„Das Sinthom“ entziffern – Kommentare zu den einzelnen Sitzungen

Kommentar zu Lacans Seminar 23 von 1975/76, „Das Sinthom“

Verzeichnis der Kommentare zu den einzelnen Sitzungen

Der Kommentar wird unregelmäßig fortgesetzt und April oder Mai 2016 abgeschlossen sein.

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Vorlesung vom 18. November 1975

In Millers Version ist das „I. Über den logischen Gebrauch des Sinthoms oder Freud mit Joyce“)

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Ti­tel und Thema des Seminars
– Sin­thom
– Joyce
– Die bor­ro­mä­i­sche Ver­schlin­gung aus vier Ringen
– Der Zu­gang zum Rea­len durch die Logik

Struk­tur des Symptoms
– Auf­grund der Be­nen­nung gibt es kein na­tür­li­ches se­xu­el­les Verhältnis
– Die Schuld
– Das Sym­ptom hört nicht auf, ge­schrie­ben zu wer­den (Notwendigkeit)
– Das Sym­ptom hört auf durch die Kas­tra­tion (Möglichkeit)
– Die Wahr­heit kann zu ei­nem Er­geb­nis des Savoir-faire wer­den, kann aber nur halb­ge­sagt werden
– DIE Frau ist ein an­de­rer Name für Gott, sie exis­tiert nicht
– Aris­to­te­les schließt das Sin­gu­läre aus sei­ner Lo­gik aus
– So­kra­tesʼ Ver­hält­nis zu Xan­thip­pes Jam­mern: Al­les, nur das nicht = das Symptom

Joyce (I): die Wahl des Sinthoms
– Joy­ces Wahl: vom Sinthome-madaquin zum SintHome-Rule
– Joy­ces Va­ter: ver­sof­fen und faul
– Joy­ces Kunst: ein Er­satz für sei­nen „schlap­pen Schwanz“
– Das Ge­nie­ßen der Joy­cia­ner an der Universität
– Joyce: ein Herr*, der sich als Held be­griff, als Der Künstler

Ge­gen das Sym­ptom gibt es nur eine Waffe: die Äquivokation
– Re­so­nanz der Stimme als Ob­jekt a, Kon­kur­renz des Blicks

0, 1, 2, 3
– Die Menge als Sack zwi­schen Null und Eins; S1
– Zwei und S2 und die Spal­tung des Subjekts
– Drei

Kno­ten (I): Bor­ro­mä­i­sche Ver­schlin­gung aus vier Ringen
– Der bor­ro­mä­i­sche Drei­er­kno­ten ist beim Men­schen nicht die Norm
– Per­ver­sion ist père-version, Wen­dung zum Vater
– Der vierte Ring ist das Symptom
– Un­ter­schied­li­che Plät­tun­gen des Viererknotens
– Der Ödi­pus­kom­plex ist ein Symptom
– Der Name des Va­ters ist auch der Va­ter des Namens

Joyce (II): die Funk­tion der Kunst
– Durch die Kunst stützt Joyce sei­nen Va­ter und Irland
– Wie be­zieht sich Joy­ces Kunst so auf das Sym­ptom, dass des­sen Wahr­heit ver­sperrt ist?
– Wahr­heit im Her­ren­dis­kurs und in der Kunst

S1 und S2 im Her­ren­dis­kurs: Der Hand­wer­ker und die Du­pli­zi­tät von Sym­ptom und Symbol

Ob­jekt a im Herrendiskurs

Die Spal­tung des Sub­jekts, $, re­flek­tiert die Spal­tung von S2

Kno­ten (II): Kreis im Knoten
– Ver­wand­lung ei­nes fal­schen Lochs in ein ech­tes Loch durch eine un­end­li­che Ge­rade, d.h. ei­nen Kreis
– Die Po­li­zei be­fiehlt: Wei­ter im Kreis drehen!

