Der Schnitt, das Reale und die Innenacht

In Seminar 9, Die Identifizierung (1961/62), greift Lacan das Konzept des Schnitts auf, das er früher entwickelt hatte, und deutet es um. Er bezieht es jetzt auf die Flächen der mathematischen Topologie, vor allem den Torus, das Möbiusband und die Kreuzhaube. Der Schnitt ist damit der Schnitt in eine Fläche bzw. der Schnitt, durch den eine Fläche erzeugt wird. Als entscheidende Form des Schnitts begreift er die sogenannte Innenacht, auf die er von da an immer wieder zurückkommen wird. Von hier aus bestimmt er neu, wie sich im Schnitt das Reale manifestiert.

Im Folgenden übersetze ich aus dem Identifizierungsseminar die wichtigste Passage zum Verhältnis von Schnitt, Innenacht und Realem.

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Über Knoten

Lacan bezieht sich ab Seminar 19 beständig auf die Knotentheorie, ein Teilgebiet der mathematischen Topologie. Hier einige grundlegende Informationen. Sie gehören zum Kommentar „Das Sinthom“ entziffern, sollen also vor allem die Lektüre des Sinthom-Seminars erleichtern (Seminar 23 von 1975/76).

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Das Genießen des ausgestrichenen Anderen (JȺ im borromäischen Knoten)

Im Diagramm des borromäischen Knotens aus drei Ringen trägt einer der Überschneidungsbereiche die Bezeichnung „Genießen des durchgestrichenen Anderen“ – JȺ. Wie ist der Genitiv zu deuten: subjektiv oder objektiv? Um welchen Anderen geht es? Inwiefern ist er durchgestrichen?

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Vom borromäischen Dreierknoten zum borromäischen Viererknoten

In Seminar 22, RSI, arbeitet Lacan mit einem borromäischen Dreierknoten, in Seminar 23, Das Sinthom, mit einem borromäischen Viererknoten. Warum dieser Wechsel? Dahinter steht die Frage: Halten Reales, Symbolisches und Imaginäres von sich aus zusammen oder muss der Ödipuskomplex (der Name-des-Vaters) hinzukommen, um den Zusammenhang der drei Register zu sichern?

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