Das Sinthom entziffern

Vom borromäischen Dreierknoten zum borromäischen Viererknoten

Adam benennt die Tiere - Venedig - Basilika San Marco - zu: "Das Sinthom" entziffernAdam be­nennt die Tie­re, Mar­kus­dom in Ve­ne­dig. Die In­schrift lau­tet (in ab­kür­zen­der Schreib­wei­se): ap­pel­la­vit­que Adam no­mi­ni­bus suis cunc­ta ani­man­tia (und Adam gab je­dem Tier sei­nen Na­men)

In Se­mi­nar 22 von 1974/75, RSI, be­han­delt La­can den bor­ro­mäi­schen Kno­ten aus drei Rin­gen; ei­ner der Rin­ge steht für das Rea­le, ein an­de­rer für das Sym­bo­li­sche, der drit­te für das Ima­gi­nä­re.1 Dass der Kno­ten „bor­ro­mä­isch“ ist, meint, dass die drei Rin­ge so ver­knüpft sind, dass sie aus­ein­an­der­fal­len, wenn man ei­nen be­lie­bi­gen von ih­nen öff­net. Im Fol­ge­se­mi­nar von 1975/76, Das Sin­t­hom, spricht er vor al­lem über den bor­ro­mäi­schen Kno­ten aus vier Rin­gen; der vier­te Ring steht hier für das Sym­ptom bzw. für das Sin­t­hom. Wor­um geht es beim Wech­sel vom Drei­er- zum Vie­rer­kno­ten, also beim Über­gang von Se­mi­nar 22 zu Se­mi­nar 23?

Die Frage nach der Stellung des Ödipuskomplexes

Im RSI-Se­mi­nar er­klärt La­can, Freud habe über die drei Funk­tio­nen des Rea­len, des Sym­bo­li­schen und des Ima­gi­nä­ren eine Ver­mu­tung ge­habt und sich da­mit dem bor­ro­mäi­schen Drei­er­kno­ten an­ge­nä­hert. Al­ler­dings wür­den bei Freud die drei Rin­ge nicht von sich aus zu­sam­men­hal­ten; sie bil­den bei Freud also kei­nen bor­ro­mäi­schen Kno­ten.  Statt­des­sen habe Freud ei­nen vier­ten Ring hin­zu­ge­fügt, der den Zu­sam­men­halt be­wir­ke, und dies auf bor­ro­mäi­sche Wei­se, also der­art, dass die vier Rin­ge sich von­ein­an­der lö­sen, wenn ei­ner von ih­nen auf­ge­trennt wird.2 Die Freud­sche Theo­rie hat dem­nach die Struk­tur ei­nes bor­ro­mäi­schen Vie­rer­kno­tens.

Der vier­te Ring, so er­klärt La­can, be­steht bei Freud in der psy­chi­schen Rea­li­tät.3 „Psy­chi­sche Rea­li­tät“ ist Freuds frü­her Name für das, was er spä­ter als Ödi­pus­kom­plex be­zeich­net.4

La­can be­tont, dass der Ödi­pus­kom­plex kei­nes­wegs zu ver­wer­fen sei. Freud habe je­doch nicht be­grif­fen, dass er im Drei­er­kno­ten be­reits ent­hal­ten sei, und zwar dort, wo die Rin­ge des Sym­bo­li­schen und des Rea­len sich über­kreu­zen.5

La­can pro­ble­ma­ti­siert hier also nicht den Ödi­pus­kom­plex, son­dern des­sen Po­si­ti­on: Ist er dem Rea­len, dem Ima­gi­nä­ren und dem Sym­bo­li­schen un­ter­ge­ord­net oder hat er, wie Freud an­nimmt, eine Funk­ti­on, die sich auf nichts an­de­res zu­rück­füh­ren lässt? Ist der Sub­jekt tri­zen­trisch oder qua­tro­zen­trisch ver­fasst?

In der Sit­zung vom 11. Fe­bru­ar 1975 wie­der­holt La­can sein Ar­gu­ment: Bei Freud fin­det man nicht – wie im bor­ro­mäi­schen Drei­er­kno­ten – die Re­duk­ti­on auf die drei Funk­tio­nen des Ima­gi­nä­ren, des Sym­bo­li­schen und des Rea­len; bei Freud hal­ten die drei Re­gis­ter erst da­durch zu­sam­men, dass sie durch eine vier­te Funk­ti­on ver­bun­den wer­den, durch die psy­chi­sche Rea­li­tät. La­can fügt jetzt hin­zu: Die psy­chi­sche Rea­li­tät ist Freuds Name-des-Va­ters.6 Die vom Pa­ti­en­ten für wirk­lich ge­hal­te­nen Phan­ta­si­en ha­ben als we­sent­li­chen In­halt den Va­ter als den­je­ni­gen, der dem Kind die Mut­ter ver­bie­tet; eben die­se Funk­ti­on des Va­ters be­zeich­net La­can als „Name-des-Va­ters“.