Vorlesung vom 9. Dezember 1975

In Millers Version ist das „II. Über das, was im Realen Loch macht“

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Bor­ro­mä­i­scher Kno­ten (I)
– Eine Geo­me­trie, die sich nicht am Sack orientiert
– Die Spal­tung des Sub­jekts muss auf das Reale be­zo­gen werden
– Die Wahr­heit kann man nur halbsagen
– Der bor­ro­mä­i­sche Kno­ten ruft Wi­der­stand hervor

Kri­tik an Chomsky
– Die Spra­che ist kein Or­gan, das sich voll­stän­dig selbst er­fas­sen kann
– Die Spra­che macht Loch im Rea­len und er­zeugt das ge­spal­tene Subjekt

Bor­ro­mä­i­scher Kno­ten (II)
– Der bor­ro­mä­i­sche Kno­ten be­zieht sich dar­auf, dass die Spra­che Loch macht
– Der bor­ro­mä­i­sche Kno­ten be­ruht auf der Äqui­va­lenz von Kreis und un­end­li­cher Gerader
– Wech­sel­sei­ti­ges Ein­hül­len der Ringe in der bor­ro­mä­i­schen Verschlingung
– Kon­sis­tenz, Loch und Ex-sistenz
– Psy­cho­ana­lyse als Ne­ga­tiv der Re­li­gion und als In­fra­ge­stel­lung der ob­jek­ti­vie­ren­den Wissenschaft
– Der Kno­ten ver­kör­pert das Erkenntnishindernis
– Das Loch im Rea­len und die Kon­sis­tenz des Realen
– Der My­thos über das Sub­jekt als Reales
– Chomsky er­setzt den Zu­sam­men­hang zwi­schen Spra­che und Sym­ptom durch den zwi­schen Spra­che und Realem
– Man re­du­ziert stets die Me­ta­pher auf die Metonymie
– Das Loch im Sym­bo­li­schen ist die Urverdrängung
– Der bor­ro­mä­i­sche Kno­ten ist kein Mo­dell, da das Ima­gi­näre ge­gen ihn Wi­der­stand leistet
– La­cans Un­fä­hig­keit, vier Klee­blatt­kno­ten in ei­nen bor­ro­mä­i­schen Vie­rer­kno­ten zu überführen

Vorlesung vom 16. Dezember 1975

In Millers Version ist das „III. Über den Knoten als Stütze des Subjekts“

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Einstimmung: Das Ge­fühl des Ri­si­kos beim Unterrichten

Um­wand­lung von vier Klee­blatt­kno­ten in eine bor­ro­mä­i­sche Ver­schlin­gung von vier Kleeblattknoten
– Pro­blem und Lösung
– Ein­schub: Die Kno­ten­geo­me­trie treibt das Un­heim­li­che aus
– Bor­ro­mä­i­sche Ver­schlin­gung von vier Klee­blatt­kno­ten, Fortsetzung
– Ein­schub: In­wie­fern ge­hört die Ex-sistenz zum Realen?
– Der Klee­blatt­kno­ten als Kon­ti­nui­tät des Rea­len, des Sym­bo­li­schen und des Imaginären
– Dar­stel­lung des Sub­jekts durch die bor­ro­mä­i­sche Ver­schlin­gung von  3 + 1 Kleeblattschlingen
– Klee­blatt­kno­ten als pa­ra­noi­sche Psychose
– Zwei Ar­ten von bor­ro­mä­i­schen Verschlingungen
– Der Klee­blatt­kno­ten als Re­prä­sen­ta­tion der pa­ra­noi­schen Psy­chose und das Sin­thom im Massenwahn
– Das Sin­thom: ein Klee­blatt­kno­ten in ei­ner bor­ro­mä­i­schen Ver­schlin­gung von vier Kleeblattknoten
– Paar­be­zie­hun­gen in der bor­ro­mä­i­schen Ver­schlin­gung von vier Klee­blatt­kno­ten: 2 + 2

Über­schnei­dungs­be­rei­che in den Dia­gram­men der bor­ro­mä­i­schen Ringe und des ge­öff­ne­ten Kleeblattknotens

Mi­me­sis in der bor­ro­mä­i­schen Ver­schlin­gung: Kon­sis­tenz, Ex-sistenz und Loch

Vorlesung vom 13. Januar 1976

In Millers Version ist das „IV. Joyce und das Rätsel des Fuchses“

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Kno­ten
– Stütze für erste Wahrheiten
– Das Reale liegt au­ßer­halb des Sinns
– Kon­sis­tenz des Im­agi­nä­ren und Kon­sis­tenz des Knotens

An­be­tung des Kör­pers durch die Mentalität

Kno­ten und Schrift

Joyce
– Joyce glaubt an den Va­ter, den er verleugnet
– Nicht­exis­tenz des se­xu­el­len Ver­hält­nis­ses in den „Verbannten“

Das Rät­sel vom Fuchs: erste Wahr­hei­ten der Psychoanalyse

Eine Psy­cho­ana­lyse macht zwei Spleiße: Sinn und phal­li­sches Genießen

Vorlesung vom 20. Januar 1976

In Millers Version ist das „Ergänzung“

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Joyce des­ar­ti­ku­liert das Englische

