Der Schnitt und das Ende der Sitzung

End of session 3

Aus­ge­ar­bei­te­te Fas­sung des zwei­ten Teils von drei Tei­len ei­nes Vor­trags, den ich auf Ein­la­dung des Psy­cho­ana­ly­ti­schen Kol­legs am 29. Ja­nu­ar 2016 in der Psy­cho­ana­ly­ti­schen Bi­blio­thek Ber­lin ge­hal­ten habe.

La­can hat die va­ria­ble Dau­er sei­ner psy­cho­ana­ly­ti­schen Sit­zun­gen un­ter an­de­rem in Se­mi­nar 6 von 1958/59 be­grün­det, Das Be­geh­ren und sei­ne Deu­tung. Da­bei ar­bei­tet er mit dem Be­griff des Schnitts, den er wie­der­um als ein Ver­hält­nis zwi­schen dem Rea­len und dem Sym­bo­li­schen be­stimmt. Er ver­bin­det also die prak­ti­sche Fra­ge nach der Sit­zungs­dau­er mit der theo­re­ti­schen Fra­ge nach der Be­zie­hung zwi­schen dem Rea­len und dem Sym­bo­li­schen.

Ich über­set­ze im Fol­gen­den die ent­schei­den­de Pas­sa­ge aus Se­mi­nar 6, die im Deut­schen of­fen­bar nicht re­zi­piert wor­den ist. Die Über­set­zung folgt der Sta­fer­la-Ver­si­on des Se­mi­nars.1

Um­rahmt wird die Über­set­zung von ein­füh­ren­den Hin­wei­sen so­wie von ei­nem Blick auf die Se­kun­där­li­te­ra­tur.

Die­ser Ar­ti­kel er­gänzt den vor­an­ge­gan­ge­nen Bei­trag Der Schnitt: die Ein­schrei­bung des Rea­len in das Sym­bo­li­sche. Bei­de Tex­te zu­sam­men ent­hal­ten die voll­stän­di­ge Über­set­zung al­ler Pas­sa­gen zum Schnitt in Se­mi­nar 6.

Sitzungsdauer

Wer bei La­can in Ana­ly­se war, mach­te die Er­fah­rung, dass die Dau­er ei­ner Sit­zung von Tref­fen zu Tref­fen wech­sel­te. Mit die­ser Pra­xis be­gann er ge­gen Ende der vier­zi­ger Jah­re; um 1953 dau­er­te eine Sit­zung bei ihm zwi­schen 10 und 40 Mi­nu­ten. Im Ver­lauf der Jah­re wur­den die Sit­zun­gen im­mer kür­zer.2

Die­ses Vor­ge­hen ver­stieß ge­gen eine Norm, die in den zwan­zi­ger Jah­ren von der In­ter­na­tio­na­len Psy­cho­ana­ly­ti­schen Ver­ei­ni­gung (IPV) er­las­sen wor­den war und die die Dau­er der Sit­zun­gen auf 45 oder 50 Mi­nu­ten fest­leg­te – die­se Re­ge­lung gilt bis heu­te.

In der Ge­schich­te der Psy­cho­ana­ly­se in Frank­reich spiel­te La­cans ab­wei­chen­de Pra­xis eine be­trächt­li­che Rol­le.

La­can ge­hör­te an­fangs zur So­cié­té psy­chana­ly­tique de Pa­ris (SPP), ei­ner Ge­sell­schaft, die Mit­glied der IPV war. 1954 spal­te­te sich von der SPP eine Grup­pe ab und grün­de­te eine ei­ge­ne Ge­sell­schaft, die So­cié­té françai­se de psy­chana­ly­se (SFP); zu die­ser Grup­pe ge­hör­te La­can. In dem Kon­flikt um die Aus­bil­dung, der der Spal­tung vor­aus­ging, war die Län­ge sei­ner Ana­ly­se­sit­zun­gen zwar nicht der ent­schei­den­de Streit­punkt, aber doch ein The­ma – die Aus­bil­dungs­kom­mis­si­on der SPP hat­te sich ge­wei­gert, von La­can aus­ge­bil­de­te Kan­di­da­ten an­zu­er­ken­nen, da de­ren Lehr­ana­ly­sen nicht den Stan­dards ent­spra­chen.

Die neu ge­grün­de­te Ge­sell­schaft be­müh­te sich um An­er­ken­nung durch die IPV. Die­se knüpf­te die Auf­nah­me un­ter an­de­rem an die Be­din­gung, die Sit­zungs­zei­ten an die Norm an­zu­pas­sen, und sie ver­lang­te den Aus­schluss La­cans – nicht nur we­gen der Dau­er sei­ner Sit­zun­gen, son­dern auch des­halb, weil die Über­tra­gungs­be­zie­hung von ihm un­zu­rei­chend ana­ly­siert wer­de. Um in den in­ter­na­tio­na­len  Ver­band auf­ge­nom­men zu wer­den, beug­te sich die SFP dem Druck und ent­zog La­can im Jahr 1963 die Zu­las­sung als Lehr­ana­ly­ti­ker. Dar­auf­hin trat er aus der SFP aus und grün­de­te 1964 eine neue psy­cho­ana­ly­ti­sche Ge­sell­schaft, die Éco­le freu­dien­ne de Pa­ris (EFP).

