Jacques Lacan
Seminar IX, Die Identifizierung
(XVI) Sitzung vom 4. April 1962
Übersetzt und mit erläuternden Anmerkungen versehen von Max Kleiner und Rolf Nemitz
Zuletzt aktualisiert am 6. Juli 2026

Gottesanbeterin (Mantis religiosa)
Foto: Anthony Westkamper, von hier
Allgemeines zur Übersetzung
Das Seminar hat 26 Sitzungen. Etwa alle zwei Monate erscheint auf „Lacan entziffern“ die Übersetzung einer weiteren Sitzung. Die bereits veröffentlichten Übersetzungen von Sitzungen dieses Seminars findet man hier.
Die Übersetzung wird zweimal gebracht, zunächst nur deutsch, dann gegenüberstellend: Satz für Satz französisch/deutsch.
Die zweisprachige Fassung enthält in den Anmerkungen zum französischen Text Hinweise auf Transkriptionsprobleme; im deutschen Text findet man Links und Bilder, in den Anmerkungen zum deutschen Text Literaturangaben, Belege und inhaltliche Erläuterungen.
Die Übersetzung stützt sich auf folgende Vorlagen:
– Stenotypie des Seminars auf der Seite der École lacanienne de psychanalyse, hier
– Jacques Lacan: L’identification, dit ‚Séminaire IX„. Prononcé à Ste. Anne en 1961–1962. Herausgegeben und erstellt von Michel Roussan. Mit Anmerkungen, kritischem Apparat und Index. Paris 1992. Nicht im Buchhandel, beziehbar durch den Herausgeber, m.roussan2@free.fr
Ausgaben des Identifizierungs-Seminars im Internet:
– französisch: hier (Stenotypie), hier (Staferla), hier (ALI) S. 1547–1966, hier (Chollet), hier (rue CB),
– englische Übersetzungen: hier (Cormac Gallagher), hier (Ben Hooson),
– von Gallagher gelesene Audioaufnahme seiner Übersetzung hier.
Eine von Jacques-Alain Miller herausgegebene offizielle Edition des Seminars gibt es nicht.
Vielen Dank an Peter Müller (Psychoanalytiker in Karlsruhe) für die Überlassung seiner Übersetzung dieses Seminars!
Zur Notation
– Zahlen in geschweiften Klammern und grauer Schrift, z.B. {10}, verweisen auf die Seiten der Transkription, die Roussan als „Daktylographie 1“ bezeichnet; diese Seitenzahlen sind am Rand seiner Ausgabe angegeben und beginnen dort mit einer linken eckigen Klammer, also etwa mit „[10“. Daktylographie 1 ist die Transkription, die man auf der Seite der ELP findet (mit Ausnahme der 20. Sitzung), hier.
– Ein doppelter Bindestrich, also: --, markiert, dass an dieser Stelle ein Satz grammatisch unvollständig abbricht.
– Wörter mit Sternchen: im Original deutsch.
– Der Schrägstrich / verbindet Übersetzungsvarianten.
– Einfügungen in runden Klammern enthalten Formulierungen des französischen Originals.
– Einfügungen in eckigen Klammern dienen der Erläuterung und sind nicht von Lacan.
– Einfügungen in spitzen Klammern: Ersatz für vermutlich ausgefallenen Text. .
Sitzung vom 4. April 1962
Deutsch
{1} Diejenigen, die sich aus verschiedenen Gründen, persönlicher Art oder nicht, durch Abwesenheit bei diesem Treffen der Gesellschaft, das provinzial genannt wird, ausgezeichnet haben, werden sich einem kurzen Beiseitesprechen ausgesetzt fühlen, denn im Augenblick sind es die anderen, an die ich mich wende, da ich ihnen noch etwas schulde, etwas Nettes schulde. Vielleicht kam ihnen hierzu bereits ein Verdacht, denn auf diesem kleinen Kongress habe ich etwas gesagt. Das war, um den Beitrag zu verteidigen, den sie dort geleistet haben, und das ging nicht, muss ich sagen, ohne meinerseits eine gewisse Unzufriedenheit ihnen gegenüber zu verdecken.
Man muss wohl ein wenig über die Natur dessen philosophieren, was man einen Kongress nennt. Im Prinzip ist das eine dieser Begegnungen, auf denen geredet wird, wo aber jeder weiß, dass was er auch sagt, etwas Unanständiges hat, insofern es ganz natürlich ist, dass dort nur hochtrabende Nichtigkeiten gesagt werden und jeder für gewöhnlich der Rolle verhaftet bleibt, die er zu wahren hat. Das ist nicht ganz das, was bei dem vor sich geht, was wir, bescheidener, unsere Journées nennen, unsere „Tagung“. Aber seit einiger Zeit sind alle sehr bescheiden. Man nennt es jetzt Kolloquium oder Begegnung, das ändert nichts |{2} Grundlegendes, es bleiben immer noch Kongresse.
Dann gibt es die Frage der rapports, der Berichte/Beziehungen. Mir scheint, dass es sich lohnt, auf diesen Ausdruck näher einzugehen, denn bei genauerem Hinsehen ist er ja doch ziemlich seltsam. Rapport zu was, über was, rapport zwischen was, ja rapport gegen was? so wie man sagt: le petit rapporteur, „der kleine Berichterstatter/Spitzel“? Ist das wirklich so gemeint? Das müsste man sehen. Jedenfalls, auch wenn das Wort rapport klar ist, wenn man sagt, le rapport de monsieur Untel sur la situation financière, „der Bericht von Herrn Soundso über die Finanzlage“, so können wir doch nicht sagen, dass wir uns ganz wohl dabei fühlen würden, wenn wir einem Ausdruck wie rapport sur l’angoisse, „Bericht über die Angst“, eine Bedeutung gäben, die ähnlich sein soll. Sie müssen zugeben, dass es recht merkwürdig ist, wenn man einen rapport sur l’angoisse verfasst oder über Poesie oder über eine Reihe von Ausdrücken dieser Art. Ich hoffe immerhin, dass Ihnen die Seltsamkeit der Sache auffällt, die nicht nur für Kongresse von Psychoanalytikern spezifisch ist, sondern auch für eine Reihe von anderen Kongressen, sagen wir, von Philosophen im Allgemeinen. Der Ausdruck rapport, muss ich sagen, lässt einen zögern. Außerdem, früher zögerte ich nicht, das, was ich über ähnliche Termini zu sagen haben konnte, discours zu nennen, beispielsweise Discours sur la causalité psychique. Das macht was her. Wie alle anderen bin ich zu rapport zurückgekehrt.
Dennoch, dieser Ausdruck und seine Verwendung sollte Sie genau dazu bringen, sich die Frage nach dem Grad der |{3} Eignung zu stellen, an dem sich diese seltsamen rapports zu ihren fremdartigen Objekten messen lassen. Natürlich gibt ein bestimmtes Verhältnis besagter rapports zu einem bestimmten konstituierenden Typ der Frage, auf die sie sich beziehen (à quoi ils se rapportent), etwa die Leere im Zentrum meines Torus. Wenn es sich um die Angst oder um das Begehren handelt, ist das gut spürbar. Was uns erlauben würde, zu glauben zu verstehen, dass das beste Echo des Signifikanten, das wir vom Ausdruck rapport haben könnten – bisweilen rapport scientifique genannt –, darin bestünde, ihn mit dem zusammenzubringen, was man ebenfalls rapport nennt, nämlich wenn es um den rapport sexuel geht, um den Geschlechtsverkehr. Beide sind nicht ohne rapport zu der Frage, um die es geht, jedoch gerade mal so.
Hier finden wir die Dimension des nicht ohne wieder, als Grundlage genau für den Punkt, an dem wir uns in das Begehren einführen, und insofern der Zugang zum Begehren eben dies erfordert: das Subjekt ist nicht ohne es zu haben – was zu haben? Genau das ist die Frage.
Anders gesagt, dass der Zugang zum Begehren auf einer Tatsache beruht, nämlich darauf, dass die Begehrlichkeit des menschlich genannten Wesens anfangs niedergehalten werden muss, um dann auf den Stufen einer Macht wiederhergestellt zu werden, wobei die Frage die ist, die Macht von wem, vielmehr die Macht von was, vor allem aber, wonach sie strebt. Nun, das, was sie sichtbar und spürbar anstrebt, durch sämtliche |{4} Wandlungen des menschlichen Begehrens hindurch, scheint etwas zu sein, das immer spürbarer wird, immer genauer erkennbar, und das sich für uns als das zentrale Loch darstellt, etwas, um das man immer noch eine weitere Runde drehen muss, damit es sich um das Begehren handelt, das wir kennen, dieses menschliche Begehren, insofern es immer mehr Gestalt annimmt.
Das ist also das, was es in gewissem Maße rechtfertigt, dass ihr rapport, insbesondere beim rapport sur l’angoisse / Vortrag über die Angst von neulich, zur Frage nur dann einen Zugang haben kann, wenn er nicht ohne rapport zur Frage ist. Das soll jedoch nicht heißen, dass, wenn ich so sagen darf, das ohne das nicht in den Hintergrund drängen darf (prendre le pas sur le „pas“), anders gesagt, dass man ein wenig zu leicht glaubt, auf die konstitutive Leere des Zentrums eines Subjekts antworten zu können, mit allzu bescheidenen Mitteln des Zugangs. Und Sie werden mir hier wohl gestatten, den Mythos von der törichten Jungfrau zu erwähnen, der in der jüdisch-christlichen Tradition so schön auf den der Penia – der Armut – in Platons Symposion. Der Penia gelingt ihr Anschlag, da sie bei den Feierlichkeiten der Venus ist; das ist jedoch nicht zwingend, mangelnde Voraussicht, symbolisiert von der erwähnten Jungfrau, kann ihre Schwängerung durchaus vereiteln.
Wo also liegt die Grenze, die in dieser Sache unentschuldbar ist – denn schließlich geht es |{5} genau darum: um den Stil dessen, was kommuniziert werden kann, in einem bestimmten Modus der Kommunikation, den wir zu definieren versuchen und der mich zwingt, hier auf die Angst zurückzukommen, nicht deshalb, um jenen, die, nicht frei von Schwächen, darüber gesprochen haben, Vorwürfe zu machen oder eine Lektion zu erteilen –, eine offensichtlich exquisit ausgesuchte Grenze, ausgehend von der man den Kongressen im Allgemeinen ihre Ergebnisse vorwerfen kann. Wo ist sie zu suchen?
Da wir von etwas sprechen, das es uns gestattet, darin die Leere zu erfassen, wenn es beispielsweise darum geht, über das Begehren zu sprechen, werden wir da die Grenze in dieser Art von Sünde gegen das Begehren suchen, in irgendeinem Feuer der Leidenschaft? In der Leidenschaft für die Wahrheit zum Beispiel, welche der Modus ist, woran wir sehr gut beispielsweise ein bestimmtes Auftreten festmachen könnten, einen bestimmten Stil, zum Beispiel das universitäre Auftreten? Das wäre viel zu bequem, das wäre viel zu einfach. Ich werde hier gewiss nicht das berühmte Geräusch des Erbrechens des Ewigen angesichts irgendeiner Lauheit parodieren – auch eine gewisse Hitze führt bekanntlich sehr wohl zur Unfruchtbarkeit. Und tatsächlich sagt unsere Moral – eine Moral, die sich bereits sehr gut hält, die christliche Moral –, dass es nur eine Sünde gibt, die Sünde wider den Geist.
Nun, wir hingegen möchten sagen, es gibt keine Sünde gegen das Begehren, genau so wenig wie es |{6} Furcht vor Aphanisis gibt, in dem Sinne, wie Herr Jones sie versteht. Wir können nur sagen, dass wir uns in keinem Fall vorwerfen können, nicht genug zu begehren. Es gibt nur eine Sache, und daran können wir nichts ändern, es gibt nur eine Sache, die zu fürchten ist, nämlich die Beschränktheit, die eigentümliche Kurve der Bewegung dieses unendlich flachen Wesens zu erkennen, dessen notwendige Fortbewegungsweise ich Ihnen auf diesem geschlossenen Objekt zeige, das ich hier den Torus nenne, wobei es sich tatsächlich nur um die harmloseste Form handelt, die besagte Kurve annehmen kann, denn in einer anderen Form, die nicht weniger möglich und nicht weniger verbreitet ist, liegt es in der Struktur der Formen selbst, in die ich Sie beim letzten Mal ein wenig eingeführt habe, dass das Subjekt, wenn es sich fortbewegt, sich mit seiner linken Seite rechts platziert wiederfindet, und dies, ohne zu wissen, wie das passieren konnte, wie es dazu kam.
In dieser Hinsicht haben an diesem Ort all diejenigen, die mir hier zuhören, keine Sonderstellung; bis zu einem gewissen Punkt möchte ich sagen, auch ich nicht, es kann mir genauso passieren wie den anderen. Der einzige Unterschied zwischen ihnen und mir bestand bisher, so scheint mir, lediglich in der Arbeit, die ich investiere, insofern ich ein klein wenig mehr aufwende als sie.
*
Ich darf wohl sagen, bei einer Reihe von Dingen, die über ein Thema vorgebracht wurden, das ich sicherlich noch nicht angesprochen habe, über die Angst (es ist nicht das, was |{7} mich veranlasst, Ihnen anzukündigen, dass dies das Thema meines Seminars im nächsten Jahr sein wird, sofern die Zeit, in der wir leben, es uns erlaubt, dass es eines geben wird), zum Thema der Angst habe ich viele seltsame Dinge gehört, abenteuerliche Dinge, nicht alle falsch, und die ich nicht im Einzelnen aufgreifen muss, indem ich mich namentlich an diesen oder jenen wende. Mir scheint jedoch, dass das, was sich dort als ein gewisser Mangel erwies, eben der eines Zentrums war, und keineswegs geeignet, das abzudecken, was ich die Leere des Zentrums nenne.
Dennoch, was die entscheidenden Punkte angeht, so hätten Ihnen einige Bemerkungen in meiner letzten Seminarsitzung als Warnung dienen müssen, und deshalb scheint es mir auch legitim, die Frage heute unter diesem Gesichtspunkt anzugehen, da dies an den Vortrag von vor acht Tagen genau anschließt.
Nicht ohne Grund hatte ich hierauf den Akzent gesetzt und an den Abstand erinnert, der in unseren grundlegenden Koordinaten – jenen, in die sich in diesem Jahr unsere Theoreme über die Identifizierung einfügen müssen –, an den Abstand, der den Anderen vom Ding trennt, und nicht grundlos habe ich geglaubt, Ihnen die Beziehung der Angst zum Begehren des Anderen mit eigenen Worten aufzeigen zu müssen. Weil man nämlich nicht von da ausgegangen ist und sich daran nicht, wie an einer Art festem Griff, festgehalten hat, sondern vielmehr darum herumgeschlichen ist, aufgrund irgendeiner Art von Scham; denn wirklich, in bestimmten Momenten, ich möchte sagen, |{8} fast die ganze Zeit über und bis in diese rapports hinein, von denen ich gesprochen habe, aus irgendeinem Grund, der mit dieser Art Mangel zusammenhängt, der nicht der richtige ist --; bis in diese rapports hinein also können Sie am Rande immerhin dieses Etwas konnotieren, nämlich die Konvergenz, die sich beständig aufdrängte, gewissermaßen wie die Ausrichtung einer Kompassnadel, dass nämlich der einzige Ausdruck, der dieser Art von Oszillationsbewegung, um die herum die Frage zitterte, eine Einheit geben konnte, dieser war: die Beziehung der Angst zum Begehren des Anderen.
Und eben das möchte ich --; denn es wäre falsch, vergeblich, jedoch nicht ohne Risiko, hier im Vorübergehen nicht etwas anzumerken, das als Keim dienen könnte, um all das herauszufischen, was während dieser kleinen Zusammenkunft, bei der zunehmend markantere Dinge geäußert wurden, an sicherlich Interessantem gesagt wurde. Damit sich das nicht verflüchtigt, damit es an unsere Arbeit anschließt, gestatten Sie mir, hier ganz massiv zu versuchen – wie am Rande und fast schon im Voraus, aber auch nicht ohne Relevanz für bestimmte Punkte, bei denen wir schon angelangt waren –, einige erste Orientierungen herauszustellen.