Der Name-des-Va­ters, sagt La­can, ist für Freud wie­der­um mit der re­li­giö­sen Rea­li­tät iden­tisch; Gott ist für ihn letzt­lich Gott-Va­ter.7 An­ders ge­sagt: Der vier­te, al­les zu­sam­men­hal­ten­de Ring steht für das, was Freud zu­nächst als psy­chi­sche Rea­li­tät be­zeich­net, dann als Ödi­pus­kom­plex. Im Zen­trum des Ödi­pus­kom­ple­xes steht der Va­ter als Re­prä­sen­tant des In­zest­ver­bots, in La­cans Ter­mi­no­lo­gie: der Name-des-Va­ters; in­so­fern re­prä­sen­tiert der vier­te Ring den Na­men-des-Va­ters. Der Name-des-Va­ters ist wie­der­um ist die Ba­sis des re­li­giö­sen Glau­bens.

Der vier­te Ring steht zu­gleich für das Sym­ptom; La­can be­zeich­net ihn so­gar als Ring des Sym­ptoms, dem­nach ist das Sym­ptom die Haupt­funk­ti­on des vier­ten Rings. Ich neh­me an, dass der Be­griff „Sym­ptom“ hier mehr oder we­ni­ger syn­onym mit dem der Neu­ro­se ver­wen­det wird.8 Die Gleich­set­zung zwi­schen dem Na­men-des-Va­ters und dem Sym­ptom fin­det man be­reits in Se­mi­nar 4.

Es gibt beim Men­schen ei­nen Si­gni­fi­kan­ten, der sei­ne Be­zie­hung zum Si­gni­fi­kan­ten ver­zeich­net, und die­ser heißt Über-Ich. Es gibt de­ren so­gar viel­mehr als ei­nen, und die­se hei­ßen Sym­pto­me.“9

Die Er­rich­tung des Über-Ichs – der Ein­bau des Na­mens-des-Va­ters in das Un­be­wuss­te – ist eine In­stanz der Ver­drän­gung; die Ver­drän­gung geht, Freud zu­fol­ge, un­ver­meid­lich ein­her mit der Wie­der­kehr des Ver­dräng­ten. Die Ge­stalt, in der das Ver­dräng­te wie­der­kehrt, ist das Sym­ptom. Der Zu­sam­men­hang von Ver­drän­gung und Sym­ptom­bil­dung liegt der Neu­ro­se zu­grun­de.10 Das Über-Ich und das Sym­ptom sind bei­de Si­gni­fi­kan­ten: rät­sel­haf­te Zei­chen, die das Sub­jekt nicht ent­zif­fern kann.

Das Sym­ptom be­ruht, wie Freud an­nimmt, auf Re­gres­si­on; die Re­gres­si­on stützt sich auf eine Fi­xie­rung; die Fi­xie­rung wie­der­um be­ruht auf früh­kind­li­chen Er­leb­nis­sen, wie der Pa­ti­ent meint, ge­nau­er: auf der psy­chi­schen Rea­li­tät.11

La­can stellt in die­ser Sit­zung die Fra­ge, ob die­se vier­te Funk­ti­on – die des Ödi­pus­kom­ple­xes mit dem ver­drän­gen­den Na­men-des-Va­ters und dem Sym­ptom als Wie­der­kehr des Ver­dräng­ten – not­wen­dig ist, um die drei an­de­ren Funk­tio­nen zu­sam­men­zu­hal­ten. An­ders ge­sagt: ist die Neu­ro­se un­ver­meid­lich? La­cans Ant­wort lau­tet: Nein, sie ist über­flüs­sig. Der Ödi­pus­kom­plex kann ohne Neu­ro­sen­bil­dung durch­lau­fen wer­den, die Funk­tio­nen des Ima­gi­nä­ren, des Sym­bo­li­schen und des Rea­len flie­gen dann nicht aus­ein­an­der. Ge­nau dies soll der bor­ro­mäi­sche Drei­er­kno­ten zei­gen. Der Ödi­pus­kom­plex und die Neu­ro­se sind in ih­rer Schlüs­sel­rol­le er­setz­bar. La­can be­tont, dass die­ser Ge­dan­ke ihn seit lan­gem be­schäf­tigt:

Es ist si­cher, dass, als ich an­ge­fan­gen habe, das Se­mi­nar über Die Na­men-des-Va­ters ab­zu­hal­ten, das ich, wie ei­ni­ge wis­sen – zu­min­dest die­je­ni­gen, die da wa­ren –, das ich ab­ge­bro­chen habe; ich hat­te si­cher­lich ––. Es ist nicht ohne Be­deu­tung, dass ich es Die Na­men-des-Va­ters ge­nannt hat­te und nicht Der Name-des-Va­ters. Ich hat­te eine be­stimm­te An­zahl von Ide­en zur Er­set­zung (sup­pléan­ce), die der ana­ly­ti­sche Be­reich, der ana­ly­ti­sche Dis­kurs er­fasst, auf­grund des­sen, was Freud zu den Na­men-des-Va­ters vor­ge­bracht hat­te.“12