Wie be­grün­det La­can die Dau­er sei­ner psy­cho­ana­ly­ti­schen Sit­zun­gen? So­weit ich es über­bli­cke, hat er sich bei drei Ge­le­gen­hei­ten dazu ge­äu­ßert.
– Zwi­schen 1951 und 1953 hält er vor den Voll­mit­glie­dern der SPP drei Vor­trä­ge zu die­sem The­ma, die je­doch nie ver­öf­fent­licht wur­den.3
– Im so­ge­nann­ten Rom-Vor­trag von 1953 be­zieht er sich aus­führ­lich auf die­se Fra­ge. Er be­zeich­net hier das Ab­bre­chen der Sit­zung als „In­ter­punk­ti­on“ der Rede des Pa­ti­en­ten, und er weist die­ser Pra­xis die Funk­ti­on zu, ei­nen Sinn fest­zu­le­gen – also eine Deu­tung vor­zu­neh­men –, um auf die­se Wei­se das „wah­re Spre­chen“ zu ent­bin­den.4
– Eine drit­te Be­grün­dung gibt La­can in Se­mi­nar 6 von 1958/59, Das Be­geh­ren und sei­ne Deu­tung. Hier ope­riert er mit den Be­griff des Schnitts, den er zu­vor aus­führ­lich be­stimmt hat­te, im Ver­hält­nis zu den Be­grif­fen des Rea­len, des Sym­bo­li­schen, des  Be­geh­rens und des Seins.

Beim Streit um die Sit­zungs­dau­er pral­len zwei Be­schrei­bungs­wei­sen auf­ein­an­der. Die IPV be­greift die Sit­zungs­dau­er of­fen­bar als Min­dest­dau­er; sie kri­ti­siert, dass La­can die­ses Zeit­maß un­ter­schrei­tet – das Pro­blem sind für sie La­cans „Kurz­sit­zun­gen“. La­can ant­wor­tet auf ei­ner an­de­ren Ebe­ne, er ori­en­tiert sich am bi­nä­ren Code konstant/variabel und ver­tei­digt die va­ria­ble Dau­er sei­ner Sit­zun­gen. Aber na­tür­lich wäre es mög­lich, die Sit­zun­gen so zu ge­stal­ten, dass sie dem Kri­te­ri­um der Min­dest­dau­er ge­nü­gen und gleich­zei­tig va­ria­bel sind. Um­ge­kehrt könn­ten Sit­zun­gen, die un­ter­halb der 50- oder 45-Mi­nu­ten-Schwel­le lie­gen, eine kon­stan­te Dau­er ha­ben. Ein Ar­gu­ment da­für, war­um Sit­zun­gen kür­zer sein sol­len als 50 oder 45 Mi­nu­ten, habe ich bei La­can nicht ge­fun­den. An­ders ge­sagt: er weicht aus, durch eine al­ter­na­ti­ve Pro­blem­be­schrei­bung.

Da es von Se­mi­nar 6 kei­ne deut­sche Fas­sung gibt, über­set­ze ich im Fol­gen­den die Pas­sa­gen über die Sit­zungs­zeit.

Zu­vor je­doch ei­ni­ge Zi­ta­te aus dem­sel­ben Se­mi­nar, die das Kon­zept des Schnitts ver­deut­li­chen. Eine aus­führ­li­che Dar­stel­lung die­ses Be­griffs fin­det man in dem Blog­ar­ti­kel Der Schnitt: die Ein­schrei­bung des Rea­len in das Sym­bo­li­sche.

Schnitt

Ma­ni­fes­ta­ti­on des Rea­len im Sym­bo­li­schen

Was ist der Schnitt?

Das ist es, wor­um es geht, es geht um das Ver­hält­nis des Rea­len des Sub­jekts als in den Schnitt ein­tre­tend und um die­se An­kunft des Sub­jekts, auf der Ebe­ne des Schnitts, bei et­was, was man durch­aus ein Rea­les nen­nen muss, was aber durch nichts sym­bo­li­siert wird.“5

Der Schnitt be­zieht sich auf das Rea­le.

Das Sein, wir wer­den also sa­gen, dass es streng­ge­nom­men das Rea­le ist, in­so­fern es sich auf der Ebe­ne des Sym­bo­li­schen ma­ni­fes­tiert, aber dass wir es recht ver­ste­hen, dass dies auf der Ebe­ne des Sym­bo­li­schen ist. Auf je­den Fall, was uns an­geht, so müs­sen wir sie nicht an­ders­wo be­den­ken, die­se Sa­che, die ganz ein­fach zu sein scheint, dies, dass es et­was Hin­zu­ge­füg­tes gibt, wenn wir sa­gen, es ist das, und dass dies auf das Rea­le ab­zielt, in­so­fern, als im Sym­bo­li­schen das Rea­le af­fir­miert oder zu­rück­ge­wie­sen oder ver­leug­net wird.