Hier ein Bezug, der Ihnen in keinem Moment fehlen sollte: Wenn die Tatsache, dass das Genießen, als Genießen des Dings, in seinem grundlegenden |{9} Zugang verboten ist, wenn es eben das ist, was ich Ihnen im Seminar über die Ethik das ganze Jahr über gesagt habe, wenn es diese Aufhebung ist, die Tatsache, dass dieses Genießen im eigentlichen Sinne aufgehoben* ist, woraus die tragende Ebene besteht, auf der sich das Begehren als solches konstituieren und aufrechterhalten wird (das ist wirklich die entfernteste Annäherung an all das, was jeder sagen kann), sehen Sie dann nicht, dass wir formulieren können, dass der Andere – dieser Andere, insofern er sich zugleich zu sein setzt und er nicht ist, insofern er zu sein ist, der Andere hier –, dass wir, wenn wir uns auf das Begehren zubewegen, genau sehen, dass er, insofern seine Stütze der reine Signifikant ist, der Signifikant des Gesetzes, dass der Andere sich hier als Metapher dieses Verbots darstellt. Zu sagen, dass der Andere das Gesetz ist oder dass er das Genießen als verbotenes ist, ist das Gleiche.
Also, eine Warnung an denjenigen, der heute übrigens nicht da ist und der aus der Angst den Träger und das Zeichen und den Spasmus des Genießens eines identifizierten Selbst gemacht hat, exakt identifiziert (als ob er nicht mein Schüler wäre) mit diesem unsagbaren tiefen Grund des Triebs als dem Kern, dem Zentrum des Seins – genau da, wo es nichts gibt. Nun, alles, was ich Sie über den Trieb lehre, ist eben dies, dass er nicht mit diesem mythischen Selbst zu verwechseln ist, dass er nichts mit dem zu tun hat, was man aus einer jungianischen Perspektive daraus macht. Sicherlich ist es nicht üblich zu sagen, dass |{10} die Angst das Genießen dessen ist, was man den tiefsten Grund des eigenen Unbewussten nennen könnte; darauf lief dieser Vortrag hinaus. Das ist nicht üblich, und weil es nicht üblich ist, muss es noch lange nicht wahr sein. Das ist ein Extrem, zu dem man gelangen kann, wenn man in einem bestimmten Irrtum befangen ist, der ganz und gar auf der Elision dieses rapport beruht, der Beziehung des Anderen zum Ding, insofern sie antinomisch ist. Der Andere ist zu sein, er ist also nicht. Er hat dennoch eine gewisse Realität, andernfalls könnte ich ihn nicht einmal als Ort definieren, an dem sich die Signifikantenkette entfaltet. Denn der einzige reale Andere – denn es gibt keinen Anderen des Anderen, nichts, was die Wahrheit des Gesetzes garantieren könnte –, der einzige reale Andere ist das, was man ohne das Gesetz genießen könnte. Diese Virtualität definiert den Anderen als Ort: letztlich das Ding, elidiert und auf seinen Ort reduziert, das ist der Andere mit großem A.
Und jetzt komme ich sofort sehr schnell zu dem, was ich über die Angst zu sagen habe. Das läuft, wie ich Ihnen bereits angekündigt habe, über das Begehren des Anderen. Das ist der Punkt, an dem wir mit unserem Torus sind, hier müssen wir ihn definieren, Schritt für Schritt. Hier werde ich einen ersten Durchlauf machen, ein wenig zu schnell – das ist nie verkehrt, man kann ja wieder zurückgehen.
Erste Annäherung: Wollen wir sagen, dass die Beziehung (rapport), die ich artikuliere, wenn ich sage, dass das Begehren des Menschen das Begehren des Anderen ist --; was natürlich etwas |{11} bedeutet, aber worum es nun geht und was damit bereits eingeführt wird, ist, dass ich damit natürlich etwas ganz anderes sage als zu behaupten, dass das Begehren x des Ich-Subjekts (du sujet ego) die Beziehung zum Begehren des Anderen in der Weise ist, dass es in Beziehung zum Begehren des Anderen in einer Beziehung der Beschränkung* wäre, dass es sich in einem einfachen, als homogen aufgefassten räumlichen Feld einrichten würde, ob nun ein Lebensraum oder nicht, und dass es durch ihr Aufeinanderstoßen begrenzt wäre. Ein grundlegendes Bild für alle möglichen Überlegungen, wenn man über die Auswirkungen einer psychosoziologischen Konstellation spekuliert. Die Beziehung des Begehrens des Subjekts, des Subjekts zum Begehren des Anderen, hat nichts mit irgendetwas zu tun, das in diesem Register intuitiv gestützt werden könnte.
Ein erster Schritt wäre die Feststellung, dass es – wenn mit Maß ein Größenmaß gemeint ist – zwischen ihnen kein gemeinsames Maß gibt. Und schon allein wenn wir das sagen, schließen wir an die Erfahrung an. Wer hat je ein gemeinsames Maß gefunden zwischen seinem Begehren und jemandem, mit dem er es als Begehren zu tun hat? Wenn man das nicht in jeglicher Wissenschaft der Erfahrung an die erste Stelle setzt – wenn man den Titel von Hegel hat, den wahren Titel der Phänomenologie des Geistes –, kann man sich alles erlauben, einschließlich der wahnhaften Predigten über die Wohltaten der Genitalität. Dies und nichts anderes bedeutet meine Einführung des Symbols , es soll Ihnen zu verstehen geben, dass (
mal
), das Produkt |{12} aus meinem Begehren und dem Begehren des Anderen, nur einen Mangel ergibt und nur ergeben kann: –1, das Fehlen des Subjekts an genau diesem Punkt. Ergebnis: Das Produkt aus dem einen Begehren und dem anderen Begehren kann nur dieser Mangel sein, und davon muss man ausgehen, um etwas festzuhalten.
Das heißt, dass es auf der Ebene des Begehrens keine Übereinkunft geben kann, keinen Vertrag, dass es bei der Identifizierung des Begehrens des Menschen mit dem Begehren des Anderen um das geht, was ich Ihnen in einem augenfälligen Spiel zeigen möchte, indem ich für Sie die Marionetten des Phantasmas spielen lasse, da sie der Träger, der einzig mögliche Träger dessen sind, was im strengen Sinne eine Wunscherfüllung / eine Realisierung des Begehrens sein kann.
Also gut, wenn wir hier angelangt sind – Sie können jedoch bereits in tausend Bezügen Hinweise darauf finden: in den Bezügen auf Sade, um die nächstliegenden zu nehmen; im Phantasma Ein Kind wird geschlagen, um einen der ersten Zugänge zu nehmen, mit denen ich begonnen habe, dieses Spiel einzuführen –, dann werde ich zeigen, dass die Realisierung des Begehrens, genau im Akt dieser Realisierung, bedeutet und nur bedeuten kann, das Werkzeug zu sein, dem Begehren des Anderen zu dienen, der nicht das Objekt ist, das Sie im Akt vor sich haben, sondern ein anderes, das dahinter ist.
Es geht hier um den möglichen Endpunkt in der Realisierung des Phantasmas. Es ist nur ein möglicher Endpunkt, und bevor Sie |{13} sich selbst zum Werkzeug dieses Anderen gemacht haben, der in einem Hyperraum verortet ist, haben Sie sehr wohl mit Begierden zu tun, mit realen Begierden. Das Begehren existiert, es ist konstituiert, es durchstreift die Welt und richtet seine Verheerungen an, noch vor jedem Versuch Ihrer Imaginationen, ob nun erotisch oder nicht, sie zu realisieren, und es ist nicht einmal ausgeschlossen, dass Sie ihm als solchem begegnen, dem Begehren des Anderen, des realen Anderen, wie ich ihn soeben definiert habe. An diesem Punkt entsteht die Angst.
Die Angst – das ist total simpel. Es ist unglaublich, dass ich <auf den Provinzialtagen über die Angst> in keinem Moment auch nur den Ansatz davon gesehen habe, was in bestimmten Momenten wie man sagt, wie ein Heiß-kalt-Spiel wirkte, das doch so einfach ist. Man machte sich auf die Suche nach der Angst, genauer nach dem, was ursprünglicher ist als die Angst, nach der Vorangst, nach der traumatischen Angst. Niemand hat über dies gesprochen: Die Angst ist das Empfinden des Begehrens des Anderen. Nur, wie natürlich jedes Mal, wenn jemand eine neue Formulierung vorbringt – ich weiß nicht, was da vor sich geht, die vorherigen verschwinden in den Tiefen Ihrer Taschen oder kommen nicht mehr zum Vorschein.
*
Ich muss das ja wohl durch ein Bild darstellen, entschuldigen Sie bitte, sogar in grober Form, um ein Gefühl für das zu vermitteln, was ich meine, auf die Gefahr hin, dass Sie danach versuchen, es anzuwenden; und überall dort, wo es Angst gibt. lässt es sich anwenden.
Kleiner Apolog, der vielleicht nicht |{14} der beste ist. Die Wahrheit ist, dass ich mir das heute früh ausgedacht habe, als ich mir sagte, ich müsse versuchen, mich verständlich zu machen. Für gewöhnlich mache ich mich nebenher verständlich, was gar nicht so schlecht ist, das erspart es Ihnen, sich an der richtigen Stelle zu täuschen. Dieses Mal werde ich versuchen, mich an der richtigen Stelle verständlich zu machen und Ihnen zu ersparen, sich zu irren.
Stellen Sie sich vor, ich befinde mich in einem geschlossenen Raum, allein mit einer drei Meter großen Gottesanbeterin. Das ist die richtige Proportion, damit ich die Größe des entsprechenden Männchens habe. Außerdem bin ich in eine Hülle in der Größe des entsprechenden Männchens gekleidet, die 1 Meter 75 groß ist, ungefähr meine Größe. Ich schaue in den Spiegel, ich betrachte mein so ausstaffiertes Spiegelbild im Facettenauge besagter Gottesanbeterin. Ist das die Angst? Das ist dicht dran.
Als ich Ihnen jedoch sagte, dass sie die Empfindung des Begehrens des Anderen ist, erweist sich diese Definition als das, was sie ist, nämlich als bloß einführend. Natürlich müssen Sie sich auf meine Subjektstruktur beziehen, das heißt den gesamten vorhergehenden Diskurs kennen, um zu verstehen, dass ich mich, wenn es um den Anderen geht, mit großem A, nicht damit begnügen kann, nicht weiter zu gehen, und hier nur das kleine Bild von mir als männlicher Gottesanbeterin im Facettenauge der anderen darzustellen. Genau genommen handelt es sich um das reine Erfassen des Begehrens des Anderen als solchem, |{15} wenn ich eben was verkenne? meine Insignien, also dass ich selbst mit der Hülle des Männchens ausstaffiert bin. Ich weiß nicht, was ich als Objekt für den Anderen bin.
Die Angst, sagt man, ist ein Affekt ohne Objekt; aber bei diesem Objektmangel muss man wissen, wo er ist: er ist auf meiner Seite. Der Angstaffekt ist zwar mit dem Fehlen eines Objekts konnotiert, jedoch nicht mit einem Fehlen von Realität. Wenn ich mich nicht mehr als mögliches Objekt des Begehrens des Anderen weiß, ist für mich dieser Anderen, der mir gegenübersteht, seine Figur, zwar völlig rätselhaft – vor allem insofern, als die Gestalt als solche, die ich vor mir habe, auch nicht mehr als Objekt für mich konstituiert werden kann –, wo ich aber dennoch eine Art von Empfindungen spüren kann, die die ganze Substanz dessen ausmachen, was man Angst nennt, dieses unaussprechliche Engegefühl, durch das wir zur eigentlichen Dimension des Ortes des Anderen gelangen, insofern dort das Begehren erscheinen kann. Das ist die Angst. Nur von hier aus können Sie die verschiedenen Zugänge begreifen, die der Neurotiker wählt, um damit zurechtzukommen, mit dieser Beziehung zum Begehren des Anderen..

Kreis (D + d) auf einem Torus
Nun, an dem Punkt, an dem wir jetzt sind, habe ich Ihnen beim letzten Mal dieses Begehren als etwas gezeigt, das zunächst notwendigerweise im Anspruch des Anderen enthalten ist.
Was ist hier übrigens die erste Wahrheit, die Sie wiederfinden, wenn nicht das Gewöhnliche der Alltagserfahrung? Was beängstigend ist – nahezu für |{16} jeden, nicht nur für die kleinen Kinder, sondern für die kleinen Kinder, die wir alle sind –, ist das, was sich in jeglichem Anspruch wohl als dieses x verbergen mag, dieses undurchdringliche und schlechthin beängstigende x des: Was mag er hier gerade nur wollen?
*
Was die Konfiguration hier erfordert, ist, wie Sie sicherlich sehen, einen Mittelbegriff zwischen Anspruch und Begehren. Dieser Mittelbegriff hat einen Namen, er heißt Phallus. Die phallische Funktion hat absolut keinen anderen Sinn als den, das Maß für das Feld zu liefern, das, innerhalb des Anspruchs, als Feld des Begehrens zu definieren ist. Und ebenso, wenn man so will, dass alles, was die analytische Theorie, die Freud’sche Lehre, uns hierüber erzählt, eben darin besteht, uns zu sagen, dass es letztlich hier ist, wo sich alles fügt.
Ich kenne das Begehren des Anderen nicht: Angst, ich kenne aber dessen Werkzeug: den Phallus, und was ich nun bin, Mann oder Frau, ich bin aufgefordert, mich darauf einzulassen und keine Geschichten zu machen – was sich in der Umgangssprache so nennt: mit Papas Prinzipien weiterzumachen. Und da jeder weiß, dass Papa seit einiger Zeit kein Prinzip mehr hat, fängt das ganze Unglück damit an. Aber solange Papa da ist – da er das Zentrum ist, um das herum sich die Übertragung dessen organisiert, was hierbei die Tauscheinheit ist, nämlich , ich meine die Einheit, die eingeführt wird und zur Grundlage und zum |{17} Prinzip jeder Stütze, jeder Grundlage, jeder Artikulation des Feldes des Begehrens wird –, nun, da können die Dinge weitergehen, sie werden sich genau erstrecken zwischen, im Grenzfall, dem [gr.] me phynai: hätte er mich doch nie in die Welt gesetzt!, und dem, was sich in der semitischen Tradition, streng gesagt sogar in der biblischen, die Baraka nennt, also das Gegenteil: das, was mich zur lebendigen aktiven Fortsetzung des Gesetzes des Vaters macht, des Vaters als Ursprung all dessen, was als Begehren weitergegeben wird.
Die Kastrationsangst also, Sie werden hier sehen, dass sie zwei Bedeutungen und zwei Ebenen hat. Denn wenn der Phallus das vermittelnde Element ist, das dem Begehren seine Stütze gibt, nun ja, dann ist die Frau hierbei nicht die am schlechtesten Ausgestattete, denn schließlich ist es für sie ganz einfach: da sie ihn nicht hat, hat sie ihn nur zu begehren, und, weiß der Himmel, in den günstigsten Fällen ist das tatsächlich eine Situation, mit der sie sehr gut zurecht kommt. Die gesamte Dialektik des Kastrationskomplexes, insofern sie bei ihr den Ödipuskomplex einleitet, wie Freud uns sagt, besagt nichts anderes. Aufgrund der Struktur des menschlichen Begehrens sind auf ihrem Weg – auf dem normalen Weg – weniger Biegungen nötig als für den Mann.
Denn was den Mann angeht, damit sein Phallus als Grundlage des Feldes des Begehrens dienen kann, wird es da nötig sein, dass er ihn verlangt (demande), um ihn zu haben? Um etwas Derartiges geht es ja auf der Ebene der Kastrationskomplexes, |{18} um einen Prozess des Übergangs dessen, was in ihm der natürliche, halb fremd gewordene, unsichere Träger des Begehrens ist, um den Prozess der Übergangs vermittels der Befugnis durch das Gesetz, wodurch dieses Stück Fleisch, dieses Pfund Fleisch, zum Unterpfand wird, zu dem Etwas, durch das es an dem Platz bezeichnet werden wird, an dem es sich, innerhalb des Kreises des Anspruchs, als Begehren zu manifestieren hat.
