Marie-Claude Thomas: Melanie Klein mit Lacan. Eine Anmerkung

Nicholas Wright - Mrs Klein - 1988 - Aufführung Almeida 2009 - Foto GuardianNi­cho­las Wright: Mrs. Klein (1988), Auf­füh­rung im Al­mei­da-Thea­ter in Lon­don 2009
Clai­re Higg­ins (links) als Me­la­nie Klein und Ni­co­la Wal­ker als Pau­la Hei­mann
Foto: Tristram Ken­ton, The Guar­di­an

Als Me­la­nie Klein am 7. Ja­nu­ar 1929 ei­nen klei­nen Jun­gen von vier Jah­ren emp­fing, den sie Dick nann­te, sah sie kei­ne Not­wen­dig­keit, ihn als „Au­tis­ten“ zu be­zeich­nen, ob­wohl die kli­ni­sche Be­schrei­bung, die sie von ihm gab, durch­aus an das hät­te er­in­nern kön­nen, was der Zü­ri­cher Psych­ia­ter Eu­gen Bleu­ler in den Jah­ren zwi­schen 1907 und 1912 als Ge­gen­po­si­ti­on zu Freud her­aus­ge­ar­bei­tet hat­te.

Autismus?

Der Ter­mi­nus „Au­tis­mus“ war 1907 von Bleu­ler ein­ge­führt wor­den, um den Be­griff „Au­to­ero­tis­mus“ zu ver­mei­den, der nicht zum Sprach­schatz von Me­la­nie Klein ge­hör­te.

Sie be­zieht sich nicht auf den Au­tis­mus, als sie 1930 in der Fol­ge ih­rer Mit­tei­lung Die Be­deu­tung der Sym­bol­bil­dung für die Ich­ent­wick­lung, in der sie den Fall Dick vor­stellt, die Dia­gno­se der „De­men­tia prae­cox“ zu­rück­weist. Die­se hat­te Dr. For­syth ge­stellt. Me­la­nie Klein spricht auch nicht von „Schi­zo­phre­nie“. Dar­über hin­aus weist sie die­se me­di­zi­ni­sche Ebe­ne zu­rück:

Ich ent­hal­te mich der Stel­lung­nah­me zur Fra­ge der Dia­gno­se vom Stand­punkt der kli­ni­schen Psych­ia­trie. Hin­ge­gen kann ich, auf mei­ne all­ge­mei­nen ana­ly­ti­schen Er­fah­run­gen mit Kin­dern ge­stützt, ei­ni­ge Be­mer­kun­gen ge­ne­rel­ler Art über die Psy­cho­se im Kin­des­al­ter ma­chen.“1

Ge­nau­so nimmt Me­la­nie Klein sel­ten auf den „Au­to­ero­tis­mus“ Be­zug und macht von ihm kei­nen kli­ni­schen Ge­brauch. Wenn sie ihn er­wähnt, so in Ver­bin­dung mit dem Spre­chen. In Zur Früh­ana­ly­se von 1923 er­wähnt sie Be­mer­kun­gen von Sa­bi­na Spiel­rein,

in de­nen sie in sehr ein­leuch­ten­der Wei­se die Ent­ste­hung der kind­li­chen Wor­te Mama und Papa vom Saug­akt ab­lei­tet.“2

1930 über­nahm Leo Kan­ner, ein Arzt, der eine kar­dio­lo­gi­sche Dok­tor­ar­beit in Ber­lin ver­fasst hat­te, die Funk­ti­on ei­nes Kin­der­arz­tes am Johns Hop­kins Hos­pi­tal von Bal­ti­more. Er hat­te da­mals die Dia­gno­se des „frühkin­di­chen in­fan­ti­len Au­tis­mus“ noch nicht ge­prägt, der 1943/1944 mit Er­folg in die kin­der­psych­ia­tri­sche No­men­kla­tur Ein­zug fin­den soll­te. Als Jac­ques La­can im Fe­bru­ar 1954 im Lau­fe zwei­er Sit­zun­gen sei­nes Se­mi­nars Freuds tech­ni­sche Schrif­ten den Be­richt der Er­fah­rung Me­la­nie Kleins mit Dick las, leg­te er Dick eben­falls nicht auf die Dia­gno­se des „Au­tis­mus“ fest.

Das ge­schah erst drei­ßig Jah­re spä­ter, 1983, durch Fran­ces Tus­tin, und so wur­de er „Dick, das au­tis­ti­sche Kind“. Dia­gnos­ti­zie­ren, Klas­si­fi­zie­ren, Be­nen­nen, den „Ap­pa­rat ei­ner un­ver­gleich­li­chen Be­schrei­bung“ fa­bri­zie­ren, wie Da­vid Hal­pe­rin es for­mu­liert3, ist eine Ent­schei­dung, die ihre Wir­kun­gen zei­tigt, be­son­ders die der Ob­jek­ti­vie­rung: Dick, sei­ne au­tis­ti­schen Schwes­tern und Brü­der wer­den Ob­jek­te ei­nes wis­sen­schaft­li­chen Wis­sens, eine Ent­schei­dung, die mit der ana­ly­ti­schen Er­fah­rung über­haupt nicht ver­ein­bar ist. Und die Aus­wir­kun­gen auf die Ver­schrei­bungs­pra­xis hat …

Im Ge­gen­satz zur Ob­jek­ti­vie­rung und Ver­schrei­bung legt Me­la­nie Klein die ana­ly­ti­sche Ar­beit mit Dick von Be­ginn an auf der Ebe­ne der Spra­che und des Spre­chen dar, weil sie Teil der Sym­bol­bil­dung und der Sym­bo­li­sie­rung ist. Da­für stützt sie sich als Freu­dia­ne­rin auf das, was Sig­mund Freud, San­dor Fe­ren­c­zi und Er­nest Jo­nes zu­vor als den „wah­ren“ Sym­bo­lis­mus her­aus­ge­ar­bei­tet hat­ten, das heißt als eine Wir­kung der Ver­drän­gung. Heu­te gilt es her­vor­zu­he­ben, dass Me­la­nie Klein Wort für Wort das Dis­po­si­tiv der „Schöp­fung“ des­sen er­kun­det, was La­can den „Si­gni­fi­kan­ten“ nen­nen wird, in eins mit den Wir­kun­gen der Sub­jek­ti­vie­rung für die­sen klei­nen au­tis­ti­schen Jun­gen. Sie in­ter­ve­niert auf der Ebe­ne der Spra­che und der Zei­chen, nicht des Ver­hal­tens.

