Nicht wie das Leiden Christi
Im Christentum zieht das Bild der Kreuzigung insgeheim alle Fäden des Begehrens an sich, sagt Lacan. Der leidende Papst antwortet auf dieses Bild. Was geschieht, wenn er abtritt?
mehr…Im Christentum zieht das Bild der Kreuzigung insgeheim alle Fäden des Begehrens an sich, sagt Lacan. Der leidende Papst antwortet auf dieses Bild. Was geschieht, wenn er abtritt?
mehr…Ich bestelle in einer Buchhandlung oder in einer Bibliothek ein Buch; das ist ein Anspruch, eine Forderung. Mit ihr möchte ich meinen Informationshunger befriedigen, ein Bedürfnis (kein Bedürfnis? für mich schon). Und was geschieht? Kaum habe ich das Buch in Händen, bestelle ich ein zweites, ein drittes, ein viertes …
mehr…„Weil wir den Texten nicht nahe kommen wollen und lieber in der Ordnung dessen bleiben, was für uns annehmbar ist, das heißt in der Ordnung unserer Vorurteile, vertun wir jeden Moment die Gelegenheit, Grenzen und Überschreitungspunkte zu bezeichnen.“ Über den Mangel im Anderen, die Dekonstruktion.
mehr…Kleiner Streifzug durch Lacans Topologie, vom Schema L bis zum borromäischen Knoten. Immer unter dem Gesichtspunkt der Steigerung und Reduktion von Komplexität.
mehr…Ein Leser bedankt sich für die „treuen Beschickungen“. Meine Entzifferungsmaschine setzt sich in Gang. Was ist eine „Beschickung“?
mehr…Marc De Kesel: „Auch der Andere beruht auf einem unaufhebbaren Mangel. Deshalb ist das, was die Gemeinschaft dem Künstler oder dem Prominenten geben kann, letztlich nichts als der Mangel.“
mehr…In Seminar 8, Die Übertragung, erläutert Lacans den Unterschied zwischen oralem Anspruch und oralem Begehren, zwischen analem Anspruch und analem Begehren. Ich illustriere seine Konzeption mit dem Karnevalsschlager: „Es ist noch Suppe da!“
mehr…Wie sich Lacans Sentenz entwickelt hat und was damit NICHT gemeint ist. Dargestellt an der Botschaft „Du bist meine Frau“ und an der halluzinierten Beschimpfung „Sau!“.
mehr…Was ist ein Signifikant? Ein isolierbares Element (ein sprachlicher Ausdruck, eine Handlung), das von seinem Signifikat (seiner Bedeutung, seinem Sinn) durch eine Sperre getrennt ist. Anders gesagt: ein Signifikant ist ein Rätsel: etwas, was verstanden werden soll, aber nicht verstanden werden kann.
mehr…Lacan beschreibt die Verknüpfung zwischen Signifikant und Signifikat als point de capiton. Das wird meist mit „Stepppunkt“ übersetzt. Zu Unrecht. Ein point ist nicht immer ein Punkt, ein point kann auch ein Stich sein. Der point de matelassier ist der Matratzenmacher-Stich.
mehr…Wie soll man die Beziehung zwischen Signifikant und Signifikat darstellen? Besser nicht so wie Sean Homer in seiner Lacan-Einführung.
mehr…Welchem Punkt im Grafen des Begehrens ist das Ideal-Ich zuzuordnen: dem Ich (m) oder dem Bild des anderen (i(a))? Streit der Experten, mit Auflösung.
mehr…Über den Signifikanten des Mangels im Anderen, S(Ⱥ). Ausgehend von Jack Miles‘ Biographie Gottes werden die Elemente der Formel erläutert: das S, das A und das durchgestrichene A, also Ⱥ. Und was ein Theologe dazu sagt.
mehr…Im Grafen des Begehrens steht die von A ausgehende, senkrecht nach oben führende Linie für die Frage Che vuoi?, Was willst du? Explizit sagt das Lacan allerdings nur für die zweite Konstruktionsstufe des Schemas. Gilt diese Zuordnung auch für den vollständigen Grafen?
mehr…Wofür steht im Grafen des Begehrens die obere Signifikantenlinie? Das scheint in der Sekundärliteratur nicht klar zu sein. Dabei sagt Lacan es deutlich: Sie steht für den Liebesanspruch. Genauer: für die Forderung nach Liebe, nach Tod und nach Unwissenheit.
mehr…Überblick über einen Überblick zum „Fathering“. Ein Thema von Freud und Lacan - in den USA ohne Freud und Lacan.
mehr…Ausnahmsweise im Bild: der Phallus. Auf einem Spielplatz. Neben einem Institut für Psychoanalyse. Als Seemann getarnt.
mehr…Der Phallus ist der Penis, mit der Opposition von Anwesenheit und Abwesenheit erfasst. Wie erscheint er im Imaginären, in der Ordnung des Sichtbaren? Als etwas, das beständig gesucht wird und an den überraschendsten Stellen auftaucht. Wie die Brille meiner Tante.
mehr…Warum spricht Lacan in seinem Aufsatz über das Spiegelstadium mal vom Je und mal vom Moi? Meint er damit dasselbe oder etwas anderes?
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