In dem ab­ge­bro­che­nen Se­mi­nar Die Na­men-des-Va­ters von 1963 soll­te dem­nach ge­zeigt wer­den, dass es mög­lich ist, auf den Na­men-des-Va­ters in sei­ner al­les zu­sam­men­hal­ten­den Funk­ti­on zu ver­zich­ten; der Plu­ral Die Na­men-des-Va­ters stand für be­stimm­te Hin­wei­se von Freud, die in die­se Rich­tung wei­sen. Dem­nach ist der Plu­ral Die Na­men-des-Va­ters ein Vor­läu­fer des bor­ro­mäi­schen Drei­er­kno­tens. In die­sem Sin­ne kann La­can in ei­ner spä­te­ren Sit­zung sa­gen: „Die Na­men-des-Va­ters, das ist dies: das Sym­bo­li­sche, das Ima­gi­nä­re und das Rea­le.“13

Die drei Funk­tio­nen kön­nen zu­sam­men­hal­ten, ohne dass die­ser Zu­sam­men­halt durch den Ödi­pus­kom­plex bzw. den Na­men-des-Va­ters (also durch die Ver­drän­gung / das Sym­ptom / die Neu­ro­se) her­vor­ge­bracht wird. La­can kor­ri­giert hier eine Po­si­ti­on, die er frü­her ver­tre­ten hat­te. In Se­mi­nar 4 hat­te er er­klärt:

Der Name des Va­ters ist we­sent­lich für jede Ar­ti­ku­la­ti­on der mensch­li­chen Spra­che, und dies ist der Grund, war­um der Ek­kle­si­as­tes sagt – Die Tor­heit hat in sei­nem Her­zen ge­spro­chen: Es gibt kei­nen Gott.14

Und in Se­mi­nar 11 hat­te er for­mu­liert:

 „die ein­zig zu­tref­fen­de For­mel für den Athe­is­mus wäre: dass Gott un­be­wusst ist15.

Der Name des Va­ters bzw. der Glau­be an ei­nen Gott ist dem­nach an die Ar­ti­ku­la­ti­on der Spra­che schlecht­hin ge­bun­den und dem­nach eine trans­his­to­ri­sche Uni­ver­sa­lie. Des­halb irrt sich der Athe­ist, wenn er be­haup­tet, es gebe kei­nen Gott: un­be­wusst ist auch er ge­nö­tigt, an ei­nen Gott zu glau­ben.

Jetzt aber heißt es, der Name des Va­ters ist kei­nes­wegs un­ver­zicht­bar, die drei Kno­ten hal­ten auch ohne ihn zu­sam­men, an­ders ge­sagt: Gott ist nicht zwangs­läu­fig un­be­wusst.

Das be­deu­tet für La­can aber nicht, dass ein Zu­sam­men­halt des Psy­chi­schen ohne die zu­sam­men­hal­ten­de Funk­ti­on des Ödi­pus­kom­ple­xes (des Na­mens des Va­ters, des un­be­wuss­ten Glau­bens an ei­nen Gott, der Ver­drän­gung / des Sym­ptoms) auch fak­tisch an­zu­tref­fen wäre. Im Ge­gen­teil. Der Name-des-Va­ters ist nicht not­wen­dig, aber wirk­lich.

Un­ser Ima­gi­nä­res, un­ser Sym­bo­li­sches und un­ser Rea­les sind viel­leicht für je­den von uns noch in ei­nem Zu­stand der Dis­so­zia­ti­on, die da­für hin­rei­chend ist, dass nur der Name-des-Va­ters ei­nen bor­ro­mäi­schen Kno­ten bil­det, all das zu­sam­men­zu­hal­ten, ei­nen Kno­ten des Sym­bo­li­schen, des Ima­gi­nä­ren und des Rea­len bil­det. (…) Beim ge­gen­wär­ti­gen Stand der Din­ge sind Sie alle und je­der von Ih­nen eben­so in­kon­sis­tent wie Ihre Vä­ter, und ge­ra­de des­halb, weil Sie gänz­lich von die­sen ab­hän­gen, be­fin­den Sie sich in die­sem ge­gen­wär­ti­gen Zu­stand.“16

Die Freud­sche Kon­zep­ti­on von der zu­sam­men­hal­ten­den Funk­ti­on des Ödi­pus­kom­ple­xes (bzw. des Na­mens-des-Va­ters / des Sym­ptoms als Wie­der­kehr des durch den Na­men-des-Va­ters Ver­dräng­ten) be­schreibt kor­rekt den ge­gen­wär­ti­gen Stand der Din­ge. Ana­ly­ti­ker ha­ben es in ih­rer Ar­beit mit psy­chi­schen Struk­tu­ren zu tun, in de­nen die­ser Kom­plex bzw. die­ser Name eine ent­schei­den­de Rol­le spielt, und auch sie selbst kön­nen sich der Va­ter­sehn­sucht, wie Freud es nennt, nicht ent­zie­hen.