Diese notwendige Aufrechterhaltung des Feldes des Anspruchs, das, durch das Gesetz, die Art der Beziehung des Begehrens zu seinem Objekt „humanisiert“, darum geht es an diesem Punkt, und dies führt dazu, dass die Gefahr für das Subjekt nicht etwa darin besteht – wie man in dieser ganzen Abweichung sagt, die wir seit Jahren vollziehen, in diesem Versuch, die Analyse zu hintertreiben –, dass die Gefahr für das Subjekt nicht ein Aufgegebenwerden durch den Anderen ist, sondern seine eigene Preisgabe als Subjekt gegenüber dem Anspruch. Denn dadurch, dass es die Konstituierung seiner Beziehung zum Phallus strikt auf dem Felde des Anspruchs entwickelt und lebt, hat dieser Anspruch genau gesagt hier nicht seinen Endpunkt, denn obwohl der Phallus, um das Feld des Begehrens einzuführen und zu etablieren, verlangt werden muss (demandé), liegt es doch, wie Sie wissen, gerade nicht in der Macht des Anderen, ihn auf der Ebene des Anspruchs zum Geschenk zu machen.
In dem Maße, wie es der Therapeutik nicht gelingt, den Abschluss der Analyse besser zu bewältigen als bisher, wie es ihr nicht gelingt, die Analyse aus dem Kreis herauszuführen, der dem Anspruch eigen ist, stößt sie sich, endet sie am Schluss bei dieser einfordernden Form, dieser unersättlichen, unendlichen* Form, |{19} die Freud in seinem letzten Artikel, Die endliche und die unendliche Analyse, so bezeichnet: als unaufgelöste Kastrationsangst beim Mann, als Penisneid* bei der Frau. Jedoch, eine angemessene Position, eine korrekte Position der Funktion des Anspruchs in der Wirksamkeit der Analyse und der Art und Weise, sie auszurichten, könnte es uns vielleicht ermöglichen, <sie zu beenden,> lägen wir hierbei nicht so sehr im Rückstand, ein Rückstand, der bereits hinreichend dadurch bezeichnet wird, dass es uns offensichtlich nur in den seltensten Fällen gelingt, auf diesen Punkt zu stoßen, der von Freud als Haltepunkt seiner eigenen Erfahrung markiert wurde. Gebe der Himmel, dass wir bis dahin kommen, selbst wenn es eine Sackgasse ist! Das würde zumindest beweisen, wie weit wir gehen können, wobei es aber darum geht, tatsächlich zu wissen, ob es uns, wenn wir bis dahin gehen, in eine Sackgasse führt oder ob es anderswo weitergeht.
*
Soll ich Ihnen, bevor ich Sie verlasse, einige der kleinen Punkte nennen, die Sie zufriedenstellen werden, da sie Ihnen zeigen, dass wir an der richtigen Stelle sind, indem wir uns auf etwas beziehen, das zu unserer Erfahrung mit dem Neurotiker gehört? Was tut zum Beispiel die Hysterikerin oder die Zwangsneurose in dem Register, das wir soeben zu konstruieren versucht haben? Was tun sie beide an diesem Ort des Begehrens des Anderen als solchem? |{20} Bevor wir ihnen in die Falle gehen, indem wir sie dazu bringen, das ganze Spiel auf der Ebene des Anspruchs auszutragen und uns vorzustellen – was übrigens keine absurde Vorstellung ist –, dass es uns letztlich gelingen wird, das phallische Feld als Überschneidung von zwei Frustrationen zu definieren: Was tun sie spontan?
Die Hysterikerin, das ist recht einfach – der Zwanghafte ebenso, es ist jedoch weniger deutlich –, die Hysterikerin muss nicht unser Seminar besucht haben um zu wissen, dass das Begehren des Menschen das Begehren des Anderen ist und dass folglich der Andere sie, die Hysterikerin, in der Funktion des Begehrens durchaus ersetzen kann. Die Hysterikerin lebt ihre Beziehung zum Objekt in der Weise, dass sie das Begehren des Anderen nach diesem Objekt schürt, des Anderen mit großem A. Beziehen Sie sich auf den Fall Dora. Ich denke, ich habe das bereits ausführlich genug dargelegt, sodass ich es hier nicht mehr in Erinnerung rufen muss. Ich berufe mich einfach auf die Erfahrung eines jeden und auf die Vorgehensweise der, wie sie genannt wird, „raffinierten Intrigantin“, die Sie in jedem hysterischen Verhalten sich entwickeln sehen können, und die darin besteht, in ihrem unmittelbaren Umfeld die Liebe des einen zu der anderen zu nähren, die ihre Freundin ist und das wahre letzte Objekt ihres Begehrens – wobei die Mehrdeutigkeit natürlich immer grundlegend bleibt, ob die Situation nicht in umgekehrter Richtung verstanden werden muss. Warum? Das ist das, was Sie natürlich |{21} im weiteren Verlauf unserer Ausführungen als etwas sehen können, das vollkommen berechenbar ist, und dies allein aufgrund der Funktion des Phallus, der hier immer von dem einen der beiden Partner der Hysterikerin zum anderen übergehen kann. Darauf werden wir aber noch ausführlich zurückkommen.
Und was macht denn nun der Zwanghafte im Hinblick auf seine Affäre mit dem Begehren des Anderen, ich meine ganz direkt? Das ist raffinierter, denn dieses Feld des Begehrens wird eben durch den väterlichen Anspruch konstituiert, insofern er es ist, der das Feld des Begehrens, indem er es verbietet, als solches bewahrt und definiert. Na gut, dann soll er doch selbst damit klarkommen. Derjenige, der in der Zwangsneurose dafür zuständig ist, das Begehren gegenüber dem Objekt aufrechtzuerhalten, ist: der Tote. Das Subjekt hat den Phallus und gelegentlich kann es ihn sogar exhibieren, derjenige aber, der aufgefordert wird, sich seiner zu bedienen, ist der Tote. Nicht ohne Grund habe ich in der Geschichte des Rattenmanns die nächtliche Stunde hervorgehoben, in der er, nachdem er sich lange im Zustand der Erektion im Spiegel betrachtet hat, zur Wohnungstür geht, um dem Gespenst seines Vaters zu öffnen, um es zu bitten, festzustellen, dass alles bereit ist für den höchsten narzisstischen Akt, der für den Zwanghaften dieses Begehren ist.
Abgesehen davon, Sie sollten sich nicht wundern, dass bei solchen Mitteln die Angst nur gelegentlich aufflammt, dass sie nicht ständig da ist, dass sie bei |{22} der Hysterikerin sogar viel stärker und viel besser als beim Zwanghaften auf Abstand gebracht wird, da das Entgegenkommen des <lebendigen> anderen weit größer ist als, nun ja, die eines Toten, bei dem es ohnehin immer schwierig ist, ihn präsent zu halten, wenn man so sagen darf. Deshalb erlebt der Zwanghafte von Zeit zu Zeit – jedes Mal, wenn das gesamte Arrangement, das es ihm ermöglicht, sich mit dem Begehren des Anderen zu arrangieren, nicht erschöpfend wiederholt werden kann –, deshalb erlebt er von Zeit zu Zeit, gewiss auf eine mehr oder weniger überborgende Art und Weise, wie der Angstaffekt wieder auftaucht.
Nur von hier aus, indem Sie rückwärtsgehen, können Sie begreifen, dass die phobische Geschichte einen ersten Schritt markiert, in diesem Versuch, der genau der neurotische Modus ist, das Problem des Begehrens des Anderen zu lösen, einen erster Schritt, wie gesagt, in der Art und Weise, wie dies gelöst werden kann. Dies ist, wie jeder weiß, ein Schritt, der natürlich weit davon entfernt ist, zu dieser relativen Lösung der Angstbeziehung zu gelangen. Ganz im Gegenteil wird diese Angst nur auf eine äußerst prekäre Art und Weise bewältigt, und dies, wie Sie wissen, durch Vermittlung des Objekts <der Phobie>, dessen Mehrdeutigkeit zwischen der Funktion klein a und der Funktion klein φ uns bereits hinreichend verdeutlicht wurde. Der gemeinsame Faktor, den das klein φ in jedem klein a des Begehrens darstellt, wird hier gewissermaßen extrahiert und offengelegt. Darauf werde ich beim nächsten Mal den Akzent setzen, indem ich von der Phobie ausgehe, um |{23} zu präzisieren, worin genau diese Funktion des Phallus besteht.
Was sehen Sie heute, alles in allem? Sie sehen, dass sich die Lösung, die wir für das Problem der Beziehung des Subjekts zum Begehren erkennen, ihrer radikalen Grundlage nach letztlich so darstellt ; da es um den Anspruch geht und da es darum geht, das Begehren zu definieren, nun ja, sagen wir es grob: Das Subjekt beansprucht den Phallus und der Phallus begehrt. So einfach ist das. Zumindest muss man davon als radikaler Formel ausgehen, um effektiv zu sehen, was sich in der Erfahrung tatsächlich um dieses Verhältnis des Subjekts zum Phallus herum modelliert und moduliert, insofern es, wie Sie sehen, im Wesentlichen identifikatorischer Natur ist, und dass es, wenn es etwas gibt, das tatsächlich das Auftauchen von Angst hervorrufen kann, verbunden mit der Furcht vor einem Verlust, dass es dann der Phallus ist.
Warum nicht das Begehren? Es gibt keine Furcht vor Aphanisis. Es gibt die Furcht, den Phallus zu verlieren, da nur der Phallus dem Begehren sein eigenes Feld geben kann.
Aber jetzt möge man uns auch nichts mehr von Abwehr gegen die Angst erzählen. Man wehrt nicht die Angst ab, genauso wenig wie es Furcht vor Aphanisis gibt. Die Angst bildet die Grundlage der Abwehrmechanismen, man wehrt jedoch nicht die Angst ab.
Natürlich, |{24} wenn ich Ihnen sage, dass ich dem Thema der Angst ein ganzes Jahr widmen werde, dann heißt das nicht, dass ich behaupte, ich hätte es Ihnen heute umfassend dargestellt und dass es kein Problem aufwirft.
Wenn die Angst – wir sind immer noch auf der Ebene, die Ihnen fast karikaturhaft mein kleiner Apolog definiert hat –, wenn die Angst zu einem Zeichen werden kann, dann natürlich deshalb, weil sie, in ein Zeichen transformiert, vielleicht nicht mehr ganz dasselbe ist wie dort, wo ich versucht habe, sie Ihnen zunächst in ihrem wesentlichen Punkt darzustellen. Es gibt auch ein Simulacrum der Angst. Auf dieser Ebene kann man natürlich versucht sein, ihre Ausmaße zu minimieren, zumal ja spürbar ist, dass das Subjekt, wenn es sich selbst Zeichen von Angst sendet, dies offenkundig tut, damit es etwas fröhlicher wird. Das ist jedoch nicht der Punkt, von dem wir ausgehen können, um die Funktion der Angst zu definieren.
Und schließlich, um massive Dinge zu sagen (wie ich mir einzig heute vorgenommen habe): Wenn wir uns dem Gedanken öffnen, dass wir – wenn Freud uns gesagt hat, dass die Angst ein Signal ist, das auf der Ebene des Ichs (moi) auftritt –, dass wir dennoch wissen müssen, für wen es ein Signal ist, nicht etwa für das Ich, denn |{25} es ist ja die Ebene des Ichs, auf der es entsteht. Und auch dies habe ich sehr bedauert, dass bei unserer letzten Begegnung niemand auf die Idee kam, diese einfache Bemerkung zu machen.
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Französisch/Deutsch
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{1} Ceux qui pour diverses raisons, personnelles ou pas, se sont distingués par leur absence à cette réunion de la Société qu’on appelle provinciale vont se sentir en proie à un petit aparté, car pour le moment c’est aux autres que je vais m’adresser, pour autant que je suis avec eux en reste, en un reste gentil.
Diejenigen, die sich aus verschiedenen Gründen, persönlicher Art oder nicht, durch Abwesenheit bei diesem Treffen der Gesellschaft, das provinzial genannt wird, ausgezeichnet haben, werden sich einem kurzen Beiseitesprechen ausgesetzt fühlen, denn im Augenblick sind es die anderen, an die ich mich wende, da ich ihnen noch etwas schulde, etwas Nettes schulde.1
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Peut-être le soupçon leur en est-il venu, car j’ai dit quelque chose à ce petit congrès.
Vielleicht kam ihnen hierzu bereits ein Verdacht, denn auf diesem kleinen Kongress habe ich etwas gesagt.
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Ça a été pour défendre la part qu’ils y ont prise, et cela n’allait pas chez moi, je dois le dire, sans recouvrir quelque insatisfaction à leur endroit.
Das war, um den Beitrag zu verteidigen, den sie dort geleistet haben, und das ging nicht, muss ich sagen, ohne meinerseits eine gewisse Unzufriedenheit ihnen gegenüber zu verdecken.
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Il faut quand même un peu philosopher sur la nature de ce qu’on appelle un congrès.
Man muss wohl ein wenig über die Natur dessen philosophieren, was man einen Kongress nennt.
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C’est en principe une de ces sortes de rencontres où l’on parle, mais où chacun sait que quelque chose qu’il dise il participe de quelque indécence, de sorte qu’il est bien naturel qu’il ne s’y dise que des riens pompeux, chacun restant pour l’ordinaire vissé dans son rôle à garder.
Im Prinzip ist das eine dieser Begegnungen, auf denen geredet wird, wo aber jeder weiß, dass was er auch sagt, etwas Unanständiges hat, insofern es ganz natürlich ist, dass dort nur hochtrabende Nichtigkeiten gesagt werden und jeder für gewöhnlich der Rolle verhaftet bleibt, die er zu wahren hat.
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Ceci n’est pas tout à fait ce qui se passe à ce que nous appelons, plus modestement, nos journées.
Das ist nicht ganz das, was bei dem vor sich geht, was wir, bescheidener, unsere Journées nennen, unsere „Tagung“.2
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Mais depuis quelque temps tout le monde est très modeste.
Aber seit einiger Zeit sind alle sehr bescheiden.
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On appelle ça colloque, rencontre, cela ne change rien |{2} au fond de l’affaire, cela reste toujours des congrès.
Man nennt es jetzt Kolloquium oder Begegnung, das ändert nichts Grundlegendes, es bleiben immer noch Kongresse.
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Il y a la question des rapports.
Dann gibt es die Frage der rapports, der Berichte/Beziehungen.3
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Il me semble que ce terme vaut qu’on s’y arrête parce qu’enfin il est assez drôle, à y regarder de près.
Mir scheint, dass es sich lohnt, auf diesen Ausdruck näher einzugehen, denn bei genauerem Hinsehen ist er ja doch ziemlich seltsam.
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Rapport à quoi, de quoi, rapport entre quoi, voire, rapport contre quoi ? comme on dit: « le petit rapporteur » ?
Rapport zu was, über was, rapport zwischen was, ja rapport gegen was? so wie man sagt: le petit rapporteur, „der kleine Berichterstatter/Spitzel“?
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Est-ce que c’est vraiment bien ça qu’on veut dire ?
Ist das wirklich so gemeint?
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Il faudrait voir.
Das müsste man sehen.
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En tout cas, si le mot rapport est clair quand on dit: „le rapport de monsieur Untel sur la situation financière“, on ne peut tout de même pas dire qu’on soit tout à fait à l’aise pour donner un sens qui doit être analogue à un terme comme rapport sur l’angoisse par exemple.
Jedenfalls, auch wenn das Wort rapport klar ist, wenn man sagt, le rapport de monsieur Untel sur la situation financière, „der Bericht von Herrn Soundso über die Finanzlage“, so können wir doch nicht sagen, dass wir uns ganz wohl dabei fühlen würden, wenn wir einem Ausdruck wie rapport sur l’angoisse, „Bericht über die Angst“, eine Bedeutung gäben, die ähnlich sein soll.
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Avouez que c’est assez curieux qu’on fasse un rapport sur l’angoisse, ou sur la poésie d’ailleurs, ou sur un certain nombre de termes de ce genre.
Sie müssen zugeben, dass es recht merkwürdig ist, wenn man einen rapport sur l’angoisse verfasst oder über Poesie oder über eine Reihe von Ausdrücken dieser Art.
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J’espère tout de même que l’étrangeté de la chose vous apparaît, et spécifique pas seulement des congrès de psychanalystes mais d’un certain nombre d’autres congrès, disons, de philosophes en général.
Ich hoffe immerhin, dass Ihnen die Seltsamkeit der Sache auffällt, die nicht nur für Kongresse von Psychoanalytikern spezifisch ist, sondern auch für eine Reihe von anderen Kongressen, sagen wir, von Philosophen im Allgemeinen.
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Le terme rapport, je dois dire, fait hésiter.
Der Ausdruck rapport, muss ich sagen, lässt einen zögern.
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Aussi bien, dans un temps je n’hésitais pas à appeler moi-même discours ce que je pouvais avoir à dire sur des termes analogues, Discours sur la causalité psychique par exemple.
