Kommentar zu Jacques Lacans Vorlesung vom 10. Februar 1976

Fragestellung
– War Joyce verrückt?
– Stützpunkt für die Antwort: die Differenz zwischen dem Wahren und dem Realen
– Schwierigkeit der Antwort: Bezug auf Geschriebenes statt aufs Sprechen

Das Reale zeigt sich in den Verwirrungen des Wahren

Joyce
– Verhältnis zur Religion: Hielt Joyce sich für den Erlöser?
– Erlösung vs. Kastration des Vaters
– Verhältnis zu Nora: der umgestülpte Handschuh mit dem störenden Knopf
– Die Reparatur der Verwerfung des Namens-des-Vaters durch einen Ring im falschen Kleeblattknoten
– Die Reparatur durch das Aufwerten des Eigennamens zum Gattungsnamen

Topologie des Knotens
– Die zweidimensionale Darstellung ist problematisch: was ein Ring ist, erscheint als Kreis
– Die Autoperforation des Wahren im Knoten

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Marie-Claude Thomas: Melanie Klein mit Lacan. Eine Anmerkung

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Marie-Claude Thomas fragt, welche Anregungen Lacan von Melanie Klein erhalten hat. Der Körper der Mutter ist eine Präfiguration des Anderen als Schatz der Signifikanten; die Mutter als „totales Objekt“ wird von Lacan beim Konzept des Spiegelstadiums aufgegriffen. Besondere Aufmerksamkeit schenkte Klein der Symbolbildung, insbesondere beschäftigte sie das Schweigen eines Symbols, der Effekt der Symboldeutung, die Verankerung des Symbols im Körper und das Verhältnis von Symbolisierung und Sublimierung.

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