Alle be­fin­den sich „noch“ in die­sem Zu­stand: für die Zu­kunft ist eine an­de­re Ver­fas­sung denk­bar, eine Form der Sub­jek­ti­vi­tät also, in der der Ödi­pus­kom­plex bzw. der Name-des-Va­ters eine se­kun­dä­re Rol­le spielt.17

Mit der Be­haup­tung, dass es mög­lich sei, auf die al­les ver­klam­mern­de Funk­ti­on des Na­mens-des-Va­ters zu ver­zich­ten, will La­can auf kei­nen Fall vor­aus­sa­gen, dass die­ser Zu­stand auch ein­tref­fen wird.

Aber stel­len Sie sich nicht vor – das wäre nicht mein ge­wohn­ter Ton –, ich wäre da­bei zu pro­phe­zei­en, daß wir in der Ana­ly­se wie auch an­ders­wo auf den Na­men-des-Va­ters ver­zich­ten könn­ten, ohne dass un­ser Sym­bo­li­sches, un­ser Ima­gi­nä­res und un­ser Rea­les, wie es Ih­rer al­ler Schick­sal ist, sich sehr wohl je­des in sich zu­rück­zie­hen wür­de.“18

Die Mög­lich­keit, auf die Schlüs­sel­funk­ti­on des Na­mens-des-Va­ters zu ver­zich­ten, wird viel­leicht nie­mals Wirk­lich­keit wer­den.

An­ge­nom­men, es käme doch dazu – wie hät­te man das zu be­wer­ten, als Fort­schritt? Nur in ei­nem ein­ge­schränk­ten Sinn.

Es ist si­cher, dass – ohne dass man sa­gen könn­te, dass dies ei­nen Fort­schritt dar­stellt, denn es ist nicht zu se­hen, in­wie­fern ein zu­sätz­li­cher Kno­ten, auf dem Rü­cken, um den Hals und an­ders­wo ––. Es ist nicht zu se­hen, in­wie­fern ein Kno­ten, ein Kno­ten, der auf sei­ne größ­te Stren­ge re­du­ziert ist, ein­zig des­halb, weil das ein Mi­ni­mum wäre, ei­nen Fort­schritt dar­stel­len wür­de. Si­cher­lich stellt das ei­nen Fort­schritt im Ima­gi­nä­ren dar, d.h. das ist ein Fort­schritt in der Kon­sis­tenz.“19

Die Re­duk­ti­on ei­nes bor­ro­mäi­schen Vie­rer­kno­tens auf ei­nen bor­ro­mäi­schen Drei­er­kno­ten – auf eine Sub­jek­ti­vi­tät, in der der Ödi­pus­kom­plex eine Ne­ben­rol­le spiel­te – wäre ein Fort­schritt. Die­ser Fort­schritt be­zö­ge sich al­ler­dings nur auf die ima­gi­nä­re Di­men­si­on, näm­lich auf die Kon­sis­tenz. (Un­ter Kon­sis­tenz ver­steht La­can in die­sem Se­mi­nar das Zu­sam­men­hal­ten der ein­zel­nen Rin­ge in sich selbst so­wie das Ver­knüpf­t­sein der Rin­ge un­ter­ein­an­der, ihr Nicht-Aus­ein­an­der­fal­len.)

Die Ar­gu­men­ta­ti­on er­in­nert an Freuds Schrift Die Zu­kunft ei­ner Il­lu­si­on (1927). Freud fragt hier, ob die Mensch­heit auf die Re­li­gi­on ver­zich­ten kann, d.h. auf den il­lu­sio­nä­ren Glau­ben an ei­nem schüt­zen­den Va­ter. Kann der Mensch die Kul­tur­ver­bo­te ak­zep­tie­ren, ohne sie auf ei­nen re­li­giö­sen Ur­sprung zu­rück­zu­füh­ren? Sei­ne Ant­wort ist zwei­deu­tig. Er nimmt an, dass die Ent­wick­lung der Wis­sen­schaft un­ver­meid­lich zum Nie­der­gang der Re­li­gi­on füh­ren wird. Er räumt aber ein, sei­ne Hoff­nung, Ver­drän­gung kön­ne durch Geis­tes­ar­beit er­setzt wer­den, sei mög­li­cher­wei­se selbst eine Il­lu­si­on.

Die Benennung

In der Sit­zung vom 11. März 1975 ver­bin­det La­can den Na­men-des-Va­ters mit dem Be­nen­nen (vgl. hier­zu aus­führ­lich die­sen Blog­ar­ti­kel).