Außerdem, früher zögerte ich nicht, das, was ich über ähnliche Termini zu sagen haben konnte, discours zu nennen, beispielsweise Discours sur la causalité psychique.4
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Cela fait précieux.
Das macht was her.
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Je suis revenu à rapport comme tout le monde.
Wie alle anderen bin ich zu rapport zurückgekehrt.5
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Tout de même, ce terme et son usage est fait pour vous faire poser la question justement, du degré de |{3} convenance à quoi se mesurent ces rapports étranges à leurs étrangers objets.
Dennoch, dieser Ausdruck und seine Verwendung sollte Sie genau dazu bringen, sich die Frage nach dem Grad der Eignung zu stellen, an dem sich diese seltsamen rapports zu ihren fremdartigen Objekten messen lassen.
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Il est bien certain qu’il y a certaine proportion des dits rapports à un certain type constituant de la question à quoi ils se rapportent : le vide qui est au centre de mon tore par exemple.
Natürlich gibt ein bestimmtes Verhältnis besagter rapports zu einem bestimmten konstituierenden Typ der Frage, auf die sie sich beziehen (à quoi ils se rapportent), etwa die Leere im Zentrum meines Torus.
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Quand il s’agit de l’angoisse ou du désir, c’est fort sensible.
Wenn es sich um die Angst oder um das Begehren handelt, ist das gut spürbar.
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Ce qui nous permettrait de croire, de comprendre, que le meilleur écho du signifiant que nous puissions avoir du terme de rapport – dit scientifique en l’occasion – serait à prendre avec ce qu’on appelle aussi le rapport quand il s’agit du rapport sexuel.
Was uns erlauben würde, zu glauben zu verstehen, dass das beste Echo des Signifikanten, das wir vom Ausdruck rapport haben könnten – bisweilen rapport scientifique genannt –, darin bestünde, ihn mit dem zusammenzubringen, was man ebenfalls rapport nennt, nämlich wenn es um den rapport sexuel geht, um den Geschlechtsverkehr.
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L’un et l’autre ne sont pas sans rapport avec la question dont il s’agit, mais c’est tout juste.
Beide sind nicht ohne rapport zu der Frage, um die es geht, jedoch gerade mal so.
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C’est bien là que nous retrouvons cette dimension du pas sans, en tant que fondatrice du point même où nous nous introduisons dans le désir, et pour autant que l’accès du désir exige que le sujet ne soit pas sans l’avoir… l’avoir : quoi ?
Hier finden wir die Dimension des nicht ohne wieder, als Grundlage genau für den Punkt, an dem wir uns in das Begehren einführen, und insofern der Zugang zum Begehren eben dies erfordert: das Subjekt ist nicht ohne es zu haben – was zu haben?6
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C’est là qu’est toute la question.
Genau das ist die Frage.
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Autrement dit, que l’accès au désir réside dans un fait, dans ce fait que la convoitise de l’être dit humain ait à se déprimer inauguralement, pour se restaurer sur les échelons d’une puissance dont c’est la question de savoir la puissance de qui, voire la puissance de quoi elle est, mais surtout, cette puissance, vers quoi elle s’évertue.
Anders gesagt, dass der Zugang zum Begehren auf einer Tatsache beruht, nämlich darauf, dass die Begehrlichkeit des menschlich genannten Wesens anfangs niedergehalten werden muss, um dann auf den Stufen einer Macht wiederhergestellt zu werden, wobei die Frage die ist, die Macht von wem, vielmehr die Macht von was, vor allem aber, wonach sie strebt.
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Or ce vers quoi elle s’évertue visiblement, sensiblement à travers toutes |{4} les métamorphoses du désir humain, il semble que c’est vers quelque chose toujours plus sensible, plus précisé, qui s’appréhende pour nous comme ce trou central, cette chose dont il faut faire toujours plus le tour pour qu’il s’agisse de ce désir que nous connaissons, ce désir humain en tant qu’il est de plus en plus informé.
Nun, das, was sie sichtbar und spürbar anstrebt, durch sämtliche Wandlungen des menschlichen Begehrens hindurch, scheint etwas zu sein, das immer spürbarer wird, immer genauer erkennbar, und das sich für uns als das zentrale Loch darstellt, etwas, um das man immer noch eine weitere Runde drehen muss, damit es sich um das Begehren handelt, das wir kennen, dieses menschliche Begehren, insofern es immer mehr Gestalt annimmt.
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Voilà ce qui fait, donc jusqu’à un certain point légitime, que leur rapport, du rapport sur l’angoisse en particulier de l’autre jour, ne puisse accéder à la question que de n’être pas sans rapport avec la question.
Das ist also das, was es in gewissem Maße rechtfertigt, dass ihr rapport, insbesondere beim rapport sur l’angoisse / Vortrag über die Angst von neulich, zur Frage nur dann einen Zugang haben kann, wenn er nicht ohne rapport zur Frage ist.
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Cela ne veut tout de même pas dire que le sans, si je puis dire, doive trop prendre le pas sur le pas, autrement dit, qu’on croie un petit peu trop aisément répondre au vide constitutif du centre d’un sujet, par trop de dénuement dans les moyens de son abord.
Das soll jedoch nicht heißen, dass, wenn ich so sagen darf, das ohne das nicht in den Hintergrund drängen darf (prendre le pas sur le „pas“), anders gesagt, dass man ein wenig zu leicht glaubt, auf die konstitutive Leere des Zentrums eines Subjekts antworten zu können, mit allzu bescheidenen Mitteln des Zugangs.
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Et ici vous me permettrez d’évoquer le mythe de la Vierge folle qui, dans la tradition judéo-chrétienne, répond si joliment à celui de la πενία [penia] de la misère dans Le Banquet de Platon.
Und Sie werden mir hier wohl gestatten, den Mythos von der törichten Jungfrau zu erwähnen, der in der jüdisch-christlichen Tradition so schön auf den der Penia – der Armut – in Platons Symposion antwortet.7
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La πενία [penia] réussit son coup parce qu’elle est aux fêtes de Vénus, mais ce n’est pas forcé : l’imprévoyance que symbolise ladite Vierge folle peut très bien rater son engrossement.8
Der Penia gelingt ihr Anschlag, da sie bei den Feierlichkeiten der Venus ist; das ist jedoch nicht zwingend, mangelnde Voraussicht, symbolisiert von der erwähnten Jungfrau, kann ihre Schwängerung durchaus vereiteln.
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Alors, où est la limite, impardonnable en cette affaire… parce qu’enfin c’est bien de ça qu’il |{5} s’agit : c’est du style de ce qui peut se communiquer, dans un certain mode de communication que nous essayons de définir, celui qui me force à revenir sur l’angoisse ici, non pas histoire de reprendre, ni de faire la leçon à ceux qui en ont parlé, non sans défaillance …limite évidemment cherchée, à partir de laquelle on peut faire reproche aux congrès en général de leurs résultats.
Wo also liegt die Grenze, die in dieser Sache unentschuldbar ist – denn schließlich geht es genau darum: um den Stil dessen, was kommuniziert werden kann, in einem bestimmten Modus der Kommunikation, den wir zu definieren versuchen und der mich zwingt, hier auf die Angst zurückzukommen, nicht deshalb, um jenen, die, nicht frei von Schwächen, darüber gesprochen haben, Vorwürfe zu machen oder eine Lektion zu erteilen –, eine offensichtlich exquisit ausgesuchte Grenze, ausgehend von der man den Kongressen im Allgemeinen ihre Ergebnisse vorwerfen kann.
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Où est-elle à chercher ?
Wo ist sie zu suchen?
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Puisque nous parlons de quelque chose qui nous permet d’en saisir le vide, quand il s’agit par exemple de parler du désir, est-ce que nous allons la chercher dans cette sorte de péché contre le désir, dans je ne sais quel feu de la passion ?
Da wir von etwas sprechen, das es uns gestattet, darin die Leere zu erfassen, wenn es beispielsweise darum geht, über das Begehren zu sprechen, werden wir da die Grenze in dieser Art von Sünde gegen das Begehren suchen, in irgendeinem Feuer der Leidenschaft?
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De la passion de la vérité par exemple, qui est le mode sur lequel nous pourrions très bien épingler par exemple une certaine tenue, un certain style : la tenue universitaire, par exemple ?
In der Leidenschaft für die Wahrheit zum Beispiel, welche der Modus ist, woran wir sehr gut beispielsweise ein bestimmtes Auftreten festmachen könnten, einen bestimmten Stil, zum Beispiel das universitäre Auftreten?
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Cela serait bien trop commode, ça serait bien trop facile.
Das wäre viel zu bequem, das wäre viel zu einfach.
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Je n’irai sûrement pas ici à parodier sur le rugissement fameux du vomissement de l’Éternel devant une tiédeur quelconque : une certaine chaleur aboutit aussi très bien, ça se sait, à la stérilité.
Ich werde hier gewiss nicht das berühmte Geräusch des Erbrechens des Ewigen angesichts irgendeiner Lauheit parodieren – auch eine gewisse Hitze führt bekanntlich sehr wohl zur Unfruchtbarkeit.9
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Et à la vérité, notre morale, une morale qui déjà se tient très bien, la morale chrétienne, dit qu’il n’y a qu’un seul péché : le péché contre l’Esprit.
Und tatsächlich sagt unsere Moral – eine Moral, die sich bereits sehr gut hält, die christliche Moral –, dass es nur eine Sünde gibt, die Sünde wider den Geist.10
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Eh bien, nous, nous dirons qu’il n’y a pas de péché contre le désir, pas plus qu’il |{6} n’y a de crainte de l’aphanisis, au sens où l’entend monsieur Jones.
Nun, wir hingegen möchten sagen, es gibt keine Sünde gegen das Begehren, genau so wenig wie es |Furcht vor Aphanisis gibt, in dem Sinne, wie Herr Jones sie versteht.11
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Nous ne pouvons dire qu’en aucun cas nous puissions nous reprocher de ne pas assez bien désirer.
Wir können nur sagen, dass wir uns in keinem Fall vorwerfen können, nicht genug zu begehren.
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Il n’y a qu’une chose, et ça nous n’y pouvons rien, il n’y a qu’une chose à redouter, c’est cette obtusion à reconnaître la courbe propre de la démarche de cet être infiniment plat dont je vous démontre la propulsion nécessaire sur cet objet fermé que j’appelle ici le tore, qui n’est à vrai dire que la forme la plus innocente que ladite courbure puisse prendre, puisque dans telle autre forme, qui n’est pas moins possible ni moins répandue, il est dans la structure même de ces formes, où je vous ai un peu introduits la dernière fois, que le sujet se déplaçant se retrouve avec sa gauche placée à droite, et ceci sans savoir comment ça a pu arriver, comment ça s’est fait.
Es gibt nur eine Sache, und daran können wir nichts ändern, es gibt nur eine Sache, die zu fürchten ist, nämlich die Beschränktheit, die eigentümliche Kurve der Bewegung dieses unendlich flachen Wesens zu erkennen, dessen notwendige Fortbewegungsweise ich Ihnen auf diesem geschlossenen Objekt zeige, das ich hier den Torus nenne, wobei es sich tatsächlich nur um die harmloseste Form handelt, die besagte Kurve annehmen kann, denn in einer anderen Form, die nicht weniger möglich und nicht weniger verbreitet ist, liegt es in der Struktur der Formen selbst, in die ich Sie beim letzten Mal ein wenig eingeführt habe, dass das Subjekt, wenn es sich fortbewegt, sich mit seiner linken Seite rechts platziert wiederfindet, und dies, ohne zu wissen, wie das passieren konnte, wie es dazu kam.12
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Ceci, à cet endroit, tous ceux qui ici m’écoutent n’ont rien, à cet endroit de privilégié ; jusqu’à un certain point je dirai que moi non plus : ça peut m’arriver comme aux autres.
In dieser Hinsicht haben an diesem Ort all diejenigen, die mir hier zuhören, keine Sonderstellung; bis zu einem gewissen Punkt möchte ich sagen, auch ich nicht, es kann mir genauso passieren wie den anderen.
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La seule différence entre eux et moi jusqu’à présent, il me semble, ne résidait que dans le travail que j’y mets, pour autant que j’en donne un petit peu plus qu’eux.
Der einzige Unterschied zwischen ihnen und mir bestand bisher, so scheint mir, lediglich in der Arbeit, die ich investiere, insofern ich ein klein wenig mehr aufwende als sie.
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Je puis dire que dans un certain nombre de choses qui ont été avancées, sur un sujet que sans doute je n’ai point abordé : l’angoisse… ce n’est pas cela qui |{7} me décide à vous annoncer que ce sera le sujet de mon séminaire de l’année prochaine, si tant est que le siècle nous permette qu’il y en ait un …sur ce sujet de l’angoisse j’ai entendu bien des choses étranges, des choses aventurées, pas toutes erronées et que je n’aurai pas à reprendre, m’adressant nommément à tel ou tel, une par une.
Ich darf wohl sagen, bei einer Reihe von Dingen, die über ein Thema vorgebracht wurden, das ich sicherlich noch nicht angesprochen habe, über die Angst (es ist nicht das, was mich veranlasst, Ihnen anzukündigen, dass dies das Thema meines Seminars im nächsten Jahr sein wird, sofern die Zeit, in der wir leben, es uns erlaubt, dass es eines geben wird), zum Thema der Angst habe ich viele seltsame Dinge gehört, abenteuerliche Dinge, nicht alle falsch, und die ich nicht im Einzelnen aufgreifen muss, indem ich mich namentlich an diesen oder jenen wende.13
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Il me semble néanmoins que ce qui s’est révélé là comme une certaine défaillance était bien celle d’un centre, et pas du tout de nature à recouvrir ce que j’appelle le vide du centre.
Mir scheint jedoch, dass das, was sich dort als ein gewisser Mangel erwies, eben der eines Zentrums war, und keineswegs geeignet, das abzudecken, was ich die Leere des Zentrums nenne.
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Tout de même, quelques propos de mon dernier séminaire eussent dû, sur les points les plus vifs, vous mettre en garde, et c’est pour ça qu’il me paraît aussi légitime d’aborder la question sous ce biais aujourd’hui, puisque ceci s’enchaîne exactement au discours d’il y a huit jours.
Dennoch, was die entscheidenden Punkte angeht, so hätten Ihnen einige Bemerkungen in meiner letzten Seminarsitzung als Warnung dienen müssen, und deshalb scheint es mir auch legitim, die Frage heute unter diesem Gesichtspunkt anzugehen, da dies an den Vortrag von vor acht Tagen genau anschließt.
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Ce n’est tout de même pas pour rien que j’y ai mis l’accent, rappelé la distance qui sépare, dans nos coordonnées fondamentales – celles où doivent s’insérer nos théorèmes sur l’identification cette année –, sur la distance qui sépare l’Autre de la Chose, ni non plus qu’en propres termes j’ai cru devoir vous pointer le rapport de l’angoisse au désir de l’Autre.
Nicht ohne Grund hatte ich hierauf den Akzent gesetzt und an den Abstand erinnert, der in unseren grundlegenden Koordinaten – jenen, in die sich in diesem Jahr unsere Theoreme über die Identifizierung einfügen müssen –, an den Abstand, der den Anderen vom Ding trennt, und nicht grundlos habe ich geglaubt, Ihnen die Beziehung der Angst zum Begehren des Anderen mit eigenen Worten aufzeigen zu müssen.14
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Faute vraiment de partir de là, de s’accrocher à ça comme à une sorte de poignée ferme, et pour n’avoir fait que tourner autour par je ne sais quelle pudeur… car vraiment à certains moments, je dirais |{8} presque tout le temps, et jusque dans ces rapports dont j’ai parlé, pour je ne sais quoi, qui tient de cette sorte de manque qui n’est pas le bon, jusque dans ces rapports, quand même vous pouvez connoter en marge ce je ne sais quoi, qui était toujours la convergence, s’imposant avec une espèce d’orientation d’aiguille de boussole, que seul le terme qui pouvait donner une unité à cette sorte de mouvement d’oscillation autour de quoi la question tremblait, c’était ce terme : le rapport de l’angoisse au désir de l’Autre.
