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Wie borromäisch ist Lacans borromäischer Knoten?

Lacan zeichnet borromäische Verschlingung aus drei RingenLa­can zeich­net bor­ro­mäi­sche Rin­ge, ver­mut­lich wäh­rend Se­mi­nar 22, RSI, 1975

In wel­chem Ver­hält­nis ste­hen die drei von La­can er­fun­de­nen Di­men­sio­nen des psy­cho­ana­ly­ti­schen Raums zu­ein­an­der: das Ima­gi­nä­re, das Sym­bo­li­sche und das Rea­le? Ab Se­mi­nar 19 von 1971/72, … oder schlim­mer, ver­sucht La­can, die­se Fra­ge mit­hil­fe der bor­ro­mäi­schen Rin­ge zu be­ant­wor­ten. De­ren Bau­wei­se ist ein­fach: Fa­den­rin­ge, die so mit­ein­an­der ver­bun­den sind, dass, wenn ir­gend­ein Ring auf­ge­trennt wird, die an­de­ren aus­ein­an­der­fal­len. Die kleins­te bor­ro­mäi­sche Ver­schlin­gung be­steht aus drei Rin­gen (in der Ter­mi­no­lo­gie der To­po­lo­gen: aus drei tri­via­len Kno­ten), es kön­nen je­doch be­lie­big vie­le Rin­ge auf die­se Wei­se ver­knüpft wer­den. Der bor­ro­mäi­sche Cha­rak­ter sol­cher Ge­bil­de be­steht dar­in, dass alle Rin­ge aus­ein­an­der­flie­gen, so­bald ir­gend­ei­ner ge­öff­net wird (To­po­lo­gen nen­nen dies die „Brunn­sche Ei­gen­schaft“).

Borromäischer Viererknoten

Bor­ro­mäi­sche Ver­schlin­gung aus vier Rin­gen

In Se­mi­nar 23 von 1975/76, Das Sin­t­hom, geht es um eine bor­ro­mäi­sche Ver­schlin­gung aus vier Kno­ten; der vier­te Kno­ten steht hier für das Sym­ptom bzw. das Sin­t­hom; vgl. den Kom­men­tar zum Sin­t­hom-Se­mi­nar in die­sem Blog.

Man den­ke an Woo­dy Al­lens Film Vicky Cris­ti­na Bar­ce­lo­na (2008). Zwi­schen Juan An­to­nio und Ma­ría Ele­na stellt sich nur da­durch eine sta­bi­le Ver­bin­dung her, dass eine Drit­te hin­zu­kommt, Cris­ti­na. In dem Mo­ment, in dem die­se sich aus dem Staub macht, fällt die Be­zie­hung zwi­schen Juan An­to­nio und Ma­ría Ele­na aus­ein­an­der. Woll­te man zei­gen, dass die­se Mé­na­ge-à-trois bor­ro­mäi­schen Cha­rak­ter hat, müss­te man sie um zwei Epi­so­den er­gän­zen: Juan An­to­nio zieht sich zu­rück und das Ver­hält­nis zwi­schen den bei­den Frau­en geht in die Brü­che; Ma­ría Ele­na sucht das Wei­te, dar­auf­hin kommt es zur Tren­nung zwi­schen Cris­ti­na und Juan An­to­nio.

Je­der der Rin­ge hält die üb­ri­gen zu­sam­men, das Stif­ten des Zu­sam­men­halts ist kei­ne Spe­zia­li­tät ei­nes be­stimm­ten Rings. Die The­se, die von der bor­ro­mäi­schen Ver­schlin­gung ver­an­schau­licht wer­den soll, lau­tet also: Die ver­schie­de­nen Re­gis­ter des psy­chi­schen Ap­pa­rats ste­hen in ei­ner nicht-hier­ar­chi­schen Be­zie­hung zu­ein­an­der, der Psy­chis­mus ist eine Struk­tur ohne Zen­trum.

Es hat mich des­halb ver­blüfft, als ich in Ge­ne­viè­ve Mo­rels be­mer­kens­wer­tem Buch über das Sin­t­hom-Se­mi­nar,  La loi de la mère, auf Be­mer­kun­gen stieß, die das in Fra­ge stel­len.