Kinderanalyse

1929 war Me­la­nie Klein be­reits drei Jah­re in Eng­land, in der Fol­ge von Ta­gun­gen in Lon­don, dann der Ein­la­dung von Er­nest Jo­nes, hier zu ar­bei­ten, nach­dem ihr Ber­li­ner Ana­ly­ti­ker Karl Abra­ham 1925 ver­stor­ben war.

Als Toch­ter von Li­bus­sa und Mo­ritz Rei­zes war sie 1882 in Wien ge­bo­ren wor­den und hei­ra­te­te den Che­mie-In­ge­nieur Ar­thur Klein, mit dem sie drei Kin­der hat­te. Die Fa­mi­lie ließ sich 1910 in Bu­da­pest nie­der, wo Me­la­nie Klein 1914 Freuds Text von 1901 Über den Traum las, eine di­dak­ti­sche Mo­no­gra­phie, die die grund­le­gen­den Punk­te der Traum­deu­tung dar­stellt. Be­geis­tert und in der Über­zeu­gung, dass die Ana­ly­se die Lö­sung ih­rer zahl­rei­chen „De­pres­sio­nen“ sei, be­gann sie bei San­dor Fe­ren­c­zi eine Ana­ly­se. Er er­mun­ter­te sie, Ana­ly­ti­ke­rin zu wer­den, ins­be­son­de­re mit Kin­dern. Be­reits 1919 wur­de sie nach ei­nem Vor­trag Mit­glied der Bu­da­pes­ter psy­cho­ana­ly­ti­schen Ver­ei­ni­gung, schließ­lich 1923 der Ber­li­ner Ver­ei­ni­gung, wo sie sich 1921 nie­der­ließ. Sie nahm seit die­ser Zeit an den Kon­gres­sen der In­ter­na­tio­na­len Psy­cho­ana­ly­ti­schen Ver­ei­ni­gung teil, auf de­nen sie die ana­ly­ti­sche Pra­xis mit Kin­dern er­for­schen­de, recht­fer­ti­gen­de und be­grün­den­de Vor­trä­ge hielt. Da­bei ver­lor sie nie­mals ihre Ent­schlos­sen­heit, auch ge­gen­über Freud und be­son­ders sei­ner Toch­ter Anna nicht, die bei­de 1938 in Lon­don ein­ge­trof­fen wa­ren. Dies gilt be­son­ders für die Zeit der con­tro­ver­si­al dis­cus­sions. Die­se brach­ten zwi­schen 1941 und 1946 die bri­ti­sche psy­cho­ana­ly­ti­sche Ge­sell­schaft in Auf­ruhr.

Be­reits 1927 hat­te Me­la­nie Klein ein Kol­lo­qui­um über Kin­der­ana­ly­se in Lon­don or­ga­ni­siert, nach­dem Anna Freud ein Buch über die Tech­nik der Kin­der­ana­ly­se ver­öf­fent­licht hat­te. Dies war ein Kol­lo­qui­um im ei­gent­li­chen Sin­ne, denn Me­la­nie Klein dis­ku­tier­te hier Punkt für Punkt die vier we­sent­li­chen „an­n­a­freu­dia­ni­schen“ Prin­zi­pi­en. Es war ein be­acht­li­ches Ma­ni­fest, das be­kräf­tig­te, dass ihre Er­fah­rung der Kin­der­ana­ly­se ohne er­gän­zen­de päd­ago­gi­scher Ein­grif­fe mög­lich war, ohne Hin­zu­fü­gung ei­ner „Dres­sur“ zur Psy­cho­ana­ly­se. Me­la­nie Klein schreibt zur Tech­nik der Kin­der­ana­ly­se:

Ver­glei­chen wir dies mit der Tech­nik der Er­wach­se­nen­ana­ly­se: Hier ge­hen wir ohne jede Ein­schrän­kung da­von aus, eine wirk­lich ana­ly­ti­sche Si­tua­ti­on aus­schließ­lich durch ana­ly­ti­sche Me­tho­den her­stel­len zu kön­nen.“4

Die Über­tra­gung und die so we­sent­li­che, ei­nem frü­hen Über-Ich und ei­ner frü­hen ödi­pa­len Si­tua­ti­on ge­schul­de­te Angst so­wie das Schuld­ge­fühl sind, wie sie ab 1924 zeig­te, ge­nau­so zu be­han­deln wie in ei­ner Er­wach­se­nen­ana­ly­se: Im Diens­te der ana­ly­ti­schen Ar­beit und nicht, um das Kind an die Per­son des Ana­ly­ti­kers zu bin­den. So prä­zi­siert Klein,

daß die Ein­stel­lung, die in­ne­re Über­zeu­gung, den Weg zu der not­wen­di­gen Tech­nik weist.“5

Am Ende ih­res Bei­trags zum Sym­po­si­um über Kin­der­ana­ly­se be­kräf­tigt sie die­se Po­si­ti­on:

wenn der Kin­der­ana­ly­ti­ker sei­ne Ar­beit zu ei­nem er­folg­rei­chen Ab­schluß brin­gen will, muß er zu­dem über die­sel­be ubw Hal­tung ver­fü­gen, die uns auch in der Er­wach­se­nen­ana­ly­se un­ver­zicht­bar ist“6.