Die­ses Sein, es ist nir­gend­wo an­ders – dass dies recht ver­stan­den wer­de – als in den In­ter­val­len, in den Schnit­ten und dort, wo es im ei­gent­li­chen Sin­ne des Wor­tes das am we­nigs­ten Si­gni­fi­kan­te der Si­gni­fi­kan­ten ist, näm­lich der Schnitt. Dass es das­sel­be ist wie der Schnitt, ver­ge­gen­wär­tigt es im Sym­bo­li­schen. […] Ich möch­te sa­gen – auf ab­ge­kürz­te Wei­se, denn um wei­ter zu ge­hen, muss ich vor­aus­set­zen, dass Sie sich durch eine ge­wis­se Zeit der Re­fle­xi­on das an­ge­eig­net ha­ben, was ich be­reits ge­sagt habe –, dass das Be­geh­ren eng mit dem ver­bun­den ist, was sich in­so­fern er­eig­net, als das Men­schen­we­sen / das mensch­li­che Sein [l’être hu­main] sich im Si­gni­fi­kan­ten ar­ti­ku­lie­ren muss, und in­so­fern es in den In­ter­val­len als Sein er­scheint […].“6

Das Sein (des Sub­jekts) ist das Rea­le (des Sub­jekts), in­so­fern es sich auf der Ebe­ne des Sym­bo­li­schen ma­ni­fes­tiert – in den In­ter­val­len, im Schnitt.

Das Sub­jekt als Schnitt im Phan­tas­ma

La­can be­zieht sich auf die For­mel des Phan­tas­mas, $ ◊ a.

Die­se No­ta­ti­on be­deu­tet, dass im Phan­tas­ma das Sub­jekt als Sub­jekt des un­be­wuss­ten Dis­kur­ses ge­gen­wär­tig ist. Das Sub­jekt ist hier ge­gen­wär­tig, in­so­fern es im Phan­tas­ma durch die Funk­ti­on des we­sent­li­chen Schnitts re­prä­sen­tiert wird, der der sei­ne ist, des Schnitts in ei­ner Rede, die nicht ir­gend­ei­ne Rede ist, die eine Rede ist, die ihm ent­geht, die Rede des Un­be­wuss­ten.“7

Im Phan­tas­ma wird das Sub­jekt durch den Schnitt re­prä­sen­tiert, des Schnitts in der Rede des Un­be­wuss­ten.

Es ist je­doch ge­ra­de wich­tig, an dem Ge­gen­satz fest­zu­hal­ten, von dem aus die­ser Aus­tausch sich voll­zieht, näm­lich die Grup­pie­rung von $ ge­gen­über von a, von ei­nem Sub­jekt, das si­cher­lich ima­gi­när ist, aber im ra­di­kals­ten Sin­ne, in dem Sin­ne, dass es das rei­ne Sub­jekt der Un­ter­bre­chung der Ver­bin­dung ist, des ge­spro­che­nen Schnitts, in­so­fern der Schnitt die we­sent­li­che Skan­die­rung ist, wo das Spre­chen sich auf­baut.“8

In der For­mel des Phan­tas­mas ist das Sub­jekt, $, das Sub­jekt der Ver­bin­dungs­un­ter­bre­chung, d..h. des Schnitts im (un­be­wuss­ten) Spre­chen.

Ab­ge­schnit­te­ne Sät­ze

La­can be­zieht sich auf den be­reits von Freud un­ter­such­ten au­to­bio­gra­phisch be­schrie­be­nen Wahn von Da­ni­el Paul Schre­ber. Schre­ber hal­lu­zi­niert Stim­men, und die­se Stim­men spre­chen zu ihm Sät­ze, die un­ver­mit­telt ab­bre­chen: „Nun will ich mich …“, „Sie sol­len näm­lich …“, „Das will ich mir …“.9

Und als wir den Wahn des Prä­si­den­ten Schre­ber ana­ly­siert ha­ben, habe ich den Ak­zent auch auf die­sen Cha­rak­ter des Schnitts ge­setzt, der so deut­lich her­aus­ge­stellt wird, dass die von Schre­ber ge­hör­ten Stim­men ge­nau die An­fän­ge von Sät­zen sind: ‚Sie sol­len wer­den*‘ usw., und ge­nau Wör­ter, be­deut­sa­me Wör­ter, die un­ter­bro­chen wer­den, die Platz ma­chen und die hin­ter ih­rem Schnitt den Ap­pell an die Be­deu­tung auf­tau­chen las­sen. Das Sub­jekt ist dar­in tat­säch­lich ver­wi­ckelt, aber ge­nau ge­sagt in­so­fern, als es selbst ver­schwin­det, da­hin­stirbt, sich ganz in die­se Be­deu­tung stürzt, die sich nur auf glo­ba­le Wei­se auf es rich­tet. (…) Das ist das Sub­jekt, als das, was im In­ter­vall ist, als das, was im In­ter­vall des Dis­kur­ses des Un­be­wuss­ten ist, als das, was ei­gent­lich die Me­to­ny­mie die­ses Seins ist, das sich in der un­be­wuss­ten Ket­te aus­drückt.“10

Das Ab­bre­chen der Sät­ze ist eine Form des Schnitts. Die­ser Schnitt ist ein Ap­pell an die Be­deu­tung. Da­mit wird je­doch nicht eine be­stimm­te Be­deu­tung ins Spiel ge­bracht, viel­mehr wird Be­deu­tung nur glo­bal evo­ziert, ge­wis­ser­ma­ßen Be­deu­tung über­haupt. In die­sem Schnitt, in die­sem In­ter­vall ist das Sub­jekt. Im Schnitt ist das Sub­jekt als Me­to­ny­mie des Seins.