Das sind die Na­men-des-Va­ters, die ers­ten Na­men, in­so­fern sie et­was be­nen­nen, was, wie es, ja, wie es die Bi­bel an­zeigt, be­zo­gen (ist) auf die­ses au­ßer­ge­wöhn­li­che Dings­da, das Va­ter ge­nannt wird. Der ers­te Schritt die­ser mensch­li­chen Ima­gi­na­ti­on, näm­lich von Gott, ist dem ge­wid­met, ei­nen Na­men zu ge­ben, mein Gott, ei­nem et­was, was nicht gleich­gül­tig ist, näm­lich ei­nen Na­men je­dem der Tie­re.“20

Et­was spä­ter in der­sel­ben Sit­zung:

Und gleich­zei­tig re­du­zie­re ich den Na­men-des-Va­ters auf sei­ne ra­di­ka­le Funk­ti­on, die dar­in be­steht, den Din­gen ei­nen Na­men zu ge­ben. Mit al­len Fol­gen, die das mit sich bringt, denn das ist kei­nes­wegs fol­gen­los, bis hin zum Ge­nie­ßen, wor­auf ich eben hin­ge­wie­sen habe.“21

Der vier­te Ring re­prä­sen­tiert den Va­ter als Be­nen­nen­den, als Sinn­ge­ber: als den­je­ni­gen, der durch Be­nen­nung die Din­ge ent­ste­hen lässt.

In der letz­ten Vor­le­sung des Se­mi­nars, der vom 13. Mai 1975, skiz­ziert La­can sehr knapp eine Theo­rie der Be­nen­nungs­ar­ten. Sie lässt sich in fol­gen­den The­sen zu­sam­men­fas­sen22:

  • Die Be­nen­nung kann durch ei­nen bor­ro­mäi­schen Vie­rer­kno­ten dar­ge­stellt wer­den. Der vier­te Ring steht hier für die Be­nen­nung, die an­de­ren drei für das Ima­gi­nä­re, das Sym­bo­li­sche und das Rea­le. Der Vie­rer­kno­ten zeigt, dass bei der Be­nen­nung die drei an­de­ren Funk­tio­nen im­mer mit ins Spiel kom­men.
  • Es gibt drei Ar­ten von Be­nen­nun­gen: die Be­nen­nung des Ima­gi­nä­ren, die des Sym­bo­li­schen und die des Rea­len.
  • Bei der Be­nen­nung des Ima­gi­nä­ren wer­den das Rea­le und das Sym­bo­li­sche durch das Ima­gi­nä­re mit­ein­an­der ver­bun­den. Gra­phisch lässt sich das so dar­stel­len, wie in der un­ten­ste­hen­den Ab­bil­dung; Ni steht hier für „Be­nen­nung des Ima­gi­nä­ren“23:

Benennung imaginärDie Be­nen­nung des Sym­bo­li­schen kann so ver­an­schau­licht wer­den24:Benennung symbolisch

  • Die Be­nen­nung des Ima­gi­nä­ren ist die Hem­mung.
  • Die Be­nen­nung des Sym­bo­li­schen voll­zieht sich in Ge­stalt des Sym­ptoms.
  • Die Be­nen­nung des Rea­len zeigt sich als Angst.25
  • Die ima­gi­nä­re Be­nen­nung wird im bor­ro­mäi­schen Kno­ten da­durch ge­stützt, dass ei­ner der Rin­ge (der der Be­nen­nung?) als un­end­li­che Ge­ra­de dar­ge­stellt wird. (Die un­end­li­che Gra­de ist für La­can ei­nem Kreis äqui­va­lent, das ist ei­nes der The­men von Se­mi­nar 22.)
  • Die sym­bo­li­sche Be­nen­nung wird durch die Ge­schich­te von Gott (kor­rekt wäre: von Adam) il­lus­triert, der den Tie­ren ihre Gat­tungs­na­men gibt.

In Se­mi­nar 6 von 1958/59, Das Be­geh­ren und sei­ne Deu­tung, be­schreibt La­can den Zu­sam­men­hang von Sym­ptom, Hem­mung und Angst so:

– Die psy­cho­ana­ly­ti­sche Be­hand­lung zielt auf die Sym­pto­me.
– Die Sym­pto­me ma­ni­fes­tie­ren sich in Hem­mun­gen.
– Die Sym­pto­me wer­den vor al­lem durch die Angst de­ter­mi­niert, dies aber nur in­so­fern, als be­stimm­te Ak­ti­vi­tä­ten ero­ti­siert sind,  d.h. vom Me­cha­nis­mus des Be­geh­rens er­grif­fen sind.26

In Se­mi­nar 10 von 1962/63, Die Angst, un­ter­nimmt La­can eine aus­führ­li­che Re­kon­struk­ti­on der Tria­de von Sym­ptom, Hem­mung und Angst. Fin­det man hier Hin­wei­se zur Fra­ge, was er un­ter „Be­nen­nung“ ver­steht?