Von ihr wird da­bei die dem Kind ei­ge­ne Be­tä­ti­gung des Spiels ein­be­zo­gen.

Die­ser be­son­de­re Punkt der Ana­ly­se mit ei­nem Klein­kind, der von Me­la­nie Klein un­ter dem Na­men play tech­ni­que aus­ge­ar­bei­tet wur­de, ist nicht als ein­fa­ches Ob­jekt der Be­ob­ach­tung auf­zu­fas­sen, son­dern als Ma­te­ri­al im Pro­zess der Ana­ly­se selbst, wann im­mer sich die Ak­ti­vi­tä­ten des Spiels in ver­schie­de­ner Wei­se wie­der­ho­len und von ei­nem ma­ni­fes­ten Schuld­ge­fühl oder Angst be­glei­tet wer­den. Al­lein auf der Grund­la­ge ih­rer Ver­ket­tung sol­len sie ge­deu­tet wer­den.

Was uns das Kind in ei­ner Ana­ly­se­stun­de zeigt, wo­bei es vom Spie­len mit dem Spiel­zeug zur Dar­stel­lung durch die ei­ge­ne Per­son über­geht, dann wie­der zum Spie­len mit Was­ser, zum Aus­schnei­den von Pa­pier, zum Zeich­nen — wie es das tut, und war­um der Wech­sel ein­setzt und wel­che Mit­tel es zur Dar­stel­lung wählt, die­ses bun­te, oft wirr und sinn­los schei­nen­de Durch­ein­an­der zeigt sich als wohl­ge­ord­net und ver­rät uns die ihm zu­grun­de lie­gen­den Quel­len und Ge­dan­ken, wenn wir es gleich dem Trau­me deu­ten.“7

Da­bei un­ter­streicht Klein:

Die prak­ti­schen und theo­re­ti­schen Vor­aus­set­zun­gen der Deu­tung sind ge­nau die glei­chen wie in der Er­wach­se­nen­ana­ly­se.“8

War­um soll­te man des­halb noch von ei­ner „Psy­cho­ana­ly­se des Kin­des“ spre­chen? Ris­kiert man da­bei nicht, die Fra­ge des Sub­jekts und des In­di­vi­du­ums im zi­vil­recht­li­chen Sinn mit­ein­an­der zu ver­mi­schen, was ei­nem Ri­si­ko der Vor­herr­schaft der Ent­wick­lungs­psy­cho­lo­gie über die Psy­cho­ana­ly­se gleich käme? Dem Spiel selbst – prä­zi­ser noch als Freud es 1911 tat, als er es als „Denk­tä­tig­keit“ auf Grund der Er­set­zung des Lust­prin­zips durch das Rea­li­täts­prin­zip be­stimm­te9 – gab Me­la­nie Klein fol­gen­den Stel­len­wert: da, wo das Klein­kind kei­ne ver­ba­len frei­en As­so­zia­tio­nen her­vor­brin­gen kann, weil die Angst ih­nen Wi­der­stand ent­ge­gen­setzt, spielt es. Das Spiel kann also als Hilfs­mit­tel der Me­ta­pher be­grif­fen wer­den. Ge­nau am Ort von et­was Un­durch­schau­ba­rem und zu­erst nicht Ar­ti­ku­lier­ba­rem, was für Me­la­nie Klein die Be­zie­hung zu der Ge­stalt ist, die sie „Mut­ter­leib“ bzw. „mother’s body“ bzw. „Kör­per der Mut­ter“ nennt, wird eine Denk­tä­tig­keit im­plan­tiert wer­den und ei­nen Er­satz bil­den: das Spiel. Tat­säch­lich wird die Ima­go des Mut­ter­leibs als der Ort der An­zie­hung der ödi­pa­len Trieb­re­gung und zu­gleich als An­de­rer Schau­platz auf­ge­fasst, als

Schau­platz al­ler se­xu­el­len Vor­gän­ge und Ent­wick­lun­gen“10;

der Kör­per der Mut­ter (…) stellt im Un­be­wuss­ten eine Schatz­kam­mer für al­les Wün­schens­wer­te dar, das man nur von dort­her be­kom­men kann“11.

In ge­wis­ser Wei­se prä­fi­g­u­riert die­ser Kör­per eine ers­te Va­ri­an­te des An­de­ren, den La­can zu ei­nem be­stimm­ten Mo­ment sei­ner Leh­re als „Tre­sor der Si­gni­fi­kan­ten“ be­zeich­net hat.12

1929 hat­te Me­la­nie Klein die Ent­de­ckun­gen ih­rer Pra­xis noch nicht sys­te­ma­ti­siert. Das soll­te sie erst im Lauf der fol­gen­den drei Jahr­zehn­te tun und zwar auf zwei­er­lei Wei­se: zum ei­nen durch die wie­der­hol­te Dar­le­gung, dass al­lein die ana­ly­ti­sche Me­tho­de in der Kur mit Kin­dern wirk­sam ist. Die aus ih­rer Pra­xis er­hal­te­nen Er­geb­nis­se fass­te sie in Die Psy­cho­ana­ly­se des Kin­des zu­sam­men, ei­nem Buch, das 1932 deutsch und eng­lisch er­schien. Es folg­te ein Sam­mel­band mit ih­ren Schü­lern, der zwan­zig Jah­re spä­ter ver­öf­fent­licht wur­de und Er­geb­nis der con­tro­ver­si­al dis­cus­sions war: De­ve­lop­ments in psy­cho-ana­ly­sis.

Zum an­de­ren er­ar­bei­te­te Klein eine in­no­va­ti­ve Sys­te­ma­ti­sie­rung ih­rer Hy­po­the­sen; die­se

Hy­po­the­sen sind durch De­duk­ti­on von Ma­te­ri­al ab­ge­lei­tet, das ich in den Ana­ly­sen von Er­wach­se­nen und Kin­dern ge­won­nen habe“13.