Begründung der variablen Sitzungsdauer mit dem Schnitt

Sub­jekt als Schnitt

In­so­fern das Sub­jekt der Schnitt im Dis­kurs ist, ist das Sub­jekt ein Sein – ein „ich bin“ –,

des­sen ein­zig­ar­ti­ge Ei­gen­schaft dar­in be­steht, sich in die­ser Rea­li­tät zu er­fas­sen, die wirk­lich die letz­te ist, in der ein Sub­jekt sich er­fas­sen kann, näm­lich in der Mög­lich­keit, ir­gend­wo die Rede ab­zu­schnei­den, ei­nen Punkt zu set­zen.“11

Das Letz­te, wor­in ein Sub­jekt sich er­fas­sen kann, ist die Mög­lich­keit, die Rede ab­zu­schnei­den

Ende der Sit­zung als Schnitt

Die Zeit ist ziem­lich weit vor­an­ge­schrit­ten, so dass ich hier in­ne­hal­te. Auch das ist ein Schnitt. Er hat ein­fach den Feh­ler, will­kür­lich zu sein.“12

Das Ende der Sit­zung ist ein Schnitt. Be­en­det man eine Sit­zung zu ei­nem vor­her fest­ge­setz­ten Zeit­punkt, ist er will­kür­lich, und das ist ein Feh­ler.

Ähn­lich hat­te La­can sich be­reits im Se­mi­nar Die Ob­jekt­be­zie­hun­gen ge­äu­ßert (Se­mi­nar 4 von 1956/57). Er zi­tiert dort den be­rühm­ten Satz „Wenn du zum Wei­be gehst, ver­giss die Peit­sche nicht!“ und fährt dann fort:

Das ist eine ein­fa­che Wei­se, um mei­ne heu­ti­ge Vor­le­sung zu skan­die­ren, das ist ein ein­fa­cher Halt. Se­hen Sie dar­in nicht das We­sent­li­che der Vor­le­sung, das ich Ih­nen heu­te lie­fern möch­te! Se­hen Sie dar­in ein­fach ei­nen Schnitt, not­wen­dig auf­grund der vor­an­ge­schrit­te­nen Zeit, zu der die­se Rede uns ge­führt hat.“13

Das Be­en­den ei­ner Sit­zung ist eine Skan­die­rung, an­ders ge­sagt: ein Schnitt (zu die­sem Zeit­punkt hat La­can die Me­ta­pher des Schnitts je­doch noch nicht zu ei­nem Be­griff aus­ge­baut).

Der Schnitt als eine der wirk­sams­ten Me­tho­den der In­ter­ven­ti­on

Zu­rück zu Se­mi­nar 6:

Die­ses Be­geh­ren des Sub­jekts, als Be­geh­ren des Be­geh­rens, öff­net sich ge­gen­über dem Schnitt, ge­gen­über dem rei­nen Sein, das sich hier in Ge­stalt des Man­gels ma­ni­fes­tiert hat.

Die­ses Be­geh­ren des Be­geh­rens des An­de­ren – wel­chem Be­geh­ren wird es in der Ana­ly­se letzt­end­lich ge­gen­über­ste­hen, wenn nicht dem Be­geh­ren des Ana­ly­ti­kers? Eben des­halb ist es so not­wen­dig, dass wir uns die­se Di­men­si­on vor Au­gen hal­ten, über die Funk­ti­on des Be­geh­rens.

Die Ana­ly­se ist kei­ne schlich­te Wie­der­her­stel­lung der Ver­gan­gen­heit. Die Ana­ly­se ist auch kei­ne Zu­rück­füh­rung zu vor­ge­form­ten Nor­men. Die Ana­ly­se ist kein epos. Die Ana­ly­se ist kein ēthos.14 Wenn ich sie mit et­was ver­gli­chen habe, dann mit ei­ner Er­zäh­lung, die so wäre, dass die Er­zäh­lung selbst der Ort der Be­geg­nung ist, um den es in der Er­zäh­lung geht.