Mo­rel be­zieht sich auf ei­nen Satz von La­can in Se­mi­nar 17 von 1969/70, Die Kehr­sei­te der Psy­cho­ana­ly­se. La­can sagt dort: „die­ses Wis­sen ist Ge­nuss­mit­tel“1. Da­mit stellt er eine Be­zie­hung her zwi­schen dem Wis­sen (dem Sym­bo­li­schen, dem Un­be­wuss­ten) und dem Ge­nie­ßen (dem Rea­len, der Trieb­be­frie­di­gung jen­seits des Lust­prin­zips), und er be­dient sich da­bei des Zweck-Mit­tel-Sche­mas.

Mo­rel deu­tet den Satz so:

Das Sym­bo­li­sche ist also von nun an dem Ge­nie­ßen un­ter­ge­ord­net.“2

Von nun an? Also auch noch im Sin­t­hom-Se­mi­nar, das ich ge­ra­de lese? Geht es in die­sem Se­mi­nar um die Vor­herr­schaft des Ge­nie­ßens bzw. des Rea­len ge­gen­über dem Sym­bo­li­schen? War­um be­zieht La­can sich hier aber so hart­nä­ckig auf den bor­ro­mäi­schen Kno­ten? Soll die­ser nicht im Ge­gen­teil zei­gen, dass alle Rin­ge al­len an­de­ren ge­gen­über eine do­mi­nan­te Funk­ti­on ha­ben – und da­mit kei­ner?

Et­was spä­ter lese ich bei Mo­rel:

Das Sym­ptom schafft das Sym­bol ab, dies ist, so scheint mir, die star­ke The­se zu Be­ginn von Sin­t­hom, die durch das, was folgt, nicht zu­rück­ge­wie­sen wird. Sie be­deu­tet zu­nächst, auf der me­ta­theo­re­ti­schen Ebe­ne, das Ende der Vor­herr­schaft des Sym­bo­li­schen im Ver­hält­nis zum Rea­len und zum Ima­gi­nä­ren.“3

Der zwei­te Satz hat mir so­fort ein­ge­leuch­tet: Das Sym­bo­li­sche hat für La­can im Sin­t­hom-Se­mi­nar nicht die Vor­herr­schaft im Ver­hält­nis zu den an­de­ren Re­gis­tern – ge­nau dies zeigt der bor­ro­mäi­sche Kno­ten. Da­bei ist al­ler­dings zu er­gän­zen: Und das Rea­le hat nicht die Vor­herr­schaft ge­gen­über dem Ima­gi­nä­ren und dem Sym­bo­li­schen – und so wei­ter, reih­um, kei­ne der vier Di­men­sio­nen hat ge­gen­über den an­de­ren ei­nen Vor­rang.

Mo­rels ers­ter Satz – das Sym­bol schafft das Sym­ptom ab – hat mich ins Grü­beln ge­bracht. Mo­rel be­zieht sich da­mit auf La­cans The­se, dass sich das Werk von Joy­ce nicht psy­cho­ana­ly­tisch deu­ten lässt, zu­min­dest nicht Fin­ne­gans Wake. Joy­ce hat, La­can zu­fol­ge, die Äqui­vo­ka­tio­nen der­art raf­fi­niert un­ter Kon­trol­le ge­bracht, dass von ih­nen aus der Zu­gang zum Un­be­wuss­ten ver­sperrt ist.4 Eine ähn­li­che Idee hat­te be­reits 1932 C. G. Jung ge­äu­ßert, als er er­klär­te, Ulys­ses las­se sich nicht psy­cho­ana­ly­tisch deu­ten.5 La­can be­haup­tet also: Das Sym­ptom (das Werk von Joy­ce) er­mög­licht kei­nen Zu­gang zum Sym­bol (zum Un­be­wuss­ten von Joy­ce).

Mo­rel deu­tet das so: „Das Sym­ptom schafft das Sym­bol ab“. Sie spricht auch vom „ab­so­lu­ten Ge­winn des Sym­ptoms über das Sym­bol“6. Das Sym­bol wird –in ih­rer Sicht –vom Sym­ptom ab­so­lut do­mi­niert, bis hin zur Ab­schaf­fung, zur Ver­nich­tung. Wenn ich das auf den bor­ro­mäi­schen Vie­rer­kno­ten be­zie­he, heißt das: Der Ring des Sym­ptoms do­mi­niert den Ring des Sym­bo­li­schen (des Un­be­wuss­ten), und zwar der­art, dass er ihn zer­stört. Nun ist klar, wenn man in ei­nem bor­ro­mäi­schen Kno­ten ei­nen der Rin­ge ab­schafft, fal­len die üb­ri­gen aus­ein­an­der – das ist der Witz die­ses Ge­bil­des. Der bor­ro­mäi­sche Kno­ten wäre nicht mehr bor­ro­mä­isch. Wenn das Sym­ptom das Sym­bol ab­schafft, zer­stört dies den bor­ro­mäi­schen Kno­ten.