Dies voll­zog sich in drei Etap­pen.

Es be­gann mit dem 1934 er­schie­ne­nen Bei­trag Zur Psy­cho­ge­ne­se der ma­nisch-de­pres­si­ven Zu­stän­de, wo Klein, aus­ge­hend von ei­ner Aus­ein­an­der­set­zung mit Tex­ten Karl Abra­hams und Freuds, aber auch ih­rer ei­ge­nen ana­ly­ti­schen Er­fah­rung mit Er­wach­se­nen, Kin­dern und sich selbst, eine zen­tra­le Po­si­ti­on ent­wirft, die sie kind­li­che de­pres­si­ve Po­si­ti­on nennt. Sie si­tu­iert die­se um den sechs­ten Mo­nat des Kin­des. Er be­steht in ei­ner plötz­li­chen Er­fas­sung der Mut­ter als Ganz­heit, als „to­ta­les Ob­jekt“, was dann eine de­pres­si­ve Wir­kung ha­ben wird. La­can ver­or­tet ge­nau so in die­sem Zeit­raum die ju­bi­la­to­ri­sche Auf­nah­me des Spie­gel­sta­di­ums. Die Dia­lek­tik die­ses Kon­tras­tes wird er dann so for­mu­lie­ren:

Wenn die re­flek­tier­te spie­gel­bild­li­che Struk­tur des Spie­gel­sta­di­ums ins Spiel kommt, wird die müt­ter­li­che All­macht nun­mehr in rein de­pres­si­ver Po­si­ti­on re­flek­tiert, und das ist eben das Ohn­machts­ge­fühl des Kin­des.“14

1940 wird die de­pres­si­ve Po­si­ti­on klar und deut­lich in Die Trau­er und ihre Be­zie­hung zu ma­nisch-de­pres­si­ven Zu­stän­den be­stimmt. Hier ge­winnt sie nun eher ei­nen struk­tu­ra­len und or­ga­ni­sa­to­ri­schen als ei­nen psy­cho­ge­ne­ti­schen Sta­tus. Es han­delt sich näm­lich um die Wir­kun­gen des Ver­lus­tes ei­nes Lie­bes­ob­jek­tes und um Trau­er, so­wie die Ab­wehr­for­men, die sich bil­den, um die De­pres­si­on zu be­kämp­fen. 1945 wird die­se Po­si­ti­on dann wie­der mit Be­zug auf die Kur mit Ri­chard im Kon­text der ödi­pa­len Pro­ble­ma­tik um­for­mu­liert wer­den. Die­se Kur fand 1941 statt, und der Be­richt dar­über er­schien ein Jahr nach Me­la­nie Kleins Tod.15

Schließ­lich gibt Me­la­nie Klein 1946 in den Be­mer­kun­gen über ei­ni­ge schi­zo­ide Me­cha­nis­men ei­ner von ihr seit lan­gem be­merk­ten chao­ti­schen Si­tua­ti­on, der schi­zo­iden näm­lich, ihre gan­ze Be­deu­tung. La­can wird den Be­griff „schi­zo­id“ so in­ter­pre­tie­ren: „durch den Si­gni­fi­kan­ten zer­stü­ckelt“. Die­se schi­zo­ide Si­tua­ti­on ist durch pa­ra­noi­de Ängs­te und Sa­dis­mus do­mi­niert, durch die Spal­tung des ur­sprüng­li­chen Ob­jekts in ein „gu­tes“ und ein „bö­ses“, so­wie die Me­cha­nis­men der In­tro­jek­ti­on und Pro­jek­ti­on. Die Aus­schlach­tung der pa­ra­no­id-schi­zo­iden Pha­se hat in ei­ner Um­schrift des Ar­ti­kels 1952 zur Ein­füh­rung ei­nes Kon­zep­tes ge­führt, das in der klei­nia­ni­schen Schu­le all­zu be­deut­sam wer­den soll­te, des Kon­zepts der pro­jek­ti­ven Iden­ti­fi­zie­rung.16 Klein il­lus­trier­te es, in­dem sie ei­nen Ro­man von Ju­li­en Green ana­ly­sier­te, Si j’etais vous, im Deut­schen: Wenn ich du wäre.17

1957 macht die Pro­ble­ma­tik des Nei­des die Schwie­rig­kei­ten des Kon­zepts der pro­jek­ti­ven Iden­ti­fi­zie­rung klar. Klein ver­fasst hier­zu mit 75 Jah­ren ei­nen ih­rer letz­ten wich­ti­gen Tex­te: Neid und Dank­bar­keit, eine Hom­mage an Karl Abra­ham.18

Das pa­ra­dig­ma­ti­sche Ob­jekt des Nei­des ist die Brust, de­ren be­son­de­re To­po­lo­gie Me­la­nie Klein un­ter­streicht. Die­se müt­ter­li­che Brust, die im Ich des Kin­des Wur­zeln schlägt, kom­pli­ziert den Be­zug des Ob­jekts zum Sub­jekt. Wem ge­hört sie? Der Mut­ter? Dem Kind? Wer könn­te sie für sich be­an­spru­chen? Die­se Fra­gen wird La­can durch sei­ne Er­fin­dung des Ob­jekts klein a auf­grei­fen, das er in sei­ner Ex­ti­mi­tät be­schreibt.

Symbolbildung

Wel­chen Bei­trag ver­dan­ken wir nun Me­la­nie Kleins in­ten­si­ver Be­schäf­ti­gung mit dem Kon­zept des Sym­bols ab 1929? Die­se er­laub­te ihr, ih­ren jun­gen Ana­ly­san­ten Dick dem Spre­chen zu­zu­füh­ren – was La­can zu le­sen wuss­te.