Das Pro­blem der Ana­ly­se ist ge­nau dies, dass das Be­geh­ren, dem das Sub­jekt be­geg­nen muss – näm­lich dem Be­geh­ren des An­de­ren, un­se­rem Be­geh­ren, die­sem Be­geh­ren, das nur all­zu prä­sent ist in dem, wo­von das Sub­jekt an­nimmt, dass wir es von ihm be­an­spru­chen –, dass die­ses Be­geh­ren sich in der pa­ra­do­xen Si­tua­ti­on be­fin­det, dass wir die­ses Be­geh­ren des An­de­ren, das für uns das Be­geh­ren des Sub­jekts ist, dass wir es nicht zu un­se­rem Be­geh­ren füh­ren müs­sen, son­dern zu ei­nem an­de­ren. Wir las­sen das Be­geh­ren des Sub­jekts her­an­rei­fen, für ei­nen an­de­ren als uns selbst, wir be­fin­den uns in die­ser pa­ra­do­xen Si­tua­ti­on, Zwi­schen­trä­ger zu sein, Ge­burts­hel­fer, die­je­ni­gen, die das Her­auf­kom­men des Be­geh­rens an­lei­ten.

Wie kann eine sol­che Si­tua­ti­on auf­recht­erhal­ten wer­den? Sie kann si­cher­lich nur durch die An­wen­dung ei­nes Kunst­griffs auf­recht­erhal­ten wer­den, durch die ana­ly­ti­sche Re­gel ins­ge­samt.

Aber die letz­te Trieb­fe­der die­ses Kunst­griffs, ist das nicht et­was, was es uns zu er­fas­sen er­laubt, wo in der Ana­ly­se sich die­se Öff­nung auf den Schnitt hin her­stel­len kann, die­je­ni­ge Öff­nung, ohne die wir die Si­tua­ti­on des Be­geh­rens nicht den­ken kön­nen?

Wie im­mer, ist das si­cher­lich die­je­ni­ge Wahr­heit, die am tri­vi­als­ten ist und zu­gleich die­je­ni­ge Wahr­heit, die am meis­ten ver­bor­gen ist. Das We­sent­li­che in der Ana­ly­se – in die­ser Si­tua­ti­on, in der wir der­je­ni­gen sind, der sich für alle An­sprü­che als Stüt­ze an­bie­tet und der auf kei­nen da­von ant­wor­tet –: ist es nur die­se Nicht-Ant­wort, die kei­nes­wegs eine ab­so­lu­te Nicht-Ant­wort ist, was die Trieb­fe­der un­se­rer Ge­gen­wart aus­macht?

Müs­sen wir nicht ei­nen we­sent­li­chen An­teil dem zu­wei­sen, was sich am Ende je­der Sit­zung wie­der her­stellt – was je­doch der ge­sam­ten Si­tua­ti­on in­ne­wohnt, in­so­fern un­ser Be­geh­ren sich auf die­se Lee­re be­schrän­ken muss, auf die­sen Platz, den wir dem Be­geh­ren las­sen, da­mit es sich hier ver­or­tet –, näm­lich dem Schnitt? Dem Schnitt, der si­cher­lich die wirk­sams­te Me­tho­de der In­ter­ven­ti­on und der ana­ly­ti­schen Deu­tung ist.

Und dar­um ist ei­nes der Din­ge, auf de­nen wir am meis­ten be­har­ren müss­ten, dass wir die­sen Schnitt – den wir me­cha­nisch voll­zie­hen, den wir auf eine vor­ge­fer­tig­te Zeit be­schränkt voll­zie­hen –, dass wir ihn ef­fek­tiv nicht nur ganz wo­an­ders vor­neh­men. Das ist eine der wirk­sams­ten Me­tho­den un­se­rer In­ter­ven­ti­on. Das ist auch eine der­je­ni­gen, auf die wir uns am meis­ten kon­zen­trie­ren müss­ten.

In die­sem Schnitt gibt es je­doch et­was, eben die­se Sa­che, die wir zu er­ken­nen ge­lernt ha­ben in Ge­stalt des phal­li­schen Ob­jekts, das in je­dem An­spruchs­ver­hält­nis als Si­gni­fi­kant des Be­geh­rens la­tent vor­han­den ist.“15

Hier noch ein­mal in mei­nen Wor­ten:

Das Be­geh­ren des Sub­jekts ist Be­geh­ren des Be­geh­rens: das Be­geh­ren ist das Be­geh­ren des An­de­ren (das Be­geh­ren des Sub­jekts hat sei­nen Platz in der Be­zie­hung zum Be­geh­ren auf der Sei­te des An­de­ren).

Als Be­geh­ren des Be­geh­rens des An­de­ren öff­net sich das Be­geh­ren des Sub­jekts ge­gen­über dem Schnitt.

Es öff­net sich ge­gen­über dem Schnitt, das heißt, es öff­net sich ge­gen­über dem rei­nen Sein; das Sein – so hat­te La­can zu­vor in Se­mi­nar 6 er­läu­tert – ist das Rea­le, das sich im Sym­bo­li­schen ma­ni­fes­tiert, und es ma­ni­fes­tiert sich im Sym­bo­li­schen in Ge­stalt des Schnitts (vgl. die­sen Blog­ar­ti­kel). Das rei­ne Sein ma­ni­fes­tiert sich in Ge­stalt des Man­gels, des Nichtseins, des Seins­man­gels – das Be­geh­ren ist Seins­man­gel.