In Se­mi­nar 22 lau­tet La­cans ab­schlie­ßen­de Fra­ge: Auf wel­che Art von Be­nen­nung ist der Name-des-Va­ters zu be­zie­hen, wenn der Va­ter der be­nen­nen­de Va­ter ist? Geht es da­bei um die sym­bo­li­sche Be­nen­nung, ist der Va­ter also der­je­ni­ge, der den Din­gen ihre Na­men ge­ge­ben hat? Oder geht es beim be­nen­nen­den Va­ter um die rea­le Be­nen­nung? (Die ima­gi­nä­re Be­nen­nung kommt für die Na­mens­ge­bungs­funk­ti­on des Va­ters of­fen­bar gar nicht erst in Be­tracht.)

Mit die­ser Fra­ge en­det das Se­mi­nar. Die Ant­wort hat­te La­can je­doch be­reits in der Sit­zung vom 11. März ge­ge­ben. Die Be­nen­nung, mit der man es beim Na­men-des-Va­ters zu tun hat, ist die Be­nen­nung des Sym­bo­li­schen;  das my­thi­sche Mo­dell für die Be­nen­nung des Sym­bo­li­schen ist die Be­nen­nung der Tie­re.

Beim Über­gang vom bor­ro­mäi­schen Drei­er­kno­ten (Se­mi­nar 22) zum bor­ro­mäi­schen Vie­rer­kno­ten (Se­mi­nar 23) geht es um die Stel­lung des Ödi­pus­kom­ple­xes bzw. des Na­men-des-Va­ters, also um den Glau­ben an den Va­ter. Der Glau­be an den schüt­zen­den Va­ter ist für das Funk­tio­nie­ren der Sub­jek­ti­vi­tät durch­aus ver­zicht­bar, dar­auf hat­te be­reits Freud hin­ge­wie­sen. Der bor­ro­mäi­sche Drei­er­kno­ten zeigt, dass die Funk­tio­nen des Ima­gi­nä­ren, des Sym­bo­li­schen und des Rea­len auch ohne die­sen Glau­ben zu­sam­men­hal­ten kön­nen. Fak­tisch je­doch be­ruht die Sub­jek­ti­vi­tät auf der zu­sam­men­hal­ten­den Funk­ti­on der Va­ter­bin­dung; hier­für steht der bor­ro­mäi­sche Vie­rer­kno­ten. Der Name-des-Va­ters ist zu­gleich der be­nen­nen­de Va­ter; die Be­nen­nung, die er vor­nimmt, ist eine Be­nen­nung des Sym­bo­li­schen; das Mo­dell hier­für ist die Be­nen­nung der Tie­re – die sym­bo­li­sche Be­zie­hung zum Rea­len, durch die die Din­ge ent­ste­hen; die Be­nen­nung des Sym­bo­li­schen hat als Kehr­sei­te das Sym­ptom.

Zu Geneviève Morel

Mo­rel deu­tet die in Se­mi­nar 22 ent­wi­ckel­te Ar­gu­men­ta­ti­on an­ders (Vgl. Mo­rel, a.a.O., S. 87 f., vgl. die Über­set­zung in die­sem Blog hier.) Für sie stellt es sich so dar: La­can op­tiert zu­nächst für eine Drei­er­lö­sung, ge­gen Freuds Vie­rer­lö­sung, ver­mut­lich aus athe­is­ti­schen Grün­den. Da­bei nimmt La­can je­doch an, dass die Be­nen­nung eine rein sym­bo­li­sche Funk­ti­on ist. Spä­ter wird ihm klar, dass die Be­nen­nung eine zu­sätz­li­che Funk­ti­on ist, die ei­nen vier­ten Ring er­for­dert. Aus die­sem Grun­de lässt er die Drei­er­lö­sung fal­len und op­tiert jetzt doch für eine Vie­rer­lö­sung, al­ler­dings für eine an­de­re als die von Freud; bei La­can steht der vier­te Ring für die Be­nen­nung. Dies führt am Schluss des Se­mi­nars zu der Fra­ge, wie sich der vier­te Ring im Sin­ne von La­can, näm­lich als Be­nen­nung, zum vier­ten Ring im Sin­ne von Freud ver­hält, also als Ödi­pus­kom­plex, mit La­can ge­spro­chen: als Name-des-Va­ters.

Ge­gen die­se Deu­tung spricht, dass La­can die Funk­ti­on der Be­nen­nung von An­fang an auf den Va­ter be­zieht, bei­des also nicht iso­liert ent­wi­ckelt und erst in der letz­ten Vor­le­sung zu­sam­men­bringt (vgl. Sit­zung vom 11.3.1975, Ver­si­on Sta­fer­la S. 131; vgl. Klei­ner-Über­set­zung S. 42).