Zwei Ar­ten der bor­ro­mä­i­schen Verschlingung

Si­gni­fi­kanz des Ge­schrie­be­nen und Si­gni­fi­kanz des Gesprochenen

Vorlesung vom 10. Februar 1976

In Millers Version ist das „V. War Joyce verrückt?“

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Fra­ge­stel­lung
– War Joyce verrückt?
– Stütz­punkt der Ant­wort: Dif­fe­renz zwi­schen Wah­rem und Realem
– Schwie­rig­keit der Ant­wort: Be­zug auf Ge­schrie­be­nes statt aufs Sprechen

Joyce (I)
– Die Be­zie­hung zu Nora
– Die Be­zie­hung zur Re­li­gion: hielt Joyce sich für den Erlöser?

To­po­lo­gie des Knotens
– Die Frage, ob Joyce ver­rückt war, soll mit­hilfe der Kno­ten be­ant­wor­tet werden.
– Der bor­ro­mä­i­sche Kno­ten muss von ei­ner Dy­na­mik her be­grif­fen wer­den: zwei Ringe bil­den ein fal­sches Loch und ein drit­ter Ring ver­wan­delt das fal­sche in ein ech­tes Loch.
– Pro­blem der zwei­di­men­sio­na­len Dar­stel­lung: das Loch verschwindet

Joyce (II)
– Ver­hält­nis zu Nora: der um­ge­stülpte Hand­schuh mit dem stö­ren­den in­ne­ren Knopf
– Ver­hält­nis zur Re­li­gion: Er­lö­sung ver­sus Kas­tra­tion des Vaters

Das Reale zeigt sich in den Ver­wir­run­gen des Wahren

To­po­lo­gie
– Die Au­toper­fo­ra­tion des Wah­ren im Knoten
– An­sau­gung des Sinns durch das Bild des sau­gen­den Mundes
– Der Raum im Bild
– Die sym­bo­li­sche und die ima­gi­näre Di­men­sion des Raums
– Das Ob­jekt a ist ein Hin­der­nis für die Ex­pan­sion des ima­gi­nä­ren Raums
– Die ima­gi­näre Geo­me­trie des ver­kehr­ten Handschuhs
– Luft­bla­sen, Fest­kör­per, Schnitte
– Ver­bin­dung zwi­schen Ku­gel und Kno­ten: die Kon­sis­tenz des Seils

Joyce (III)
– Echte und fal­sche Kleeblattknoten
– Die Ver­wer­fung des Namens-des-Vaters und der Re­pa­ra­tur­ring im fal­schen Kleeblattknoten
– Die Re­pa­ra­tur: das Auf­wer­ten des Ei­gen­na­mens zum Gattungsnamen

Vorlesung vom 17. Februar 1976

In Millers Version ist dies „VI. Joyce et les paroles imposées“

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Zusammenfassung der vorangegangenen Sitzung
– Reparatur eines falschen Knotens durch ein Sinthom
– Joyce: Reparatur durch den Eigennamen

Das Sinthom der aufgezwungenen Worte

Der Lapsus, in jedem Sinne

Äquivalenz zweier Ringe in einer Verschlingung

Sexuelles (Nicht-)Verhältnis und sexuelle (Nicht-)Äquivalenz

Das Sinthom zwischen Realem und Imaginärem

Vorlesung vom 9. März 1976

In Millers Version ist dies „VII. D’une fallace témoignant du réel“

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Zur Auf­füh­rung von Ci­xous’ „Por­trät von Dora“

Dar­stel­lungs­ar­ten der bor­ro­mä­i­schen Verschlingung

Das Ganze und die Menge

Wie er­zeugt man die beiden bor­ro­mä­i­schen Verschlingungen?
– Soury/Thomé: drei Fär­bun­gen und drei Orientierungen
– La­cans Irr­tum: Fär­bung genügt
– Ex­kurs: Evi­denz durch Entleerung
– La­cans neue These: zwei ge­färbte Ringe und ein ori­en­tier­ter Ring

Psy­cho­ana­ly­ti­sche An­wen­dung: die Geschlechter
– Die eine ge­färbte Ge­rade: das Imaginäre
– Die an­dere ge­färbte Ge­rade: das Reale
– Der ori­en­tierte Ring / die Ge­rade im falschen Loch: der Phallus

Die anderen Teile des Kommentars

Konzept und Sekundärliteratur

Ergänzende Beiträge

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