Klein führ­te ein be­griff­li­ches Werk­zeug ein, das sie sich be­reits 1923 zu Be­ginn ih­res Wer­kes in Zur Früh­ana­ly­se zu Nut­zen ge­macht hat­te. Sie sprach dort von „Sym­bol­bil­dung“, was die Ent­ste­hung des Sym­bols meint.19

Das Kon­zept des Sym­bols hat eine Ge­schich­te, um das eine lei­den­schaft­li­che De­bat­te ge­führt wur­de. Freud sprach vom „Schlacht­feld“ zwi­schen Zü­rich und Wien.20

Sei­tens C.G. Jungs und Eu­gen Bleu­lers er­gab sich als Aus­weg der De­bat­te eine dua­lis­ti­sche Kon­zep­ti­on des Den­kens. Auf der ei­nen Sei­te ver­or­te­ten sie sym­bo­li­sches Den­ken und rei­ne Bil­der, auf der an­de­ren das ra­tio­na­le und ver­ba­le Den­ken. Da­bei nahm die Be­deu­tung der Macht des Sym­bo­lis­mus bei ih­nen zu. Jung spricht von „Sym­bo­len der Li­bi­do“, Bleu­ler vom „au­tis­ti­schen Den­ken“.21 Bei Freud fin­den wir die For­mu­lie­run­gen über die zwei Prin­zi­pi­en des psy­chi­schen Ge­sche­hens von 1911. Fe­ren­c­zi folg­te 1913 mit Ent­wick­lungs­stu­fen des Wirk­lich­keits­sin­nes so­wie Zur On­to­ge­ne­se der Sym­bo­le.

Fe­ren­c­zis Ar­ti­keln ent­nimmt Me­la­nie Klein vor al­lem den Be­griff der Iden­ti­fi­ka­ti­on. Sie schreibt:

Fe­ren­c­zi stellt als grund­le­gend für die Iden­ti­fi­ka­ti­on – also die Vor­stu­fe der Sym­bo­lik – fest, dass das Kind in ei­ner frü­hen Pe­ri­ode sei­ner Ent­wick­lung in je­dem Ding sei­ne Or­ga­ne und de­ren Tä­tig­kei­ten wie­der­zu­fin­den sucht.“22

Es ist der Mühe wert, die Sät­ze aus­führ­lich wie­der­zu­ge­ben, die Fe­ren­c­zi sel­ber in sei­nen bei­den Tex­ten von 1913 hier­zu schreibt:

Es ent­ste­hen so jene in­ni­gen, für das gan­ze Le­ben be­stehen blei­ben­den Be­zie­hun­gen zwi­schen dem mensch­li­chen Kör­per und der Ob­jekt­welt, die wir die sym­bo­li­schen hei­ßen. Ei­ner­seits sieht das Kind in die­sem Sta­di­um in der Welt nichts als Ab­bil­der sei­ner Leib­lich­keit, an­de­rer­seits lernt es, die gan­ze Man­nig­fal­tig­keit der Au­ßen­welt mit den Mit­teln sei­nes Kör­pers dar­zu­stel­len.“23

Und:

Sym­bo­le im Sin­ne der Psy­cho­ana­ly­se sind nur sol­che Din­ge (resp. Vor­stel­lun­gen), de­nen im Be­wusst­sein eine lo­gisch un­er­klär­li­che und un­be­grün­de­te Af­fekt­be­set­zung zu­kommt, und von de­nen ana­ly­tisch fest­zu­stel­len ist, dass sie die­se af­fek­ti­ve Über­be­to­nung der un­be­wuss­ten Iden­ti­fi­zie­rung mit ei­nem an­de­ren Din­ge (Vor­stel­lung) ver­dan­ken, dem je­ner Af­fekt­über­schuss ei­gent­lich an­ge­hört.“24

So for­mu­lier­te man es zu die­ser Zeit. 1916 wird Er­nest Jo­nes es so aus­drü­cken:

“Nur was ver­drängt ist, wird sym­bo­li­siert; nur was ver­drängt ist, muss sym­bo­li­siert wer­den.“25

Man wird wohl nicht er­staunt sein, die fol­gen­de De­fi­ni­ti­on des Si­gni­fi­kan­ten bei La­can zu fin­den:

Der Si­gni­fi­kant, um ihn beim Na­men zu nen­nen, und wir lie­fern dazu das Ma­te­ri­al – das ist eben das, was ich leh­re und für was ich mei­ne Zeit ein­set­ze, um Ih­nen dazu et­was zu sa­gen. Mit un­se­ren ei­ge­nen Glied­ma­ßen – ge­nau das ist das Ima­gi­nä­re – schaf­fen wir das Al­pha­bet des un­be­wuss­ten Dis­kur­ses, und wohl­ver­stan­den ein je­der von uns in sei­ner ver­schie­de­nen Art. Denn wir be­die­nen uns nicht der glei­chen Ele­men­te, um in das Un­be­wuss­te ein­ge­fügt zu wer­den.“26

Der Si­gni­fi­kant? Ein Sym­bol, das in das bi­nä­re und me­cha­ni­sche Sys­tem des Sym­bo­li­schen ein­taucht?

1929 be­müh­te Me­la­nie Klein sich also, fol­gen­de Punk­te zu ver­deut­li­chen:

1. Ihre, wie sie klar her­vor­hebt, „er­zwun­ge­ne“ Lö­sung an­ge­sichts der schwie­ri­gen Fra­ge des Schwei­gens ei­nes Sym­bols, ei­nes stum­men Sym­bols, wie Freud es nennt, das heißt ei­nes im­mer er­neut wie­der­hol­ten Spiels ohne As­so­zia­tio­nen bei Dick: dar­aus er­gibt sich für sie ein be­stimm­ter Typ von Deu­tung, die ge­ra­de des­halb bei ihr so ge­walt­sam war (weil sie sich ge­gen dies Schwei­gen des Sym­bo­li­schen rich­tet).

