Der Schnitt, das Reale und die Innenacht

In Seminar 9, Die Identifizierung (1961/62), greift Lacan das Konzept des Schnitts auf, das er früher entwickelt hatte, und deutet es um. Er bezieht es jetzt auf die Flächen der mathematischen Topologie, vor allem den Torus, das Möbiusband und die Kreuzhaube. Der Schnitt ist damit der Schnitt in eine Fläche bzw. der Schnitt, durch den eine Fläche erzeugt wird. Als entscheidende Form des Schnitts begreift er die sogenannte Innenacht, auf die er von da an immer wieder zurückkommen wird. Von hier aus bestimmt er neu, wie sich im Schnitt das Reale manifestiert.

Im Folgenden übersetze ich aus dem Identifizierungsseminar die wichtigste Passage zum Verhältnis von Schnitt, Innenacht und Realem.

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Der Schnitt und das Ende der Sitzung

Lacan hat die variable Dauer seiner psychoanalytischen Sitzungen mehrfach begründet, u.a. in Seminar 6 von 1958/59, Das Begehren und seine Deutung. Der Artikel übersetzt die Passage aus Seminar 6, die im Deutschen offenbar nicht rezipiert worden ist. In ihr verbindet Lacan die Frage der Sitzungsdauer mit dem Begriff des Schnitts und auf diesem Wege mit dem Konzept des Realen.

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Der Schnitt: die Einschreibung des Realen in das Symbolische

„Schnitt“ (coupure) ist einer von Lacans Grundbegriffen. 1959 bestimmt er ihn als Manifestation des Realen im Symbolischen – die Auffassung, erst der späte Lacan habe den Begriff des Realen ausgearbeitet, ist ein Mythos.
Im diesem Artikel gebe ich einen Überblick über die erste Entwicklung des Konzepts in Seminar 6 von 1958/59, Das Begehren und seine Deutung.

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Lacans Formel für den Trieb im Unbewussten: $◊D

L'hommeAusführliche Erläuterung der Formel ($ ◊ D) im Graphen des Begehrens.
Anhand der Seminare 5, Die Bildungen des Unbewussten, bis 11, Die vier Grundbegriffe, sowie der Aufsätze Die Ausrichtung der Kur und Subversion des Subjekts.

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„Zweiter Tod“ und „Zwischen-zwei-Toden“ in Jacques Lacans Seminar über die Ethik der Psychoanalyse

Im Ethik-Seminar hat Lacan eine Neudeutung des Todestriebs vorgetragen. Ein Schlüsselbegriff ist hierbei der „zweite Tod“. Was ist damit gemeint? Hinweise bekommt man in der Apokalypse des Johannes und in Heideggers Was ist Metaphysik?

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