Das Ver­hält­nis zwi­schen dem Ima­gi­nä­ren und dem Sym­bo­li­schen scheint Mo­rel ähn­lich zu deu­ten: als Do­mi­nan­zwech­sel. Über den Kör­per schreibt sie:

zu­nächst in Das Spie­gel­sta­di­um ima­gi­när und durch das Spie­gel­bild ge­stützt, wird er stück­wei­se si­gni­fi­kant, bis hin zu Ra­dio­pho­nie, wo er nur dank des Sym­bo­li­schen exis­tiert, das sein Ge­stell bil­det“7.

Will sie da­mit sa­gen, dass das Ima­gi­nä­re im Ver­lauf der Theo­rie­ent­wick­lung zu­neh­mend durch das Sym­bo­li­sche ver­drängt wird? Dass das Sym­bo­li­sche also beim spä­ten La­can das Ima­gi­nä­re do­mi­niert? Auch das stün­de im Ge­gen­satz zum Grund­ge­dan­ken des bor­ro­mäi­schen Kno­tens, in dem das Ima­gi­nä­re ja gleich­wer­tig ne­ben dem Sym­bo­li­schen und dem Rea­len steht.

In Se­mi­nar 21 von 1973/74, Les non-du­pes er­rent, sagt La­can:

Eben dar­um geht es und dar­um, dass es kei­ne Be­den­ken da­ge­gen gibt, dass ich zu ver­ste­hen ima­gi­nie­re. (…) Das je­doch, was ich, be­zo­gen auf den Sinn, mit die­sem ‚ich ima­gi­nie­re‘ vor­ge­bracht habe, das ist eben die An­mer­kung, die ich die­ses Jahr vor­brin­ge wer­de, näm­lich dass das Ima­gi­nä­re – was auch im­mer Sie da­von ver­stan­den ha­ben, da Sie zu ver­ste­hen ima­gi­nie­ren –, dass das Ima­gi­nä­re eine dit-man­si­on ist – Sie wis­sen, wie ich das schrei­be -, die ge­nau so wich­tig ist wie die an­de­ren.“8

Das Ima­gi­nä­re ist ge­nau so wich­tig wie das Sym­bo­li­sche und das Rea­le.

Eine ähn­li­che Do­mi­nanz­kon­zep­ti­on wie Mo­rel ver­tre­ten Ham­mer­meis­ter und Ho­mer. Ham­mer­meis­ter schreibt:

Viel­leicht mehr noch als die an­de­ren bei­den Re­gis­ter hat das Rea­le eine Rei­he von Be­deu­tungs­ver­schie­bun­gen im Den­ken La­cans durch­lau­fen, die dazu führ­ten, daß es im letz­ten Jahr­zehnt der La­can­schen Vor­trags­tä­tig­keit schließ­lich in die pri­vi­le­gier­te Po­si­ti­on in der Hier­ar­chie der Re­gis­ter rück­te.“9

Das letz­te Jahr­zehnt von La­cans Vor­trags­tä­tig­keit be­ginnt mit Se­mi­nar 16 von 1968/69. Ei­nes der Haupt­the­men von Se­mi­nar 19 bis Se­mi­nar 25 ist der bor­ro­mäi­sche Kno­ten. Der bor­ro­mäi­sche Kno­ten zeigt eine nicht-hier­ar­chi­sche Be­zie­hung zwi­schen den Re­gis­tern, das ist der Grund­ge­dan­ke. Für den spä­ten La­can gibt es kei­ne Hier­ar­chie der Re­gis­ter.