Weil man nämlich nicht von da ausgegangen ist und sich daran nicht, wie an einer Art festem Griff, festgehalten hat, sondern vielmehr darum herumgeschlichen ist, aufgrund irgendeiner Art von Scham; denn wirklich, in bestimmten Momenten, ich möchte sagen, fast die ganze Zeit über und bis in diese rapports hinein, von denen ich gesprochen habe, aus irgendeinem Grund, der mit dieser Art Mangel zusammenhängt, der nicht der richtige ist --; bis in diese rapports hinein also können Sie am Rande immerhin dieses Etwas konnotieren, nämlich die Konvergenz, die sich beständig aufdrängte, gewissermaßen wie die Ausrichtung einer Kompassnadel, dass nämlich der einzige Ausdruck, der dieser Art von Oszillationsbewegung, um die herum die Frage zitterte, eine Einheit geben konnte, dieser war: die Beziehung der Angst zum Begehren des Anderen.15
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Et c’est ceci que je voudrais… parce qu’il serait faux, vain, mais non sans risque, de ne pas ici marquer quelque chose au passage qui puisse être comme un germe là, pour en pêcher tout ce qui s’est dit, sans doute d’intéressant, au fur et à mesure des heures de cette petite réunion où des choses de plus en plus accentuées arrivaient à s’énoncer.
Und eben das möchte ich --; denn es wäre falsch, vergeblich, jedoch nicht ohne Risiko, hier im Vorübergehen nicht etwas anzumerken, das als Keim dienen könnte, um all das herauszufischen, was während dieser kleinen Zusammenkunft, bei der zunehmend markantere Dinge geäußert wurden, an sicherlich Interessantem gesagt wurde.
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Pour que ceci ne se dissipe pas, pour que ceci se raccorde à notre travail, permettez-moi d’essayer ici très massivement, comme en marge et presque en avance, mais non aussi sans une pertinence de points exacts, au point où nous étions arrivés, de ponctuer un certain nombre de repères premiers.
Damit sich das nicht verflüchtigt, damit es an unsere Arbeit anschließt, gestatten Sie mir, hier ganz massiv zu versuchen – wie am Rande und fast schon im Voraus, aber auch nicht ohne Relevanz für bestimmte Punkte, bei denen wir schon angelangt waren –, einige erste Orientierungen herauszustellen.
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C’est là référence qui ne devrait à aucun moment vous faire défaut :
Hier ein Bezug, der Ihnen in keinem Moment fehlen sollte:
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Si le fait que la jouissance, en tant que jouissance de la Chose, est interdite en son accès |{9} fondamental, si c’est là ce que je vous ai dit pendant toute l’année du séminaire sur l’éthique, si c’est dans cette suspension, dans le fait qu’elle est, cette jouissance, aufgehoben, suspendue, proprement que gît le plan d’appui où va se constituer comme tel et se soutenir le désir – ça c’est vraiment l’approximation la plus lointaine de tout ce que tout le monde peut dire –, vous ne voyez pas que nous pouvons formuler que l’Autre, cet Autre en tant qu’à la fois il se pose être et qu’il n’est pas, qu’il est à être, l’Autre ici, quand nous nous avançons vers le désir, nous voyons bien qu’en tant que son support c’est le signifiant pur, le signifiant de la loi, que l’Autre se présente ici comme métaphore de cette interdiction.
Wenn die Tatsache, dass das Genießen, als Genießen des Dings, in seinem grundlegenden Zugang verboten ist, wenn es eben das ist, was ich Ihnen im Seminar über die Ethik das ganze Jahr über gesagt habe, wenn es diese Aufhebung ist, die Tatsache, dass dieses Genießen im eigentlichen Sinne aufgehoben* ist, woraus die tragende Ebene besteht, auf der sich das Begehren als solches konstituieren und aufrechterhalten wird (das ist wirklich die entfernteste Annäherung an all das, was jeder sagen kann), sehen Sie dann nicht, dass wir formulieren können, dass der Andere – dieser Andere, insofern er sich zugleich zu sein setzt und er nicht ist, insofern er zu sein ist, der Andere hier –, dass wir, wenn wir uns auf das Begehren zubewegen, genau sehen, dass er, insofern seine Stütze der reine Signifikant ist, der Signifikant des Gesetzes, dass der Andere sich hier als Metapher dieses Verbots darstellt.16
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Dire que l’Autre c’est la loi ou que c’est la jouissance en tant qu’interdite, c’est la même chose.
Zu sagen, dass der Andere das Gesetz ist oder dass er das Genießen als verbotenes ist, ist das Gleiche.
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Alors, alerte à celui, qui n’est pas là d’ailleurs aujourd’hui, qui, de l’angoisse, a fait le support et le signe et le spasme, de la jouissance d’un soi identifié, identifié exactement comme s’il n’était pas mon élève, avec ce fonds ineffable de la pulsion comme du cœur, du centre de l’être, justement où il n’y a rien !
Also, eine Warnung an denjenigen, der heute übrigens nicht da ist und der aus der Angst den Träger und das Zeichen und den Spasmus des Genießens eines identifizierten Selbst gemacht hat, exakt identifiziert (als ob er nicht mein Schüler wäre) mit diesem unsagbaren tiefen Grund des Triebs als dem Kern, dem Zentrum des Seins – genau da, wo es nichts gibt.
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Or tout ce que je vous enseigne sur la pulsion, c’est justement qu’elle ne se confond pas avec ce soi mythique, qu’elle n’a rien à faire avec ce qu’on en fait dans une perspective jungienne.
Nun, alles, was ich Sie über den Trieb lehre, ist eben dies, dass er nicht mit diesem mythischen Selbst zu verwechseln ist, dass er nichts mit dem zu tun hat, was man aus einer jungianischen Perspektive daraus macht.
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Évidemment, il n’est pas commun de dire que |{10} l’angoisse est la jouissance de ce qu’on pourrait appeler le dernier fonds de son propre inconscient, c’est à cela que tenait ce discours.
Sicherlich ist es nicht üblich zu sagen, dass die Angst das Genießen dessen ist, was man den tiefsten Grund des eigenen Unbewussten nennen könnte; darauf lief dieser Vortrag hinaus.
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Ce n’est pas commun, et ce n’est pas parce que ce n’est pas commun que c’est vrai.
Das ist nicht üblich, und weil es nicht üblich ist, muss es noch lange nicht wahr sein.
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C’est un extrême auquel on peut être amené quand on est dans une certaine erreur qui repose toute entière sur l’élision de ce rapport de l’Autre à la Chose en tant qu’antinomique.
Das ist ein Extrem, zu dem man gelangen kann, wenn man in einem bestimmten Irrtum befangen ist, der ganz und gar auf der Elision dieses rapport beruht, der Beziehung des Anderen zum Ding, insofern sie antinomisch ist.
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L’Autre est à être, il n’est donc pas.
Der Andere ist zu sein, er ist also nicht.
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Il a tout de même quelque réalité, sans cela je ne pourrais même pas le définir comme le lieu où se déploie la chaîne signifiante.
Er hat dennoch eine gewisse Realität, andernfalls könnte ich ihn nicht einmal als Ort definieren, an dem sich die Signifikantenkette entfaltet.
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Le seul Autre réel – puisqu’il n’y a nul Autre de l’Autre, rien qui garantisse la vérité de la loi – le seul Autre réel étant ce dont on pourrait jouir sans la loi.
Denn der einzige reale Andere – denn es gibt keinen Anderen des Anderen, nichts, was die Wahrheit des Gesetzes garantieren könnte –, der einzige reale Andere ist das, was man ohne das Gesetz genießen könnte.
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Cette virtualité définit l’Autre comme lieu : la Chose en somme, élidée, réduite à son lieu, voilà l’Autre avec un grand A.
Diese Virtualität definiert den Anderen als Ort: letztlich das Ding, elidiert und auf seinen Ort reduziert, das ist der Andere mit großem A.
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Et je vais tout de suite très vite sur ce que j’ai à dire à propos de l’angoisse.
Und jetzt komme ich sofort sehr schnell zu dem, was ich über die Angst zu sagen habe.
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Cela passe, vous ai-je annoncé, par le désir de l’Autre.
Das läuft, wie ich Ihnen bereits angekündigt habe, über das Begehren des Anderen.
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Alors, c’est là que nous en sommes, avec notre tore, c’est là que nous avons à le définir, pas à pas.
Das ist der Punkt, an dem wir mit unserem Torus sind, hier müssen wir ihn definieren, Schritt für Schritt.
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C’est là que je ferai un premier parcours, un peu trop vite… ça n’est jamais mauvais, puisqu’on peut revenir en arrière.
Hier werde ich einen ersten Durchlauf machen, ein wenig zu schnell – das ist nie verkehrt, man kann ja wieder zurückgehen.
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Première approche : allons-nous dire que ce rapport que j’articule en disant que le désir de l’homme c’est le désir de l’Autre… ce qui bien sûr entend dire |{11} quelque chose, mais maintenant ce qui est en question, ce que déjà ça introduit, c’est qu’évidemment je dis tout autre chose que de dire que le désir x du sujet ego est le rapport au désir de l’Autre ; qu’il serait, par rapport au désir de l’Autre, dans un rapport de Beschränkung, de limitation, viendrait à se configurer dans un simple champ d’espace, vital ou non, conçu comme homogène, viendrait se limiter par leur heurt.
Erste Annäherung: Wollen wir sagen, dass die Beziehung (rapport), die ich artikuliere, wenn ich sage, dass das Begehren des Menschen das Begehren des Anderen ist --; was natürlich etwas bedeutet, aber worum es nun geht und was damit bereits eingeführt wird, ist, dass ich damit natürlich etwas ganz anderes sage als zu behaupten, dass das Begehren x des Ich -Subjekts (du sujet ego) die Beziehung zum Begehren des Anderen in der Weise ist, dass es in Beziehung zum Begehren des Anderen in einer Beziehung der Beschränkung* wäre, dass es sich in einem einfachen, als homogen aufgefassten räumlichen Feld einrichten würde, ob nun ein Lebensraum oder nicht, und dass es durch ihr Aufeinanderstoßen begrenzt wäre.
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Image fondamentale de toutes sortes de pensées quand on spécule sur les effets d’une conjonction psychosociologique.
Ein grundlegendes Bild für alle möglichen Überlegungen, wenn man über die Auswirkungen einer psychosoziologischen Konstellation spekuliert.17
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Le rapport du désir du sujet… du sujet au désir de l’Autre n’a rien à faire avec quoi que ce soit d’intuitivement supportable de ce registre.
Die Beziehung des Begehrens des Subjekts, des Subjekts zum Begehren des Anderen, hat nichts mit irgendetwas zu tun, das in diesem Register intuitiv gestützt werden könnte.
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Un premier pas serait d’avancer que si mesure veut dire mesure de grandeur, il n’y a point entre eux de commune mesure.
Ein erster Schritt wäre die Feststellung, dass es – wenn mit Maß ein Größenmaß gemeint ist – zwischen ihnen kein gemeinsames Maß gibt.
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Et rien qu’à dire ça, nous rejoignons l’expérience.
Und schon allein wenn wir das sagen, schließen wir an die Erfahrung an.
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Qui a jamais trouvé une commune mesure entre son désir et quiconque à qui il a affaire comme désir ?
Wer hat je ein gemeinsames Maß gefunden zwischen seinem Begehren und jemandem, mit dem er es als Begehren zu tun hat?
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Si on ne met pas ça d’abord dans toute science de l’expérience – quand on a le titre de Hegel, le vrai titre de la Phénoménologie de l’Esprit –, on peut tout se permettre, y compris les prêcheries délirantes sur les bienfaits de la génitalité !
Wenn man das nicht in jeglicher Wissenschaft der Erfahrung an die erste Stelle setzt – wenn man den Titel von Hegel hat, den wahren Titel der Phänomenologie des Geistes –, kann man sich alles erlauben, einschließlich der wahnhaften Predigten über die Wohltaten der Genitalität.18
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C’est ça et rien d’autre que veut dire mon introduction du symbole : c’est quelque chose destiné à vous suggérer que (
x
), le produit |{12} de mon désir par le désir de l’Autre, ça ne donne, et ça ne peut donner, qu’un manque : –1, le défaut du sujet en ce point précis.
Dies und nichts anderes bedeutet meine Einführung des Symbols , es soll Ihnen zu verstehen geben, dass (
mal
), das Produkt aus meinem Begehren und dem Begehren des Anderen, nur einen Mangel ergibt und nur ergeben kann: –1, das Fehlen des Subjekts an genau diesem Punkt.
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Résultat : le produit d’un désir par l’autre ne peut être que ce manque, et c’est de là qu’il faut partir pour tenir quelque chose.
Ergebnis: Das Produkt aus dem einen Begehren und dem anderen Begehren kann nur dieser Mangel sein, und davon muss man ausgehen, um etwas festzuhalten.
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Ceci veut dire qu’il ne peut y avoir aucun accord, aucun contrat sur le plan du désir, que ce dont il s’agit dans cette identification du désir de l’homme au désir de l’Autre, c’est ceci, que je vous montrerai dans un jeu manifeste : en faisant jouer pour vous les marionnettes du fantasme en tant qu’elles sont le support, le seul support possible de ce qui peut être, au sens propre, une réalisation du désir.
Das heißt, dass es auf der Ebene des Begehrens keine Übereinkunft geben kann, keinen Vertrag, dass es bei der Identifizierung des Begehrens des Menschen mit dem Begehren des Anderen um das geht, was ich Ihnen in einem augenfälligen Spiel zeigen möchte, indem ich für Sie die Marionetten des Phantasmas spielen lasse, da sie der Träger, der einzig mögliche Träger dessen sind, was im strengen Sinne eine Wunscherfüllung / eine Realisierung des Begehrens sein kann.19
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Eh bien, quand nous en serons arrivés là… vous pouvez quand même déjà [le] voir indiqué dans mille références : les références à Sade, pour prendre les plus proches; le fantasme un enfant est battu, pour prendre un des biais premiers avec lesquels j’ai commencé à introduire ce jeu …ce que je montrerai, c’est que la réalisation du désir signifie, dans l’acte même de cette réalisation, ne peut signifier qu’être l’instrument, que servir le désir de l’Autre, qui n’est pas l’objet que vous avez en face dans l’acte, mais un autre qui est derrière.
Also gut, wenn wir hier angelangt sind – Sie können jedoch bereits in tausend Bezügen Hinweise darauf finden: in den Bezügen auf Sade, um die nächstliegenden zu nehmen; im Phantasma Ein Kind wird geschlagen, um einen der ersten Zugänge zu nehmen, mit denen ich begonnen habe, dieses Spiel einzuführen –, dann werde ich zeigen, dass die Realisierung des Begehrens, genau im Akt dieser Realisierung, bedeutet und nur bedeuten kann, das Werkzeug zu sein, dem Begehren des Anderen zu dienen, der nicht das Objekt ist, das Sie im Akt vor sich haben, sondern ein anderes, das dahinter ist.20
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Il s’agit là du terme possible dans la réalisation du fantasme.
Es geht hier um den möglichen Endpunkt in der Realisierung des Phantasmas.
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Ce n’est qu’un terme possible, et avant de vous |{13} être fait vous-mêmes l’instrument de cet Autre situé dans un hyperespace, vous avez bel et bien affaire à des désirs, à des désirs réels.
Es ist nur ein möglicher Endpunkt, und bevor Sie sich selbst zum Werkzeug dieses Anderen gemacht haben, der in einem Hyperraum verortet ist, haben Sie sehr wohl mit Begierden zu tun, mit realen Begierden.21
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Le désir existe, est constitué, se promène à travers le monde, et il exerce ses ravages avant toute tentative de vos imaginations, érotiques ou pas, pour le réaliser, et même, il n’est pas exclu que vous le rencontriez comme tel, le désir de l’Autre, de l’Autre réel tel que je l’ai défini tout à l’heure.
Das Begehren existiert, es ist konstituiert, es durchstreift die Welt, und richtet seine Verheerungen an, noch vor jedem Versuch Ihrer Imaginationen, ob nun erotisch oder nicht, sie zu realisieren, und es ist nicht einmal ausgeschlossen, dass Sie ihm als solchem begegnen, dem Begehren des Anderen, des realen Anderen, wie ich ihn soeben definiert habe.
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C’est en ce point que naît l’angoisse.
An diesem Punkt entsteht die Angst.
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L’angoisse, c’est bête comme chou.
Die Angst – das ist total simpel.
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C’est incroyable qu’à aucun moment je n’aie vu même l’ébauche de ceci, qui semblait à certains moments comme on dit, être un jeu de cache-tampon, qui est tellement simple.
Es ist unglaublich, dass ich <auf den Provinzialtagen über die Angst> in keinem Moment auch nur den Ansatz davon gesehen habe, was in bestimmten Momenten wie man sagt, wie ein Heiß-kalt-Spiel wirkte, das doch so einfach ist.