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Anmerkungen

  1. Im Fol­gen­den über­set­ze ich aus Se­mi­nar 22 nach der Sta­fer­la-Ver­si­on, die man hier im In­ter­net fin­det; die Sei­ten­hin­wei­se be­zie­hen sich auf die PDF-Da­tei. Au­ßer­dem ver­wei­se ich auf die von Max Klei­ner er­stell­te Über­set­zung des Se­mi­nars, die sich auf eine von Jac­ques-Alain Mil­ler über­ar­bei­te­te Ver­si­on die­ses Se­mi­nars be­zieht; Klei­ners Über­set­zung be­kommt man über das La­can-Ar­chiv in Bre­genz.
  2. Se­mi­nar 22, Sit­zung vom 14. Ja­nu­ar 1975, Ver­si­on Sta­fer­la S. 56; Klei­ner-Über­set­zung S. 20.
  3. Se­mi­nar 22, Sit­zung vom 14. Ja­nu­ar 1975, Ver­si­on Sta­fer­la S. 56; Klei­ner-Über­set­zung S. 20.
  4. Un­ter „psy­chi­scher Rea­li­tät“ ver­steht Freud Phan­ta­si­en, die der Pa­ti­ent als Wirk­lich­keit be­han­delt; er emp­fiehlt dem Psy­cho­ana­ly­ti­ker, bei­de gleich­zu­stel­len. „Auch sie (die Phan­ta­si­en) be­sit­zen eine Art von Rea­li­tät; es bleibt eine Tat­sa­che, daß der Kran­ke sich sol­che Phan­ta­si­en ge­schaf­fen hat, und die­se Tat­sa­che hat kaum ge­rin­ge­re Be­deu­tung für sei­ne Neu­ro­se, als wenn er den In­halt die­ser Phan­ta­si­en wirk­lich er­lebt hät­te. Die­se Phan­ta­si­en be­sit­zen psy­chi­sche Rea­li­tät im Ge­gen­satz zu ma­te­ri­el­len, und wir ler­nen all­mäh­lich ver­ste­hen, daß in der Welt der Neu­ro­sen die psy­chi­sche Rea­li­tät die maß­ge­ben­de ist.“ (Vor­le­sun­gen zur Ein­füh­rung in die Psy­cho­ana­ly­se (1915–17). In: Ders.: Stu­di­en­aus­ga­be, Bd. 1. Fi­scher Ta­schen­buch Ver­lag, Frank­furt am Main 2000, S. 359.) 
  5. Sit­zung vom 14.1.1975, Ver­si­on Sta­fer­la S. 57–60; vgl. Klei­ner-Über­set­zung S. 20.
  6. Se­mi­nar 22, Ver­si­on Sta­fer­la, S. 98; Klei­ner-Über­set­zung S. 31.–
    Ein we­sent­li­cher In­halt der „psy­chi­schen Rea­li­tät“, also der vom Pa­ti­en­ten für wirk­lich ge­hal­te­nen Phan­ta­si­en, ist, Freud zu­fol­ge, der Va­ter als se­xu­el­ler Geg­ner und als der­je­ni­ge, von dem die Kas­tra­ti­ons­dro­hung aus­geht. In der Stu­die über den Rat­ten­mann schreibt er: „Der In­halt des kind­li­chen Se­xu­al­le­bens be­steht in der au­to­ero­ti­schen Be­tä­ti­gung der vor­herr­schen­den Se­xu­al­kom­po­nen­ten, in Spu­ren von Ob­jekt­lie­be und in der Bil­dung je­nes Kom­ple­xes, den man den Kern­kom­plex der Neu­ro­sen nen­nen könn­te, der die ers­ten zärt­li­chen wie feind­se­li­gen Re­gun­gen ge­gen El­tern und Ge­schwis­ter um­faßt, nach­dem die Wiß­be­gier­de des Klei­nen, meist durch die An­kunft ei­nes neu­en Ge­schwis­ter­chens, ge­weckt wor­den ist. Aus der Uni­for­mi­tät die­ses In­hal­tes und aus der Kon­stanz der spä­te­ren mo­di­fi­zie­ren­den Ein­wir­kun­gen er­klärt es sich leicht, daß im all­ge­mei­nen stets die näm­li­chen Phan­ta­si­en über die Kind­heit ge­bil­det wer­den, gleich­gül­tig, wie­viel oder wie we­nig Bei­trä­ge das wirk­li­che Er­le­ben dazu ge­stellt hat.“ (S. Freud: Be­mer­kun­gen über ei­nen Fall von Zwangs­neu­ro­se (1909). In: Ders.: Stu­di­en­aus­ga­be, Bd. 7. Fi­scher Ta­schen­buch Ver­lag, S. 74 Fn. 2.) Und ei­ni­ge Sät­ze spä­ter: „Ich zäh­le Ih­nen als Mus­ter die­ser Gat­tung (der psy­chi­schen Rea­li­tät) auf: die Be­ob­ach­tung des el­ter­li­chen Ver­keh­res, die Ver­fü­hung druch eine er­wach­se­ne Per­son und die Kas­tra­ti­ons­dro­hung.“ (A.a.O., S. 360) 