Ho­mer be­zieht sich auf die spä­ten Ar­bei­ten La­cans,

wo das Rea­le zur zen­tra­len Ka­te­go­rie sei­nes Den­kens er­ho­ben wird.“10

Der Be­griff des Zen­trums be­ruht auf ei­ner ima­gi­nä­ren Auf­fas­sung des Raums, auf dem Ge­gen­satz von Zen­trum und Pe­ri­phe­rie. In den spä­ten Ar­bei­ten ver­sucht La­can, für das Be­griffs­ge­fü­ge sei­ner Psy­cho­ana­ly­se eine To­pik zu fin­den, die sich der ima­gi­nä­ren Raum­auf­fas­sung wi­der­setzt, und das heißt vor al­lem: in der es kei­ne zen­tra­le Ka­te­go­rie gibt.

Falls Mo­rel, Ham­mer­meis­ter und Ho­mer recht ha­ben, be­greift La­can die Struk­tur des psy­chi­schen Ap­pa­rats nicht als bor­ro­mäi­sche Ver­schlin­gung, son­dern nach dem Mus­ter ei­ner Ar­mil­lar­späh­re.

Auf­bau ei­ner Ar­mil­larsphä­re

Armillarsphäre Kopie

Ar­mil­larsphä­re

In den Se­mi­na­ren 22 und 23 stellt La­can den bor­ro­mäi­schen Kno­ten der Ar­mil­larsphä­re ge­gen­über (vgl. hier­zu im Kom­men­tar „‚Das Sin­t­hom‘ ent­zif­fern“ den Kom­men­tar zur Sit­zung vom 9. De­zem­ber 1975). Eine Ar­mil­larsphä­re dien­te dazu, die Po­si­ti­on von Him­mels­kör­pern zu be­stim­men. Die rech­te Zeich­nung zeigt ih­ren Auf­bau. Der blaue Ring wird vom oliv­grü­nen Ring um­fasst und der oliv­grü­ne vom ro­ten. Das lässt sich als Do­mi­nanz­ver­hält­nis deu­ten: der rote Ring do­mi­niert den oliv­grü­nen Ring und der oliv­grü­ne den blau­en, also der rote Ring auch den blau­en. Der oliv­far­be­ne Ring hat hier eine Zwi­schen­stel­lung, er ist zu­gleich ein­ge­hüllt (vom ro­ten) und ein­hül­lend (in Be­zug auf den blau­en). Für die bei­den an­de­ren Rin­ge der Ar­mil­larsphä­re gilt das nicht –der rote Ring ist um­fas­send, ohne von ei­nem der an­de­ren Rin­ge um­fasst zu wer­den, der blaue wird um­fasst, ohne selbst ei­nen der an­de­ren Rin­ge zu um­fas­sen.

Borromäischer Dreierknoten

Auf­bau ei­ner bor­ro­mäi­schen Ver­schlin­gung

In ei­ner bor­ro­mäi­schen Ver­schlin­gung hat der Auf­bau der Rin­ge eine an­de­re Struk­tur (sie­he die Zeich­nung rechts). Auch hier wird der blaue Ring vom oliv­grü­nen Ring um­fasst und der oliv­grü­ne vom ro­ten. Der rote Ring wird je­doch zu­gleich vom blau­en um­hüllt. Dies führt dazu, dass  je­der der drei Rin­ge ist in Be­zug auf die an­de­ren bei­den Rin­ge eine Zwi­schen­stel­lung ein­nimmt, je­der Ring ist für ei­nen an­de­ren Ring der ein­hül­len­de Ring und für ei­nen an­de­ren Ring der ein­ge­hüll­te Ring. Dies ist die Struk­tur der bor­ro­mäi­schen Ver­schlin­gung.11