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On a été chercher l’angoisse, et plus exactement ce qui est plus originel que l’angoisse : la préangoisse, l’angoisse traumatique.
Man machte sich auf die Suche nach der Angst, genauer nach dem, was ursprünglicher ist als die Angst, nach der Vorangst, nach der traumatischen Angst.
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Personne n’a parlé de cela : l’angoisse c’est la sensation du désir de l’Autre.
Niemand hat über dies gesprochen: Die Angst ist das Empfinden des Begehrens des Anderen.
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Seulement, comme bien entendu, chaque fois que quelqu’un avance une nouvelle formule, je ne sais pas ce qui se passe, les précédentes filent dans le fond de vos poches ou n’en sortent plus.
Nur, wie natürlich jedes Mal, wenn jemand eine neue Formulierung vorbringt – ich weiß nicht, was da vor sich geht, die vorherigen verschwinden in den Tiefen Ihrer Taschen oder kommen nicht mehr zum Vorschein.
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Il faut quand même que j’image ça, je m’excuse, et même grossièrement, pour faire sentir ce que je veux dire, quitte après cela à ce que vous essayiez de vous en servir… et cela peut servir dans tous les endroits où il y a angoisse.
Ich muss das ja wohl durch ein Bild darstellen, entschuldigen Sie bitte, sogar in grober Form, um ein Gefühl für das zu vermitteln, was ich meine, auf die Gefahr hin, dass Sie danach versuchen, es anzuwenden; und überall dort, wo es Angst gibt. lässt es sich anwenden.
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Petit apologue, qui n’est peut-être pas le meil|{14}leur…
Kleiner Apolog, der vielleicht nicht der beste ist.
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La vérité, c’est que je l’ai forgé ce matin, me disant qu’il fallait que j’essaie de me faire comprendre.
Die Wahrheit ist, dass ich mir das heute früh ausgedacht habe, als ich mir sagte, ich müsse versuchen, mich verständlich zu machen.
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D’habitude je me fais comprendre à côté, ce qui n’est pas si mal : cela vous évite de vous tromper à la bonne place !
Für gewöhnlich mache ich mich nebenher verständlich, was gar nicht so schlecht ist, das erspart es Ihnen, sich an der richtigen Stelle zu täuschen.
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Là, je vais essayer de me faire comprendre à la bonne place et vous éviter de faire erreur.
Dieses Mal werde ich versuchen, mich an der richtigen Stelle verständlich zu machen und Ihnen zu ersparen, sich zu irren.
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Supposez-moi dans une enceinte fermée, seul avec une mante religieuse de trois mètres de haut.
Stellen Sie sich vor, ich befinde mich in einem geschlossenen Raum, allein mit einer drei Meter großen Gottesanbeterin.22
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C’est la bonne proportion pour que j’aie la taille dudit mâle.
Das ist die richtige Proportion, damit ich die Größe des entsprechenden Männchens habe.
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En plus, je suis revêtu d’une dépouille à la taille dudit mâle qui a 1m75, à peu près la mienne.
Außerdem bin ich in eine Hülle in der Größe des entsprechenden Männchens gekleidet, die 1 Meter 75 groß ist, ungefähr meine Größe.23
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Je me mire, je mire mon image ainsi affublée, dans l’œil à facettes de ladite mante religieuse.
Ich schaue in den Spiegel, ich betrachte mein so ausstaffiertes Spiegelbild im Facettenauge besagter Gottesanbeterin.
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Est-ce que c’est ça l’angoisse ?
Ist das die Angst?
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C’en est très près.
Das ist dicht dran.
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Pourtant, en vous disant que c’est la sensation du désir de l’Autre, cette définition se manifeste ce qu’elle est, à savoir purement introductive.
Als ich Ihnen jedoch sagte, dass sie die Empfindung des Begehrens des Anderen ist, erweist sich diese Definition als das, was sie ist, nämlich als bloß einführend.
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Il faut évidemment vous référer à ma structure du sujet, c’est-à-dire connaître tout le discours antécédent, pour comprendre que si c’est de l’Autre, avec un grand A, qu’il s’agit, je ne peux pas me contenter de ne pas aller plus loin, pour ne représenter dans l’affaire que cette petite image de moi en mante mâle dans l’œil à facettes de l’autre.
Natürlich müssen Sie sich auf meine Subjektstruktur beziehen, das heißt den gesamten vorhergehenden Diskurs kennen, um zu verstehen, dass ich mich, wenn es um den Anderen geht, mit großem A, nicht damit begnügen kann, nicht weiter zu gehen, und hier nur das kleine Bild von mir als männlicher Gottesanbeterin im Facettenauge der anderen darzustellen.
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Il s’agit à proprement parler de l’appréhension pure du désir de l’Autre comme tel, |{15} si justement je méconnais quoi ? mes insignes, à savoir que moi, je suis affublé de la dépouille du mâle.
Genau genommen handelt es sich um das reine Erfassen des Begehrens des Anderen als solchem, wenn ich eben was verkenne? meine Insignien, also dass ich selbst mit der Hülle des Männchens ausstaffiert bin.
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Je ne sais pas ce que je suis comme objet pour l’Autre.
Ich weiß nicht, was ich als Objekt für den Anderen bin.
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L’angoisse, dit-on, est un affect sans objet, mais ce manque d’objet, il faut savoir où il est : il est de mon côté.
Die Angst, sagt man, ist ein Affekt ohne Objekt; aber bei diesem Objektmangel muss man wissen, wo er ist: er ist auf meiner Seite.
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L’affect d’angoisse est en effet connoté par un défaut d’objet, mais non pas par un défaut de réalité.
Der Angstaffekt ist zwar mit dem Fehlen eines Objekts konnotiert, jedoch nicht mit einem Fehlen von Realität.
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Si je ne me sais plus objet éventuel de ce désir de l’Autre, cet Autre qui est en face de moi, sa figure m’est entièrement mystérieuse, dans la mesure surtout où cette forme comme telle que j’ai devant moi ne peut en effet non plus être constituée pour moi en objet, mais où tout de même je peux sentir un mode de sensations qui font toute la substance de ce qu’on appelle l’angoisse, de cette oppression indicible par où nous arrivons à la dimension même du lieu de l’Autre en tant qu’y peut apparaître le désir.
Wenn ich mich nicht mehr als mögliches Objekt des Begehrens des Anderen weiß, ist für mich dieser Anderen, der mir gegenübersteht, seine Figur, zwar völlig rätselhaft – vor allem insofern, als die Gestalt als solche, die ich vor mir habe, auch nicht mehr als Objekt für mich konstituiert werden kann –, wo ich aber dennoch eine Art von Empfindungen spüren kann, die die ganze Substanz dessen ausmachen, was man Angst nennt, dieses unaussprechliche Engegefühl, durch das wir zur eigentlichen Dimension des Ortes des Anderen gelangen, insofern dort das Begehren erscheinen kann.
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C’est cela l’angoisse.
Das ist die Angst.
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Ce n’est qu’à partir de là que vous pouvez comprendre les divers biais que prend le névrosé pour s’en arranger, de ce rapport avec le désir de l’Autre.
Nur von hier aus können Sie die verschiedenen Zugänge begreifen, die der Neurotiker wählt, um damit zurechtzukommen, mit dieser Beziehung zum Begehren des Anderen..
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Kreis (D + d) auf einem Torus
Alors, au point où nous en sommes, ce désir, je vous l’ai montré la dernière fois comme inclus d’abord nécessairement dans la demande de l’Autre.
Nun, an dem Punkt, an dem wir jetzt sind, habe ich Ihnen beim letzten Mal dieses Begehren als etwas gezeigt, das zunächst notwendigerweise im Anspruch des Anderen enthalten ist.
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Ici d’ailleurs, qu’est-ce que vous retrouvez comme vérité première, si ce n’est le commun de l’expérience quotidienne ?
Was ist hier übrigens die erste Wahrheit, die Sie wiederfinden, wenn nicht das Gewöhnliche der Alltagserfahrung?
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Ce qui est angoissant, presque pour |{16} quiconque, pas seulement pour les petits enfants mais pour les petits enfants que nous sommes tous, c’est, dans quelque demande, ce qui peut bien se cacher de cet x, de cet x impénétrable et angoissant par excellence du qu’est-ce qu’il peut bien à cet endroit vouloir ?
Was beängstigend ist – nahezu für jeden, nicht nur für die kleinen Kinder, sondern für die kleinen Kinder, die wir alle sind –, ist das, was sich in jeglichem Anspruch wohl als dieses x verbergen mag, dieses undurchdringliche und schlechthin beängstigende x des: Was mag er hier gerade nur wollen?
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Ce que la configuration ici demande, vous le voyez bien, c’est un médium entre demande et désir.
Was die Konfiguration hier erfordert, ist, wie Sie sicherlich sehen, einen Mittelbegriff zwischen Anspruch und Begehren.
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Ce médium, il a un nom : ça s’appelle le phallus.
Dieser Mittelbegriff hat einen Namen, er heißt Phallus.
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La fonction phallique, ça n’a absolument pas d’autre sens que d’être ce qui donne la mesure de ce champ à définir, à l’intérieur de la demande, comme le champ du désir.
Die phallische Funktion hat absolut keinen anderen Sinn als den, das Maß für das Feld zu liefern, das, innerhalb des Anspruchs, als Feld des Begehrens zu definieren ist.24
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Et aussi bien si on veut, que tout ce que nous raconte la théorie analytique, la doctrine freudienne, en la matière, consiste justement à nous dire que c’est là en fin de compte que tout s’arrange.
Und ebenso, wenn man so will, dass alles, was die analytische Theorie, die Freud’sche Lehre, uns hierüber erzählt, eben darin besteht, uns zu sagen, dass es letztlich hier ist, wo sich alles fügt.
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Je ne connais pas le désir de l’Autre : angoisse, mais j’en connais l’instrument : le phallus, et qui que je sois, homme ou femme, je suis prié d’en passer par là et de ne pas faire d’histoire : ce qui s’appelle en langage courant, continuer les principes de papa.
Ich kenne das Begehren des Anderen nicht: Angst, ich kenne aber dessen Werkzeug: den Phallus, und was ich nun bin, Mann oder Frau, ich bin aufgefordert, mich darauf einzulassen und keine Geschichten zu machen – was sich in der Umgangssprache so nennt: mit Papas Prinzipien weiterzumachen.
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Et comme chacun sait que depuis quelques temps papa n’a plus de principe, c’est avec cela que commencent tous les malheurs.
Und da jeder weiß, dass Papa seit einiger Zeit kein Prinzip mehr hat, fängt das ganze Unglück damit an.
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Mais tant que papa est là… en tant qu’il est le centre autour duquel s’organise le transfert de ce qui est en cette matière l’unité d’échange, à savoir : , je veux dire l’unité qui s’instaure, qui devient la base et le |{17} principe de tout soutien, de tout fondement, de toute articulation du champ du désir …eh bien, les choses peuvent aller, elles seront exactement tendues entre le me phunai : puisse-t-il ne m’avoir jamais enfanté ! à la limite, et ce qu’on appelle la baraka dans la tradition sémite, et même biblique à proprement parler, à savoir le contraire : ce qui me fait le prolongement vivant, actif, de la loi du père, du père comme origine de tout ce qui va se transmettre comme désir.
Aber solange Papa da ist – da er das Zentrum ist, um das herum sich die Übertragung dessen organisiert, was hierbei die Tauscheinheit ist, nämlich , ich meine die Einheit, die eingeführt wird und zur Grundlage und zum Prinzip jeder Stütze, jeder Grundlage, jeder Artikulation des Feldes des Begehrens wird –, nun, da können die Dinge weitergehen, sie werden sich genau erstrecken zwischen, im Grenzfall, dem [gr.] me phynai: hätte er mich doch nie in die Welt gesetzt!, und dem, was sich in der semitischen Tradition, streng gesagt sogar in der biblischen, die Baraka nennt, also das Gegenteil: das, was mich zur lebendigen aktiven Fortsetzung des Gesetzes des Vaters macht, des Vaters als Ursprung all dessen, was als Begehren weitergegeben wird.25
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L’angoisse de castration donc, vous allez voir ici qu’elle a deux sens et deux niveaux.
Die Kastrationsangst also, Sie werden hier sehen, dass sie zwei Bedeutungen und zwei Ebenen hat.
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Car, si le phallus est cet élément de médiation qui donne au désir son support, eh bien, la femme n’est pas la plus mal partagée dans cette affaire, parce qu’après tout, pour elle c’est tout simple : puisqu’elle ne l’a pas, elle n’a qu’à le désirer, et ma foi, dans les cas les plus heureux, c’est en effet une situation dont elle s’accommode fort bien.
Denn wenn der Phallus das vermittelnde Element ist, das dem Begehren seine Stütze gibt, nun ja, dann ist die Frau hierbei nicht die am schlechtesten Ausgestattete, denn schließlich ist es für sie ganz einfach: da sie ihn nicht hat, hat sie ihn nur zu begehren, und, weiß der Himmel, in den günstigsten Fällen ist das tatsächlich eine Situation, mit der sie sehr gut zurecht kommt.
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Toute la dialectique du complexe de castration, en tant que pour elle, elle introduit l‘œdipe, nous dit Freud, cela ne veut pas dire autre chose.
Die gesamte Dialektik des Kastrationskomplexes, insofern sie bei ihr den Ödipuskomplex einleitet, wie Freud uns sagt, besagt nichts anderes.26
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Grâce à la structure même du désir humain, la voie pour elle nécessite moins de détours, la voie normale, que pour l’homme.
Aufgrund der Struktur des menschlichen Begehrens sind auf ihrem Weg – auf dem normalen Weg – weniger Biegungen nötig als für den Mann.
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Car pour l’homme, pour que son phallus puisse servir à ce fondement du champ du désir, va-t-il falloir qu’il le demande pour l’avoir ?
Denn was den Mann angeht, damit sein Phallus als Grundlage des Feldes des Begehrens dienen kann, wird es da nötig sein, dass er ihn verlangt (demande), um ihn zu haben?
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C’est bien quelque chose comme ça dont il s’agit, au niveau du complexe de castration : |{18} c’est d’un passage transitionnel de ce qui, en lui, est le support naturel, devenu à demi étranger, vacillant, du désir, le passage transitionnel à travers cette habilitation par la loi ; ce en quoi ce morceau, cette livre de chair va devenir le gage, le quelque chose par où il va se désigner à la place où il a à se manifester comme désir, à l’intérieur du cercle de la demande.
Um etwas Derartiges geht es ja auf der Ebene der Kastrationskomplexes, um einen Prozess des Übergangs dessen, was in ihm der natürliche, halb fremd gewordene, unsichere Träger des Begehrens ist, um den Prozess der Übergangs vermittels der Befugnis durch das Gesetz, wodurch dieses Stück Fleisch, dieses Pfund Fleisch, zum Unterpfand wird, zu dem Etwas, durch das es an dem Platz bezeichnet werden wird, an dem es sich, innerhalb des Kreises des Anspruchs, als Begehren zu manifestieren hat.27
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Cette préservation nécessaire du champ de la demande qui „humanise“ par la loi le mode de rapport du désir à son objet, voilà ce dont il s’agit à ce point et ce qui fait que le danger pour le sujet est, non pas – comme on le dit dans toute cette déviation que nous faisons depuis des années, d’essayer de contrarier l’analyse –, que le danger pour le sujet n’est pas d’aucun abandon de la part de l’Autre, mais de son abandon de sujet à la demande.
Diese notwendige Aufrechterhaltung des Feldes des Anspruchs, das, durch das Gesetz, die Art der Beziehung des Begehrens zu seinem Objekt „humanisiert“, darum geht es an diesem Punkt, und dies führt dazu, dass die Gefahr für das Subjekt nicht etwa darin besteht – wie man in dieser ganzen Abweichung sagt, die wir seit Jahren vollziehen, in diesem Versuch, die Analyse zu hintertreiben –, dass die Gefahr für das Subjekt nicht ein Aufgegebenwerden durch den Anderen ist, sondern seine eigene Preisgabe als Subjekt gegenüber dem Anspruch.28
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Car pour autant qu’il vit, qu’il développe la constitution de son rapport au phallus étroitement sur le champ de la demande, c’est là que cette demande n’a, à proprement parler, pas de terme, car le phallus – encore qu’il faille, pour introduire, pour instaurer ce champ du désir, qu’il soit demandé – comme vous le savez, il n’est à proprement parler pas au pouvoir de l’Autre d’en faire le don sur ce plan de la demande.