Das Be­geh­ren des An­de­ren, mit dem das Sub­jekt es in ei­ner Psy­cho­ana­ly­se zu tun hat, ist zu­nächst das Be­geh­ren des Ana­ly­ti­kers. Aber das Be­geh­ren, dem das Sub­jekt letzt­lich be­geg­nen muss, ist nicht das des Ana­ly­ti­kers, son­dern das ei­nes an­de­ren An­de­ren – das Be­geh­ren sei­ner El­tern, sei­ner Groß­el­tern usw. Das Be­geh­ren des Ana­ly­ti­kers hat nur die Funk­ti­on, das Her­auf­kom­men die­ses an­de­ren Be­geh­rens des An­de­ren zu er­mög­li­chen. Wie ist das mög­lich? Vor al­lem durch die psy­cho­ana­ly­ti­sche Grund­re­gel, wo­nach der Pa­ti­ent16 al­les sa­gen soll, was ihm in den Kopf kommt. Die­se Tech­nik soll ei­nen Zu­gang zum Be­geh­ren er­mög­li­chen.

Der Zu­gang zum Be­geh­ren ist nicht nur da­durch mög­lich, dass der Ana­ly­ti­ker die For­de­run­gen, die An­sprü­che des Pa­ti­en­ten nicht be­ant­wor­tet, also nicht nur durch Frus­tra­ti­on oder, wie Freud es nennt, Ver­sa­gung.

Der Zu­gang zum Be­geh­ren wird we­sent­lich durch den Schnitt er­mög­licht. Ohne die Öff­nung auf den Schnitt hin gibt es kei­nen Zu­gang zum Be­geh­ren.

Ein Schnitt stellt sich am Ende je­der Sit­zung her.

Der Schnitt wohnt aber der ge­sam­ten psy­cho­ana­ly­ti­schen Si­tua­ti­on inne, in­so­fern das Be­geh­ren des Ana­ly­ti­kers sich auf die Lee­re be­schrän­ken muss, da­mit das Be­geh­ren des Pa­ti­en­ten sich hier ver­or­ten kann.

Der Schnitt ist eine der wirk­sams­ten Me­tho­den der psy­cho­ana­ly­ti­schen In­ter­ven­ti­on und der psy­cho­ana­ly­ti­schen Deu­tung.

Des­halb müs­sen „wir“ dar­auf be­har­ren, den Schnitt nicht me­cha­nisch zu voll­zie­hen, also dar­auf, die Sit­zung nicht zu ei­nem vor­ge­ge­be­nen Zeit­punkt zu be­en­den. (Wer ist hier „wir“? La­can? sei­ne Zu­hö­rer? Psy­cho­ana­ly­ti­ker schlecht­hin?)

Die­ser Schnitt ist la­tent mit dem phal­li­schen Ob­jekt ver­bun­den, mit dem Phal­lus als Si­gni­fi­kan­ten des Be­geh­rens des An­de­ren, also des­sen, was der An­de­re be­gehrt.

Was er­fährt man hier Neu­es ge­gen­über den Aus­füh­run­gen im Rom-Vor­trag? Neu sind vor al­lem die Ter­mi­ni des Be­geh­rens und des Schnitts. Da­bei fun­giert die Me­ta­pher des Schnitts hier als theo­re­ti­scher Be­griff – im Schnitt, so heißt es in Se­mi­nar 6, schreibt sich das Sym­bo­li­sche in das Rea­le ein; im Schnitt ma­ni­fes­tiert sich das Sein des Sub­jekts, in­so­fern die­ses Sein ein Nicht­sein ist, d..h. Be­geh­ren.

Der Fels des Kastrationskomplexes und sein Jenseits

Wel­che Kon­se­quen­zen hat eine psy­cho­ana­ly­ti­sche Pra­xis, die sich auf den Schnitt kon­zen­triert?

Freud zu­fol­ge stran­den die meis­ten Ana­ly­sen am „ge­wach­se­nen Fels“ des Kas­tra­ti­ons­kom­ple­xes – des Pe­nis­wun­sches bei der Frau und des „männ­li­chen Pro­tests“, d..h. der Wei­ge­rung des Man­nes, ge­gen­über ei­nem an­de­ren Mann eine pas­si­ve Hal­tung ein­zu­neh­men (da die­ser als kas­trie­ren­der Va­ter an­ge­se­hen wird).17

In der fol­gen­den Be­mer­kung knüpft La­can hier­an an:

Dar­um kann man sa­gen, dass im Aus­gang der ana­ly­ti­schen Ent­mys­ti­fi­zie­rung der Po­si­ti­on des Neu­ro­ti­kers et­was in sei­ner Struk­tur be­stehen zu blei­ben scheint, zu­min­dest das, was Freud uns mit sei­ner ei­ge­nen Er­fah­rung be­zeugt, das sich als ein Rest dar­stellt, als et­was, was da­für sorgt, dass das Sub­jekt in je­dem Fall in ei­ner in­ad­äqua­ten Po­si­ti­on bleibt, der­je­ni­gen der Phal­lus­ge­fahr beim Mann, der­je­ni­gen der Phal­lus­ab­we­sen­heit bei der Frau.

