Jacques Lacan: Die Dritte (Übersetzung)

In La Troi­siè­me (Die Drit­te), ei­nem Vor­trag von 1974, gibt La­can ei­nen Über­blick über sei­ne Leh­re; Schwer­punk­te sind die Drei­heit des Ima­gi­nä­ren, des Sym­bo­li­schen und des Rea­len, au­ßer­dem das Ge­nie­ßen, das Sym­ptom und die Deu­tung. All dies wird auf den bor­ro­mäi­schen Kno­ten be­zo­gen.
Über­set­zung mit zahl­rei­chen er­läu­tern­den An­mer­kun­gen.

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Franz Kaltenbeck: Die gesellschaftliche Verleugnung des Realen

Beckett, Warten auf Godot Das Rea­le der Ge­sell­schaft äu­ßert sich un­ter an­de­rem dann, wenn eine Ge­sell­schaft für die Ge­fah­ren, die ihre das Le­ben er­hal­ten­den Funk­tio­nen be­dro­hen, blind wird und die Men­schen ihre Pa­nik durch ein­stim­mi­ge Mas­sen­be­we­gun­gen aus­zu­schal­ten ver­su­chen. Zum Bei­spiel fürch­tet die Mehr­heit der Fran­zo­sen die Im­mi­gra­ti­on der sy­ri­schen Kriegs­flücht­lin­ge in ihr Land viel mehr als die im­mer rea­lis­ti­scher wer­den­de Pro­gno­se, dass nach den nächs­ten Wah­len der Front Na­tio­nal an die Macht kom­men könn­te. Ist der Be­griff der Ver­leug­nung ge­eig­net, um ei­nen sol­chen Vor­gang zu er­fas­sen? Oder be­nö­tigt man an­de­re Be­grif­fe, etwa den des Akts? Oder den der Aus­lö­schung des Wis­sens?

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Das Imaginäre, das Symbolische und, vor allem, das Reale

Eine kur­ze Ein­füh­rung in La­can –
mein Vor­trag bei den 3. Se­ge­ber­ger Psy­cho­so­ma­tik-Ta­gen, „Macht und Ohn­macht des Rea­len“

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Das Genießen des Realen und das Reale des Genießens

Wie be­greift La­can das Ver­hält­nis zwi­schen dem Ge­nie­ßen (jouis­sance) und dem Rea­len?
Er un­ter­schei­det zwei Be­zie­hun­gen: das Ge­nie­ßen des Rea­len und das Rea­le des Ge­nie­ßens.
Über­set­zung und Er­läu­te­rung der ein­schlä­gi­gen Pas­sa­gen.

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Franz Kaltenbeck: Verstoßene Kinder

Beckett, Warten auf Godot Franz Kal­ten­beck un­ter­sucht die Funk­ti­on des ver­sto­ße­nen Kin­des in Be­cketts End­spiel und in Shake­speares Win­ter­mär­chen und be­zieht sie auf ei­nen Fall von Kinds­mord.

Foto: Sa­mu­el Be­ckett: War­ten auf Go­dot. St. Lou­is Ac­tors Stu­dio 2013, Re­gie: Bob­by Mil­ler. Mit Ter­ry Med­dows (Es­tra­gon), Hay­den Ben­be­nek (Jun­ge) und Gary Way­ne (Vla­di­mir).

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Der Schnitt und das Ende der Sitzung

La­can hat die va­ria­ble Dau­er sei­ner psy­cho­ana­ly­ti­schen Sit­zun­gen mehr­fach be­grün­det, u.a. in Se­mi­nar 6 von 1958/59, Das Be­geh­ren und sei­ne Deu­tung. Der Ar­ti­kel über­setzt die Pas­sa­ge aus Se­mi­nar 6, die im Deut­schen of­fen­bar nicht re­zi­piert wor­den ist. In ihr ver­bin­det La­can die Fra­ge der Sit­zungs­dau­er mit dem Be­griff des Schnitts und auf die­sem Wege mit dem Kon­zept des Rea­len.

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Der Schnitt: die Einschreibung des Realen in das Symbolische

Schnitt“ (coupu­re) ist ei­ner von La­cans Grund­be­grif­fen. 1959 be­stimmt er ihn als Ma­ni­fes­ta­ti­on des Rea­len im Sym­bo­li­schen – die Auf­fas­sung, erst der spä­te La­can habe den Be­griff des Rea­len aus­ge­ar­bei­tet, ist ein My­thos.
Im die­sem Ar­ti­kel gebe ich ei­nen Über­blick über die ers­te Ent­wick­lung des Kon­zepts in Se­mi­nar 6 von 1958/59, Das Be­geh­ren und sei­ne Deu­tung.

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Franz Kaltenbeck: Die Gewalt der Melancholie nach David Foster Wallace oder Die Grenzen der Verschlüsselung

Das Reale 149 x 149 pxIn dem Ro­man Un­end­li­cher Spaß schil­dert Da­vid Fos­ter Wal­lace eine Form der De­pres­si­on, an der er selbst ge­lit­ten hat; Franz Kal­ten­beck nennt sie „psy­cho­ti­sche Me­lan­cho­lie“. Hier­bei geht es um die Er­fah­rung des Rea­len: die Schmer­zen sind un­er­träg­lich und sie kön­nen nicht kom­mu­ni­ziert wer­den. Über sei­nen un­voll­ende­ten Ro­man Der blei­che Kö­nig sagt Wal­lace, er habe die Struk­tur ei­nes Tor­na­dos. Kal­ten­beck zu­fol­ge ver­kno­tet sich hier die Struk­tur des Werks mit dem Sym­ptom des Au­tors. Da­durch ent­steht ein „Sin­t­hom“ im Sin­ne von La­can, al­ler­dings ei­nes, bei dem das Schrei­ben kei­ne hei­len­de Kraft hat.

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Lacans Schema L

Sche­ma L ist ein von La­can häu­fig ver­wen­de­tes Dia­gramm der psy­cho­ana­ly­ti­schen Kom­mu­ni­ka­ti­on.
In die­sem Ar­ti­kel fin­det man:
(1) Ei­nen Kom­men­tar zu La­cans Ein­füh­rung des Sche­mas in Se­mi­nar 2, Ab­satz für Ab­satz
(2) Eine sys­te­ma­ti­sie­ren­de Zu­sam­men­stel­lung der Hin­wei­se in Se­mi­nar 2 zu den Ter­men und Re­la­tio­nen des Sche­mas
(3) Eine Kri­tik der Se­kun­där­li­te­ra­tur zum Sche­ma L (Jac­ques-Alain Mil­ler, Ger­da Pa­gel, Pe­ter Wid­mer u. a.)

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