Mo­rels Sin­t­hom-Buch und die Be­mer­kun­gen von Ham­mer­meis­ter und Ho­mer stel­len mich vor eine Wahl.
Ent­we­der ich sage:
– La­can ver­sucht zu zei­gen, dass der psy­chi­sche Raum die Struk­tur ei­nes bor­ro­mäi­schen Kno­tens hat, für ihn gibt es also kei­ne Vor­herr­schaft des Rea­len bzw. des Sym­ptoms ge­gen­über dem Sym­bo­li­schen und kei­ne Zu­rück­drän­gung des Ima­gi­nä­ren durch das Sym­bo­li­sche. Es ge­lingt ihm auch halb­wegs, die­ses Pro­jekt durch­zu­füh­ren. So habe ich es mir bis­lang vor­ge­stellt.
Oder ich fol­ge Mo­rel (falls ich ich sie rich­tig ver­stan­den habe) so­wie Ham­mer­meis­ter und Ho­mer und hal­te dies für rich­tig:
– La­can ver­sucht zu­nächst die Do­mi­nanz des Sym­bo­li­schen ge­gen­über dem Ima­gi­nä­ren zu zei­gen und spä­ter, bis hin zum Sin­t­hom-Se­mi­nar, die Vor­herr­schaft des Rea­len bzw. des Sym­ptoms ge­gen­über dem Sym­bo­li­schen. Dann muss ich aber zu­gleich be­haup­ten: Dass La­can sich hier­bei am bor­ro­mäi­schen Kno­ten ori­en­tiert, ist der Grund­wi­der­spruch der Se­mi­na­re 21 bis 23. La­can möch­te hier zei­gen, dass der psy­chi­sche Ap­pa­rat die Struk­tur ei­nes bor­ro­mäi­schen Kno­tens hat, tat­säch­lich aber zeigt er, dass er wie eine Ar­mil­larsphä­re auf­ge­baut ist.12

Für mei­ne Lek­tü­re des Sin­t­hom-Se­mi­nars habe ich jetzt zwei ein­an­der aus­schlie­ßen­de Le­se­hy­po­the­sen:
Null­hy­po­the­se: Es gibt kei­ne Dif­fe­renz zwi­schen Pro­gramm und Durch­füh­rung. La­can ver­folgt das Pro­jekt, den bor­ro­mäi­schen Cha­rak­ter des Psy­chis­mus nach­zu­wei­sen, und dies ge­lingt ihm ei­ni­ger­ma­ßen.
Al­ter­na­tiv­hy­po­the­se: Es gibt eine Dif­fe­renz zwi­schen Pro­gramm und Durch­füh­rung. La­can will den bor­ro­mäi­schen Cha­rak­ter des psy­chi­schen Ap­pa­rats dar­le­gen, tat­säch­lich aber zeigt er das Ge­gen­teil.

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Anmerkungen

  1. Se­mi­nar 17, Ver­si­on Mil­ler, S. 57.
  2. Ge­ne­viè­ve Mo­rel: La loi de la mère. Es­sai sur le sin­t­home se­xu­el. Eco­no­mi­ca, An­thro­pos, Pa­ris 2008, S. 98.
  3. A.a.O., S. 110, Her­vor­he­bun­gen von Mo­rel.
  4. La­cans Über­le­gun­gen zu Joy­ce fin­det man in: Joy­ce das Sym­ptom I, Über­set­zung in die­sem Blog; Joy­ce le sym­ptô­me II. In: Au­tres écrits. Seuil, Pa­ris 2001, S. 265–270; so­wie in Se­mi­nar 23 von 1975/76, Le sin­t­home.
  5. Carl Gus­tav Jung: „Ulys­ses“. Ein Mo­no­log (1932). In: Ders.: Ge­sam­mel­te Wer­ke, Bd. 15. Wal­ter-Ver­lag, Ol­ten 1971, S. 121–149, im In­ter­net hier. Auf die­se Vor­läu­fer­schaft hat Mi­cha­el Turn­heim hin­ge­wie­sen in: La­cans sin­t­home. In: Ders.: Mit der Ver­nunft schla­fen. dia­pha­nes, Zü­rich und Ber­lin 2009, S. 55–75, hier: S. 62 Fn. 15.
  6. A.a.O., S. 104.
  7. Mo­rel 2008, S. 97
  8. Sit­zung vom 13. No­vem­ber 1973.
  9. Kai Ham­mer­meis­ter: Jac­ques La­can. Beck, Mün­chen 2008, S. 58 f.
  10. Sean Ho­mer: Jac­ques La­can. Rout­ledge, Abing­don 2005, S. 81.
  11. Vgl. Ver­si­on Mil­ler 2005, S. 35. Die bei­den Zeich­nun­gen sind aus der Sta­fer­la-Ver­si­on des Sin­t­hom-Se­mi­nars.
  12. In die­se Rich­tung geht viel­leicht Mo­rels Be­mer­kung, dass La­can im RSI-Se­mi­nar den frü­he­ren Sta­tus des Un­be­wuss­ten als rein sym­bo­lisch zu­rück­weist und des­halb „mit sei­ner Lo­ka­li­sie­rung im bor­ro­mäi­schen Kno­ten in Ver­le­gen­heit ge­rät“ (A.a.O., S. 103).

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