Aber das ist viel­leicht auch in­so­fern so, als in der Be­trach­tungs­wei­se, die für die Lö­sung des Pro­blems der Neu­ro­se zu­nächst an­ge­nom­men wur­de, die trans­ver­sa­le Di­men­si­on – das, wor­in das Sub­jekt es in sei­nem Be­geh­ren mit der Ma­ni­fes­ta­ti­on sei­nes Seins als sol­chem zu tun hat, mit ihm als mög­li­chem Ur­he­ber des Schnitts –, in­so­fern als die­se trans­ver­sa­le Di­men­si­on ver­nach­läs­sigt wird, an­ders aus­ge­drückt, dass der Ana­ly­ti­ker auf die Re­duk­ti­on der neu­ro­ti­schen Po­si­ti­on des Be­geh­rens ab­zielt und nicht auf das Her­aus­ar­bei­ten der Po­si­ti­on des Be­geh­rens als sol­cher, au­ßer­halb des Ver­klebt­seins in die­se spe­zi­el­le Dia­lek­tik, die des Neu­ro­ti­kers.“18

Dass so vie­le Ana­ly­sen am Kas­tra­ti­ons­kom­plex schei­tern, hat sei­nen Grund mög­li­cher­wei­se dar­in, dass die Di­men­si­on des Schnitts ver­nach­läs­sigt wird. Eine weit­rei­chen­de Ver­mu­tung!

Zu Nicolas Langlitz, Die Zeit der Psychoanalyse

Ni­co­las Lan­glitz hat ein Buch über La­cans Be­grün­dung der va­ria­blen Sit­zungs­dau­er ge­schrie­ben, Die Zeit der Psy­cho­ana­ly­se.19 Er re­kon­stru­iert dar­in zu­nächst den Zu­sam­men­hang zwi­schen der va­ria­blen Sit­zungs­dau­er und La­cans Theo­rie der Zeit­lich­keit. Den Ab­schluss bil­det die Fra­ge der Ge­samt­dau­er der Kur; hier­für be­zieht er sich auf das Spät­werk und dar­in auf den Be­griff des Rea­len. In die­sem Zu­sam­men­hang schreibt er:

Ob­wohl La­can seit 1953 von der Tria­de des Ima­gi­nä­ren, des Sym­bo­li­schen und des Rea­len sprach, kam der drit­ten Di­men­si­on wäh­rend der fünf­zi­ger Jah­re in La­cans Ar­bei­ten nur eine un­ter­ge­ord­ne­te Be­deu­tung zu. Die­se Zeit war vor al­len Din­gen durch eine Lek­tü­re Freuds vor dem Hin­ter­grund der struk­tu­ra­lis­ti­schen Lin­gu­is­tik ge­prägt. La­cans In­ter­es­se galt pri­mär der Spra­che, und das Rea­le als de­ren an­de­res trat nur am Ran­de auf. Als das bloß Nicht­sprach­li­che, als rohe, prä­dis­kur­si­ve Ma­te­ria­li­tät schien es für eine Theo­rie der tal­king cure nicht wei­ter von Be­lang zu sein. Er rück­te es in die Nähe ei­nes bio­lo­gi­schen Sub­strats des Sub­jekts, wenn er es als struk­tu­rier­tes ‚Ge­ge­be­nes‘ cha­rak­te­ri­sier­te, wel­ches das Sub­jekt durch sei­ne stoff­li­chen Me­ta­bo­lis­men de­ter­mi­niert (im Ge­gen­satz zur De­ter­mi­na­ti­on durch den ‚uni­ver­sa­len Dis­kurs‘).“20

Lan­glitz irrt sich dop­pelt. Die va­ria­ble Sit­zungs­dau­er wird von La­can be­reits in den fünf­zi­ger Jah­ren mit dem Be­griff des Rea­len be­grün­det, eben in Se­mi­nar 6 von 1958/59: mit dem Be­griff des Schnitts, der sich wie­der­um auf das Rea­le be­zieht – der Schnitt ist die Ein­schrei­bung des Rea­len in das Sym­bo­li­sche.

Das Rea­le ist hier­bei auch kei­ne Rest­ka­te­go­rie. La­can fragt nach der Be­zie­hung zwi­schen dem Rea­len und dem Sym­bo­li­schen, und er ver­or­tet die­se Be­zie­hung im Schnitt, im In­ter­vall zwi­schen den Si­gni­fi­kan­ten. Der Schnitt ist der Ort, an dem im Sym­bo­li­schen das Rea­le er­scheint, die­se The­se wird im letz­ten Drit­tel von Se­mi­nar 6 breit ent­wi­ckelt.

Lan­glitz be­an­sprucht, die Theo­rie der Zeit­lich­keit zwi­schen 1953 und 1964 zu re­kon­stru­ie­ren.21 Sei­ne Re­kon­struk­ti­on hat eine ent­schei­den­de Lü­cke. Die in Se­mi­nar 6 von 1958/59 vor­ge­tra­ge­ne Be­grün­dung der va­ria­blen Sit­zungs­dau­er durch das Kon­zept des Schnitts und da­mit des Rea­len wird nicht er­wähnt.

