Mangel im Anderen

Notiz zu Derrida

Deconstruction-sign - zu: Mangel im AnderenBild: Pret­ty Litt­le Green Things

Was heißt es, beim Le­sen nach dem „Man­gel im An­de­ren“ zu fra­gen? Im Se­mi­nar Die Ethik der Psy­cho­ana­ly­se von 1959/60 sagt La­can:

Weil wir den Tex­ten nicht nahe kom­men wol­len und lie­ber in der Ord­nung des­sen blei­ben, was für uns an­nehm­bar ist, das heißt in der Ord­nung un­se­rer Vor­ur­tei­le, ver­tun wir je­den Mo­ment die Ge­le­gen­heit, Gren­zen und Über­schrei­tungs­punk­te zu be­zeich­nen auf den Pfa­den, de­nen wir fol­gen. Hät­te ich Sie hier nichts ge­lehrt au­ßer die­se stren­ge Me­tho­de des Kom­men­tars der Si­gni­fi­kan­ten, so wär’s nicht um­sonst ge­we­sen, ich hof­fe es we­nigs­tens. Ich hof­fe so­gar, daß Ih­nen nichts and­res blei­ben wird.“1

Tex­te so kom­men­tie­ren, dass man Gren­zen und Über­schrei­tungs­punk­te be­zeich­net, aus­ge­hend von der Ebe­ne der Si­gni­fi­kan­ten – wie könn­te man bes­ser er­läu­tern, was mit „De­kon­struk­ti­on“ ge­meint ist?

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Anmerkung

  1. Se­mi­nar 7, Ver­si­on Miller/Haas, S. 303.

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