2. Sie woll­te zei­gen, dass die ge­naue For­mu­lie­rung und Deu­tung des Sym­bols, wie sie ei­nem of­fen­sicht­lich „er­lo­sche­nen“ Kind mit­ge­teilt wer­den kann, Dick zu un­ter­schei­den be­fä­higt und die Din­ge zu dif­fe­ren­zie­ren. Das heißt, dass er so Sym­bo­le zu ver­wen­den und ei­nen Ap­pell (an den An­de­ren) rich­ten kann. Dies kann auch an­ge­sichts der pri­mä­ren Vor­herr­schaft sym­bo­li­scher Äqui­va­len­zen glü­cken, also ei­ner Form von Iden­ti­fi­zie­rung, wie sie Fe­ren­c­zi be­schrie­ben hat­te. Die­se ent­spricht ei­ner chao­ti­schen Welt, wo al­les Be­deu­tung hat, was je­doch dem Feh­len je­der Be­deu­tung gleich­kommt. Den von La­can auf­ge­stell­ten Re­gis­tern fol­gend ha­ben wir es hier also mit zwei Wei­sen zu tun, die In­va­si­on des Ima­gi­nä­ren zu be­schrei­ben.

3. Fer­ner legt sie, an­ders als die ers­ten Psy­cho­ana­ly­ti­ker, dar, dass an­ge­sichts der Ver­an­ke­rung des Sym­bols im Kör­per Iden­ti­fi­zie­rung, Sym­bo­li­sie­rung und Sub­li­mie­rung nicht un­ter­schie­den sind und nicht dif­fe­ren­ziert wer­den kön­nen. Für sie heißt Sub­li­mie­rung: Ge­brauch vom Sym­bol ma­chen. Sym­bo­li­sie­rung und Sub­li­mie­rung sind die glei­che Ope­ra­ti­on.

Es bleibt noch eine Fra­ge:

Wie voll­zieht sich nun im Spiel der Über­gang weg von der sym­bo­li­schen Äqui­va­lenz – dem Ima­gi­nä­ren der La­can­sche Drei­heit von Ima­gi­nä­rem, Sym­bo­li­schen und Rea­len –, in der Dick ste­cken blieb, und hin zur Sym­bo­li­sie­rung und zu ih­rem Ge­brauch, d.h. zu ei­ner vo­ka­li­sier­ten Ver­sprach­li­chung des „Zei­chens“ der Äqui­va­lenz, durch wel­che es erst zu ei­ner Adres­sie­rung an den An­de­ren kom­men kann?

Wenn Me­la­nie Klein dies auch in Die Be­deu­tung der Sym­bol­bil­dung für die Ich­ent­wick­lung nicht klar­macht, so kann man den­noch aus den vor­her­ge­hen­den be­reits er­wähn­ten Ar­bei­ten ab­lei­ten, dass es sich bei die­sem Schritt des Über­gangs vom rein Ima­gi­nä­ren zum sym­bo­li­schen Ap­pell an den An­de­ren um die – nicht pa­tho­lo­gi­sche – Wir­kung der Ver­drän­gung selbst han­delt, um die Sub­sti­tu­ie­rung: nicht um die Er­set­zung ei­nes Sym­bols durch ein an­de­res, son­dern um die Sub­sti­tu­ie­rung des Ge­nie­ßens des ei­ge­nen Kör­pers durch des­sen Be­gren­zung, also um eine Tren­nung; Über­gang ei­ner der bei­den Ter­me des Sym­bols, die bis­lang im Rah­men ih­rer Äqui­va­lenz ver­mischt wa­ren, nach oben: wo­mit der Si­gni­fi­kant über dem Ge­nie­ßen zu ste­hen kommt; Ein­pro­p­fung des To­des­triebs in den Kör­per, was ei­ner Aus­lö­schung des Ge­nie­ßens durch den Si­gni­fi­kan­ten gleich­kommt (un­ter­schied­li­che Wei­sen also, die­sen in­au­gu­ra­len Punkt der Sub­jek­ti­vie­rung zu sa­gen). Eine ein­zel­ne Spiel­se­quenz ist eine der Mo­da­li­tä­ten für die­sen Vor­gang. Das gilt aber nur un­ter der Be­din­gung, dass der Ana­ly­ti­ker sie dazu nut­zen kann, die Äqui­va­lenz auf­zu­bre­chen, was ei­nem Akt ent­spricht.

La­can be­ginnt in den Se­mi­nar­sit­zun­gen vom 17. und 24. Fe­bru­ar 1954 im Rah­men sei­ner Lek­tü­re des Falls Dick, dies mit Hil­fe ei­nes „Sur­ro­gats des Spie­gel­sta­di­ums“ be­greif­bar zu ma­chen, dem Sche­ma vom um­ge­kehr­ten Blu­men­strauß. Es be­nutzt es, um die Wir­kun­gen der In­ter­ven­ti­on von Me­la­nie Klein dar­zu­le­gen: An ei­nen be­stimm­ten Platz im Sym­bo­li­schen ge­ru­fen, wird ein rea­ler Punkt im Ima­gi­nä­ren er­zeugt und re­gu­liert / ein­ge­stellt.

