Auf einem Spielplatz

Strandabphall

Phallus Holzsskulptur Spielplatz MoabitFoto: Rolf Nemitz

Der Phallus-Signifikant, schreibt Lacan,

„ist stets verborgen, stets verschleiert. So sehr, mein Gott, daß man ins Erstaunen gerät, man es fast wie eine Besonderheit und beinahe wie ein exorbitantes Unternehmen hochhebt, wenn man seine Gestalt in irgendeinem Winkel der Repräsentation oder der Kunst zu sehen bekommt. Mehr als selten, obwohl es das sicherlich gibt, sieht man ihn in einer Hieroglyphenkette, in einer Felsmalerei ins Spiel gebracht.“1

Oder auf diesem Spielplatz am Helgoländer Ufer in Berlin-Moabit. Damit niemand einen Schreck kriegt, erscheint er auch hier hinter einem Schleier. Er hat sich in die Kleidung eines Seemanns gehüllt, allerdings nur auf der den Kindern zugewandten Seite.

Ist es ein Zufall, dass Helgoland weder zur EU gehört noch zum deutschen Steuergebiet? Und dass ein paar Schritte weiter ein „Institut für Psychoanalyse, Psychotherapie und Psychosomatik Berlin“ seinen Platz gefunden hat?

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Anmerkung

  1. Seminar 8, Version Miller/Gondek, S. 303.

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