Jacques Lacan: Lituraterre I – Seminar 18, Sitzung vom 12. Mai 1971 (Übersetzung mit Anmerkungen)

Erste deutsche Übersetzung von Lacans Aufsatz Lituraterre (1971). Mit ausführlichen Anmerkungen.
Seit dem Poe-Aufsatz von 1956 spricht Lacan nicht nur vom Signifikanten, sondern auch vom Buchstaben. Wie verhält sich der Buchstabe zum Signifikanten? In Lituraterre gibt er hierauf eine ausführliche Antwort: Der Buchstabe ist kein Signifikant. Der Buchstabe ist vielmehr ein Litoral, ein Ufer, eine Grenze zwischen zwei heterogenen Bereichen: zwischen Wissen und Genießen. Der Buchstabe gehört zum Realen, der Signifikant zum Symbolischen.

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Marie-Claude Thomas: Melanie Klein mit Lacan. Eine Anmerkung

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Marie-Claude Thomas fragt, welche Anregungen Lacan von Melanie Klein erhalten hat. Der Körper der Mutter ist eine Präfiguration des Anderen als Schatz der Signifikanten; die Mutter als „totales Objekt“ wird von Lacan beim Konzept des Spiegelstadiums aufgegriffen. Besondere Aufmerksamkeit schenkte Klein der Symbolbildung, insbesondere beschäftigte sie das Schweigen eines Symbols, der Effekt der Symboldeutung, die Verankerung des Symbols im Körper und das Verhältnis von Symbolisierung und Sublimierung.

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Das Signifikat: die durch den Signifikanten modifizierte Strebung

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Dass Lacan den Begriff des Signifikanten ins Zentrum rückt, dürfte bekannt sein. Dass er behauptet, der Signifikant habe den Vorrang gegenüber dem Signifikat, ebenfalls. Aber was versteht er unter dem Signifikat? Keineswegs einen Begriff oder eine Sachvorstellung oder ein Bild. Was dann?

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Der Signifikant

Was ist ein Signifikant? Ein isolierbares Element (ein sprachlicher Ausdruck, eine Handlung), das von seinem Signifikat (seiner Bedeutung, seinem Sinn) durch eine Sperre getrennt ist. Anders gesagt: ein Signifikant ist ein Rätsel: etwas, was verstanden werden soll, aber nicht verstanden werden kann.

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