  7. Freud über das Über-Ich bzw Ichi­de­al: „Es ist leicht zu zei­gen, daß das Ichi­de­al al­len An­sprü­chen ge­nügt, die an das hö­he­re We­sen im Men­schen ge­stellt wer­den. Als Er­satz­bil­dung für die Va­ter­sehn­sucht ent­hält es den Keim, aus dem sich alle Re­li­gio­nen ge­bil­det ha­ben. Das Ur­teil der ei­ge­nen Un­zu­läng­lich­keit im Ver­gleich des Ichs mit sei­nem Ide­al er­gibt das de­mü­ti­ge re­li­giö­se Emp­fin­den, auf das sich der sehn­süch­tig Gläu­bi­ge be­ruft.“ (Das Ich und das Es (1923). In: Ders.: Stu­di­en­aus­ga­be, Bd. 5. Fi­scher Ta­schen­buch Ver­lag, Frank­furt am Main, S. 304. Zum Ver­hält­nis von Va­ter­sehn­sucht und Re­li­gi­on vgl. auch Freud: Die Zu­kunft ei­ner Il­lu­si­on (1927).
  8. La­can in Se­mi­nar 2: „Nun, wor­um geht’s beim Sym­ptom, an­ders ge­sagt bei ei­ner Neu­ro­se?“ Ver­si­on Miller/Metzger,  S. 410.
  9. Se­mi­nar 4, Ver­si­on Mil­ler, S. 250.
  10. La­can in Se­mi­nar 2: „Sa­gen, daß es eine Neu­ro­se gibt, sa­gen, daß es ein Ver­dräng­tes gibt, das nie ohne Wie­der­kehr ab­geht, heißt sa­gen, daß et­was von dem Dis­kurs, der von A nach S geht, läuft und zu­gleich nicht läuft.“ Ver­si­on Miller/Metzger, S. 411.
  11. Vgl. S. Freud: Vor­le­sun­gen zur Ein­füh­rung in die Psy­cho­ana­ly­se (1917), dar­in Ka­pi­tel 23, „Die Wege der Sym­ptom­bil­dung“.
  12. 11.2.1975, Ver­si­on Sta­fer­la S. 101; vgl. Klei­ner-Über­set­zung S. 32.
  13. 11.3.1975, Ver­si­on Sta­fer­la S. 122; vgl.  Klei­ner-Über­set­zung S. 39.– Vgl. hier­zu Erik Por­ge: Jac­ques La­can, un psy­chana­lys­te. Par­cours d’un ens­eig­ne­ment. Érès, Tou­lou­se 2000, „La so­lu­ti­on bor­ro­méen“, S. 163–165; die Über­set­zung die­ses Ab­schnitts fin­det man in die­sem Blog hier.
  14. Se­mi­nar 4, Ver­si­on Miller/Gondek, S. 428.
  15. Se­mi­nar 11, Ver­si­on Miller/Haas, S. 65.
  16. 11.2.1975, Ver­si­on Sta­fer­la 101 f.; vgl. Klei­ner-Über­set­zung S. 31 f.
  17. Die Un­ter­schei­dung zwi­schen dem mög­li­chen Drei­er­kno­ten und dem wirk­li­chen Vie­rer­kno­ten fehlt in Por­ges Dar­stel­lung von Se­mi­nar 22.
  18. 11.2.1975, Ver­si­on Sta­fer­la S. 102; vgl. Klei­ner-Über­set­zung S. 32.
  19. 11.2.1975, Ver­si­on Sta­fer­la S. 102; vgl. Klei­ner-Über­set­zung S. 34.
  20. 11.3.1975, Ver­si­on Sta­fer­la S. 122; vgl. Klei­ner-Über­set­zung S. 39.
  21. 11.3.1975, Ver­si­on Sta­fer­la S. 131; vgl. Klei­ner-Über­set­zung S. 42.
  22. Vgl. Ver­si­on Sta­fer­la S. 220–223; vgl. Klei­ner-Über­set­zung S. 77 f.
  23. Ab­bil­dung aus Ver­si­on Sta­fer­la, S. 221.
  24. Ver­si­on Sta­fer­la hat hier ei­nen Feh­ler, den ich ent­spre­chend Ver­si­on rue CB und der Klei­ner-Über­set­zung aus­ge­bes­sert habe.
  25. La­can spielt hier auf Freuds Ar­beit Hem­mung, Sym­ptom und Angst (1926) an, in: Freud: Stu­di­en­aus­ga­be, Bd. 6. Fi­scher Ta­schen­buch Ver­lag, Frank­furt am Main 2000, S. 227–310. In Se­mi­nar 10 von 1962/63, Die Angst, hat­te La­can die­sen Text aus­führ­lich kom­men­tiert.
  26. Se­mi­nar 6, Ver­si­on Mil­ler 2013, S. 11 f.

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