Denn dadurch, dass es die Konstituierung seiner Beziehung zum Phallus strikt auf dem Felde des Anspruchs entwickelt und lebt, hat dieser Anspruch genau gesagt hier nicht seinen Endpunkt, denn obwohl der Phallus, um das Feld des Begehrens einzuführen und zu etablieren, verlangt werden muss (demandé), liegt es doch, wie Sie wissen, gerade nicht in der Macht des Anderen, ihn auf der Ebene des Anspruchs zum Geschenk zu machen.
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C’est dans la mesure où la thérapeutique n’arrive point à résoudre mieux qu’elle ne l’a fait la terminaison de l’analyse, n’arrive pas à la faire sortir du cercle propre à la demande, qu’elle bute, qu’elle se termine à la fin sur cette forme revendicatoire, cette forme inassouvissable, |{19} unendliche, que Freud dans son dernier article : L’analyse terminée et interminable, désigne : comme angoisse non résolue de la castration chez l’homme, comme Penisneid chez la femme.
In dem Maße, wie es der Therapeutik nicht gelingt, den Abschluss der Analyse besser zu bewältigen als bisher, wie es ihr nicht gelingt, die Analyse aus dem Kreis herauszuführen, der dem Anspruch eigen ist, stößt sie sich, endet sie am Schluss bei dieser einfordernden Form, dieser unersättlichen, unendlichen* Form, die Freud in seinem letzten Artikel, Die endliche und die unendliche Analyse, so bezeichnet: als unaufgelöste Kastrationsangst beim Mann, als Penisneid* bei der Frau.29
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Mais une juste position, une position correcte de la fonction de la demande dans l’efficience analytique et de la façon de la diriger, pourrait peut-être nous permettre, si nous n’avions pas là-dessus tant de retard, un retard déjà suffisamment désigné par le fait que manifestement ce n’est que dans les cas les plus rares que nous arrivons à buter à ce terme marqué par Freud comme point d’arrêt à sa propre expérience…
Jedoch, eine angemessene Position, eine korrekte Position der Funktion des Anspruchs in der Wirksamkeit der Analyse und der Art und Weise, sie auszurichten, könnte es uns vielleicht ermöglichen, <sie zu beenden,> lägen wir hierbei nicht so sehr im Rückstand, ein Rückstand, der bereits hinreichend dadurch bezeichnet wird, dass es uns offensichtlich nur in den seltensten Fällen gelingt, auf diesen Punkt zu stoßen, der von Freud als Haltepunkt seiner eigenen Erfahrung markiert wurde.
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Plût au ciel que nous en arrivions là, même si c’est en impasse !
Gebe der Himmel, dass wir bis dahin kommen, selbst wenn es eine Sackgasse ist!
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Cela prouverait déjà au moins jusqu’où nous pouvons aller, alors que ce dont il s’agit c’est de savoir effectivement si d’aller jusque-là nous mène à une impasse ou si ailleurs on peut passer.
Das würde zumindest beweisen, wie weit wir gehen können, wobei es aber darum geht, tatsächlich zu wissen, ob es uns, wenn wir bis dahin gehen, in eine Sackgasse führt oder ob es anderswo weitergeht.
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Faut-il qu’avant de vous quitter je vous indique quelques-uns de ces petits points qui vous donneront satisfaction, pour vous montrer que nous sommes à la bonne place, en nous référant à quelque chose qui soit dans notre expérience du névrosé ?
Soll ich Ihnen, bevor ich Sie verlasse, einige der kleinen Punkte nennen, die Sie zufriedenstellen werden, da sie Ihnen zeigen, dass wir an der richtigen Stelle sind, indem wir uns auf etwas beziehen, das zu unserer Erfahrung mit dem Neurotiker gehört?
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Qu’est-ce que fait, par exemple, l’hystérique ou la névrose obsessionnelle dans le registre que nous venons d’essayer de construire ?
Was tut zum Beispiel die Hysterikerin oder die Zwangsneurose in dem Register, das wir soeben zu konstruieren versucht haben?
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Qu’est-ce qu’ils font l’un et l’autre en cet endroit du désir de l’Autre comme tel ?
Was tun sie beide an diesem Ort des Begehrens des Anderen als solchem?
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{20} Avant que nous soyons tombés dans leur panneau en les incitant à jouer tout le jeu sur le plan de la demande, à nous imaginer – ce qui n’est pas d’ailleurs une imagination absurde – que nous arriverons à la limite à définir le champ phallique comme l’intersection de deux frustrations, qu’est-ce qu’ils font spontanément ?
Bevor wir ihnen in die Falle gehen, indem wir sie dazu bringen, das ganze Spiel auf der Ebene des Anspruchs auszutragen und uns vorzustellen – was übrigens keine absurde Vorstellung ist –, dass es uns letztlich gelingen wird, das phallische Feld als Überschneidung von zwei Frustrationen zu definieren: Was tun sie spontan?
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L’hystérique, c’est bien simple – l’obsessionnel aussi, mais c’est moins évident –, l’hystérique n’a pas besoin d’avoir assisté à notre séminaire pour savoir que le désir de l’homme est le désir de l’Autre, et que par conséquent l’Autre peut parfaitement, dans cette fonction du désir, elle, l’hystérique, la suppléer.
Die Hysterikerin, das ist recht einfach – der Zwanghafte ebenso, es ist jedoch weniger deutlich –, die Hysterikerin muss nicht unser Seminar besucht haben um zu wissen, dass das Begehren des Menschen das Begehren des Anderen ist und dass folglich der Andere sie, die Hysterikerin, in der Funktion des Begehrens durchaus ersetzen kann.30
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L’hystérique vit son rapport à l’objet en fomentant le désir de l’Autre – avec un grand A – pour cet objet.
Die Hysterikerin lebt ihre Beziehung zum Objekt in der Weise, dass sie das Begehren des Anderen nach diesem Objekt schürt, des Anderen mit großem A.
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Référez-vous au cas Dora.
Beziehen Sie sich auf den Fall Dora.31
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Je pense avoir suffisamment articulé ceci en long et en large pour n’avoir pas besoin même ici de le rappeler.
Ich denke, ich habe das bereits ausführlich genug dargelegt, sodass ich es hier nicht mehr in Erinnerung rufen muss.
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Je fais simplement appel à l’expérience de chacun, et aux opérations dites d’intrigante raffinée que vous pouvez voir se développer dans tout comportement hystérique, qui consiste à sustenter dans son entourage immédiat l’amour d’un tel pour telle autre qui est son amie et véritable objet dernier de son désir : l’ambiguïté restant bien sûr toujours profonde de savoir si la situation ne doit pas être comprise dans le sens inverse.
Ich berufe mich einfach auf die Erfahrung eines jeden und auf die Vorgehensweise der, wie sie genannt wird, „raffinierten Intrigantin“, die Sie in jedem hysterischen Verhalten sich entwickeln sehen können, und die darin besteht, in ihrem unmittelbaren Umfeld die Liebe des einen zu der anderen zu nähren, die ihre Freundin ist und das wahre letzte Objekt ihres Begehrens – wobei die Mehrdeutigkeit natürlich immer grundlegend bleibt, ob die Situation nicht in umgekehrter Richtung verstanden werden muss.32
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Pourquoi ?
Warum?
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C’est ce que bien sûr vous |{21} pourrez, dans la suite de nos propos, voir comme parfaitement calculable du seul fait de la fonction du phallus qui peut toujours ici passer de l’un à l’autre des deux partenaires de l’hystérique.
Das ist das, was Sie natürlich im weiteren Verlauf unserer Ausführungen als etwas sehen können, das vollkommen berechenbar ist, und dies allein aufgrund der Funktion des Phallus, der hier immer von dem einen der beiden Partner der Hysterikerin zum anderen übergehen kann.
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Mais ceci nous y reviendrons en détail.
Darauf werden wir aber noch ausführlich zurückkommen.
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Et qu’est-ce que fait vraiment l’obsessionnel concernant, je parle : directement, son affaire avec le désir de l’Autre ?
Und was macht denn nun der Zwanghafte im Hinblick auf seine Affäre mit dem Begehren des Anderen, ich meine ganz direkt?
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C’est plus astucieux, puisque aussi bien ce champ du désir est constitué par la demande paternelle, en tant que c’est elle qui préserve, qui définit le champ du désir comme tel en l’interdisant.
Das ist raffinierter, denn dieses Feld des Begehrens wird eben durch den väterlichen Anspruch konstituiert, insofern er es ist, der das Feld des Begehrens, indem er es verbietet, als solches bewahrt und definiert.
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Eh bien, qu’il s’en débrouille donc lui-même
Na gut, dann soll er doch selbst damit klarkommen.33
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Celui qui est chargé de soutenir le désir à l’endroit de l’objet dans la névrose obsessionnelle, c’est : le mort !
Derjenige, der in der Zwangsneurose dafür zuständig ist, das Begehren gegenüber dem Objekt aufrechtzuerhalten, ist: der Tote.
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Le sujet a le phallus, il peut même à l’occasion l’exhiber, mais c’est le mort qui est prié de s’en servir.
Das Subjekt hat den Phallus und gelegentlich kann es ihn sogar exhibieren, derjenige aber, der aufgefordert wird, sich seiner zu bedienen, ist der Tote.
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Ce n’est pas pour rien que j’ai pointé dans l’histoire de L’Homme aux rats, l’heure nocturne où, après s’être longuement contemplé en érection dans la glace, il va à la porte d’entrée ouvrir au fantôme de son père, le prier de constater que tout est prêt pour le suprême acte narcissique qu’est pour l’obsessionnel ce désir.
Nicht ohne Grund habe ich in der Geschichte des Rattenmanns die nächtliche Stunde hervorgehoben, in der er, nachdem er sich lange im Zustand der Erektion im Spiegel betrachtet hat, zur Wohnungstür geht, um dem Gespenst seines Vaters zu öffnen, um es zu bitten, festzustellen, dass alles bereit ist für den höchsten narzisstischen Akt, der für den Zwanghaften dieses Begehren ist.34
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À ceci près, ne vous étonnez pas, qu’avec de tels moyens l’angoisse n’affleure que de temps en temps, qu’elle ne soit pas là tout le temps, qu’elle soit même beaucoup plus et beaucoup mieux écartée chez |{22} l’hystérique que chez l’obsessionnel, la complaisance de l’autre étant beaucoup plus grande que celle, quand même, d’un mort qu’il est toujours difficile, quand même, de maintenir présent, si l’on peut dire.
Abgesehen davon, Sie sollten sich nicht wundern, dass bei solchen Mitteln die Angst nur gelegentlich aufflammt, dass sie nicht ständig da ist, dass sie bei der Hysterikerin sogar viel stärker und viel besser als beim Zwanghaften auf Abstand gebracht wird, da das Entgegenkommen des <lebendigen> anderen weit größer ist als, nun ja, die eines Toten, bei dem es ohnehin immer schwierig ist, ihn präsent zu halten, wenn man so sagen darf.
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C’est pourquoi l’obsessionnel, de temps en temps, chaque fois que ne peut pas être répété à satiété tout l’arrangement qui lui permet de s’en arranger, avec le désir de l’Autre, voit ressurgir, bien sûr d’une façon plus ou moins débordante, l’affect d’angoisse.
Deshalb erlebt der Zwanghafte von Zeit zu Zeit – jedes Mal, wenn das gesamte Arrangement, das es ihm ermöglicht, sich mit dem Begehren des Anderen zu arrangieren, nicht erschöpfend wiederholt werden kann –, deshalb erlebt er von Zeit zu Zeit, gewiss auf eine mehr oder weniger überborgende Art und Weise, wie der Angstaffekt wieder auftaucht.
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De là seulement, à retourner en arrière, vous pouvez comprendre que l’histoire phobique marque un premier pas – dans cette tentative qui est proprement le mode névrotique de résoudre le problème du désir de l’Autre –, un premier pas dis-je de la façon dont ceci peut se résoudre.
Nur von hier aus, indem Sie rückwärtsgehen, können Sie begreifen, dass die phobische Geschichte einen ersten Schritt markiert, in diesem Versuch, der genau der neurotische Modus ist, das Problem des Begehrens des Anderen zu lösen, einen erster Schritt, wie gesagt, in der Art und Weise, wie dies gelöst werden kann.
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C’est un pas, comme chacun sait, celui-là, qui est loin bien sûr d’arriver à cette solution relative de la relation d’angoisse.
Dies ist, wie jeder weiß, ein Schritt, der natürlich weit davon entfernt ist, zu dieser relativen Lösung der Angstbeziehung zu gelangen.
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Bien au contraire, ce n’est que d’une façon tout à fait précaire que cette angoisse est maîtrisée, vous le savez, par l’intermédiaire de cet objet dont déjà l’ambiguïté, à lui, nous a déjà été assez soulignée entre la fonction petit a et la fonction petit φ.
Ganz im Gegenteil wird diese Angst nur auf eine äußerst prekäre Art und Weise bewältigt, und dies, wie Sie wissen, durch Vermittlung des Objekts <der Phobie>, dessen Mehrdeutigkeit zwischen der Funktion klein a und der Funktion klein φ uns bereits hinreichend verdeutlicht wurde.
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Le facteur commun que constitue le petit φ dans tout petit a du désir est là en quelque sorte extrait et révélé.
Der gemeinsame Faktor, den das klein φ in jedem klein a des Begehrens darstellt, wird hier gewissermaßen extrahiert und offengelegt.
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C’est ce sur quoi je mettrai l’accent la prochaine fois pour repartir à partir de la phobie, pour |{23} préciser en quoi exactement consiste cette fonction du phallus.
Darauf werde ich beim nächsten Mal den Akzent setzen, indem ich von der Phobie ausgehe, um zu präzisieren, worin genau diese Funktion des Phallus besteht.35
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Aujourd’hui en gros que voyez-vous ?
Was sehen Sie heute, alles in allem?
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C’est qu’en fin de compte la solution que nous apercevons du problème du rapport du sujet au désir, dans son fonds radical se propose ainsi : puisque de demande il s’agit et qu’il s’agit de définir le désir, eh bien disons-le grossièrement : le sujet demande le phallus et le phallus désire.
Sie sehen, dass sich die Lösung, die wir für das Problem der Beziehung des Subjekts zum Begehren erkennen, ihrer radikalen Grundlage nach letztlich so darstellt; da es um den Anspruch geht und da es darum geht, das Begehren zu definieren, nun ja, sagen wir es grob: Das Subjekt beansprucht den Phallus und der Phallus begehrt.
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C’est aussi bête que ça.
So einfach ist das.
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C’est de là tout au moins qu’il faut partir comme formule radicale pour voir effectivement ce qui, en effet, dans l’expérience se modèle, se module autour de ce rapport du sujet au phallus en tant que, vous le voyez, il est essentiellement de nature identificatoire, et que s’il y a quelque chose qui effectivement peut provoquer ce surgissement d’angoisse lié à la crainte d’une perte, c’est le phallus.
Zumindest muss man davon als radikaler Formel ausgehen, um effektiv zu sehen, was sich in der Erfahrung tatsächlich um dieses Verhältnis des Subjekts zum Phallus herum modelliert und moduliert, insofern es, wie Sie sehen, im Wesentlichen identifikatorischer Natur ist, und dass es, wenn es etwas gibt, das tatsächlich das Auftauchen von Angst hervorrufen kann, verbunden mit der Furcht vor einem Verlust, dass es dann der Phallus ist.
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Pourquoi non pas le désir ?
Warum nicht das Begehren?
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Il n’y a pas de crainte de l’aphanisis.
Es gibt keine Furcht vor Aphanisis.
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Il y a la crainte de perdre le phallus, parce que seul le phallus peut donner son champ propre au désir.
Es gibt die Furcht, den Phallus zu verlieren, da nur der Phallus dem Begehren sein eigenes Feld geben kann.
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Mais maintenant, qu’on ne nous parle pas non plus de défense contre l’angoisse.
Aber jetzt möge man uns auch nichts mehr von Abwehr gegen die Angst erzählen.
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On ne se défend pas contre l’angoisse, pas plus qu’il n’y a de crainte de l’aphanisis.
Man wehrt nicht die Angst ab, genauso wenig wie es Furcht vor Aphanisis gibt.
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L’angoisse est au principe des défenses, mais on ne se défend pas contre l’angoisse.
Die Angst bildet die Grundlage der Abwehrmechanismen, man wehrt jedoch nicht die Angst ab.
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Bien sûr, |{24} si je vous dis que je consacrerai toute une année à ce sujet de l’angoisse, c’est vous dire que je ne prétends pas aujourd’hui en avoir fait le tour, que ceci ne pose pas de problème.
