricht über Trumps Wahlsieg vor drei Tagen erinnerte ich mich daran, dass es von Lacan eine kurze Bemerkung über den zu erwartenden Aufstieg des Rassismus gibt. Ich übersetze sie nach der gesprochenen Fassung von Télévision, die bislang nicht ins Deutsche gebracht wurde.

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Jacques Lacan: Seminar XVIII, 5. Sitzung (10. März 1971), Übersetzung

Seminar 18, „Über einen Diskurs, der nicht vom Schein wäre“ (1971)
Vollständige Übersetzung, Teil 5/10

Themen:
L’achose (das Unding)
– Zu Derridas Grammatologie
– Sprechen über Geschriebenes: Graphen und Sprechen, Wissenschaft und Schrift
– Programmierung und Unbewusstes
– Rückwirkung des Geschriebenen auf das Sprechen
– Das Geschriebene als Wortvorstellung
– Das Seminar über Poes Entwendeten Brief

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