Dar­aus kann man die Be­son­der­heit ab­lei­ten, die dem Si­gni­fi­kan­ten im Hin­blick auf sei­ne Be­deu­tung in der Ana­ly­se zu­kommt: das heißt nicht als sicht­ba­re Form oder hör­ba­rer Ton, wie ihn die struk­tu­ra­le ame­ri­ka­ni­sche Lin­gu­is­tik de­fi­niert, aus der die Ver­hal­tens­the­ra­pie her­vor­ging. Son­dern viel­mehr als eine be­seel­te Form des Nicht-Sicht­ba­ren, als be­seel­ter Ton des Nicht-Hör­ba­ren, was ihn von der Hal­lu­zi­na­ti­on un­ter­schei­det. Es geht um eine Art von Sub­trak­ti­on, die La­can mit der phal­li­schen Funk­ti­on und dem Ob­jekt klein a kon­zep­tua­li­sie­ren wird. Es ist die­se Kon­struk­ti­on der Dich­te des Si­gni­fi­kan­ten, sei­ner ma­te­ri­el­len Spi­ri­tua­li­tät, die La­can in sei­ner Aus­übung der Psy­cho­ana­ly­se nicht ohne Me­la­nie Klein ent­wi­ckelt hat und die ihn in der Fol­ge be­haup­ten ließ:

Ein Si­gni­fi­kant ist das, was für ei­nen an­de­ren Si­gni­fi­kan­ten das Sub­jekt re­prä­sen­tiert.“27

Über­set­zung ei­nes Vor­trags, den die Au­to­rin am 26. Sep­tem­ber 2015 in der Psy­cho­ana­ly­ti­schen Bi­blio­thek Ber­lin ge­hal­ten hat..
Über­set­zung: Mi­cha­el Mey­er zum Wi­schen und Bir­git Pungs, lek­to­riert von Eva Ma­ria Jobst.
Das Ur­he­ber­recht (Co­py­right) für die­sen Text liegt bei Ma­rie-Clau­de Tho­mas.
Ver­öf­fent­licht mit freund­li­cher Ge­neh­mi­gung der Au­to­rin.

Über Marie-Claude Thomas

SAMSUNG DIGITAL CAMERAMa­rie-Clau­de Tho­mas ist Psy­cho­ana­ly­ti­ke­rin in Pa­ris und Mit­glied der Éco­le la­ca­ni­en­ne de psy­chana­ly­se.

Zu ih­ren Ver­öf­fent­li­chun­gen ge­hö­ren: L’Autisme et les lan­gues (l’Harmattan, Pa­ris 2011), La­can, lec­teur de Me­la­nie Klein (Érès, Tou­lou­se 2012) und Genè­ses de l’autismes. Freud, Bleu­ler, Kan­ner (Epel, Pa­ris 2014).