Natürlich, wenn ich Ihnen sage, dass ich dem Thema der Angst ein ganzes Jahr widmen werde, dann heißt das nicht, dass ich behaupte, ich hätte es Ihnen heute umfassend dargestellt und dass es kein Problem aufwirft.
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Si l’angoisse – c’est toujours à ce niveau, que vous a défini presque caricaturalement mon petit apologue, que se situe l’angoisse –, si l’angoisse peut devenir un signe, c’est bien sûr que, transformée en signe, elle n’est peut-être pas tout à fait la même chose que là où j’ai essayé de vous la poser d’abord dans son point essentiel.
Wenn die Angst – wir sind immer noch auf der Ebene, die Ihnen fast karikaturhaft mein kleiner Apolog definiert hat –, wenn die Angst zu einem Zeichen werden kann, dann natürlich deshalb, weil sie, in ein Zeichen transformiert, vielleicht nicht mehr ganz dasselbe ist wie dort, wo ich versucht habe, sie Ihnen zunächst in ihrem wesentlichen Punkt darzustellen.36
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Il y a aussi un simulacre de l’angoisse.
Es gibt auch ein Simulacrum der Angst.
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À ce niveau bien sûr on peut être tenté d’en minimiser la portée, pour autant qu’il est vraiment sensible que si le sujet s’envoie à lui-même des signes d’angoisse, c’est manifestement pour que ça soit plus gai.
Auf dieser Ebene kann man natürlich versucht sein, ihre Ausmaße zu minimieren, zumal ja spürbar ist, dass das Subjekt, wenn es sich selbst Zeichen von Angst sendet, dies offenkundig tut, damit es etwas fröhlicher wird.
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Mais c’est tout de même pas de là que nous pouvons partir pour définir la fonction de l’angoisse.
Das ist jedoch nicht der Punkt, von dem wir ausgehen können, um die Funktion der Angst zu definieren.
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Et puis enfin pour dire, comme j’ai prétendu uniquement le faire aujourd’hui, des choses massives : qu’on s’ouvre à cette pensée que si Freud nous a dit que l’angoisse est un signal qui passe au niveau du moi, il faut quand même savoir que c’est un signal pour qui ? pas pour le moi, puisque |{25} c’est au niveau du moi qu’il se produit.
Und schließlich, um massive Dinge zu sagen (wie ich mir einzig heute vorgenommen habe): Wenn wir uns dem Gedanken öffnen, dass wir – wenn Freud uns gesagt hat, dass die Angst ein Signal ist, das auf der Ebene des Ichs (moi) auftritt –, dass wir dennoch wissen müssen, für wen es ein Signal ist, nicht etwa für das Ich, denn es ist ja die Ebene des Ichs, auf der es entsteht.37
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Et ça aussi, j’ai regretté beaucoup que dans notre dernière rencontre, cette simple remarque, personne n’ait songé à la faire.
Und auch dies habe ich sehr bedauert, dass bei unserer letzten Begegnung niemand auf die Idee kam, diese einfache Bemerkung zu machen.
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Anmerkungen
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Treffen der „Gesellschaft“, das „provinzial“ genannt wird: Gemeint sind die Journées provinciales (Provinzialtage) der Société française de psychanalyse in La Salpêtrière vom 31. März und 1. April 1962 zum Thema der Angst (vgl. hier, S. 313).
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unsere „Tagung“: die Journées provinciales der Société française de psychanalyse.
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rapport: Der Ausdruck bedeutet (a) Bericht, Gutachten, (b) Beziehung, Verhältnis.
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Der veröffentlichte Text hat den Titel Propos sur la causalité psychique, vorgetragen am 28. September 1946, zuerst veröffentlicht 1950. Der Titel wurde zuerst mit „Vortrag über die psychische Kausalität“ übersetzt (in: J.L.: Schriften III. Hg. v. N. Haas und H.-J. Metzger. Quadriga, Weinheim 1986, S. 123–171, übersetzt von Hans-Joachim Metzger), dann mit „Äußerungen über die psychische Kausalität“ (in: J.L.: Schriften. Band I. Vollständiger Text. Turia und Kant, Wien 2016, S. 176–227, übersetzt von Hans-Dieter Gondek).
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Möglicherweise bezieht sich Lacan hier auf seinen Aufsatz Remarque sur le rapport de Daniel Lagache „Psychanalyse et structure de la personnalité“. Vortrag von 1958, Endabfassung 1960, zuerst veröffentlicht 1961 (dt. in: J.L.: Schriften. Band II. Vollständiger Text. Übersetzt von Hans-Dieter Gondek. Turia und Kant, Wien 2015, S. 146–190).
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nicht ohne: Vgl. Sitzung vom 14. März 1962, S. {22}.
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Mythos von der törichten Jungfrau: Matthäus 25, 1-13.
Penia: Symposion 203b.
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Roussan hat hier „au fait de Vénus“. Wir folgen an dieser Stelle Hooson in seiner englischen Übersetzung: Penia erscheint bei einem Fest der Götter zur Geburt der Venus.
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Erbrechen des Ewigen:
„Ich kenne deine Taten. Du bist weder kalt noch heiß. Wärest du doch kalt oder heiß! Daher, weil du lau bist, weder heiß noch kalt, will ich dich aus meinem Mund ausspeien.“
(Offenbarung 3, 15-16, Einheitsübersetzung 2016)
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„Darum sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden, aber die Lästerung gegen den Geist wird nicht vergeben werden. Auch wer ein Wort gegen den Menschensohn sagt, dem wird vergeben werden; wer aber etwas gegen den Heiligen Geist sagt, dem wird nicht vergeben, weder in dieser noch in der zukünftigen Welt.“
(Matthäus 12, 31-32, Einheitsübersetzung 2016)
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Vgl. Ernest Jones: The early development of female sexuality. In: International Journal of Psycho-Analysis. Volume VIII (1927), S. 459–472, im Internet hier (dt.: Die erste Entwicklung der weiblichen Sexualität. In: Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 14. Jg. (1928), S. 11-25, im Internet hier)
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sich mit seiner linken Seite rechts platziert wiederfindet: Lacan bezieht sich hier darauf, dass ein Möbiusband nicht „orientierbar“ ist. Wenn man einen Vektor senkrecht zum Band auf das Band stellt und ihn entlang des Bandes bewegt, ist er nach einer Runde wieder am Ausgangspunkt, zeigt jedoch in die entgegengesetzte Richtung – aus „rechts“ wird „links“ (Erklärvideo etwa hier). In der Sitzung vom 16. Mai 1962 wird Lacan auf die Frage der Orientierbarkeit zurückkommen.
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sofern die Zeit, in der wir leben, es uns erlaubt, dass es eines geben wird: Anspielung auf den Algerienkrieg. Am 21. April 1961 hatte es einen (gescheiterten) Putsch der Generäle gegen die von Charles de Gaulle geführte französische Regierung gegeben. Am 8. September 1961 ereignete sich das erste größere Attentat auf de Gaulle (Attentat von Pont-sur-Seine). Am 18. März 1962 war es durch die Verträge von Evian zu einem Waffenstillstand gekommen. Am 22. August 1962, also einige Monate nach dieser Sitzung, sollte es ein weiteres Attentat auf de Gaulle geben (Attentat von Petit-Clamart).
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Abstand, der den Anderen vom Ding trennt: Vgl. Sitzung vom 28. März 1962, S. {14}.
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Beziehung der Angst zum Begehren des Anderen:Vgl. Sitzung vom 28. März 1962, S. {28}.
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der Andere […], insofern er zu sein ist: Der Andere hat erst ins Sein zu kommen, deshalb ist er nicht.
der reine Signifikant: Demnach versteht Lacan unter dem „reinen Signifikanten“ den Signifikanten des Gesetzes.
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Wissenschaft der Erfahrung: Der ursprünglich geplante Titel der Phänomenologie des Geistes ist „Wissenschaft der Erfahrung“.
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Réalisation du désir ist eine der Übersetzungen von Freuds Terminus „Wunscherfüllung“, z.B. in der Übersetzung der Traumdeutung durch Hélène Legros, Gallimard 1925 (im Internet hier). Die neueste Übersetzung der Traumdeutung hat hierfür „l’accomplissement de souhait“ (Übersetzung von Janine Altouian u.a., Terminologie: Jean Laplanche. Presses Universitaires de France, Paris 2010).
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Ein Kind wird geschlagen: Vgl. hierzu Lacans Kommentare in Seminar 4, Die Objektbeziehung, Sitzung vom 16. Januar 1957, und in Seminar 6, Das Begehren und seine Deutung, Sitzung vom 7. Januar 1959.
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Hyperraum: Raum von mehr als drei Dimensionen. Möglicherweise eine Anspielung auf die Kreuzhaube, insofern sie in einen vierdimensionalen Raum „eingebettet“ ist (und in den dreidimensionalen Raum „immergiert“ ist).
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Gottesanbeterin: Auf die Jouissance der Gottesanbeterin hatte sich Lacan bereits in Seminar 8 bezogen, Die Übertragung, Sitzung vom 22. März 1961, Version Miller/Gondek S. 264–270.
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Phallische Funktion: Den Ausdruck phallische Funktion hatte Lacan bereits früher verwendet. Vgl.:
– Seminar 4, Die Objektbeziehung, Sitzung vom 26. Juni 1957 (vgl. Version Miller/Gondek S. 473);
– Seminar 6, Das Begehren und seine Deutung, Sitzungen vom 7. Januar 1959 (Version Miller/Gondek S. 157), vom 4. Februar 1959 (Version Miller/Gondek S. 252) und vom 10. Juni 1959 (Version Miller/Gondek S. 559);
– Seminar 8, Die Übertragung, Sitzung vom 26. April 1961, dort mit Bezug auf den mathematischen Begriff der Funktion (Version Miller/Gondek S. 317). -
μὴ φῦναι (mē phynai): „nicht geboren zu sein“, Sophokles, Ödipus auf Kolonos, Vers 1225. Auf diese Formulierung hatte Lacan sich häufig bezogen, und zwar hier:
– Seminar 2, Das Ich in der Theorie Freuds und in der Technik der Psychoanalyes, 18. Mai 1955 (Version Miller/Metzger S. 356 f.);
– Seminar 3, Die Psychosen, 16. Mai 1956 (Version Miller/Turnheim S. 385);
– Seminar 6, Das Begehren und seine Deutung, 10. Dezember 1958 (Version Miller/Gondek S. 124, 126);
– Seminar 7, Die Ethik der Psychoanalyse, 25. Mai 1960 (Version Miller/Haas S. 301); 29. Juni 1960 (Version Miller/Haas S. 364 und 369); 6. Juli 1960 (Version Miller/Haas S. 373, 374);
– Seminar 8, Die Übertragung, 17. Mai 1961 (Version Miller/Gondek S. 371).Baraka: im Islam eine Art Segenskraft. Das Wort ist etymologisch und bedeutungsmäßig mit dem hebräischen Wort bracha verwandt, das ebenfalls „Segen“ bedeutet.
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Freud:
„Während der Ödipus-Komplex des Knaben am Kastrationskomplex zugrunde geht, wird der des Mädchens durch den Kastrationskomplex ermöglicht und eingeleitet.“
(Einige psychische Folgen des anatomischen Geschlechtsunterschiedes (1925), GW 14, S. 28)
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Pfund Fleisch: Anspielung auf Shakespeares Kaufmann von Venedig: Shylock leiht Antonio Geld; falls dieser die Summe nicht rechtzeitig zurückzahlen kann, hat Shylock Anspruch auf ein „Pfund Fleisch“ (pound of flesh) aus Antonios Körper. Lacan hatte sich hierauf bereits in früheren Seminaren bezogen:
– Seminar 6, Das Begehren und seine Deutung, 22. April 1959 (Version Miller/Gondek S. 424);
– Seminar 7, Die Ethik der Psychoanalyse, 6. Juli 1960 (Version Miller/Haas S. 384). -
Preisgabe als Subjekt gegenüber dem Anspruch: Möglicherweise bezieht Lacan sich hier kritisch auf das Konzept der „genitalen Opferbereitschaft“ (oblativité génitale), eine Leitvorstellung französischer Psychoanalytiker, die er bereits seit 1938 immer wieder zurückgewiesen hatte. Vgl. Christine Ragoucy: L’oblativité : premières controverses. In: Psychanalyse, no 8(1), S. 29–41, im Internet hier. Vielleicht aber auch ein Bezug auf die Objektbeziehungstheorie und Konzepte wie Holding und Containment.
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Kreis, der dem Anspruch eigen ist: Gemeint ist der „volle Kreis“ auf dem Torus; vgl. 7. März 1962, S. {20}; 14. März 1962, S. {18 f.}.
einfordernd: Der Ausdruck revendicatoire verweist auf das délir de revendication, den Querulantenwahn.
Die endliche und die unendliche Analyse: 1937, GW 16, S. 98 f.
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Anders gesagt: Die Hysterikerin lässt den Anderen an ihrer Stelle begehren.
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Fall Dora: Gemeint ist S. Freud: Bruchstück einer Hysterie-Analyse (1905), GW 5, S. 161–286.
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raffinierte Intrigatin: Der Ausdruck geht auf den Psychiater Ernst Kretschmer zurück (E. Kretschmer: Der sensitive Beziehungswahn. Ein Beitrag zur Paranoiafrage und zur psychiatrischen Charakterlehre (1918). Springer, Berlin, 2. überarbeitete Auflage 1927). Lacan hatte sich hierauf zustimmend in seiner Dissertation über die paranoische Psychose bezogen. Dort hieß es:
„Zwischen diesen [von Kretschmer beschriebenen] Persönlichkeitstypen gibt es Zwischenformen, zu denen Kretschmer der Forschung den Weg weist, so etwa den charakterologischen Typus der raffinierten Intrigantin zwischen dem primitiven Typus und dem expansiven Typus, in dem Kretschmer erkennt, was mitunter mit dem Namen hysterischer Charakter bezeichnet wird. Er stellt somit eine besondere Form paranoischer Reaktion dar; Kretschmer verweist auf Beispiele in der Literatur.“
(J.L.: Über die paranoische Psychose in ihren Beziehungen zur Persönlichkeit (1932). In: Ders.: Über die paranoische Psychose in ihren Beziehungen zur Persönlichkeit und Frühe Schriften über die Paranoia. Übersetzt von Hans-Dieter Gondek. Passagen, Wien 2002, S. 13–358, hier: S. 104)
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Möglicherweise bezieht sich dieser Satz auf einen Vorgang im Hörsaal.
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Geschichte des Rattenmanns: Gemeint ist: S. Freud: Bemerkungen über einen Fall von Zwangsneurose (1909). In: GW 7, S. 379–463. Lacan hatte sich auf diese Szene in der Sitzung vom 21. März 1962 bezogen, S. {16 f.}.
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Phobie: Die zweite Hälfte von Seminar 4, Die Objektbeziehung, ist (ab 6. März 1957) ist ein detaillierter Kommentar zu Freuds Analyse der Phobie des „kleinen Hans“ (S. Freud: Analyse der Phobie eines neunjährigen Knaben, 1909, GW 7, S. 241–377).
Danach findet man, vor der aktuellen Sitzung, Überlegungen zur Phobie in:
– Seminar 5, Die Bildungen des Unbewussten, Sitzung vom 12. März 1958 (Version Miller/Gondek S. 332–336);
– Seminar 6, Das Begehren und seine Deutung, Sitzungen vom 10. Juni 1959 (Miller/Gondek S. 553 f.) und vom 17. Juni 1959 (Miller/Gondek S. 573 f.);
– Seminar 8, Die Übertragung, Sitzungen vom 26. April 1961 (Miller/Gondek S. 324), vom 14. Juni 1961 (Miller/Gondek S. 445 f.) und vom 28. Juni 1961 (Miller/Gondek S. 477). -
mein kleiner Apolog: der von der Gottesanbeterin.
weil sie [die Angst], in ein Zeichen transformiert: Dieser Hinweis bezieht sich vermutlich auf Freuds Begriff des Angstsignals, eingeführt in Hemmung, Symptom und Angst (1926), in: GW 14, S. 111–205.
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um massive Dinge zu sagen (wie ich mir einzig heute vorgenommen habe): Einleitend zum Apolog mit der Gottesanbeterin hieß es: „Dieses Mal werde ich versuchen, mich am richtigen Platz verständlich zu machen und Sie daran zu hindern, einen Irrtum zu begehen.“ S. {14}.