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Anmerkungen

  1. In den Fuß­no­ten gebe ich au­ßer­dem die Sei­ten­zah­len der of­fi­zi­el­len Aus­ga­be des Se­mi­nars an: J. La­can: Le dé­sir et son in­ter­pré­ta­ti­on. Le sé­min­aire, li­v­re VI. 19581959. Text­her­stel­lung von Jac­ques-Alain Mil­ler. Seuil, Pa­ris 2013.
  2. Vgl. Ni­co­las Lan­glitz: Die Zeit der Psy­cho­ana­ly­se. La­can und das Pro­blem der Sit­zungs­dau­er. Suhr­kamp, Frank­furt am Main 2005, Ka­pi­tel 3 „Die Pra­xis der va­ria­blen Sit­zungs­dau­er“ S. 84127; PDF-Da­tei­en der zu­grun­de­lie­gen­den Dis­ser­ta­ti­on fin­det man im In­ter­net hier.– Eli­sa­beth Rou­di­nes­co: Jac­ques La­can. Be­richt über ein Le­ben, Ge­schich­te ei­nes Denk­sys­tems. Über­setzt von Hans-Die­ter Gon­dek. Kie­pen­heu­er und Witsch, Köln 1996, S. 305310.
  3. Vgl. Rou­di­nes­co, a.a.O., S. 308.
  4. J. La­can: Funk­ti­on und Feld des Spre­chens und der Spra­che in der Psy­cho­ana­ly­se. Über­setzt von Klaus La­er­mann. In: Ders.: Schrif­ten I. Hg. v. Nor­bert Haas. Suhr­kamp, Frank­furt am Main 1975, S. 71169, hier: S. 129, 155162.
  5. Se­mi­nar 6, Sit­zung vom 27. Mai 1959; vgl. Ver­si­on Mil­ler, S. 471.
  6. Se­mi­nar 6, Sit­zung vom 3. Juni 1959; vgl. Mil­ler, S. 482 f.
  7. Se­mi­nar 6, Sit­zung vom 24. Juni 1959; vgl. Ver­si­on Mil­ler, S. 536.
  8. Se­mi­nar 6, Sit­zung vom 1. Juli 1959; vgl. Ver­si­on Mil­ler, S. 564 f.
  9. Die Struk­tur die­ser Sät­ze hat­te La­can in sei­nem Psy­cho­se-Auf­satz ana­ly­siert: J.L.: Über eine Fra­ge, die je­der mög­li­chen Be­hand­lung der Psy­cho­se vor­aus­geht (1958). In: Ders.: Schrif­ten. Band II. Voll­stän­di­ger Text. Über­setzt von Hans-Die­ter Gon­dek. Tu­ria und Kant, Wien 2015, S. 971, hier: S. 20.
  10. Se­mi­nar 6, Sit­zung vom 20. Mai 1959; vgl. Ver­si­on Mil­ler, S. 459, Satz mit Stern­chen im Ori­gi­nal deutsch.
  11. Se­mi­nar 6, Sit­zung vom 24. Juni 1959; vgl. Ver­si­on Mil­ler, S. 540.
  12. Sit­zung vom 3. Juni 1959; vgl. Ver­si­on Mil­ler, S. 497.
  13. Se­mi­nar 4, Sit­zung vom 5. Juni 1957; mei­ne Über­set­zung nach Ver­si­on Sta­fer­la; vgl. Ver­si­on Miller/Gondek, S. 435.
  14. Das grie­chi­sche Wort epos be­deu­tet „Er­zäh­lung“, das grie­chi­sche Wort ēthos be­deu­tet „Ge­wohn­heit“, „Sit­te“.
  15. Se­mi­nar 6, Sit­zung vom 1. Juli 1959; vgl. Ver­si­on Mil­ler, S. 571 f.
  16. In Se­mi­nar 6 spricht La­can be­stän­dig vom pa­ti­ent; den Be­griff ana­ly­sant prägt er erst 1967.
  17. S. Freud: Die end­li­che und die un­end­li­che Ana­ly­se (1937). In: Ders.: Stu­di­en­aus­ga­be. Schrif­ten zur Be­hand­lungs­tech­nik. Fi­scher Ta­schen­buch Ver­lag, Frank­furt am Main 2000, S. 351392, hier: Teil VIII, dar­in S. 390392.
  18. Se­mi­nar 6, Sit­zung vom 10. Juni 1969; vgl. Ver­si­on Mil­ler, S. 509.
  19. Ni­co­las Lan­glitz: Die Zeit der Psy­cho­ana­ly­se. La­can und das Pro­blem der Sit­zungs­dau­er. Suhr­kamp, Frank­furt am Main 2005.
  20. Lan­glitz, a.a.O., S. 242.
  21. Vgl. Lan­glitz, a.a.O., S. 124.

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