Kon­takt: mclau­de­tho­mas [at] wanadoo.fr
21, rue Clau­zel, F-75009 Pa­ris

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Anmerkungen

  1. Me­la­nie Klein: Die Be­deu­tung der Sym­bol­bil­dung für die Ich­ent­wick­lung. In: In­ter­na­tio­na­le Zeit­schrift für Psy­cho­ana­ly­se, 16. Jg. (1930), Heft 1, S. 57–72, hier: S. 69.
  2. M. Klein: Zur Früh­ana­ly­se. In: Ima­go. Zeit­schrift für An­wen­dung der Psy­cho­ana­ly­se auf die Geis­tes­wis­sen­schaf­ten, 9. Jg. (1923), Heft 2, S. 222–259, hier: S. 253 Fn. 1.
  3. Da­vid Hal­pe­rin: La vie de­scrip­ti­ble de Mi­chel Fou­cault. Aus dem Eng­li­schen über­setzt von Isa­bel­le Châ­te­let. L’unebévue-éditeur, Pa­ris 2011, S. 57. 
  4. M. Klein: Sym­po­si­um zur Kin­der­ana­ly­se (1927). In: Dies.: Ge­sam­mel­te Schrif­ten, Band I,1. Schrif­ten 1920-145, Teil 1. From­mann-Holz­boog, Stutt­gart 1995, S. 211–256, hier S. 220.
  5. Sym­po­si­um zur Kin­der­ana­ly­se, a.a.O., S. 219.
  6. Sym­po­si­um zur Kin­der­ana­ly­se, a.a.O., S. 253.
  7. M. Klein: Die psy­cho­lo­gi­schen Grund­la­gen der Früh­ana­ly­se (1926). In: Dies.: Ge­sam­mel­te Schrif­ten, Bd. I,1, a.a.O., S. 195–209, hier: S. 204 Fn. 5.
  8. Sym­po­si­um zur Kin­der­ana­ly­se, a.a.O., S. 226.
  9. S. Freud: For­mu­lie­run­gen über die zwei Prin­zi­pi­en des psy­chi­schen Ge­sche­hens (1911). In: Ders.: Stu­di­en­aus­ga­be, Bd. 3. Fi­scher Ta­schen­buch Ver­lag 2000, S. 20. – Vgl. Ma­rie-Clau­de Tho­mas: „Je joue, pas-je pen­se“. In: SPY 2014, re­vue de l’école la­ca­ni­en­ne de psy­chana­ly­se. Epel, Pa­ris 2014.
  10. Früh­sta­di­en des Ödi­pus­kon­flik­tes. In: In­ter­na­tio­na­le Zeit­schrift für Psy­cho­ana­ly­se, 1927, Heft 1, S. 65–77, hier: S. 67.
  11. M. Klein: Ein Bei­trag zur Theo­rie der Lern­hem­mung (1931). In: Dies.: Früh­sta­di­en des Ödi­pus­kom­ple­xes, a.a.O., S. 73–88, hier: 79.
    Vgl. hier­zu J. La­can: Se­mi­nar 6 von 1958/59. Le dé­sir et son in­ter­pré­ta­ti­on, Sit­zung vom 11. Fe­bru­ar 1959, so­wie ders.: Se­mi­nar 7 von 1959/60. Die Ethik der Psy­cho­ana­ly­se, Sit­zung vom 20. Ja­nu­ar 1960.
  12. J. La­can: Sub­ver­si­on des Sub­jekt und Dia­lek­tik des Be­geh­rens. In: Ders.: Schrif­ten II. Wal­ter, Ol­ten u.a. 1975, S. 180 und öf­ter, dort mit „Hort der Si­gni­fi­kan­ten“ über­setzt.
  13. M. Klein: No­tes on some schi­zo­id me­cha­nisms. In: The In­ter­na­tio­nal Jour­nal of Psy­cho-Ana­ly­sis, 27. Jg. (1946), S. 99–110, Re­print im Jour­nal of Psy­cho­the­ra­py Prac­tice and Re­se­arch 1996 hier. Auf deutsch: Be­mer­kun­gen über ei­ni­ge schi­zo­ide Me­cha­nis­men. In: Dies., Das See­len­le­ben des Klein­kin­des, a.a.O., S. 131–163, hier: S. 131.
    Eine über­ar­bei­te­te Fas­sung von Me­la­nie Kleins Bei­trag er­schien 1952 in den De­ve­lop­ments in psy­cho-ana­ly­sis, a.a.O.
  14. J. La­can: Se­mi­nar 4 von 1956/57, Die Ob­jekt­be­zie­hung. Text­her­stel­lung Jac­ques-Alain Mil­ler, Über­set­zung Hans-Die­ter Gon­dek. Tu­ria und Kant Wien 2011, S. 220, Sit­zung vom 27. Fe­bru­ar 1957.
    Vgl. hier­zu auch J. La­can: Von dem, was uns vor­aus­ging (1966). In: Ders.: Schrif­ten III. Wal­ter, Ol­ten u.a. 1980, S. 13.
  15. M. Klein: Narr­ra­ti­ve of a child ana­ly­sis. Ho­garth, Lon­don 1961. Dt.: Der Fall Ri­chard. Das voll­stän­di­ge Pro­to­koll ei­ner Kin­der­ana­ly­se, durch­ge­führt von Me­la­nie Klein. Über­setzt von Wolf­gang Wag­muth. Kind­ler, Mün­chen 1975. Eine über­ar­bei­te­te Fas­sung die­ser Über­set­zung er­schien un­ter dem neu­en Ti­tel Dar­stel­lung ei­ner Kin­der­ana­ly­se in: M. Klein: Ge­sam­mel­te Schrif­ten. Bän­de IV/1 und IV/2. From­mann-Holz­boog, Stutt­gart 2002.
  16. M. Klein: Über das See­len­le­ben des Klein­kin­des. Ei­ni­ge theo­re­ti­sche Be­trach­tun­gen (1952). In: Dies., Das See­len­le­ben des Klein­kin­des, a.a.O., S. 187–224.
  17. Klein un­ter­sucht Greens Ro­man in: On iden­ti­fi­ca­ti­on. In: P. Hei­mann u.a. (Hg.): New di­rec­tions in py­cho-ana­ly­sis. Ta­vistock, Lon­don 1955, S. 309–345.
  18. M. Klein: Envy and gra­ti­tu­de. Ta­vistock, Lon­don 1957. Eine ge­kürz­te Fas­sung die­ses Bu­ches ist der 1958 in deut­scher Spra­che er­schie­ne­ne Ar­ti­kel von Me­la­nie Klein Neid und Dank­bar­keit; vgl. Klein, Das See­len­le­ben des Klein­kin­des, a.a.O., S. 225–244.
  19. Zur Früh­ana­ly­se, a.a.O., S. 234.
  20. Vgl. Brief von Freud an Fe­ren­c­zi vom 30. No­vem­ber 1911 in: S. Freud und S. Fe­ren­c­zi: Brief­wech­sel. Band 1/1, 1908–1911. Böhlau, Wien u.a. 1993.
    Vgl. hier­zu Ma­rie-Clau­de Tho­mas: Genè­ses de l’autisme. Freud, Bleu­ler, Kan­ner. Epel, Pa­ris 2014, Ka­pi­tel III.
  21. C. G. Jung: Wand­lun­gen und Sym­bo­le der Li­bi­do. Bei­trä­ge zur Ent­wick­lungs­ge­schich­te des Den­kens. Deuti­cke, Leip­zig u.a. 1912; Eu­gen Bleu­ler: Das au­tis­ti­sche Den­ken. In: Jahr­buch für psy­cho­ana­ly­ti­sche und psy­cho­pa­tho­lo­gi­sche For­schun­gen, 4 (1912), S. 1–39.
  22. Zur Früh­ana­ly­se, a.a.O., S. 233.
  23. San­dor Fe­ren­c­zi: Ent­wick­lungs­stu­fen des Wirk­lich­keits­sin­nes. In: Ders.: Schrif­ten zur Psy­cho­ana­ly­se, Bd. I. Fi­scher Ta­schen­buch Ver­lag, Frank­furt am Main 1982, S. 148–163, hier: S. 157.
  24. S. Fe­ren­c­zi: Zur On­to­ge­ne­se des Sym­bo­li­schen. In: Ders.: Schrif­ten zur Psy­cho­ana­ly­se, Bd. I, a.a.O., S. 172–175, hier: S. 173; im In­ter­net hier.
  25. Er­nest Jo­nes: Die Theo­rie der Sym­bo­lik. In: Ders.: Die Theo­rie der Sym­bo­lik und an­de­re Auf­sät­ze. Ull­stein, Frank­furt am Main u.a. 1978, S. 50–114, hier: S. 82, Über­set­zung ge­än­dert.
  26. J. La­can: Le Sé­min­aire, li­v­re VI. Le dé­sir et son in­ter­pré­ta­ti­on. 1958–1959. Text­her­stel­lung J.-A. Mil­ler. La Mar­ti­niè­re, Pa­ris 2013, S. 327 f., Sit­zung vom 19. März 1959.
  27. J. La­can: Sub­ver­si­on des Sub­jekts und Dia­lek­tik des Be­geh­rens. In: Ders., Schrif­ten II, a.a.O., S. 195, Über­set­zung ge­än­dert.

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